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Der Biberpelz

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Hauptmanns Diebeskomödie Der Biberpelz zählt zu einer der wenigen gelungenen Komödien in der deutschen Literatur, deren besonderes Merkmal der offene Schluß ist. Mutter Wolff, nie kleinlich, wenn es um das Wohl ihrer Familie geht, stiehlt einen Pelz. Amtsvorsteher Wehrhahn untersucht den Fall peinlich genau und verdächtigt mit kriminalistischem Scharfblick 'königsfeindliche Elemente'

72 pages, Paperback

First published January 1, 1893

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About the author

Gerhart Hauptmann

951 books77 followers
Gerhart Johann Robert Hauptmann was a German dramatist and novelist. He is counted among the most important promoters of literary naturalism, though he integrated other styles into his work as well. He received the Nobel Prize in Literature in 1912.

Life Hauptmann's first drama, Before Dawn (1889) inaugurated the naturalistic movement in modern German literature. It was followed by The Reconciliation (1890), Lonely People (1891) and The Weavers (1892), a powerful drama depicting the rising of the Silesian weavers in 1844 for which he is best known outside of Germany.
Hauptmann's subsequent work includes the comedies Colleague Crampton (1892), The Beaver Coat (1893), and The Conflagration (1901), the symbolist dream play The Assumption of Hannele (1893), and an historical drama Florian Geyer (1895). He also wrote two tragedies of Silesian peasant life, Drayman Henschel (1898) and Rose Bernd (1903), and the dramatic fairy-tales The Sunken Bell (1896) and And Pippa Dances (1906).
Hauptmann's marital life was difficult and in 1904 he divorced his wife. That same year he married the actress Margarete Marschalk, who had borne him a son four years earlier. The following year he had an affair with the 17-year-old Austrian actress Ida Orloff, whom he met in Berlin when she performed in his play The Assumption of Hannele. Orloff inspired characters in several of Hauptmann's works and he later referred to her as his muse.
In 1911 he wrote The Rats. In 1912, Hauptmann was awarded the Nobel Prize in Literature, "primarily in recognition of his fruitful, varied and outstanding production in the realm of dramatic art."
During the First World War Hauptmann was a pacifist. In this period of his career he wrote several gloomy historical-allegorical plays, such as The Bow of Odysseus (1914), The White Saviour (1912–17), and Winter Ballade (1917). After the war, his dramatic abilities appeared to diminish. He wrote two full-length plays that are similar to the early successes: Dorothea Angermann (1926) and Before Sunset (1932). He remained in Germany after Hitler's Machtergreifung and survived the bombing of Dresden. His last work was the Atriden-Tetralogie (1942–46). His works in German were published by S. Fischer Verlag.
Hauptmann died at the age of 83 at his home in Agnetendorf (now Jagniątków, Poland) in 1946. Since the Polish communist administration did not allow Hauptmann's relatives to bury him in Agnetendorf (although even the Soviet military government had recommended this), his body was transported in an old cattle wagon to occupied Germany more than a month after his death. He was buried near his cottage on Hiddensee.
Under Wilhelm II Hauptmann enjoyed the reputation of a radical writer, on the side of the poor and outcasts. During the Weimar Republic (1918–33) he enjoyed the status of the literary figurehead of the new order, and was even considered for the post of state president. Under Hitler he kept his distance from the regime, but never publicly criticized it. This, and the fact that (unlike so many writers and academics) he stayed in Germany, was strongly held against him after the war. A superb collected edition of his works appeared in the 1960s, and stimulated some impressive studies of his work (e.g. those by Peter Sprengel), but the tide of critical and public opinion remained negative. A few of his plays are still revived from time to time, but otherwise he is neglected. He was certainly an uneven writer, but at his best (as in 'The Weavers', his novel 'The Fool in Christ Emmanuel Quint', and the Novellen 'The Heretic of Soana' and 'Das Meerwunder') he can arguably rank with the best of his German contemporaries.

Source : http://en.wikipedia.org/wiki/Gerhart_...

