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Die Zukunft ist nicht binär

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Es gibt nur zwei Geschlechter? Von wegen!

Menschen sind mehr als entweder oder. Dennoch sind unsere Sprache, unsere Medien, unser Alltag von der Annahme geprägt, es gebe nur zwei Geschlechter, die einander binär gegenüberstehen. Werbung, Spielzeug, Kleidung und Geschichten, Er- und Beziehungsmodelle, sogar Algorithmen und die Wissenschaften – unsere gesamte Kultur ist davon durchzogen. Im Alltag begegnet uns die Zweigeschlechterordnung überall: im Sport, beim Klamottenkaufen, auf öffentlichen Toiletten und beim Bürgeramt, beim Dating und auf Social Media. Doch das Zweigeschlechtersystem ist nicht nur unvollständig, es schließt auch aus. Für viele Menschen passt es nicht. Es fühlt sich falsch an. Das Wissen darum und die mediale Aufmerksamkeit nehmen zu. Doch mit steigender Sichtbarkeit werden auch trans- und queerfeindliche Stimmen lauter und versuchen mit aller Kraft, die binäre Geschlechterordnung zu verteidigen. Dabei steckt in der Überwindung des starren binären Systems emanzipatorisches Potenzial für alle Menschen.

Was wären wir ohne Zweigeschlechterordnung? Können wir sie überwinden? Was hätten wir davon? Lydia Meyer entwirft eine Welt, in der die alten Grenzen obsolet geworden sind, und schöpft dabei aus eigenen Erfahrungen als Person, für die die binäre Ordnung nicht funktioniert. Ein Buch für alle, die es wagen wollen, alte Normen und Zwänge hinter sich zu lassen.

256 pages, Paperback

First published March 14, 2023

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About the author

Lydia Meyer

7 books7 followers

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Community Reviews

5 stars
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366 (43%)
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2 stars
19 (2%)
1 star
4 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 97 reviews
Profile Image for Kai Spellmeier.
Author 8 books14.7k followers
April 30, 2023
Ein tolles Einführungs- und Allgemeinwerk zu nicht-binären und trans Identitäten und der damit einhergehenden Kultur und Politik. Vor allem die Medienanalyse ist spannend und wichtig, um einmal fachlich und gesammelt aufzuzeigen, wie heftig gegen queere und trans Menschen gehetzt wird, wie stark diese Hetze von Politik und Medien geschützt und unterstützt wird, und wie an den Haaren herbeigezogen transfeindliche Standpunkte doch sind. Für Menschen, die sich täglich mit diesen Themen auseinandersetzten oder diese Realität leben steht hier wenig Neues, aber die Hoffnung bleibt, dass mit diesem Text ein Publikum erreicht wird, dem diese Aufklärung eben noch fehlt - und das ist immerhin der Großteil der Deutschen.
Profile Image for Max.
277 reviews524 followers
June 18, 2023
Meyer gibt einen Überblick über die derzeitige Lebens-Situation von nicht binären Menschen in Deutschland. Dazu zählen etwa trans Menschen, aber auch Intersexuelle oder Menschen, die sie als "gender nonconforming" bezeichnet, was ich nicht kannte, als Kategorie aber sofort ins Herz geschlossen habe, weil es wie ein Schnupperangebot ins nonbinäre Feld klingt: "Wenn du nicht so der/die Proto-Mann/Frau bist, dann schau doch gerne mal bei uns vorbei." Nett!
Nur: Was soll das schon sein - der typische Mensch?
Ihr seht, ich hatte ein paar Fragen. Aber das ist ja eigentlich klar, wenn die heterosexuelle Kartoffel (in Meyers Sprache: "ein weißer cis Mann") ein Sachbuch zu diesem Thema liest. Aber genau deswegen tue ich das ja, um meine Fragen zu erkennen und Antworten zu finden.

