Tiefgründiger Roman über die Suche nach sich selbst und dem Weg zum Glück
Antonia hat ihr Goldschmiedeatelier auf Sylt aufgegeben und ist nach einer weiteren gescheiterten Beziehung bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in Kiel unter gekommen. Sie weiss nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll und auch mit ihrer Familie läuft nicht alles reibungslos. Da kommt die Einladung eines Bekannten, einige Tage im Allgäu zu verbringen, gerade recht. Bald schon stellt Antonia fest, dass sie mit ihren vermeintlichen Schwächen anderen Menschen helfen kann. Als dann auch noch Conny auftaucht, wird es zusätzlich kompliziert. Sie fühlt sich bei ihm so sicher wie noch nie zuvor bei einem Mann, bis er ein Missverständnis aufdeckt. Doch plötzlich merkt Antonia, was sie wirklich will und alles scheint ganz einfach.
Der fünfte Teil der Winterknistern-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch in diesem Band gelingt es der Autorin, lebendige, sympathische Figuren zu erschaffen. Ich konnte mich gut in Antonia und ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Oft hat mich das Buch auch zum Schmunzeln gebracht, besonders als für mich als Leserin bereits lange klar war, dass Conny, anders als Antonia glaubt, doch nicht schwul ist und sie durchaus interessant findet. Besonders gut gefallen haben mir auch die tiefgründigen Gespräche über Verlust, Vergebung und der Suche nach den eigenen Träumen und Wünschen. Die Geschichte war, wie auch in den anderen Bänden, ziemlich vorhersehbar, hat mir aber trotzdem viel Lesevergnügen bereitet.
Eine klare Empfehlung für gemütliche Lesestunden an kalten Tagen, welche zum Nachdenken anregen.