Die Welt, wie wir sie kennen, hört auf zu existieren
»Wir stehen an der Schwelle zu einer technischen Revolution, die unser Denken und Handeln für immer verändern wird.« Das verspricht Erik Grote bei der Vorstellung des NINK. Ursprünglich in der Militärforschung entwickelt, sollte der NINK-Chip ein Auslöschen traumatischer Kampferinnerungen ermöglichen. Die Journalistin Silvie wird Opfer dieser Realitätsveränderungen, als es heißt, ihr Bruder habe zwei Menschen ermordet und sich danach in den Kopf geschossen. Nichts von all dem ergibt einen Sinn. Also beginnt Silvie zu recherchieren und schnell wird klar, dass jeder noch so bahnbrechende Fortschritt in den falschen Händen aufs Schrecklichste pervertiert werden kann …
Ein ausgefallener Sience Fiction Thriller mit überaus beunruhigendem und emotionalem Inhalt... .kein Meisterwerk....aber spannend und sehr nachdenklich machend....
In naher Zukunft trägt Jedermann/Frau einen implantierten Nikk im Gehirn.....mittels des Chips ist das alltägliche Leben einfach komplett digital. Doch am Vorabend der Bundestagswahl muss sich die Journalistin Silvie plötzlich die Frage stellen, ob es bei dem Hilfsmittel immer mit rechten Dingen zu geht....und bringt sich damit in Lebensgefahr....
Spannend, durch viele Erzählstränge etwas ausgebremst, entsteht ein wirklich eindrückliches Bild einer Zukunft, die ich persönlich als nicht erstrebenswert erachte....
Die letzten Bücher der Autorin sind viel ernster und realistischer, aber genau das muss man manchmal einfach hören bzw lesen, dass man sich in Gedächtnis ruft, was wir alles einfach verdrängen und mit einem Kopfschütteln abtun. Ich muss zugeben, dass es wirklich beängstigend war, ich aber trotzdem froh bin, dass ich es gelesen habe. Die vielen Sichtweisen waren anfangs verwirrend, aber mit der Zeit merkt man sich die Namen und kann es gut zuordnen. Ich glaub, dass es auch wichtig ist so viele Sichtweisen zu lesen, dass man sieht wie weitreichend einiges doch ist. Bin gespannt auf das nächste Buch. 4 Sterne
Ein hoch spannender, dystopischer Thriller. Was ist, wenn uns Chips eingesetzt werden, die alles kontrollieren können und die wir kontrollieren. Von der heutigen "Mediensucht" nicht weit hergeholt...
Bei Anne Freytag spitze ich immer die Ohren, da ich großer Fan ihres Schreibstils bin. Dieses Buch hat mich vor allem aufgrund der besonderen & interessanten Thematik wahnsinnig neugierig gemacht. Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht, hätte mich aber noch mehr wow-Effekt erhofft.
Die Story ging recht rasant los. Von Anfang an hatte es eine extrem besondere Atmosphäre. Ich fand’s richtig gut und die Ereignisse konnten mich anfangs auch echt in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil wie gewohnt gut, hier vor allem sehr dynamisch und spannend. So hat sich das Buch super lesen bzw. hören lassen. Es wurde nie langweilig wurde. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, es tritt etwas auf der Stelle. Mir war nicht ganz klar, auf was das Ganze genau hinsteuert. Es passierten zwar viele Dinge, aber die Grundstory ging nicht so richtig vorwärts. Nichtsdestotrotz wollte ich immer wissen, wie es weitergeht und konnte gut unterhalten werden. Es wurde dann auch immer rasanter und ich bin nur so durch das (Hör-)Buch gerauscht. Es gab wie von Freytag ebenfalls gewohnt viele Perspektiven, aber noch so, dass man noch gut durchgestiegen ist. Obwohl es nur zwei Sprecher im Hörbuch gab, war auch dieses sehr gut vertont und super angenehm zu hören. Die Charaktere waren an sich gut gezeichnet, jedoch konnte ich keine richtige Bindung aufbauen, aber das war auch nicht unbedingt beabsichtigt, glaube ich. Zumindest hat’s mich nicht gestört. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich emotional nicht ganz in der Thematik angekommen bin. Fand’s aber erschreckend und echt gut gemacht, vor allem durch die verschwommene Grenze zwischen Fiktion und Realität, die die Autorin hier sehr genial beschreibt 😅.
Das Ende hat mich unentschlossen zurückgelassen. Einerseits fand ich’s sehr cool, andererseits war’s für mich nicht so überraschend. Irgendwie habe ich da auf einen größeren Knall gewartet.
