Eine Kuhweide im Odenwald ist der Wendepunkt im Leben des IT-Spezialisten und überzeugten Stadtmenschen Joar. Als ihn sein beruflich und privat scheinbar erfülltes Leben zu langweilen beginnt, erinnert er sich sehnsüchtig zurück an seine Kindheit im Dorf und seine innige Verbindung zu Natur und Tieren. Kurz entschlossen verlagert er seinen Lebensmittelpunkt zurück aufs Land, nimmt die beiden Kühe Dagi und Emma in seine Obhut und gründet einen Gnadenhof mit, in dem ehemalige Nutztiere der Nahrungsmittelindustrie ein Zuhause finden. Der Weg, den Joar fortan beschreitet, führt ihn nicht nur zum inneren Glück, sondern begeistert via Social Media auch Tausende andere Menschen für einen neuen Umgang mit Tier und Umwelt.
Über den Autor und weitere Mitwirkende Joar Berge, geb. 1982, wuchs mit 13 Geschwistern in einer norwegischen Familie im ländlichen Odenwald auf, verbrachte aber den größeren Teil seines Lebens in Städten wie Mannheim, Köln, Berlin oder Antibes. 2019 entschied er sich aufs Land zurückzukehren. Er gründete den Lebenshof Odenwald e. V., dem er auch vorsteht, und rettet seither Tiere, die ihren landwirtschaftlichen Nutzen verloren haben, vor dem sicheren Tod.
Da Kühe meine absoluten Lieblingstiere sind und ich selbst Patin einer Kuh auf einem Lebenshof bin, ist mir dieses Buch mit diesem wundervollen Cover natürlich direkt ins Auge gefallen.
„Kühe kuscheln“ ist ein äußerst berührendes, wunderschönes und inspirierendes Buch. Es zeigt, wie einzigartig und schön die Verbindung zwischen Menschen und Tieren sein kann und regt gleichzeitig zum Nachdenken an, insbesondere zu den Themen persönliche Selbstverwirklichung und Entwicklung, Glück und Umweltschutz.
Obwohl es sich hierbei um ein Sachbuch handelt, ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen, teils auch sehr mitreißend und vor allem sehr anschaulich. Einige Stellen des Buches haben mir die Tränen in die Augen getrieben, sowohl aus Trauer als auch vor Freude.
Da ich den Autor und den Lebenshof nicht vorab aus den sozialen Medien kannte, waren die farbigen Fotos in der Mitte des Buches für mich eine großartige Ergänzung und haben damit das ganze Erlebnis abgerundet.
„Kühe kuscheln“ ist ein Buch, das man nicht vergisst. Von mir gibt es eine absolute Herzensleseempfehlung!
Ein berührendes Buch darüber, welche besonderen Tier- Mensch- Beziehungen entstehen können, wenn Mensch sein Herz hierfür geöffnet lässt. Joar beschreibt sehr feinfühlig seinen persönlichen Weg. Das Buch liest sich sehr kurzweilig und ist - auch in Kombination mit den zahlreichen Bilder und Videos der Tiere auf Instagram und Co- eine gute Portion soul food.
Tolles Projekt! Einen Lebenshof für Tiere zu gründen, das ist wundervoll und sicherlich erfüllend, allerdings ist es zum Lesen nur halb so schön. Die Tiefe des Erlebnisses, das In-der-Natur-Sein, das alles sehen wir als Leser nur wie durch einen Spiegel, der den Weg des Autors zu seinem Lebenstraum zwar rührend darstellt, leider nur nicht so erfüllend wie das echte Erleben ist. Nach den ersten Seiten zieht sich die Handlung deutlich in die Länge. Sicherlich werden Fans des Projekt dennoch auf ihre Kosten kommen, für jeden der allerdings, der den Lebenshof unterstützenswert findet und Tiere liebt, mag es nicht reichen. Das Format scheint nicht recht zu passen, ein Film oder eine Radioreportage scheinen geeigneter, um die Emotionen zu transportieren. Beim ansprechenden Cover und dem Titel des Buches hatte ich mir etwas Anderes vorgestellt.