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Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Gerhard.
361 reviews31 followers
March 8, 2025
Frau Wolffen, tatkräftig, lebt mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen mit dem Ziel, diese zu verbessern. So begeht sie Diebstähle. Es gibt Anzeigen, Verhandlungen beim Dorfvorsteher, Frau Wolffen kommt in dem sozialkritischen Stück davon, Ende zumindest offen. Ich habe mich beim Lesen amüsiert.
Profile Image for Ferda Nihat Koksoy.
519 reviews29 followers
April 7, 2020
KUNDUZ KÜRK

Çamaşırcı Wollf kadının, beceriksiz kocası ve iki kızından oluşan ailesini, sürekli çalışarak ve zenginden çalmanın mübah olduğuna dayanan köylü kurnazlıklarıyla elde ettikleriyle ayakta tutmasının dinamik, samimi ve ironik oyunu.

Berlin civarı kırsalında yaşayan, hayatını zor kazanan Wollf ailesi, toprak ve bina kira gelirleriyle yaşayan varlıklı ihtiyar Krüger, sağlık sorunuyla kentten kırsala çekilen aydın Fleischer, halkı hiç tanımayan ve gözünün önündekileri bile göremediği halde kendini hafiye sanan aristokrat bürokrat Bucak Müdürü Wehrhahn ve ona yaltaklanan avanesi etrafında gelişen oyun, Kunduz Kürk hadisesi ile toplum ve imparatorluğun güzel bir hicvine dönüşüyor.

Hauptmann'ın okuduğum 3.kitabını da çok sevdim; aldığı 3 civarındaki değerlendirme puanları ve yeni baskılarının yapılmaması (elimdekiler, nadirkitap'dan aldığım 70 küsur yıllık M.E.B. baskıları), "edebi değeri sıfıra yakın olan tuhaf kitaplar (özellikle İngilizceyse) kaç baskı alırdı" diye düşündürdü ve hüzünlendirdi beni.
Profile Image for leynes.
1,322 reviews3,711 followers
June 8, 2022
"Mutter Wolffen – die resolute Waschfrau" ... das ist das erste, womit ich Der Biberpelz assoziiere. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wann wir diesen Klassiker lesen mussten, auf jeden Fall irgendwann in der Mittelstufe (7.-10. Klasse) und ich kann euch sagen, ich habe es gehasst, wie die Pest.

Ich weiß, dass es nicht nur mir so ging (meine ganze Klasse fand das Buch richtig scheiße), aber ich frage mich bis heute, warum man in der Schule (vor allem im Deutschunterricht... in Englisch war es minimal besser) wirklich nur verstaubte, für Kinder und Jugendliche komplett uninteressante Werke liest? Warum denn nicht mal was Modernes?

Anyways, Der Biberpelz (mit dem Untertitel: Eine Diebskomödie) ist ein 1892–1893 entstandenes sozialkritisches Drama und zugleich eine Milieustudie von Gerhart Hauptmann. Das Werk wird noch zur literarischen Epoche des Naturalismus gerechnet. Das Stück spielt „irgendwo um Berlin. Zeit: Septennatskampf gegen Ende der achtziger Jahre [des 19. Jahrhunderts]“. Ein Großteil der Figuren spricht Berliner Dialekt.

Mutter Wolffen ist eine resolute Wäscherin, verheiratet mit dem schwerfälligen und ängstlichen Schiffszimmermann Julius Wolff. Sie kommt in der Eröffnungsszene mit einem gewilderten Rehbock nach Hause und trifft unerwartet auf ihre Tochter Leontine, die aus ihrer Stellung bei dem reichen Rentier Krüger entlaufen ist. Sie habe noch in den späten Abendstunden einen Stapel Holz in den Stall schaffen sollen. Mutter Wolffen, die stets Rechtschaffenheit herauskehrt, will ihre ungehorsame, nicht übertrieben fleißige Tochter zurückschicken. Als sie jedoch erfährt, dass es sich um „schöne trockene Knüppel“ handelt, erlaubt sie Leontine, für eine Nacht dazubleiben. Mutter Wolffen will das Holz, das so noch nicht verwahrt worden ist, über Nacht stehlen.

Während Mutter Wolffen dem Spreeschiffer Wulkow den angeblich gefundenen Rehbock verkauft, erzählt ihre jüngste Tochter Adelheid, dass Frau Krüger ihrem Mann kürzlich einen wertvollen Biberpelz geschenkt habe. Als Wulkow das hört, erklärt er, dass er für solch einen Pelz ohne weiteres sechzig Taler zahlen würde. Mit dieser Summe aber könnte Mutter Wolffen den größten Teil ihrer Schulden begleichen. Sie beschließt insgeheim, den besagten Pelz an sich zu bringen, um ihn an Wulkow zu verkaufen.