Allein aufgrund der Thematik & des tollen Schreibstils ist dieses Buch lesenswert. Es war schon echt cool & vor allem mal was anderes ✨ 4/5⭐️
(Ich hoffe, irgendwann mal ein Buch zu lesen, in dem die Unterschiede zwischen Pschiater:in, Psycholog:in und Psychotherapeut:in richtig recherchiert sind 🥲)
Von Anne Freytag bin ich bisher softere Romane gewohnt. Einfach Romane, die das Herz berühren. Sagen wir mal so: auch „Mind Gap“ berührt das Herz. Aber auf eine komplett andere Art und Weise. Ihr neuer Roman hat eine sehr interessante und zugleich beängstigende Thematik und ich hab mir so gewünscht, dass es auch ausreichend ausgearbeitet wird. Und ja, ich bin beeindruckt. Denn es hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und bildhaft. Die Atmosphäre sehr gehaltvoll und beklemmend. Sich jetzt auf einen Charakter zu fokussieren, wäre ein Fehler. Dennoch hat mich Silvie mit ihrer unbeugsamen und mutigen Art wirklich tief beeindruckt. Sie gibt niemals auf und stellt sich ohne mit der Wimper zu zucken, dem stärksten Gegner in den Weg. Daneben gibt es noch weitere unglaublich interessante und facettenreiche Charaktere. Die auf verstörende, aber auch faszinierende Art und Weise ,Eindruck machen. Dabei sind sie authentisch und sehr gut greifbar.
Bereits der Einstieg war sehr nervenaufreibend und beklemmend. Denn es beginnt mit Sylvies Geschichte. Und das ist nur der Anfang. Es hat mich zutiefst schockiert, was sich im Laufe der Handlung herauskristallisiert hat und wie das Ganze letztendlich zusammenhängt. Dabei geht es um Kontrolle, Macht und Berechnung. Der Mensch zählt nicht. Er ist eine Hülle, die man benutzen und gezielt einsetzen kann. Fortschritt ist wichtig und gut. Forschung gehört dazu. Aber was, wenn nicht alles ist, wie es scheint? Wenn es nicht darum geht, alles besser und einfacher zu machen. Wenn es Menschen gibt, die ihrem Wahn verfallen und nach immer mehr gieren? Puh, das war harter Tobak. Denn man entdeckt deutliche Parallelen zu unserer Welt. Es ist beängstigend nah und gar nicht so weit entfernt. Was wohl das schlimmste überhaupt ist. Es gibt Helden, es gibt Opfer und Täter. Aber diese lassen sich nicht so einfach benennen. Denn sie verschwimmen in ihrer Form, schmelzen zusammen und man kann es nicht von vornherein verurteilen. Man spürt, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken gemacht hat, um wirklich zu verdeutlichen, um was es hier geht. Menschlichkeit ist Schwäche. Und das sorgt hier für angreifbare Momente. Offensichtlich und verdeckt.
Mich hat dieser Roman enorm viel gekostet. Weil klar wird, wie sehr man manipuliert und benutzt werden kann. Dabei kann man sich kaum davor schützen. Beängstigend ist, wie leicht das Ganze vonstatten geht. Wie wenig die Menschen hinterfragen und alles mit sich machen lassen. Und dann gibt es diese Menschen, die sich wie ein Schutzschild davorstellen. Und zu Gejagten werden. Anne Freytag hat sich hier mit einer sehr ernsten Thematik auseinandergesetzt, die Gut und Böse in sich vereint und dabei so viele Felder abdeckt. Sie hat es in meinen Augen großartig ausgearbeitet und ich kann nur hoffen, niemals in diese Situation zu kommen. Auch wenn es beängstigend und absolut beklemmend ist, lest dieses Buch.
Fazit: Mit ihrem neuen Roman „Mind Gap“ konnte mich Anne Freytag beeindrucken und absolut überzeugen. Beängstigend realistisch, nervenaufreibend und zutiefst verstörend. Fortschritt ist wichtig. Aber was, wenn Fortschritt missbraucht wird? Was, wenn du des freien Willens beraubt wirst? Wer bist du dann noch? Unbedingt lesen.