Mit der Stoßrichtung des Buchs gehe ich prinzipiell dàccord, zumindest oft genug: Auch ich finde es wichtig, dass alle Menschen ihre Rollenbilder frei wählen, dass trans Personen Unterstützung und Respekt erhalten, dass die "unproblematisch lebende" Mehrheit sensibler auf die Belange von Menschen reagiert, die ihre Identität auf verschlungeneren, aber ebenso schönen Pfaden suchen; dass wir uns nicht verleiten lassen, wenn die rechtskonservative Journalie mal wieder gegen die angebliche Translobby wettert: Dass hier wichtigste Lebensbelange und keine Machtspielchen verhandelt werden, sollte jedem klar sein.
Auch was Sprachanpassungen angeht, bin ich grundsätzlich offen: Wenn mir ein grammatisch, rhetorisch und ästhetisch gangbarer Weg angezeigt wird, werde ich selbstverständlich neue Pronomen verwenden. Bis dahin verweigere ich mich dem schriftlichen Sternchen oder Unterstrich, und auch die Redepause in Substantiven kommt mir nicht über die Lippen. Dass die Sprache allerdings unser Denken konstituiert und dass Frauen sprachlich unterrepräsentiert sind, halte ich hingegen für einen traurigen Fakt. Daher: Forscht, liebe Semantiker!

Sehr lesenswert fand ich zwei Kapitel, in denen Meyer die Jahrzehnte ihrer jugendlichen Sozialisierung als heteronormierte und recht homophobe Zeitspanne beschreibt, vor allem aber Daniel Küblböck als einen Menschen würdigt, der mit Geschlechterklischees gebrochen hat, als Bohlen und Co. jeden alternativ wirkenden Menschen gemobbt haben. Diese Würdigung eines besonderen Menschen (auch meiner Jugend) war schön, von Wertschätzung erfüllt und außerdem wirklich augenöffnend. Auch die Schilderung ihres eigenen Werdegangs hat mich interessiert. Klar, ich bin ja ein Roman-Liebhaber, mich faszinieren Biografien mehr als (leider unausgegorene) Gesellschaftsanalysen. Hier hat mir das Buch aber insgesamt Freude gemacht.

Allerdings zeigt sich Meyer gleich zu Beginn ihres nicht allzu umfangreichen Sachbuchs als einer Denkweise verpflichtet, die man einerseits als identitär, andererseits auch als toxischen Männerhass bezeichnen kann. Bei den identitären Unterscheidungsbegriffen ist es ihr auffallend wichtig, sensibel und gleichzeitig inklusiv zu sprechen - wiederholt notiert sie in akribischen Ergänzungen, dass zum Beispiel trans Menschen ebenfalls nonbinär sein können, aber nicht müssen und dass selbstverständlich im weiten Spektrum des Nicht-binären mehrere Spielarten möglich sind etc.
Es ist ihr also wichtig, niemandem auf die Füße zu treten. Nicht immer habe ich dabei hundertprozentig verstanden , um welche Feinheiten es ihr geht, aber ich bin mir sicher, dass sie voll im Bilde ist.
Bei cis Männern hingegen ist nicht nur keine Unterscheidung notwendig (ja, ihr Hodenköpfe, wir ticken alle identisch), nein, diese cis Männer bestimmt sie zu Beginn so, dass es diesen " häufig schwerfällt, sich einen Therapieplatz zu suchen oder über Gefühle zu reden". (S. 27) Ist das nicht goldig? Cis Männer sind also krank und wollen an diesem Zustand nichts ändern. Cis Frauen beschreibt sie hingegen so: Sie sind "häufig verständnisvoll, sanft und freundlich", sie hören zu und übernehmen die Care-Arbeit. (S.26)
Vielleicht bin ich ja ein zu sensibles Hascherl, aber krass finde ich es schon, wie unverblümt der Mann hier pathologisiert wird, während die Frau rein positive Attribute erhält. Es handelt sich dabei auch um Meyers ersten, offenbar ganz neutral gemeinten Zugang zu Geschlechtsbildern.

Ist das die Zukunft meiner zweiten Lebenshälfte? Männerhass, der als Produkt des historischen Erbes legitimiert und so gesellschaftsfähig wird?