Holz und Biberpelz sind gestohlen. Krüger erstattet Anzeige. Der Amtsvorsteher von Wehrhahn fühlt sich dadurch aber nur belästigt. Als Beamter des wilhelminischen Staates ist er vor allem daran interessiert, „dunkle Existenzen, politisch verfemte, reichs- und königsfeindliche Elemente“ aufzuspüren. So trachtet er danach, den Privatgelehrten Dr. Fleischer wegen Majestätsbeleidigung verhaften zu lassen, weil dieser etwa zwanzig verschiedene Zeitungen abonniert hat und regelmäßig freigeistige Literaten empfängt.

Da der Amtsvorsteher Wehrhahn Krügers Anzeige schleppend behandelt, spricht Krüger erneut vor. Diesmal ist auch Mutter Wolffen anwesend. Es kommt zu einer grotesken, parodistischen Verhandlung, die ins Leere läuft: Mutter Wolffen kann mit Pfiffigkeit jeglichen Verdacht von sich abwenden. Die Diebstähle werden nicht aufgeklärt.

Mutter Wolffen ist der wichtigste Charakter im Stück. Sie versteht es, die Menschen, mit denen sie es zu tun bekommt, zu lenken und von ihnen zu bekommen, was sie will. Sie kämpft gegen ihre ärmlichen Verhältnisse an, was untypisch für naturalistische Dramen ist, in denen der Held üblicherweise wie gelähmt den Gesetzen seines sozialen Umfeldes gehorcht. Für den Naturalismus typisch ist aber, dass die soziale Wirklichkeit unmittelbar und ungeschönt wiedergegeben wird. Dies trifft auch auf den Biberpelz zu. Kennzeichnend für dessen Gestaltung sind die Genauigkeit der Milieubeschreibung und die Verwendung der „Sprache des Lebens“, der Alltagssprache mit allen Färbungen von Dialekt, Jargon und Umgangssprachlichem. Dargestellt wird der durch das Milieu determinierte Mensch (aus diesem Milieu versucht Frau Wolff allerdings heraus zu gelangen).
Profile Image for Firas Al Ramahi.
402 reviews15 followers
October 4, 2017
المسرحية لكون ترجمتها جميلة ارتفع تقديري لنجومها الا انها كانت ذات نهاية مفتوحة لم أستطع التماس نتيجة او مغزى منها ، لكنها كانت ساخرة في احيان من صفحاتها :)
Profile Image for mina.
59 reviews
June 27, 2023
Was passiert hier (it ends with us war schlimmer)
Profile Image for Iamthesword.
333 reviews24 followers
December 1, 2021
I see what this play is trying to do and I understand that a comedy about likeable thieves that portrays Prussian authorities as smug and incompetent fools that just want to suppress democrats was quite daring in 1893. But in 2021, it's much less controversial. And I didn't find it particularly funny either. As a portrait of life in the 19th century Berlin outskirts, it was kinda interesting, but it still left something to be desired. I am not annoyed by it, it just didn't effect me very much.
Profile Image for Isa Kr.
48 reviews5 followers
July 25, 2023
Angucken macht mehr Spaß als lesen.
Profile Image for Orçun Güzer.
Author 1 book57 followers
November 3, 2018
Muhafazakâr Belediye Başkanı Wehrhahn o kadar budala ve kibirli bir tip ki, haksızlığına rağmen Wolffen Ana’nın tarafını tutuyorsunuz. Komik sahneleri olmayan bir komedi bu: Ancak, diğer natüralist eserler gibi toplumsal koşullara eninde sonunda yenilen bir kahraman yok karşımızda; şahsen, bu cevval çamaşırcı kadının çevirdiği dolapları zevkle okudum. Açık uçlu sonu ise, 1890’lardaki bir oyun için büyük bir yenilik olsa gerek – bu yüzden ilk gösteriminde seyircinin tepkisine neden olmuş.
Profile Image for Czarny Pies.
2,836 reviews1 follower
May 22, 2017
This is a funny tale about a Lumpenproletariat scoundrel that also contains some very effective satire of the workings of the Prussian police at the end of the nineteenth century. The worst offense of this work is its appalling triviality. Der Biberpelz has no more substance than one would expect from an episode of an American TV Sitcom.
28 reviews
August 29, 2025
Amüsant, schöner sozialkritischer Einblick in eine andere Zeit. Mutter Wolf ist eine der gerissensten und schlagfertigsten Protagonistinnen die ich je lesen durfte. Die anderen Charaktere sind dafür leider etwas dünn. Das offene Ende war damals sicher revolutionär, heute ist es sympathisch aber nichts ungewöhnliches. Hauptmanns Weber haben mir wegen ihrer innovativen Struktur besser gefallen.
Profile Image for Kaly.
145 reviews
November 4, 2023
Eine Diebskomödie in 4 Akten. Wenn man mal ins Berlinerisch reingekommen ist/oder es kann, ist es ganz gut verständlich. Aber es gab schon deutlich bessere Klassiker als "Der Biberpelz" von Gerhart Hauptmann. Man kann's lesen und auch verstehen, aber man verpasst auch nichts es nicht zu tun.
Profile Image for Knurrwolf.
52 reviews
November 28, 2018
Eine nette kurzweilige Diebesgeschichte, die auf übertriebene Moral am Ende ebenso verzichtet, wie auf Holzhammererzählung.
Profile Image for Sam.
500 reviews48 followers
April 16, 2021
Frau Wolff ist Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte: In ihrem Haus, in dem der Mann eher eine Behinderung denn eine Hilfe zu sein scheint, gibt Mutter Wolffen den Ton an. Als Wäscherin verdient sie ihr Geld, drückt aber auch gerne mal ein Auge bei kleinen Nebeneinkünften zu, denn die Zeiten sind hart.

