Eine Holzschnitzerin und ihr Traum von Freiheit und Liebe Dresden, 1899. Für Lea gibt es nichts Schöneres im Jahr als ein Besuch des Striezelmarkts mit seinen bunten Verkaufsständen und tausend Lichtern. Denn Leas heimliche Leidenschaft ist das Schnitzen von Holzfiguren. Doch ihr Traum, ihre kleinen Kunstwerke irgendwann einmal auf dem berühmten Weihnachtsmarkt auszustellen, bleibt ihr, dem jüdischen Mädchen, verwehrt. Aber dann geschieht dank eines Freundes Leas persönliches kleines Weihnachtswunder: Als Geselle verkleidet und unter falschem Namen verkauft sie ihre Holzschnitzereien auf dem Striezelmarkt und hat großen Erfolg. Der bleibt nicht unbemerkt - und schon bald steht nicht mehr nur ihre Zukunft auf dem Spiel, sondern auch ihr Leben ...
Als ich das Buch in der Hand gehalten habe, habe ich mich auf einen gemütlichen historischen Weihnachtsroman gefreut. Doch direkt im Prolog, wurde mir diese Vorstellung zunichte gemacht, denn: es wird ein Mord beschrieben. Ich war etwas verwundert, denn sollte es nicht eigentlich um eine Frau gehen, die sich als Mann verkleidet, damit sie auf dem Striezelmarkt ihre Schnitzereien verkaufen kann?
Ja, darum gehts auch, aber irgendwie nicht nur. Die Handlung bildet den roten Faden, jedoch gibt es noch weitere Nebenhandlungen, die um die Handlung herum verwoben wurden. Jedoch waren die, wie eigentlich die komplette Handlung, etwas sehr vorhersehbar.
Dennoch gab es keine Längen und man konnte der Geschichte gut folgen. Es war gut für Zwischendurch, hatte gute Ansätze und viel richtig gemacht. Die Charaktere waren etwas flach und am sympathischsten war tatsächlich eine Nebenfigur: die klischeehafte Operndiva.
Für Zwischendurch okay, ich würde es jedoch nicht in der Kategorie „Das musst du unbedingt lesen“ oder „was ein schönes Weihnachtsbuch“ weiterempfehlen.
In dem Buch geht es um Lea, das jüdische Mädchen, dass als Geselle verkleidet ihre Krippenfiguren auf dem Striezelmarkt verkauft und sich dabei ungewollt in einige sehr komplizierte Situationen verstrickt. Die Beschreibungen des Striezelmarktes, Dresdens im Winter und der weihnachtlichen Stimmung fand ich sehr authentisch, weil es sich beim Lesen so anfühlte, als würde man selber durch die Straßen laufen. Auch wenn ich das Buch nicht mehr in der Weihnachtszeit geschafft habe, hat es mich trotzdem in eine winterliche Stimmung versetzt.
!! SPOILER !!
Die Geschichte war sehr spannend und an einigen Stellen nervenaufreibend, weil so viel passiert und es neben der oben beschriebenen Rahmenhandlung, auch um einen Kriminalfall geht, der im Verlauf der Geschichte behandelt wird. Es werden viele Nebencharaktere vorgestellt, darunter die Familie Leas, die Stiezelmarkthändler, Kommissare etc., wodurch es auch viele Handlungsstränge gibt, die aber alle zu einem spannenden Verlauf beitragen. Da das Buch aus der Perspektive des auktorialen Erzählers geschrieben ist, erfahren wir nicht nur was bei Lea passiert, sondern bekommen Einblicke in die Motive und Sichtweisen anderer Charaktere, weshalb man ein allumfassenderes Bild von der Handlung bekommt. Es hat mir insgesamt gut gefallen und war wieder ein guter Einstieg in das Genre, nachdem ich länger keinen historischen Roman mehr gelesen hatte.
Ich habe mich in das winterliche Dresden des Jahres 1899 versetzt gefühlt. Durch die Krimihandlung war es teilweise echt spannend. Gleichzeitig erinnert der Roman daran, wie Juden und vor allem Jüdinnen diskriminiert wurden.
