Ostpreußen 1875. Die junge Lore lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin. Lore hält diesen für verarmt und ahnt nicht, dass er sein Geld beiseite geschafft hat, um es ihr nach seinem Tod zu vererben - sehr zum Ärger seines Neffen, der die Rivalin aus dem Weg schaffen will. Um sie zu retten, schmiedet Nikolaus einen tollkühnen Plan: Lore soll nach Amerika auswandern und so ihrem geldgierigen Verwandten entkommen ...
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Autorenehepaar.
Elmar, Iny Lorentz' Ehemann und Co-Autor, stammt aus Bayern und wuchs in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Sein Interesse für Literatur wurde von seiner Religionslehrerin schon früh erkannt und nach Kräften gefördert. Ebenso wie seine spätere Ehefrau begann er bereits als Schüler zu schreiben. Nach einer durch die Umstände bedingten beruflichen Umorientierung, die ihn im Lauf der Jahre in verschiedene Firmen führte, kam er 1981 nach München und erhielt dort eine Stelle im selben Versicherungskonzern wie Iny, die er bereits seit mehreren Jahren kannte und ein Jahr später heiratete. Schon früh entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, die sich später auf alle weiteren Projekte auswirkte.
Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach dem Schulabgang arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie das Abitur auf dem Abendgymnasium nachholte. Das darauf folgende Medizinstudium musste sie mangels finanzieller Reserven nach drei Semestern an den Nagel hängen und sich beruflich neu orientieren. Zunächst arbeitete sie als EDV-Operator und besuchte nebenbei eine zweijährige Samstagsschule, die sie als Organisationsprogrammiererin abschloss. 1980 zog Iny Lorentz nach München und arbeitet seitdem in einer großen Versicherung als EDV-Spezialistin. Schon früh begann sie zu schreiben, zunächst nur für sich, doch dann bot sich ihr die Gelegenheit Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien zu veröffentlichen. Ein gemeinsam mit ihrem Ehemann Elmar verfasstes Kinderbuch sowie mehrere Bücher zu Fernsehserien markierten den weiteren Weg als Autorin, bis schließlich 2003 mit "Die Kastratin" der erste historische Roman erschien.
Es folgten im Jahr 2004 "Die Goldhändlerin" und „Die Wanderhure“, die sie schlagartig berühmt machten, sowie 2005 "Die Kastellanin" - der Fortsetzungsband der "Wanderhure" - und "Die Tatarin" und im Jahr 2006 „Das Vermächtnis der Wanderhure“ (Teil 3 der Wanderhuren-Saga). Bevor 2008 mit „Die Tochter der Wanderhure“ der vierte Band über die Wanderhure Marie folgte, erschienen „Die Löwin“, „Die Pilgerin“ und „Die Feuerbraut“. 2009 folgten „Die Rose von Asturien“, ein Roman aus der Zeit Karls des Großen, die „Ketzerbraut“ und ihre Lore-Trilogie - „Dezembersturm“, „Aprilgewitter“ und Juliregen" -, die im 19. Jahrhundert spielt. Mit "Töchter der Sünde" ist 2011 der fünfte Band der Wanderhuren-Saga erschienen, deren ersten drei Teile mittlerweile äußerst erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt wurden.
Nachdem Iny und Elmar ihre Romane viele Jahre neben ihren normalen Brotjobs geschrieben haben, leben sie seit 2007 als freie Schriftsteller in einem Ort in der Nähe von München und haben Ideen für noch viele weitere Romane.
Ein Unglück folgt dem nächsten und so wird man irgendwie etwas überrumpelt. Man hat das Gefühl man stolpert von einem Drama zum Nächsten, aber ich mag die Charakter und man merkt, dass dieses Buch von Anfang an darauf ausgerichtet wurde Teil einer Buchreihe zu sein. Es bleibt also abzusehen was noch passieren wird, denn bisher war nicht viel von Auswanderung Teil der Geschichte. Umso gespannter bin ich auf das was in den nächsten Teilen passieren wird, was dieser Buchreihe den Titel "Auswanderersaga" verschaffen haben muss.
Kurzbeschreibung: Ostpreußen 1875: Die junge Lore lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin. Lore hält diesen für verarmt und ahnt nicht, dass er sein Geld beiseitegeschafft hat, um es ihr nach seinem Tod zu vererben - sehr zum Ärger seines Neffen, der nur einen Gedanken hat: Er muss die Rivalin aus dem Weg schaffen. Um sie zu retten, schmiedet Nikolaus einen tollkühnen Plan: Lore soll nach Amerika auswandern und so ihrem geldgierigen Verwandten entkommen. Doch auf ihrer Reise in die Neue Welt lauern viele Gefahren auf das junge Mädchen...
