Eltern sind peinlich, findet Ari. Dass sie sich dauernd streiten, macht es das Ganze nicht besser.
Ari hatte sowieso keine Lust mehr auf Sommerurlaub mit ihren Eltern. Darauf, mit Papa an übervollen Stränden rumzuhängen, sich Mamas Vorträge über längst vergessene Tempel anzuhören oder die ganze Zeit die Streitereien der beiden mitzukriegen. Wie viel toller wäre es, wenn sie allein mit Elif verreisen könnte. Dann würden sie selbst bestimmen, was sie tun wollen, endlos reden oder einfach bis zur nächsten Insel schwimmen.
Aber dann hätte sie auch Pegasos nicht kennengelernt, der mit dem Mofa durch die engen Gassen kurvt und Ari zum Träumen bringt. Von Morgen und von eigenen Reisen.
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
Tamara Bah je od prve pročitane knjige uletela u autore oko kojih se ne dvoumim kad se pojavi novi naslov nadohvat ruke. "Med sa solju" inače po kratkom opisu teško da bi privukao pažnju - trinaestogodišnjakinja ide s roditeljima u Grčku na more, jako originalno. Kao i toliko puta pokazuje se da nije presudna originalnost ideje nego njeno izvođenje. U krckavim stakato rečenicama ("ušla je u kola, poslala je poruku, proverila je da li je poruka stigla" itd itd) pratimo kako se blago dosadno letovanje očas posla pretvori u spektakularni raspad braka, dve uporedne krize srednjih godina, plus upoznavanje s maloletnim ali iskusnim "galebom" (da li se "galebovi" i u Grčkoj tako zovu? za trenutne potrebe moraće da posluži) i sve druge zamislive pubertetske muke. Veličina Tamare Bah jeste u tome što sve ovo upečatljivo prikazuje kao prirodni i spontani razvoj događaja i što ne zauzima strane. Oboje roditelja su sasvim normalni, obični ljudi bez prevelikih problema koji se naprosto sve jasnije razilaze i po temperamentu i po životnim planovima, te se stoga ponašaju kao sebični kreteni i jedno prema drugom i prema ćerki kad se uopšte sete njenog postojanja. Odraslim čitaocima će verovatno biti dosta jasnija i zaleđina njihovog ponašanja, ali i trinaestogodišnja Ari (a s njom verovatno i mlađe čitateljstvo) sasvim dovoljno razume i kreće u svoju prvu pravu adolescentsku pobunu i istinsko odvajanje od roditelja. Gorko, ali ne i mračno, ne i beznadežno.
Tamara Bach ist eine meiner größten Lieblingsautorinnen für Jugendbücher. Sie versteht so gut, wie junge heranwachsende Menschen sich fühlen und nimmt sie mit all ihren Bedürfnissen, Sorgen und Freuden ernst. Sie beherrscht die Kunst, nicht alles detailliert aufzuschreiben, aber trotzdem alles zu erzählen. Knappe, klare Sätze sind ihr Markenzeichen. Ihre Geschichten sind keine großen, dramatischen Abenteuer, sondern sie erzählt einfach von den täglichen Herausforderungen des Lebens, das gerade in der Jugendzeit abenteuerlich genug ist. So auch in Tamaras neuem Buch: Ari im Griechenandurlaub mit ihren Eltern. Mutter hat die Arbeit im Laptop dabei, Vater schleppt sie von einem Strand zum anderen, beste Freundin meldet sich plötzlich nicht mehr. Aber da ist dieser süße Junge aus dem Dorf mit dem Grübchenlächeln. Und vielleicht, vielleicht...
Tamara Bach greift in diesem Jugendroman wieder eine sensible, aber leider auch alltägliche Thematik auf, welche sie feinfühlig und nahbar aufbereitet. Ihre Ausführungen sind greifbar und nah am Leben, aber vor allem wird hier nichts beschönigt oder verharmlost.
"Honig mit Salz" erzählt von einem Sommerurlaub ohne Sommergefühle, weil eben auch im Urlaub nicht immer alles schöner, besser und bunter ist. Manchmal kommt das Leben mit harten und unausweichlichen Tatsachen dazwischen. Die Geschichte ist ernst und melancholisch, aber auch nicht immer, denn manchmal scheint auch alles gut zu sein, unbeschwert und zuckersüß wie Lipgloss mit Melonengeschmack - Bittersüß wie "Honig mit Salz".
