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Als ich im Krieg erwachte: Tagebuch einer Flucht aus der Ukraine

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Wie ihre Landsleute nahm Julia Solska Russland zwar als permanente Bedrohung für die Ukraine wahr. Aber dass Wladimir Putin ihre Heimat überfallen und mit einem brutalen Krieg überziehen würde, hätte sie niemals gedacht – bis sie am 24. Februar 2022 in ihrer Kiewer Wohnung von Bombenexplosionen geweckt wurde und die Menschen um sie herum in Panik erlebte. Wie Millionen andere Ukrainer entschloss sie sich zur Flucht, die sie nach einer längeren Odyssee nach Deutschland führte. In ihrem Tagebuch erzählt sie eindrucksvoll, wie es ist, wenn sich ein Leben von – im wahrsten Sinne des Wortes – heute auf morgen verändert und ein Mensch mit Todesängsten klarkommen muss.

Julia Solska lebte vier Jahre lang in Deutschland, ehe sie 2018 in ihre Heimat zurückkehrte. Sie hatte in Kiew alles, was sie für ein glückliches Leben brauchte. Die Veröffentlichung ihres Tagebuchs ist ihr Herzenswunsch und ein politisches Statement, das sie mit 44 Millionen Landsleuten teilt: „Ich will nicht in Russland leben, sondern in der Ukraine!“

Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf dieses Buches wird an die ukrainische Wohltätigkeitsorganisation Divchata, die sich für die Belange von Mädchen und Frauen einsetzt, gespendet.

192 pages, Paperback

Published July 1, 2022

34 people want to read

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Community Reviews

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2 (3%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Lona.
240 reviews18 followers
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October 18, 2022
Es fällt mir schwer das Buch zu bewerten - nicht wegen dem Thema, ich finde es gut, dass Menschen die Möglichkeit haben ihre Realität in Büchern mitzuteilen. Das Buch bringt einen Einblick in die Flucht aus dem Krieg, die Ungewissheit und die Sorgen.

Allerdings musste ich an einer Stelle schlucken Die Autorin ist nach Deutschland geflohen und schreibt:


Ich weigere mich strikt, mich als Flüchtling zu sehen. [...] Ich kann gut Deutsch, ich will arbeiten, mich selbst ernähren, auf eigenen Füßen stehen. Ohnehin sehe ich europäisch genug aus um nicht als Flüchtling betrachtet zu werden.


BITTE WAS?
Das verstärkt doch nur wieder den Eindruck es gäbe gute und schlechte Menschen die flüchten müssen. Dass weiße, "europäisch aussehende" Menschen keine "Flüchtlinge" sein können. Dass eine Vorraussetzung zur Flucht sein muss sich sofort nützlich zu machen. Und alsob die Hautfarbe/das Herkunftsland dabei einen Unterschied machen würde.

Gerade von jemandem die selbst die schrecken des Krieges erlebt hat und fliehen musste, hätte ich mehr Empathie erwartet. Es gibt nunmal auch Leute, die danach zusammenbrechen und nicht die Kraft aufbringen. Zudem ist das System in Deutschland für Flüchtende aus Syrien etc. ganz anders aufgebaut, als für weiße Flüchtende. Es gibt viel mehr Barrieren, allein an den Grenzen. Zudem muss schon das was die Autorin erlebt hat traumatisierend sein, keine Frage. Aber es gibt Menschen, die noch viel mehr durchleben müssen auf der Flucht.

Generell bin ich dankbar ds Privileg zu haben mich über Bücher zu diesen Themen sensibilisieren zu dürfen und jeder der die Kraft aufbringt seine Erfahrungen zu teilen hat meinen Dank verdient. Dieser eine Absatz, den fand ich allerdings extrem Problematisch. Auch weil er oft generelle Haltungen zum Thema Flucht widerspiegelt, insbesondere hier in Deutschland.

Es gibt keine guten und schlechten "Flüchtlinge", es gibt nur Menschen die um ihr Leben fliehen und auf dem Weg sehr unterschiedliche Barrieren in den Weg gestellt bekommen.
Profile Image for Cheap.And.Cheerful.
411 reviews21 followers
December 2, 2022
Am 1. Juli ist das Buch von Julia Solska erschienen, in dem sie in Form ihres Tagebuchs schildert, wie sie die ersten 16 Tage der russischen Invasion erlebt hat.
Julia Solska hat eigentlich nichts mit Krieg oder Politik am Hut, sie ist Germanistin und hat einen 'ganz normalen' Job in Kiew, wo sie mit Freund und Katze lebt. Somit darf man von diesem Buch auch keine Gefechtsprotokolle erwarten oder eine Chronik des Krieges generell. Stattdessen nimmt die Autorin die Lesenden mit auf eine sehr emotionale, intime Reise.