„»Sie nennen es Mind Gap. (…) Wir hatten sie alle. Mal kürzere, mal längeren Filmrisse. Später kamen psychische Störungen hinzu. Das Einzige, was wir alle gemeinsam hatten, war NIPTec. «“
Seit dem Aufkommen dieser Technologie, dem NINK - ein PicoChip von der Größe eines Salzkorns - hat die Welt eine ganz neue Möglichkeit zu einer technischen Revolution. Der NINK ist nicht mehr wegzudenken. Er ist der neue Helfer des Menschen. Ein Smartphone-Ersatz. Wie so jede Digitalisierung, hat auch diese technische Entwicklung eine Kehrseite. Fast zu perfekt. Dr. Irene Kallmann schmiedet fleißig Pläne für die Zukunft und wartet seelensüchtig auf die Wahlergebnisse zur Bundeskanzlerin. Während Mayari Morales als Content-Moderatorin in Manila dabei ist Videos und Bilder hochzuladen bzw. zu löschen und Hass und Hetze zu verbreiten, bekommt Silvie Mankowitz, eine Journalistin, einen unerwarteten Anruf von ihrem beerdigten Bruder Samuel.
Ein Buch, das sich fast wie von selbst laut vorlesen wollte. In ihrem neuesten Thriller versucht Anne Freytag die Lesenden zum Nachdenken anzuregen. Die Dystopie, die Freytag hier versucht darzustellen ist beängstigend, denn die Idee mit einem Chip alles und jeden zu kontrollieren, ist die größte Angst, die viele haben. Doch Anne schafft es mit ihrem Buch Mind Gap von Anfang bis zum Ende die Spannung zu halten. Die vielen verschiedene Perspektiven hat die Geschichte gebraucht, weil ich als Leser_in sonst die Geschichte nicht wirklich gerafft hätte. Aber auch um die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche dieser Technologie aufzeigen zu können. Was, wenn der Mensch keinen freien Willen mehr hat? Wozu ist die Regierung fähig, wenn diese Information an sie gelangt? Das Ende ist einfach genial und ich liebe es!
Zugegeben lese ich keine Thriller oder dergleichen, weil mich das überhaupt nicht reizt. Das ist wahrscheinlich der dritte Thriller in meinem ganzen Leben bis jetzt. Da ich einen Kreatives-Schreiben-Kurs bei Anne Freytag seit Dezember mache, wollte ich unbedingt die Dinge, die sie uns beibringt, verstehen anhand ihres eigenen Werkes. Ich muss gestehen, sie hat sich drangehalten. Der Perspektive-Wechsel, die verschiedenen Perspektiven, der Schreibstil, diese „negative Spaces“, uvm. hat sie alles gut verpacken können. Es war ein guter Roman, um zwischendurch mal was Lockeres und Einfaches zu lesen.
Die Kapitel enden immer sehr passend, dass man weiterblättern wollte. Während ich einkaufen, spazieren oder Fahrrad fahren war, habe ich mir das Hörbuch anhören müssen, weil es mich die ganze Zeit interessiert hat, wie es weitergeht. Die Perspektive Silvie Mankowitz wird von Vera Teltz gesprochen und Vera hat das sooooo gut verkörpert und lebhaft erzählt, habe es einfach geliebt. Alle anderen Perspektiven wurden von Herbert Schäfer gelesen und die waren für mich ganz okay. Die Stimme hat nicht bei allen gepasst, aber wüsste auch nicht, woran es liegen könnte. Auch bei der Geschwindigkeit 2,2x waren die Stimmen klar zu verstehen. Dass Vera die Stimme der Protagonistin Silvie auch nur eine Perspektive erzählt, finde ich gut, denn so wird die Story klarer und man ist der Ich-Perspektive sehr nah.
Als Hörbuch und Print habe ich es gerne gelesen und gehört, denn das ständige Kopfkino hatte ich bei beiden. Ich kann es allen empfehlen, die sich für Technologien in einer dystopischen Zukunft mit Thriller-Genre interessieren.