Zu Beginn des Stücks kommt sie mit einem gewilderten Rehbock am späten Abend heim, wo ihre Tochter Leontine schon wartet, aus ihrer Anstellung als Hausmagd entflohen. Die Arbeitsbedingungen seien unmenschlich, sie armes Ding habe spät abends noch Holz schleppen sollen. Frau Wolff horcht auf, denn das Holz liegt nun unbeaufsichtigt herum.

Um es kurz zu machen: Frau Wolff hat scheinbar in jedem Verbrechen, das in diesem Stück Erwähnung findet, ihre Finger. Dabei wirkt sie zwar etwas skrupellos, zeigt aber trotzdem Moralvorstellungen, sodass sie nicht unsympathisch ist. Im Zentrum steht der Diebstahl des Biberpelzes, ein teures Stück, dessen Verschwinden dem Besitzer notwendig auffällt. Er erstattet Anzeige.

Auf der Seite des Gesetzes steht der Amtsvorsteher von Wehrhahn, ein Erzwilhelminist. Der liberale Bewohner des Ortes stört und interessiert ihn weit mehr als gestohlene Mäntel und verschwundenes Brennholz.

Die längste Zeit ist das Stück eine klassische Komödie (nur, dass man hier keine Hochzeit am Ende erwartet). Im letzten Akt kommt alles dann aber ganz anders.
Was deutlich war, ist Hauptmanns Kritik an obrigkeitshörigen Verfechtern wilhelministischer Scheinmoral, die ihr eigenes Gehirn gegen eine Pickelhaube eingetauscht zu haben scheinen. Das Verhalten der Gauner in diesem Drama wird nicht gerechtfertigt, aber doch relativiert.

Ich fühlte mich am Ende etwas vor den Kopf gestoßen, weil es wie gesagt unerwartet ist, und zwar in zweifacher Weise: Was geschieht und wie schnell alles vorbei ist. Bei zweitem Nachdenken finde ich den Schluss gelungen; auf der Bühne wirkt das bestimmt viel besser. Ich frage mich allerdings, ob "Der Biberpelz" oft aufgeführt wird, weil die meisten Charaktere einen Berliner Dialekt sprechen, der allerdings nicht unbedingt der (heutigen) Sprachrealität entspricht.
American Beaver

Als naturalistisches Drama hat mir Der Biberpelz wiederum ganz besonders gefallen. Andere, klassischere Beispiele sind eben nicht besonders lustig, bei ihnen bleibt einem höchstens das Lachen im Hals stecken (wie bei Woyzeck).

Einen Theaterbesuch würde ich empfehlen; auch die Hörspielfassung von 1958 mit Therese Giehse als Frau Wolff ist sehr gut – die habe ich vor einigen Jahren leider nur zur Hälfte hören können.
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