Ich hatte den Eindruck, dass sie ihre Gedanken ungefiltert und unlektoriert preisgibt, wie man es eben in einem authentischen Tagebuch tut. Sehr präsent ist ihre Angst, die immer wieder in Panik kippt, die Sorge um ihre Eltern und damit verbunden die Schuldgefühle, diese in der Ukraine zurückzulassen. Doch auch die Wut auf Putin, und im Verlauf des Krieges, auf Russ*innen generell, die immer mehr zum Hass wird.

Dabei sich Solska immer wieder selbst und nimmt wahr, wie ihre Emotionen sich verändern. Ich musste mich an ihren Schreibstil erst gewöhnen, die ungefilterten Gedanken zu ihrer eigenen Person z.B. haben mich irritiert - allerdings passen diese natürlich gut zu einem Tagebuch. Nur an einer Stelle hätte ich mir explizit mehr Einordnung und Kritik gewünscht, und zwar als sie das Asow-Regiment erwähnt.

Insgesamt schafft es Solska sehr gut, den Schrecken zu vermitteln, der plötzlich über sie und ihre Lieben hereingebrochen ist. In allen Facetten: der Panik, der Hilflosigkeit, dem Fluchttrieb, der Solidarität.
Wir können nur hoffen, dass dieser Schrecken bald ein Ende hat.
Profile Image for Mandy R..
262 reviews2 followers
August 9, 2022
Es ist immer schwierig diese Art von Bücher zu bewerten. 

Ich hab viele Bücher über Kriege gelesen, aber noch nie war jemand so negativ und übertrieben besorgt wie die Autorin, vorallem am Anfang. Sie hatte schon Angst um ihr Leben bevor es überhaupt richtig losging, sie wurden weger bombardiert, noch saß sie im Keller fest. Vielleicht bin ich aber auch einfach pragmartischer als sie, jedenfalls erschien mir das alles zu übertrieben. 

Was mir auch aufgefallen ist, dass sie manchmal zu emotional ist, aber an anderen Stellen zu wenige Emotionen sind, besonders wenn es um "fremde" Flüchtlinge geht. 

Grundsätzlich war es ok und ich denk vielen könnte es gefallen, aber für mich war das eher so "ok". 
Profile Image for Alice.
231 reviews34 followers
May 31, 2023
Ein informatives Buch, sehr gut übersetzt und geschrieben. Da hat auch der Verlag gute Arbeit getan. Eines meiner Jahreshighlights. Leider :(
Ich hätte es mir nicht online gekauft, habe es dann aber im Geschäft bei den Spiegel-Bestseller-Liste Büchern gesehen, habe kurz reingelesen und bin jetzt sehr froh darüber, es mir gekauft zu haben.

"Die Ukraine wacht morgens nicht von Weckern auf, um zur Arbeit zu eilen, und Kinder zur Erzieherin oder den Großelter zu bringen, sondern vor Angst und Sorgen, von Sirenengeheul oder alldem zusammen. Väter, Mütter, Jungen, Mädchen, Kollegen, Freunde und Bekannte gehen nicht ins Büro, in die Fabrik, nicht ins Kino, das Restaurant oder den Zoo, sondern in Luftschutzbunker und in U-Bahn-Schächte, weil ein verrückter Diktator nichts Besseres zu tun hat, als seine Armee in den Wahnsinnsgedanken in den Krieg zu schicken, die Ukraine von der Landkarte verschwiden zu lassen und ihre renitenten Bewohner gleich mit. "Brudervolk"? Das ist so lachhaft, so dumm, so dreist, so arrogant, so unerträglich verlogen. Ein Brudervolk mit einem Krieg zu "retten", ist die dämlichste Idee seit Erfindung der Atombombe. Putin, du als Mensch verkleideter Satan, hast unser Leben bis zur Unkenntlichkeit verändert. Du hast über Nacht mit deinen Bombe unsere Familien, Leben, Pläne, Wünsche und Träume zerstört. Wir sind weder deine Brüder noch deine Schwestern - und werden es nie sein. Wir Ukrainer, die du "befreien" willst, rufen deinen Soldaten jeden Tag zu: Verpisst euch! Fickt euch!"


Insta Account ihrer Katze: fran_bird32
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