„»Finden Sie es nicht interessant, dass nicht selten die Diktatoren von heute die Revolutionäre von damals sind? Ich möchte eine von denen werden, Frau Mankowitz. Macht macht etwas mit einem. Sie korrumpiert. Sie ist besitzergreifend. Ein schleichender Prozess.«“
"»Wir stehen an der Schwelle zu einer technischen Revolution, die unser Denken und Handeln für immer verändern wird.« Das verspricht Erik Grote bei der Vorstellung des NINK. Ursprünglich in der Militärforschung entwickelt, sollte der NINK-Chip ein Auslöschen traumatischer Kampferinnerungen ermöglichen. Die Journalistin Silvie wird Opfer dieser Realitätsveränderungen, als es heißt, ihr Bruder habe zwei Menschen ermordet und sich danach in den Kopf geschossen. Nichts von all dem ergibt einen Sinn. Also beginnt Silvie zu recherchieren und schnell wird klar, dass jeder noch so bahnbrechende Fortschritt in den falschen Händen aufs Schrecklichste pervertiert werden kann …"
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Erzählperspektive von Silvie Mankowitz im Vordergrund steht. Ich konnte mich mit den Charakteren überhaupt nicht identifizieren, da diese leider sehr blaß geblieben sind und auch überwiegend emotionslos gewesen sind. Vielleicht sollte dies auch so sein, sodass die Handlung im Vordergrund stehen kann. Dafür fand ich die Handlung recht spannend und lässt sich gut gelesen, da die Kapitel recht kurz sind. Das Gedankenexperiment ist recht interessant gewesen und regt einerseits zum Nachdenken an und andererseits ist es erschreckend. Aber auch hier hätte ich mir Tiefe gewünscht und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte besser ausgebaut ist, denn irgendwie wurde hier Potenzial verschenkt. Insgesamt ist es eine solide Geschichte gewesen, die mich aber nicht in den Bann gezogen hat und wahrscheinlich schnell vergessen sein wird. Die Geschichte gehört zu der Kategorie "Kann man lesen, muss man aber nicht"
2⭐️ Sehr Chaotisch. Bin teilweise gar nicht mitgekommen. Die Kapitel sind echt kurz, allerdings switcht man ständig zwischen verschiedenen Perspektiven und Orten. Diese haben am Anfang nichts miteinander zu tun und führen erst im letzten Drittel langsam zusammen. Daher bin ich nicht wirklich mitgekommen weil es so viel Information war und irgendwie etwas durcheinander
Ein Buch, das unterhaltsam ist und so spannend, dass man ständig wissen möchte, wie’s weitergeht…gleichzeitig darf man den Kopf dabei nicht ausschalten, sondern muss aufmerksam folgen. Also Unterhaltung mit Anspruch.
Es ist eine Dystopie, die 11 Jahre in der Zukunft spielt – wo es ein Implantat fürs Gehirn gibt, NINK, mit dem man ständig vernetzt ist und diverse Sprachen adhoc sprechen kann. Es geht um eine Politikerin, die kurz davor steht, die neue Bundeskanzlerin zu werden – aber das ist nicht das Ende ihrer Ambitionen, sie möchte in den Vereinigten Staaten von Europa noch weiter aufsteigen. Früher war sie im Verteidigungsausschuss, und hat damals die geheime Militärorganisation „ESEC“ ins Leben gerufen. Nun ist einer der ehemaligen Soldaten zwei Jahre nach seinem fingierten Tod Amok gelaufen und hat ihren Gegenkandidaten für die Kanzlerkandidatur erschossen, seine Freundin und anschließend sich selbst.
Außerdem lesen wir aus der Perspektive der Schwester des Soldaten, Silvie – die noch kurz vor seinem angeblichen Selbstmord mit ihm telefoniert hat. Er wollte ihr etwas Wichtiges erzählen und hatte Todesangst. Silvie glaubt nicht an den Selbstmord und die angebliche Paranoia ihres Bruders, und da sie Investigativjournalistin ist, fängt sie an zu recherchieren.
Der dritte Erzählstrang dreht sich um Mayari, die in Manila sechs Tage die Woche schuftet, und kontrolliert, welche anstößigen Inhalte aus dem Netz genommen werden sollen. Als sie illegale Schmerzmittel nimmt, funktioniert ihr „NINK“ nicht mehr richtig, und sie sieht einiges klarer, was in ihrer „Fabrik“ stattfindet. Eine gefährliche Wahrheit kristallisiert sich…
Es waren kurze, spannende Kapitel, durch die ich nur so durchgerauscht bin. Tolle Scifi mit Gedankenspielen rund um neue Technologie und deren Auswirkungen auf uns als Menschen. Neben guten Absichten gibt es nun mal immer Menschen, die nach Macht, Geld oder Ruhm streben und dafür über Leichen gehen. Und einfach zu kontrollierende Menschenmassen bedeuten eine Menge Macht…
Mein erstes Buch der Autorin, von der ich gerne im Projekt AutorInnen ja noch alles weitere lesen möchte. Ein vielversprechender Auftakt für dieses Projekt! Ich fand den Schreibstil sehr gut und das Buch gute Unterhaltung mit Tiefgang.