Ich habe das Buch sehr schnell gelesen. Es war so spannend, dass ich nicht aufhören konnte . Ja, Lea tat mir manches Mal leid. Nicht nur als Frau, sondern auch als Jüdin hatte sie viele Nachteile zu erleiden. Aber ich habe sie auch bewundert für ihre Kraft und ihr Durchhaltevermögen. In der Geschichte mochte ich Leas Familie, besonders Willie. Ohne sie wäre Lea fast verloren gewesen. Und auch der zunächst total abgelehnt Rick/Fred Shieds aus New York war mir sofort sympathisch. Ich war froh, dass ich einige Monate zuvor in Dresden war, so konnte ich mir viele Beschreibungen besser vorstellen. Und falls ich nochmal nach Dresden fahren sollte, dann mit folgenden Zielen : ein Besuch auf dem Striezelmarkt und in der Semperoper.
Wer hiermit ein gemütliches und entspanntes Weihnachtsbuch erwartet, sollte gewarnt sein, denn es handelt sich um einen Krimi, der direkt im Prolog beginnt. Dies habe ich nicht erwartet, dennoch hat mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Es war sehr spannend und ermöglichte ein flüssiges Leseerlebnis. Die historischen Gegebenheiten fanden einen guten Einklang in die Handlung. Zudem gefiel mir der Schreibstil und die Ausdrucksweise der Autorin ausgesprochen gut.
Dieses Buch hat mich gleich im Bücherladen magisch angezogen und durfte gleich mitkommen und was für ein traumhaftes Cover. Wir reisen nach Dresden und schreiben das Jahr 1899. Dort lernen wir Lea kennen, ein jüdisches Mädchen das den großen Traum hat ihre kleinen Kunstwerke einmal auf dem bekannten Striezelmarkt verkaufen zu dürfen. Lea zauberte wunderschöne kleine Holzfiguren und jede ist ein Einzelstück mit besonderem Gesichtsaudruck. Es ergibt sich dann sogar eine Möglichkeit, dass sie ihre Figuren auf dem Markt verkaufen kann, aber nicht als Lea, sondern als verkleideter Geselle. Sie kann damit einen großen Erfolg erzielen, doch leider gibt es auch Neider und ziemlich rasch gerät sie in Gefahr ....
Die Protagonistin Lea ist eine starke junge Frau, die im Lauf der Geschichte immer mehr an Selbstvertrauen gewinnt und ihren steinigen Weg geht und sich durch kaum etwas aufhalten lässt. Es war mehr als spannend sie auf diesem Weg zu begleiten und ich habe mehr als einmal gezittert wie es ihr ergehen wird. War sie doch sehr oft auf sich allein gestellt.
Der traditionelle Striezelmarkt steht im Mittelpunkt und den Zauber kann man ganz deutlich spüren und ich bin dadurch gut in Weihnachtsstimmung gekommen. Hervorheben möchte ich die wunderbaren detailgetreuen Beschreibungen des Marktes und die Beschreibungen der Stadt Dresden.
Ich möchte anmerken, falls jemand eine reine Weihnachtsgeschichte erwartet, ist dies ist nicht der Fall, es ist eher ein weihnachtlicher spannender historischer Krimi. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wurde sehr überrascht, es war wirklich spannend bis zur letzten Seite und ein gelungenes Ende. Danke für schöne Lesestunden und von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Diese Buch hat mich aus meiner Leseflaute geholt! Es war verträumt und winterlich, überraschend und witzig. Und vor allem war es auch spannend, weil es unerwarteter Weise ein Kriminalroman war! Ich mochte die Charaktere sehr gerne und - obwohl ich manches doch schnell durchschaut habe - gab es eben doch die Schockmomente, als mir Motive bestimmter Charaktere plötzlich dämmerten. Es war ganz wunderbar und sogar mehr als ich mir erhofft hatte. Perfekter Eskapismus!
„Hast du erstmal genug Geld in der Tasche, wird dich kein Mann mehr herumkommandieren […] Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung.“ (S. 321)
Das Buch ist super interessant und insbesondere die Mischung aus Selbstverwirklichung, Geschichte, Familiendrama, Hass und romantischen Elementen geben dem Buch dauerhaft Spannung. Zwischendurch fand ich es sehr schwer zu lesen, da durch die vielen Elemente teilweise extrem diverse Aspekte aufeinandertreffen und es dadurch manchmal schwierig war, den roten Faden zu behalten. Insbesondere zum Ende, wo sich der Spannungsbogen komplett aufbaut, wird es wieder richtig interessant, weil viele Elemente der Geschichte aufeinander treffen mit denen man anfangs überhaupt nicht gerechnet hätte.