Der Autor beschreibt in dem Buch seine tiefe Verbundenheit zu Tieren. Angefangen als kleiner Junge in der er seine ganze Freizeit auf einem benachbarten Bauernhof verbringt. Diese Erinnerungen bringt ihn dann auch dazu der Cote de Azur den Rücken zu kehren um in Deutschland zwei Kühe zu halten, einfach so, so wie andere Leute sich einen Hund oder Katze zulegen würden. Das ganze entwickelt sich dann weiter bis mit vielen anderen Menschen ein Lebenshof entsteht. In dem Buch werden kleine Anekdoten aus dem Alltag beschrieben und die vielen verschiedenen Tiere in den Vordergrund gestellt. Es war ein sehr schönes und berührendes Buch das auch zeigt, dass oft die kleinen Momente sehr wichtig sind.
Von Träumen, Neuanfängen, der Freundschaft zu Kühen und vom Ankommen
„Hier zu sein, fühlte sich für mich an, wie anzukommen. Ankommen in einem Leben, dessen Tempo und Getriebenheit runterfahren und zur Ruhe kommen durften.“
Schon als Kind fühlt Joar Berge eine besondere Verbindung zu den Kühen auf dem Nachbarbauernhof im Odenwald. Doch Joar verlässt die Provinz, arbeitet als IT-Manager. Sein Weg führt ihn zunächst in die nahegelegene Stadt Mannheim, später nach Köln, Berlin und an die Côte d’Azur. Seinen Traum, eines Tages selbst Kühe zu halten, verliert er nie aus den Augen. Schließlich macht er Nägel mit Köpfen, geht nach Deutschland zurück und rettet die Kühe Dagi und Emma, die er zunächst auf einem kleinen Aussiedlerhof unter Pferden unterbringt. Und Dagi uns Emma sind erst der Anfang. Gemeinsam mit Freunden gründet Joar einen Lebenshof für Tiere.
Joar Berge schreibt gut verständlich mit viel Gefühl, Leidenschaft und Ruhe von seiner Berufung in der ersten Person. Die besondere Art, wie der Autor Tiere betrachtet, die wichtige Bedeutung der Tiere für ihn wird dabei immer wieder deutlich: „Ich fühle Vertrauen, Liebe, Geborgenheit und auch Sicherheit durch die Tiere.“ Im Mittelteil des Buchs finden sich einige Farbfotos zunächst vom Großstadtleben des Autors, später von Tieren und Menschen auf dem Bauernhof, die Joar Berges Geschichte entsprechend bebildern und dem Leser eine konkrete Vorstellung vom Leben des Autors und seinem Traum geben.
Joar Berge geht es wohl wie vielen von uns. Er führt in unserer schnelllebigen Zeit ein Leben auf der Überholspur mit Hektik und Stress, doch das erfüllt ihn nicht. Er schmiedet einen verrückten Plan, Kühe zu halten, doch nicht als Nutztiere:„ Ich wusste zu dieser Zeit bereits, dass meine zukünftigen Kühe einen Stellenwert in meinem Leben einnehmen würden, der derartige Konzepte ausschloss.“ Joar Berge möchte „Kühe kuscheln“. Die Beziehung des Autors zu den Kühen zeichnet sich durch tiefes Verständnis und Respekt aus.
Beeindruckend, wie Joar Berge seinen Traum, der anfangs weder realistisch noch vernünftig scheint, verwirklicht. Beharrlich hält er daran fest, gibt nicht auf. Es war wunderbar zu lesen, wie Joar schließlich das gelingt, wonach sich viele sehnen: anzukommen. Auch wenn mir manche Passagen etwas zu „spirituell“, ja fast ein bisschen kitschig waren, empfinde ich großen Respekt vor Joar Berges Leistung, der für seine Tiere alles gibt. Der schöne Leitgedanke „Ein Tier zu retten, verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier“ durchzieht das gesamte Buch und lässt die traditionelle Nutztierhaltung in Frage stellen. Berges Erlebnisse rührten mich. „Kühe kuscheln“ ist die richtige Lektüre für alle Träumer, Kuh- und Tierfreunde.
Kühe kuscheln – Wie die Tiere und ich ein neues Leben begonnen ist ein Sachbuch von Joar Berge, in dem er auf über 200 Seiten die Geschichte seines vergangenen Lebens und der Leitung eines Lebenshofs für Tiere im Odental erzählt.
Schon als Kind liebte Joar Kühen. Später rettete er zwei Kühe, die im Schlachthof waren. Seitdem hat sich sein Leben verändert. Er beschloss, sein Leben zu ändern und für seinen Traum zu kämpfen. Schließlich kam er aus Frankreich nach Süddeutschland und gründete im Odental einen Lebenshof für Tiere, in dem er nicht nur Kühe züchtete, sondern seine Liebe auch anderen Tieren selbstlos widmete.