Ein packender Thriller mit Science-Fiction Elementen
Anne Freytag habe ich nun seit Jahren nicht gelesen. Davor jedoch genoss ich ihre Jugendromane wie Mein bester letzter Sommer oder auch ihre Erwachsenen-Romane der New York Diaries (Claire und Phoebe). Ein weiteres Buch von ihr wartet noch immer in meine Regal, doch jetzt verschlang ich erstmal dieses Hörbuch. Und verschlingen ist wirklich das Stichwort hier. Obwohl es über zehn Stunden umfasst, hörte ich dieses Buch in weniger als 24 Stunden. Es hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und fasziniert. Wir begleiten Silvie in der Ich-Perspektive, aber noch einige weitere Figuren als Er und Sie. Die Geschichte spielt hauptsächlich im Deutschland der Zukunft, entführt uns aber auch in ein überfülltes Manila mit seinem ausbeutenden Arbeitsalltag. Dort folgen wir einer jungen Frau, deren Handeln unmittelbar in die Haupthandlung einspielt.
Insgesamt treten in dieser Geschichte vor allem Frauen in treibenden, starken Rollen auf, die sich gegen ein technologie-gefördertes Patriarchat auflehnen - jedoch auf ganz verschiedenen Positionen. Annes Porträt einer nicht allzu fernen Zukunft ist vielschichtig gestaltet und lässt uns tief eintauchen. Die individuellen Schicksale und Kämpfe der Figuren kommen geschickt und auch überraschend zusammen. Durch das Hin- und Herspringen der Erzählung wird zudem unheimlich Spannung aufgebaut. Alle Handlungsstränge waren gleichermaßen mitreißend und wurden von mir aufgesogen. Zudem kommen kleinere Episoden hinzu, die uns in ein komplett neues Setting, uns aber deutlich die Macht der Gedanken kontrollierenden Chips vor Augen führen. Ich genoss es, mir Dinge zusammen zu reimen und dann doch wieder vom Hocker gehauen zu werden. Anne Freytag gelingt es unheimlich gut, eine Welt der Zukunft zu zeichnen, in der die sozialen Verhältnisse sich trotz allem nicht allzu sehr verändert haben.
Fazit Ein Thriller, der uns in die Zukunft Europas führt, in der das Patriarchat von der Technologie gestützt wird, die uns zudem den freien Willen eines und einer jeden hinterfragen lässt. Anne Freytag flicht verschiedene Handlungsstränge geschickt zusammen und beschert uns ein mitreißendes Abenteuer von der ersten bis zur letzten Seite bzw. Minute. Demnächst werde ich ihre Bücher sicher wieder häufiger zur Hand nehmen.
Bei Mind Gap von Anne Freitag handelt es sich um eine Dystopie, in der ein NINK entwickelt wurde, der ursprüngliche dafür sorgen sollte, dass Menschen traumatische Ereignisse vergessen können. Als Silvie plötzlich einen Anruf ihres Bruders bekommt, von dem sie schon seit Jahren dachte, dass er Tod sei, beginnt für sie ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn nichts scheint so wie sie dachte und sie bekommt schon bald Informationen, die Licht in die Dunkelheit bringen.
Die Geschichte war aus vielen unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, was mich vor allem zu Beginn etwas verwirrt hat. Silvie Mankowitz ist die Hauptprotagonistin und ihre Kapitel wurden aus der Ich-Perspektive geschrieben, wohingegen die andern aus einer neutralen Perspektive geschrieben wurden. Das hat das Ganze mit der Zeit echt einfacher gemacht. Ich fand das mit den unterschiedlichen Perspektiven vom Stil auch echt gut! Dadurch konnte man Einblicke in unterschiedliche Gruppen in der Gesellschaft erhalten und jede Person hatte dadurch seine eigene Funktion.
Durch die Geschichte zeigt Anne Freytag auf, wie politische Sachverhalte manipuliert und vertuscht werden, was natürlich in einem fiktiven Kontext passiert, aber stellenweise bestimmt nicht weit von der Realität entfernt ist. Auch die Errungenschaft durch den NINK ist nicht völlig abwegig, denn Funktionen können direkt durch das Gehirn gesteuert werden, was sich im ersten Moment genial anhört! Doch wenn dies ausgenutzt wird, kommt es natürlich zu Problemen, die in diesem Buch aufgezeigt werden. Das Buch ist durchweg spannend, immer wieder erhält man Erkenntnisse, die man dann wieder mit anderen verknüpfen kann.
Mit Mind Gap hat Anne Freytag eine super spannende Geschichte erschaffen, die zwar fiktiv ist, aber dennoch auf einige Missstände in der Gesellschaft aufmerksam macht. Das Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt!
PS: Ich kann euch außerdem auch das Hörbuch sehr empfehlen. Ich habe ca. 50% der Geschichte als Hörbuch gehört und die Sprecher waren einfach richtig toll!