Zur Autorin: Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman "Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. "Die Wanderhure" wurde zu einem Millionenerfolg. Seither folgt Bestseller auf Bestseller, die Iny Lorentz zur erfolgreichsten deutschen Autorin im Bereich historische Unterhaltung machten und in zahlreiche Länder verkauft wurden.
Am liebsten wäre sie ihm nachgerannt, um ihm zu sagen, dass Ruppert in der Nähe war. Er selbst würde Natis Vetter aufgrund der Beschreibung, die sie ihm in London gegeben hatte, mit Sicherheit nicht erkennen. Gleichzeitig hatte sie das unangenehme Gefühl, selbst beobachtet zu werden, und das wich auch nicht, als sie unter Deck gingen, um ihre Kabinen zu beziehen. (Seite 408)
Rezension: Wie es bei Iny Lorentz-Romanen so üblich ist, geht es in diesem Buch mal wieder um ein junges Mädchen, das sich durch Intrigen und Verrat der eigenen Verwandtschaft auf sich selbst gestellt durchs Leben schlagen muss und einige Höhen und vor allem Tiefen zu meistern hat.
Da "Dezembersturm" nicht mein erstes Buch von Iny Lorentz war, bin ich mit relativ niedrigen Erwartungen in die Geschichte eingetaucht: Eine unterhaltsame Geschichte, die sich gut für einen regnerischen Sonntagnachmittag eignet und bei der man nicht unbedingt viel denken muss (was nicht negativ gemeint ist!).
Und genau das wurde auch geboten: Es kommen sehr viele Charaktere daher, die man mithilfe eines Personenregisters am Ende des Buches auseinanderhalten kann. Leider bestechen diese nicht unbedingt durch Tiefe, sie sind allesamt recht blass gehalten, einzig, wer gut und wer böse ist, wird auf den ersten Blick leicht erkennbar.
Als unsympathischste Person im Buch wird mir die kleine Komtess Nathalia in Erinnerung bleiben. Diese nervt von Seite zu Seite mehr durch ihre Arroganz, altkluges Gerede und ihre Sucht nach Aufmerksamkeit, sodass man diesem Kind wirklich nichts Nettes abgewinnen kann.
Sehr bedauert habe ich, dass die Hauptperson Lore nach Amerika auswandern sollte, aber dort nie angekommen ist. Es hätte meines Erachtens interessant werden können, wie Lore in der Neuen Welt ihren Weg findet, doch dieser Weg bleibt dem Leser leider versperrt.
Alles in allem ist "Dezembersturm" eine leichte Lektüre für einen herbstlichen Nachmittag und leider auch nicht mehr und ich hoffe, dass Iny Lorentz mit der Fortsetzung "Aprilgewitter" etwas mehr Spannung und Tiefe gelungen ist.
Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover passt sehr gut zur Zeit, in der dieser Roman spielt: Man sieht ein junges Mädchen (Lore), im Hintergrund die Andeutung eines Wintertages.
Fazit: Sehr dick aufgetragen mit zu vielen Unglücksmomenten - Lore ist wirklich nicht zu beneiden und ich hoffe für sie, dass sie in "Aprilgewitter" nicht noch Schlimmeres ertragen muss. Iny Lorentz hat schon Besseres aufs Papier gebracht!