Ich weiß wirklich nicht, ob Meyer ihre pauschale Verurteilung und die Gehässigkeit auffällt, aber ich kann niemanden als Autorin oder Autor ernst nehmen, der so offensichtlich mit zweierlei Maß misst. Auch inhaltlich ist diese Ablehnung des Mannes als heute noch privilegierten Menschen so abwegig.
75% der Suizidenten in Deutschland sind männlich, mehr Mädchen als Jungs machen Abitur, die Schul-Noten der Mädchen sind im Durchschnitt besser als die der Jungs, auch die Immatrikulationszahlen für die beliebtesten NC-Fächer sprechen eine deutliche Sprache: Viele Jungs und Männer finden keinerlei gesellschaftliche Unterstützung und (um in Meyers bemüht jugendlicher Sprache zu schreiben) "struggeln hart" im Leben.
Jungs, fühlt euch gedrückt, ich weiß selbst, dass keine Sau und keine gesellschaftliche Gruppe uns irgendwas schenkt. Das, was Denkerinnen wie Meyer oder auch Fallwickl gerne das Patriarchat nennen, ist in Wahrheit eine kleine Machtclique, mit der cis Adam, cis Jochen oder ich ebenso wenig zu tun haben wie non-binäre Menschen. (Cis bedeutet übrigens die Übereinstimmung zwischen Selbstbild und dem "bei der Geburt zugeteilten Geschlecht".)

Natürlich möchte ich mich hier auch nicht als Spaßbremse zeigen: Wer über den "weißen" heterosexuellen cis Mann schimpfen oder diesen mal durch den Kakao ziehen will, soll das gerne tun. Warum auch nicht?
Wenn ich aber in Betracht ziehe, wie moralinsauer Meyer auf unsere Gegenwart blickt, wie witz- und oft auch freudlos sie die Gegenwart des non-binären Lebens in Deutschland zu fassen versucht, dann wird mir klar, dass sie diese Verachtung des Mannes tatsächlich als einen anhaltenden Kampf gegen die Gegner des Fortschritts interpretiert. Und es gruselt mich, wenn ich mir vorstelle, wie viele Leute da draußen sich auf ihrem (wichtigen) Marsch gegen die sexistischen Gemüter radikalisiert haben. Ich meine: Ist den toxischen Feministinnen bewusst, dass die etwa vier Milliarden cis Männer doch recht heterogen sind?

Auch ihre Angriffe gegen die Biologin Vollbrecht empfand ich bald als unangemessen, da sie an deren Person einen modernen Transhass festmachen will, die dazu zitierten Einträge von Vollbrechts Social-Media-Kanälen aber keinen Hass, sondern Kritik nahelegen. Vielleicht, weil Meyer das selbst bemerkt, gerät sie in eine kleinteilige Abfolge von Angriffen, die eher ein schlechtes Licht auf sie selbst werfen.

Insgesamt 5 Punkte, aber nur zwei Sternderl, weil ich die Verachtung gegenüber einer distinkten Gruppe unangebracht finde.
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
April 26, 2023
Ich habe mir von dem Buch zuerst andere Dinge erwartet. Tiefergehende Utopie, mehr Wissenschaft, im Endeffekt wurden dann konträr dazu eher aktuelle Einzelfälle und Themen aufgearbeitet. Das hätte mich eigentlich dazu verleitet, das Buch schlechter zu bewerten, weil für mich absolut nichts Neues dabei war. Auf der anderen Seite ist das Buch wahrscheinlich nicht unwichtig für eine breitere Masse, genau auf Grund der oft eigenartig geführten Debatte.

Also war ich wohlwollend. Würde es aber eher als "Was bisher geschah" im vorwiegend deutschsprachigen Raum verstehen und weniger als Zukunftsvision und Utopie, damit man mit der richtigen Erwartung herangeht.
Profile Image for Amalie.
70 reviews5 followers
December 16, 2024
Eher eine Bestandsaufnahme der Situation in Deutschland und weltweit, weniger Zukunft als ich erwartet habe. Trotzdem sehr lesenswert, gut geschrieben und informativ.
Profile Image for oli.
152 reviews1 follower
February 8, 2024
Das Buch richtet sich wahrscheinlich eher an die, die bis jetzt wenig Berührungspunkte mit trans/nicht-binären/gnc Personen haben und ist dafür gut geeignet. Auch das Glossar ist dafür gut und die Literaturshinweise bieten reichlich Grundlage für weitere Recherche. Mir persönlich war es etwas zu kurz und undetailliert, sber ich bin auch selbst nicht-binär und nichts davon war neu für mich.
Profile Image for Malinski.
184 reviews1 follower
December 10, 2023
Toll geschrieben!! Sehr verständlich und spannend und alles super belegt. Das war das erste Mal, dass mir bei einem Sachbuch nicht langweilig wurde. Mir hat besonders gefallen wie rechte Argumente auseinandergepflückt wurden, bis sich zeigt dass sie (Überraschung!) gar keine Argumente, sondern nur Hass sind. Schön wärs, wenn die ganzen Leute die so große Angst vor geschlechtlicher Vielfalt haben, solche Bücher auch wirklich lesen würden.
Profile Image for Merry.
328 reviews45 followers
February 23, 2024
2.5, aufgerundet.