Obwohl ich Joar Berge vorher nicht kannte, lernte ich ihn in diesem Buch sehr gut kennen und war von seiner Geschichte berührt. Gleichzeitig wurde mir auch klar, wie großartig es ist, einen Traum zu haben und daran festzuhalten, diesen Traum Schritt für Schritt zu verwirklichen! Vielleicht haben einige Leser nach dem Lesen dieses Buches begonnen, über die harmonische Beziehung zwischen Mensch und Tier nachzudenken. Dieses Buch ist eine Empfehlung wert.
while i dont think its an absolute must-read, it is a definite should-read if you call yourself an animal lover, yet refuse to give up their flesh and produce as food.
the story is heavily subjective, not at all a science book - just a collection of little stories from the life of Joar and the animals that hes friends with. it makes for a lovely and speedy reading experience and broadens our view of the world just that tiny bit more.
that said, i personally enjoyed most of the book, somtimes Joar got very spiritual, which i think doesnt need to have much room in there, and he repeated some things many times, which sometimes got a little annoying. the book has a happy-go-lucky kind of vibe, which is sometimes a little too positive for me personally, but i still think that it is a definite should-read at least once!
Dieses Buch ist so wunderbar, es ist ein berührender Gegenpol zu allem, was schief läuft in dieser Welt zwischen Mensch und Tier/ Natur. Aber von Anfang: Joar Berge war mir schon von seinem Instagram Account als "Moustache Farmer" bekannt. Die Video und Fotos von ihm und seinen Tieren, die sich vertrauensvoll an ihn schmiegen, oder sich in seine Arme werfen, sind etwas Besonderes. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als dieses Buch erschien, das es möglich macht, diesen coolen Typen etwas näher kennenzulernen. Joar erzählt hier sehr persönlich seine Geschichte. Es inspiriert, zu lesen, wie jemand sein komfortables Leben aufgibt, um dem Ruf seines Herzens zu folgen. Ich muss gestehen, die ein oder andere Träne ist gerollt. Ein Herzensbuch, das ich mit Sicherheit ganz oft verschenken werde.
Mir gefällt die Story natürlich sehr gut: Wie Joar seinen Traum lebt, Tieren eine Heimat zu geben. Einfach stark, was er mit dem Lebenshof Odenwald mitaufgebaut hat. Zwei Sterne Abzug, weil mir der Erzählstil nicht so gut gefällt und die Geschichte etwas zu sehr von feel good Abschnitt zu feel good Abschnitt vor sich hin plätschert.
Im Buch kann man Joars Wandel vom von sich selbst entfremdeten Stadtmenschen zurück zu ihm selbst mitverfolgen.
Aus der Idee, wieder mehr Zeit mit Kühen zu verbringen, entsteht ein Lebenshof für die verschiedensten Tiere.
Seine Liebe zu Tieren und zur Natur ist deutlich spürbar und es ist inspirierend, mitzuerleben, wie er sich genau das Leben aufgebaut hat, das er sich erträumt hat.
This was a light read and a cute topic, perfect for when you don’t want to concentrate so much. Unfortunately the story became repetitive after a while, and the storytelling and the writing weren’t so captivating. I felt like it missed a clearer positioning, since I’m still not sure if it was meant to read like a novel (that is based on a true story) or more like a recollection of personal memories. Either way I was hoping for a more differentiated insight into the experience, to learn more about struggles, moments of doubt, or the author‘s journey. It lacked deep emotion. The book felt pretty surface level to me.
Ich hatte auf eine schöne Geschichte gehofft und wurde nicht enttäuscht! Der Autor Joar Berge und seine Rinderherde, angeführt von Dagi und Emma, haben ihre Geschichte des Kennen- und lieben lernens mit uns geteilt und ich könnte nicht weniger begeistert sein. Zudem habe ich erst im Buch die Unterscheidung Kuh/Rind etc. gelernt - Bildungsauftrag erfüllt, würde ich sagen. Es ist wirklich herzerwärmend, wie liebevoll Joar von seinen Begegnungen mit Tieren und Menschen schreibt und auch von seinem ersten "Patenrind" aus der Kindheit erzählt, durch welches alles ins Rollen gekommen ist. Ich hätte gern noch viel mehr aus seinem Leben mit den Tieren erfahren und würde nun nach der Lektüre am liebsten selbst einen Lebenshof gründen, so sehr hat er mich mit seiner Erzählung gepackt (ich habe mich dann aber doch nur zum Folgen auf Insta entschieden). Bitte bitte eine Fortsetzung!