Aufgrund des Klappentextes habe ich etwas anderes erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe. Erwartet hatte ich eine niedliche Verwechslungsgeschichte vor den Kulissen des Strietzelmarktes - bekommen habe ich einen weihnachtlichen Krimi. Was mich aber so gar nicht stört. Ganz im Gegenteil. Es war mega spannend, ich mochte wirklich alle Charaktere - selbst die Bösen. Die Auflösung habe ich persönlich so ab der Mitte angefangen zu erahnen, aber da Grand Finale wirklich erst bis kurz vor Schluss.
Auch dieser historische Roman hat mir gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt einen von Anfang an mit hinein in die Geschichte. Ich hatte sofort das Gefühl an der Seite von Lea am Holzschnitzerstand am Striezelmarkt zu stehen. Die Stärke und den Willen für ihr Träume zu kämpfen wird hier sehr gut herausgearbeitet. Jedoch trägt die Nebenhandlung, das Aufklären des zu Beginn geschilderten Mordes, selbst viel mehr Potenzial als nur eine Nebenhandlung zu sein. Für mich hätte es diese nicht mehr gebraucht. Sie hätte ein guten zweiten Teil abgegeben.
Habs über weihnachten/ im Winter gelesen daher war die Stimmung ganz nett. Zum Glück war es durch die krimihafte Erzählung recht spannend aber ich war jetzt nicht soo begeistert.
„Das Mädchen vom Striezelmarkt“ hat schon ein Cover, welches ein wahrer Weihnachtshingucker ist. Mit dem Schreibstil von Dominique Steinberg kommt man trotz der Perspektive der 3. Person sehr schnell in die Geschichte rein und kann nicht anders als Lea, die Hauptprotagonistin, gleich zu mögen. Bei diesem Buch habe ich die erste Seite mit der Erwartung auf eine weihnachtliche Geschichte mit einer starken Hauptprotagonistin im historischen Dresden geöffnet. Die Weihnachtsatmosphäre ist zwar bei mir nicht so angekommen, aber dafür lernen wir wirklich eine extrem taffe Hauptprotagonistin kennen und der historische Aspekt ist sehr gut ausgearbeitet. Doch das ist nicht das, was mich bei diesem Buch oft durch die Seiten fliegen ließ. Ich habe den letzten Satz beim Klappentext nicht so ganz ernst genommen, doch in diesem Buch passieren so einige Dinge, die nicht ganz geheuer sind und Lea ist nicht die einzige, die ein Geheimnisse hat. Mehrere ominöse Todesfälle treten auf und ich habe mich bis 100 Seiten vor dem Schluss gefragt, wer da dahintersteckt. Die Spannung kommt also nicht zu kurz.
Unsere Hauptprotagonistin ist wie gesagt eine junge taffe Frau, deren Leben von ihrem Bruder vorbestimmt wird, denn sie soll einen reichen Amerikaner heiraten um die Familie finanziell zu retten. Doch alles, was sie sich wünscht, ist, Figuren schnitzen zu dürfen und damit ihr Geld zu verdienen. Sie lehnt sich daher gegen alle Konventionen auf, auch wenn das zuerst nur heimlich geschieht. Hierfür musste man zur damaligen Zeit viel Mut haben. Andere Figuren, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielten, und ich sehr ins Herz geschlossen habe, sind Leas große Schwester Willie, Fred sowie auch Martha vom Striezelmarktstand gegenüber Lea.
Fazit: Dieser Roman über Lea, ein junges, jüdisches Mädchen, die große Träume im historischen Dresden hat, überrascht mit erstaunlich wenig weihnachtlicher Atmosphäre, aber mehr Spannung und Geheimnissen als man vom Klappentext jemals erwarten würde. Gegen alle Konventionen und Hürden versucht Lea sich ein Leben aufzubauen, dessen Lebensinhalt das Schnitzen von Figuren beinhaltet und sie glücklich macht.