Und die Geschichte der drei Freundinnen geht weiter. Alexandras Buch über Marie ist ein voller Erfolg und nun denkt sie über ein weiteres Buch nach, vielleicht der Aufstieg der Hohensteins.
Jule pendeln permanent zwischen Hamburg und ihrer Praxis auf dem Land, um sich um ihre Enkelin Marie zu kümmern, denn ihre Tochter Pia ist alleinerziehend. Das ist kein Zustand. Kann sie mit Mitte fünfzig noch mal etwas Neues wagen? Und Friederike steckt zwischen ihrer Arbeit und ihrer Mutter fest. Esther ist im Pflegeheim und in lichten Momenten erzählt sie Erinnerungen von früher. Und sie ist auch ganz anders, als Friederike sie kennt, nicht mehr so voller Wut und aggressiv. Hannah pflegt den Kontakt zu ihrer wiedergefundenen Familie in Dänemark. Jedes Leben schreitet voran.
Die Geschichte springt zwischen dem aktuellen Zeitpunkt mit den drei Freundinnen und ihren Sorgen und Esthers Leben mit den Hohensteins hin und her. Der große Teil, der Esther in diesem dritten Teil eingeräumt wird, beleuchtet ihre frühe, enge Freundschaft zu Laura und ihrem Bruder. Zu Dieter Brenner, dessen Werben sie dann doch irgendwann nachgegeben hat und dann der Hochzeit und Schwangerschaft mit Friederike. Die Enttäuschungen in Esthers Leben zu beleuchten und dann zu verstehen, warum sie so war: so ruppig, kaltherzig und nicht voller Freude. Aber ich glaube, Friederike ist nicht allein damit, nicht viel über die Eltern zu wissen, das trifft auf mehr Familien zu, als man denkt. Wir erfahren viele Dinge, die man bereits in den ersten beiden Teilen geahnt hat.
Es ist für mich ist ein schlüssiger und guter Abschluss der Trilogie. Und des hat Spaß gemacht, dem Leben der Freundinnen zu folgen.
Die Tatsache, dass alle drei Teile von unterschiedlichen Sprecherinnen gelesen wurden, finde ich jetzt nicht so gut, aber
Anna Schudt hat routiniert gesprochen und den Hörer mitgenommen auf eine Zeitreise mit Esther.