++ Was ist, wenn man seinen eigenen Erinnerungen nicht mehr trauen kann?
Laufzeit: 10 Stunden 35 Minuten - - - Sprecher: Vera Teltz und Herbert Schäfer
Ich bin eigentlich kein Fan von Science-Fiction und Dystopien, aber hier hat mich die Grundidee neugierig gemacht. In den Büchern von Yuval Noah Harari habe ich schon von der Problematik mit posttraumatischen Störungen von Soldaten gelesen und da hat Harari auch von technischen Eingriffen am Gehirn geschrieben. Also soweit weg ist diese Idee mit implantierten Chips nicht mehr.
Zur Handlung: Im Mittelpunkt steht die Journalistin Silvie Mankowitz. Durch den Anruf ihres totgeglaubten Bruder Samuel und dessen Folgen, wird ihr die dunkle Seite der modernen Technik bewusst gemacht. Was ist, wenn das weitverbreitete Chip-Implantat vom "System" manipulativ beeinflusst bzw. genutzt wird?
Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen, weil es auch für bestimmte Themen sensibilisiert ohne übertrieben zu moralisieren. Die Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Forschung, Politik und auch Journalismus werden gut herausgearbeitet.
Vera Teltz und Herbert Schäfer haben mir als Sprecher sehr gut gefallen. Ich habe gerne zugehört und die gut 10 Stunden waren nie zäh oder langweilig. Allerdings muss man beim Zuhören schon aufpassen, für nebenher ist die Handlung zu komplex.
„Mind Gap“ von Anne Freytag war für mich wirklich ein absoluter Pageturner, ich bin nur so durch die Seiten des Buches geflogen. Nachdem ich mal wieder richtig Lust auf einen richtig guten Zukunftsthriller hatte, habe ich zu „Mind Gap“ gegriffen und wurde definitiv nicht enttäuscht!
Das Buch spielt in einer (nicht allzu fernen) Zukunft, in der Technologie in Form von implantierten NINK-Chips einen ganz neuen Stellenwert erreicht. Doch die Technologie der NINK-Chips, welche einst zur Bewältigung traumatischer Kriegserfahrungen erfunden wurde, geraten in falsche Hände und schließlich liegt alles in den Händen der Journalistin Silvie…
Die Protagonistin in „Mind Gap“ ist die Journalistin Silvie Mankowitz, welche als eine der wenigen keinen NINK-Chip implantiert hat. Inmitten von neuen Realitäten und Realitätsbeeinflussung liegt es an ihr herauszufinden, was Wahrheit und was Lüge ist, wer eigentlich hinter NINK steckt und was deren Ziel ist… Ich mochte Silvie als Protagonistin wirklich gerne, insbesondere ihren Drang die Wahrheit herauszufinden und somit Gerechtigkeit zu schaffen war unglaublich aufregend zu verfolgen. Generell beginnt die Geschichte super spannend, endet genauso und als Leser*in will man mit dem Lesen gar nicht aufhören. Besonders gut haben mir dabei die immer wechselnden Perspektiven der total unterschiedlichen Charaktere gefallen, da die Spannung somit total gut aufrecht erhalten wurde und man als Leser*in einen wirklich guten Einblick sowohl in das System der Zukunft, aber auch in die Verknüpfung der verschiedenen Leben der Charaktere bekommen hat.
Was mir persönlich richtig, richtig zugesagt hat, war das Behandeln von aktuellen und gesellschaftskritischen Themen, welche teilweise auf ganz subtile Art und Weise in die Geschichte inkludiert wurden. Ob es der Ursprung des futuristischen Politiksystems in der aktuellen Zeit oder auch Zusammenschlüsse verschiedener Parteien auf internationaler Ebene sowie dessen Auswirkungen war - Anne Freytag hat es geschafft die Gefahren der aktuellen Krisen und gesellschaftskritischen Themen in „Mind Gap einzuarbeiten und deren Relevanz aufzuzeigen.
Ich kann „Mind Gap“ wirklich nur weiterempfehlen, die Geschichte war durchgehend super spannend, aufregend aber (leider) auch teilweise aktuell. Wer gerne Thriller liest, der sollte also definitiv zu dem Buch greifen.