Tamara Bach schreibt in kurzen Sätzen mit wenig Worten und sagt damit so, so viel. Ihr Schreibstil ist einfach und schmucklos, geradezu sachlich und kalt, aber er transportiert dabei umso mehr.
Die Geschichte wird aus Sicht der 13-jährigen Ari in der dritten Person Singular erzählt, deren Gedanken und Gefühle für mich trotz der eher unpersönlichen Erzählperspektive mehr als greifbar waren. Sie wurden beim Lesen lebendig und nagten an mir. Ich konnte ihren Schmerz fühlen als wäre es mein eigener.
Die Worte der Autorin treffen messerscharf bis tief auf den Grund und lösten damit unheimlich viel in mir aus. Jedes Wort scheint mit Leichtigkeit sehr bewusst an eine bestimmte Stelle gesetzt zu sein, um seine maximale Wirkung zu entfalten. Tamara Bach's Schreibstil ist auf den Punkt gebracht, wahrhaftig und frappierend authentisch. Manchmal muss man ein bisschen zwischen den Zeilen lesen, aber es ist alles da, nichts fehlt und alles tut weh.
Bei "Honig mit Salz" geht es nicht um die Handlung, sondern um den Moment und wie sich dieser anfühlt. Die Geschichte hat kein aufregendes Plotting, sondern spielt mitten im Leben. Wir erleben hier einen Ausschnitt von Ari's Leben, nicht mehr und nicht weniger. Der Handlungsrahmen ist kurz und knackig, ein Kapitel pro Urlaubstag, die Geschichte kurzweilig und doch unglaublich aussagekräftig und vielschichtig.
Das Buch geht unter die Haut und lässt nicht mehr los, weil es eben so nah am Leben ist, realistisch und irgendwie normal, vertraut. Man fühlt sich beim Lesen verstanden und gehört, was diese Geschichte unheimlich wertvoll und absolut lesenswert macht, und zwar nicht nur für Jugendliche.
Ari ist mit ihren Eltern im Urlaub. Schon jetzt trauert sie ihrer Freundin Elif hinterher, weil diese ihr fehlt.
Aber sie musste nun mal mit ihren Eltern mit, auch wenn man das halt einfach irgendwann nicht mehr möchte. Die Eltern streiten, denn es dauert gerade Mal ein paar Minuten und schon muss Aris Mama wieder arbeiten. Ari unternimmt also die ersten Tage was mit Papa. Mama schaltet sich dann auch mal mit dazu, aber ein schöner Urlaubstag sieht irgendwie anders aus. Die Eltern streiten sich öfter. Dann trifft Ari Pegasos. Er ist ihre Zuflucht aus dem Streiten und ignorieren der Eltern.
Der Schreibstil kam bei mir leider nicht so gut an. Diese ständige "sagt Mama, sagt Papa," in fast jedem Satz fand ich ehrlich gesagt anstrengend und nervig. Es hat einen sehr einfachen Schreibstil, der eher auf anfängliches Schreiben hindeutet und was ich etwas anders erwartet habe. Für mich war das leider Nix.
Die Story an sich fand ich aber nicht verkehrt. Ari tat mir leid, vor allem als sich nicht mal mehr ihre Freundin Elif gemeldet hat. Die junge Frau war mit ihrem Kummer und der Aufregung über die "Sache" mit Pegasos völlig allein. Aber an für sich hat sie die Situationen ganz gut gemeistert. Sie lernt dass das Leben sowohl süße, als auch salzige Seiten haben kann. Ich konnte mich ganz gut in die 13 jährige hineinversetzen.
Fazit
Im Großen und Ganzen war es okay und auch relativ unterhaltsam. Mam kommt in die Story gut rein und gut durch, aber der Schreibstil war leider nur so halbwegs meins. Jeder Satz enthielt die Worte Ari, Mama, Papa, sagt usw. Das muss man echt mögen und nach Möglichkeit rate ich zur Leseprobe. Die Story hält schöne und nicht so schöne Seiten bereit, eben Honig mit Salz. Am Ende aber leider nur 3 Sterne von mir.
Ein melancholisches und kurzweiliges Buch, welches Fernweh weckt. Der Roman ist so realistisch, dass man zwischendrin tatsächlich vergisst, dass es Fiktion ist und man nicht die eigenen Erinnerungen liest. Er ist zudem aus dem Leben gegriffen. Es gibt ein davor, von dem wir nichts wissen und ebenso ein uns unbekanntes danach. Außerdem mag ich die rebellische Provokation, die im Titel steckt und am Ende ersichtlich wird.