Preußen 1875, nachdem ihre Familie bei einem Brand ums Leben kam. lebt Lore bei ihrem Großvater in der Walthütte. Dem Tode nahe, beschließt er seine Enkelin vor dem Zugriff seines habgierigen Neffen Ottokar von Trettin zu schützen und schickt sie auf eine Reise nach Amerika. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Schiff gerät in einen Wintersturm und sinkt. Lore wird dabei die Lebensretterin der kleinen deutschen Komtess Nathalia und sieht sich schon bald, kaum das sie dem Machtkampft ihrerer Familie entkommen ist, in einen neuen familiären Zwist verwickelt. Dieser stellt sich jedoch als mörderisch heraus. Es entspannt sich ein Abenteuer zu Lande und zu See. Ich finde dieses ist mit das schwächste Buch des Autorenpaares. Die Handlung plätschert so vor sich hin und der eigentliche Spannungsbogen ist eher flach gehalten. Iny Lorentz sonst berühmt für ihre Mittelalterromane, versuchen sich hier mal an Deutschland des 19 Jhd. Nicht sehr gekonnt meiner Meinung nach. Denn dem Schreibstil war dies nicht anzumerken. Die Handlung hätte genausogut im MIttelalter spielen können. Den Figuren fehlt es an Leben, sie kommen eher zweidimensional daher. Natürlich konnten sich die Schriftsteller wieder nicht verkneifen. ein paar Sexszenen einzubauen. Dem Leser stellt sich nur die Frage warum, trugen sie doch weder zur Handlung noch zum näheren Verständnis der Personen bei. Dieses Buch sollten sich nur eingefleischte Fans des Autorenpaares zulegen, sonst hat man nichts verpasst wenn man es im Buchladen stehen läßt.
Meine Meinung: Auch wenn viele das Buch zerreißen, für mich war es bisher eines der Besten, die ich gelesen habe. Das Autorenpaar Iny Lorentz hat mich mit der Geschichte, um die 15 jährige Lore, völlig in ihren Bann gezogen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, so dass ich innerhalb kürzester Zeit die 536 Seiten verschlungen habe. Der Spannungsbogen ist sehr gut und es gibt kaum Szenen, die mich nicht begeistern. Malwine ging mir am Schluss auf den Nerv und auch Elsie hätte gern verschwinden können, in irgendeinem Loch. Während des Lesens litt ich mit Lore und all den Anderen, die durch intrigante Menschen zu Schaden gekommen sind. Die Handlung mag sich nur um Lore drehen, aber das war in keinster Weise langweilig. Ruppert hätte ich gern eigenhändig ins Gefängnis geworfen, und Ottokar kopfüber im Baum aufgehängt. Mir gefiel das Buch, vom Anfang bis zum Ende. Werde mir auf jeden Fall nun nach und nach die in meiner Sammlung fehlenden Iny Lorentz Bücher kaufen. Denn was die Zwei erschaffen haben, hat größtes Lob verdient.
Mein erster I.L.- Roman. Da ich gerne Romane aus dem, und über das, 19. Jahrhundert lese, hat mich der Klappentext angesprochen. Meine Ausgabe hat ein anderes Cover, daher ist der Text vielleicht anders. Vom Text her dachte ich, dass es um Emigration geht. Das ist nicht wirklich so, aber vielleicht passiert das dann im 2. Band. Ich werde aber nicht weiterlesen. Von den Charakteren bleibt mir nur der Grossvater der Protagonistin im Gedächtnis. Er hatte am meisten Tiefe. Ich fand auch seltsam, wieviel Leid, Pech, Betrug, Unglück etc. die Protagonistin in wenigen Monaten erfährt. Das ist nicht glaubwürdig. Normal trägt man da sicher seelische Beeinträchtigungen davon, vor allem, da sie erst 15 Jahre ist, aber sie rappelt sich immer schnell auf. Die Geschichte leidet unter dem permanenten Fokus auf Besitztum, Recht, Unglück.. Ich war nicht echt gespannt darauf, wie die Protagonistin alles auflösen wird. Das Ende ist deutlich auf eine Fortsetzung ausgelegt.
This was a "ok" read. Set in 19th century in Prussia/Germany, the protagonist has to fight against the malice of her cousin. The characters were nicely drawn with even quite a bit of character development of the main characters. But, unfortunately the catastrophes happening to the protagonist with extremely high frequency and the lucky coincidences which save her (usually in the last minute) are just too unrealistic, even for a work of fiction.
It was a fun read, even if the book is quite long (540 pages in German) and I even went on to read the second book of the series. Nevertheless, the plot is pretty predictable and it is a black-and-white good guys vs. bad guys story line.
Es war eine schöne Geschichte. Nicht zuviel HerzSchmerz aber ein Schiffsuntergang hätte gereicht, das erweckte bei etwas den Eindruck man wolle etwas zuviel historische Fakten unterbringen. Auch war hier, wie so oft in hist Romanen stark die Sichtweise zu spüren wie wir uns HEUTE das 19 Jahrd vorstellen.
Als Hörbuch gehört. Es ist so dahingeplätschert, aber es hat mich nicht beeindruckt. Band 1 der "Preussen-Triologie". Weitere Bände: Aprilgewitter, Juliregen.