Die Zukunft bringt uns immer mehr Technik und diese wird als Chip direkt in die Menschheit gepflanzt. Ursprünglich war das „Salzkorn“ für das Militär gedacht, doch mittlerweile ist es auf der ganzen Welt verbreitet. Doch wird dadurch wirklich alles besser? Das Cover ist sehr dezent, passend gewählt und auch sehr ansprechend mit der Farbkonstellation. Es entsteht ein unglaublicher Lesefluss durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel. Auch der stetige Perspektiven- und auch Standortwechsel erhöhen das Tempo ständig. Die Charaktere sind authentisch, werden allerdings gar nicht so detailliert dargestellt – finde ich persönlich in diesem Buch umso spannender. Bei einer Person und einem Standort ist mir allerdings bis zum Ende nicht so richtig klar gewesen, was ihre Funktion war. Gut möglich, dass dies aber auch zum Verwirrungsspiel der Autorin dazugehörte ;) Aktuelle Probleme werden sehr gut angesprochen und smart in die Geschichte eingearbeitet. Für mich ein sehr unterhaltsamer Pageturner, der in meinen Augen zwischen Dystopie und auch Thriller eingeordnet werden kann!
Seit »Aus schwarzem Wasser« bin ich Anne Freytag verfallen – und auch »Mind Gap« hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, erneut beeindruckte mich die Komplexität der Handlung, aber auch der Schreibstil der Autorin enorm. Für mich sind Anne Freytags Bücher Kunst; Kunst, über die ich noch lange nachdenke. Wir begleiten Silvie Mankowitz, eine erfolgreiche Journalistin, deren Bruder Samuel seit zwei Jahren tot ist. Bis sie jedoch – ausgerechnet auf einer Gala ihres Partners – einen Anruf bekommt. Der Schock fährt in ihre Glieder, als sie Samuels Stimme hört. Samuel, den sie doch vor zwei Jahren beeredigt hatten. Samuel, der … Ein Wettlauf beginnt – Silvie auf der einen Seite, jemand unbekanntes auf der anderen Seite. Einzig und allein der NINK, ein Chip-Implantat, der die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine daratellt, scheint Ursprung aller Fährten zu sein. Spannung auf höchstem Niveau. Ein Schreibstil, der fesselt und beeindruckt. Protagonist:innen, die aus dem Leben gegriffen sind. Ist Mind Gap wirklich Fiktion?
Vera Teltz und Herbert Schäfer haben dieses Hörbuch sehr gut vertont und beide mehrere Perspektiven übernommen. Durch den Sprecherwechsel konnte ich mich besser auf den Inhalt konzentrieren. Die Geschichte spielt in einer gar nicht so weit entfernten Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter voran geschritten. Das Fortschrittlichste auf dem Markt ist der sogenannte NINK, der implantiert oder eher gespritzt wird. Darüber kann man im Internet recherchieren, Nachrichten versenden, speichern,... Aber was passiert, wenn dieses System missbraucht wird? Silvie Mankowitz ist Journalistin. Ihr Bruder Samuel ist seit zwei Jahren tot, doch dann erhält sie auf einmal einen Anruf von ihm. Er möchte sich mit ihr treffen, doch dazu kommt es dann nicht. Sylvie beginnt zu recherchieren und bringt sich immer weiter in Gefahr. Eine weitere Perspektive spielt in Manila, wo Daten verarbeitet werden. Unglaublich gut und spannend geschrieben und mit einem sehr überraschenden Ende.
„Mind Gap“ von Anne Freytag ist ein toller spannender Thriller der in der Zukunft spielt. Das Hörbuch war fantastisch umgesetzt, Vera Teltz und Herbert Schäfer ziehen einen mit ihrer Erzählweise in den Bann und nehmen einen richtig gefangen. Unsere Protagonistin und Journalistin Silvie Mankowitz ist unglaublich sympathisch und ich mochte sie auf Anhieb.
Weiterentwickelte Technik die dir als Chip in den Kopf gesetzt wird um traumatische Erlebnisse zu löschen? Würdest du das machen? Oder hättest du Angst davor, dass es zweckentfremdet wird? Dieser Thriller ist erschreckend realistisch, gesellschaftskritisch und er regt zum Nachdenken an. Denn so weit entfernt ist das vielleicht gar nicht. Der Spannungsbogen war für mich konstant oben und ich mochte gar nicht mehr aufhören. Empfehlung von mir.
Das Cover finde ich ganz okay, aber nicht außergwöhnlich.
