Jump to ratings and reviews
Rate this book

Fluchtpunkt

Rate this book
Fluchtpunkt ist ein Rechenschaftsbericht. Der Prozeß, der darin beschrieben wird, ist der Prozeß der Individuation. Das Buch schließt thematisch an Abschied von den Eltern an und hat wie dieser autobiographischen Charakter. Die Darstellung folgt einer Vielzahl von Fluchtlinien, die sich am Ende alle an einem Punkt schneiden, an dem Punkt, an dem der Erzähler seine Freiheit nicht mehr als Verurteilung, sondern als Glück zu begreifen lernt.

197 pages, Hardcover

First published January 1, 1962

4 people are currently reading
52 people want to read

About the author

Peter Weiss

202 books114 followers
Peter Ulrich Weiss was a German writer, painter, and artist of adopted Swedish nationality. He is particularly known for his play Marat/Sade and his novel The Aesthetics of Resistance.

Weiss' first art exhibition took place in 1936. His first produced play was Der Turm in 1950. In 1952 he joined the Swedish Experimental Film Studio, where he made films for several years. During this period, he also taught painting at Stockholm's People's University, and illustrated a Swedish edition of The Book of One Thousand and One Nights. Until the early 1960s, Weiss also wrote prose. His work consists of short and intense novels with Kafkaesque details and feelings, often with autobiographical background. One of the most known films made by Peter Weiss is an experimental one, The Mirage (1959) and the second one - it is very seldom mentioned - is a film Weiss directed in Paris 1960 together with Barbro Boman, titled Play Girls or The Flamboyant Sex (Schwedische Mädchen in Paris or Verlockung in German). Among the short films by Weiss, The Studio of Doctor Faust (1956) shows the extremely strong link of Weiss to a German cultural background.

Weiss' best-known work is the play Marat/Sade (1963), first performed in West Berlin in 1964, which brought him widespread international attention. The following year, legendary director Peter Brook staged a famous production in New York City. It studies the power in society through two extreme and extremely different historical persons, Jean-Paul Marat, a brutal hero of the French Revolution, and the Marquis de Sade, for whom sadism was named. In Marat/Sade, Weiss uses a technique which, to quote from the play itself, speaks of the play within a play within itself: "Our play's chief aim has been to take to bits great propositions and their opposites, see how they work, and let them fight it out." The play is considered a classic, and is still performed, although less regularly.

Weiss was honored with the Charles Veillon Award, 1963; the Lessing Prize, 1965; the Heinrich Mann Prize, 1966; the Carl Albert Anderson Prize, 1967; the Thomas Dehler Prize, 1978; the Cologne Literature Prize, 1981; the Bremen Literature Prize, 1982; the De Nios Prize, 1982; the Swedish Theatre Critics Prize, 1982; and the Georg Büchner Prize, 1982.

A translation of Weiss' L'instruction (Die Ermittlung) was performed at London's Young Vic theater by a Rwandan company in November 2007. The production presented a dramatic contrast between the play's view on the Holocaust and the Rwandan actors' own experience with their nation's genocide.




http://literaturkritik.de/public/reze...

http://literaturkritik.de/public/reze...

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
15 (28%)
4 stars
26 (50%)
3 stars
6 (11%)
2 stars
5 (9%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Mira.
41 reviews
August 4, 2025
Harry zu Beginn von 'Steppenwolf' meets 'Transit' meets Poesie
Sehr schön geschrieben aber man merkt leider sehr dass es von einem Mann geschrieben ist und ein Mann die Hauptfigur ist. Das Grundgefühl von Melancholie & Suche im Leben ist aber sehr relatable sowie die Elternbeziehung
Profile Image for Otto.
750 reviews50 followers
October 25, 2023
Im Suhrkamp Verlag wird diese autobiografische Schrift als Roman bezeichnet. Dem Wikipedia entnehme ich, dass Peter Weiss einigen der realen Vorbilder fiktive Namen gegeben hat. Da ich mich nicht mit Sekundärliteratur (außer Wikipedia) beschäftigen will, kann ich nicht feststellen, was von den den diversen Darsteller*innen des Romans zugeschriebenen Handlungen Realität und was Fiktion ist. Immerhin hat „Fluchtpunkt“ einen eigenen Wikipediaeintrag ( https://de.wikipedia.org/wiki/Fluchtp... ).

Vom Ende des Romans weg betrachtet, schreibt Weiss hier mit 46 Jahren mit großer Abgeklärtheit Betrachtungen über sein Leben vor 20 Jahren. Die Kriegs- und unmittelbare Nachkriegszeit, die Weiss hier beschreibt, bringt für ihn zuerst den Versuch, als Maler zu reüssieren, er bewegt sich aber immer mehr in das Metier der Schriftstellerei. Die Reise nach Paris, die Weiss 1947 antritt, ist wohl ein kleines Erweckungserlebnis, er erlebt für kurze Zeit die Freiheit der weiten Welt.

Das Lesen des Romans heute (2023) zeigt mir auch eine frühe Version des autofiktionalen Schreibens und ich bin positiv angetan von der Art des Weiss´schen Schreibens, der teilweise genauen Beschreibung seiner Umgebung (etwa wenn er das Arbeitszimmer seines ersten Schwiegervaters beschreibt, der mit der Partnerwahl seiner Tochter so gar nicht einverstanden ist), aber auch der Kühl anmutenden Beschreibung von Beziehungen. Da hat mich die Beschreibung der Begegnung des Ich-Erzählers (Weiss) mit seinen Eltern sehr angesprochen aber auch überrascht, wie es dem Schriftsteller gelingt, in dieser Begegnung, die sich über einige Tage, die er im Haus der Eltern verbringt, hinzieht, die Anwesenheit der zweijährigen Tochter (die soll dann einige Zeit länger bei den Eltern verweilen) vollständig auszublenden (einmal erfahre ich, dass sie bereits schlafe).

Auf den letzten Seiten des Romans reflektiert Weiss das Schreiben über diese Zeit als Aufarbeitung der damaligen persönlichen Entwicklung, der Beziehungen zu Freunden (deren teilweise Ermordung in den Konzentrationslagern knapp aber eindringlich beschrieben wird), der Beziehungen zu Frauen, v.a. zu seiner ersten Ehefrau Helga Henschen (die Edna des Romans) und zu Carlota Dethorey, die Cora des Romans und zu seinen Eltern, der er ja auch die Erzählung „Abschied von den Eltern“ 1961 gewidmet ist.
Profile Image for Felix Wagenitz.
9 reviews
October 10, 2025
„Ich leugnete vor Max meine Zugehörigkeit zu einer Familie, so wie ich meine Zugehörigkeit zu einer Nation und Rasse leugnete. Nur in einer Liebesbeziehung wollte ich Verwandtschaftliches finden oder in der Begegnung mit Kunstwerken.“
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.