Zum Inhalt: Der NINK sollte das Auslöschen von traumatischen Erlebnissen im Militärbereich ermöglichen, doch die Technik wurde seit Markteinführung viel weitergehend genutzt und ist als persönlicher Assistent und Speicher nicht mehr wegzudenken. Doch kann diese Technik womöglich auch missbraucht werden? Die Journalistin Silvie ahnt nach dem Selbstmord ihrer Bruders, dass etwas nicht stimmt und beginnt zu recherchieren. Meine Meinung: Das war ein sehr spannendes Hörbuch. Vor allem habe ich mehr als einmal gedacht, lass bitte niemals so eine Technik möglich sein, denn die Vorstellung dieser Manipulationsmöglichkeit ist schon echt gruselig. Das Hörbuch wird in wechselnden Rollen gelesen und das passt sehr gut zu diesem Hörbuch. Die Sprecher haben ihre Sache auch wirklich gut gemacht. Die Story war gut, ist hoffentlich so nie möglich, aber als Fiktion war es richtig gut. Fazit: Sehr spannend
4,5 ⭐️ was für ein cooles buch! suchtfaktor durch kurze kapitel, spannenden plot, interessante figuren, beängstigende entwicklungen und schicksale und und und. anne freytag beweist einfach immer wieder, was für eine tolle autorin sie ist. die frau kann die berührendsten jugendromane, aber auch abgefuckte thriller mit großer portion gesellschaftkritik, die dich zum nachdenken anregen, schreiben und das macht sie zu einer lieblingsautorin. sie schafft es eine handvoll verschiedener figuren bewusst auszuwählen, und diese stück für stück miteinader zu verbinden und dabei ganz viele verschiedene rollen in der handlung zu gleich abzubilden. das ende war erschreckend und genial, musste danach erstmal für paar minuten an die wand starren und sacken lassen, werde also definitiv wieder zu einem thriller von ihr greifen, als nächstes dann wohl "aus schwarzem wasser". 🤝🏻 halber stern abzug, weil ich etwas gebraucht habe um reinzukommen. 🙈
Warum mich dieser Thriller so berührt hat: weil er in einer dystopischen Welt spielt, die so dystopisch dann auch wieder nicht ist. Und das ist irgendwie erschreckend. „Mind Gap“ war mein erstes Buch von Anne Freytag.
Wir lernen die Journalistin Silvie Mankowitz kennen, die mir eigentlich von Anfang an sympatisch war. Weiters geht es um Chips, die Menschen in die Köpfe gesetzt werden, um bestimmte Erinnerungen auszulöschen. Krasse Vorstellung! Und ein tolles Thema für diese Geschichte, die von Vera Teltz und Herbert Schäfer wunderbar gelesen wird. Lieben Dank #NetGalley #USM Audio für diese Vorab-Version
Eine Idee wie unsere nahe Zukunft aussehen könnte wenn sich die Technik weiterhin so rasant weiterentwickelt. Beängstigend und doch sehr vorstellbar verpackt Anne Freytag eine Idee, wie die Technik uns und unsere Umwelt beeinflussen und ändern kann, in einem gut geschriebenen und schnell zu lesenden Buch. Auch wenn man die Idee bzw. Versionen dieser Art von technischer Weiterentwicklung hier und da schon einmal gehört hat, finde ich dennoch dass das Buch einem anschaulich die Vor- und Nachteile unserer Abhängigkeit von Technik aufzeigt ohne zu technisch zu werden oder ins kleinste Detail zu gehen. Eine klare Lese-Empfehlung auch an die, die vielleicht nicht die großen Technik-Nerds sind.
Hab mich bei diesem Buch gegen eine Bewertung entschieden, weil ich es definitiv zu gegebener Zeit noch einmal lesen möchte.
Die Thematik war, wie man es von der Autorin kennt, super spannend und interessant und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion waren im richtigen Maße verschwimmend. Wobei das teilweise auch sehr Angst machen konnte 🙈
Zum Ende hin nahm die Geschichte auch sehr an Fahrt auf, trotzdem konnte sie mich einfach nicht für sich gewinnen. Leider bin ich bis zuletzt nicht in die Geschichte rein gekommen, kann auch gar nicht so genau sagen, woran das lag.
Aus diesem Grund und, weil ich dem Buch wie gesagt gerne noch eine Chance geben möchte, erfolgt keine ✨-Bewertung.
Für mich eher 3,5 Sterne. Die Idee des Buchs mochte ich sehr gerne. Diese war gesellschaftskritisch und zukunftsorientiert, was eine gewisse Spannung ausmachte. Allerdings fiel es mir, besonders zu Beginn, unglaublich schwer die Hintergründe zu verstehen und dem Plot somit folgen zu können. Auch die Beziehung zu den Charakteren blieb in meinem Fall eher oberflächlich.
Insgesamt hat mir die Story mit einigen Abstrichen aber gut gefallen.