Zugegebenermaßen habe ich das Buch ziemlich schnell gelesen, weil ich es aus der Bücherei ausgeliehen hatte und es dort vorbestellt war. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich dabei wesentlich was verpasse - vor allem deshalb, weil der*die Autor*in kaum Themen und Fallbeispiele behandelt hat, die mir als queerer, regelmäßig viel Zeit online verbringender Person nicht schon hinlänglich bekannt waren. Überhaupt habe ich mich gefragt, wer genau die Zielgruppe dieses Buches sein soll: Für queere, online-affine und/oder discourse-bewanderte Leser*innen bietet das Buch wenig Neues, von der unbewanderten und oft unbedarften Mehrheit erwartet es zu viel Akzeptanz für Aussagen, die wenig erläutert werden (*warum* sind bestimmte Aussagen transfeindlich? Was ist das Besondere an Trans/NB-Feindlichkeit im Gegensatz zu "allgemeinerer" LGBTQIA+-Feindlichkeit? Wie genau profitieren cis-Menschen von aufgebrochener Genderbinarität? usw.), nimmt diese zu wenig an die Hand und hat zudem einen oft vorwurfsvollen Ton (und, ehrlich gesagt, zu viele Anglizismen). Lydia Meyers Ansatz ist sicher richtig und wichtig, aber - anders als vom Titel suggeriert - beschäftigt sich das Buch nur im letzten, sehr kurzen Kapitel tatsächlich mit einer nicht-binären Zukunftsutopie und ist sonst eher eine Zusammenfassung des Status Quo. Außerdem ist insbesondere das Kapitel über nicht-europäische, nicht-binäre Geschlechtsmodelle oberflächlich und enttäuschend kurz, wobei mir jedoch auch an anderer Stelle aufgefallen ist, wie sehr sich Meyer auf Onlinequellen stützt und wie selten Meyer tatsächlich beispielsweise Texte der Queer Theory rezipiert.
Profile Image for flo&#x1f300;.
67 reviews24 followers
July 22, 2024
Der Titel ist irreführend, wer die Schilderung einer konkreten Utopie erwartet, wird enttäuscht. Es handelt sich hierbei eher um eine Bestandsaufnahme der Lebensrealitäten nicht-binärer Menschen und das ist nicht minder relevant. Lesenswert für alle, die sich erste Berührungspunkte mit dem Thema erhoffen.
Profile Image for Agnieszka Hofmann.
Author 24 books57 followers
April 29, 2024
Książka z gatunku otwierających oczy, ale i dostarczająca mocnych argumentów w dyskusjach ze sceptykami, konserwą i denialistami. A także wytłumaczenie, dlaczego takie dyskusje są konieczne.
Profile Image for Giulia.
46 reviews2 followers
June 26, 2023
Ein sooooo wichtiges und aktuelles Buch!! Absolutes Must-read!!!! 👍🏽👍🏽👍🏽
Profile Image for ri reads.
36 reviews
August 8, 2023
Im Großen und Ganzen ein gelungenes Buch, das ich weiterempfehlen würde.

Da viele Themen angesprochen werden und das Buch eher kurz und leicht zu lesen ist, würde ich es allen ans Herz legen, die sich einen (ersten, zweiten, oder dritten) Überblick über das Thema verschaffen möchten.

An einigen Stellen, hatte ich das Gefühl, war die Zielgruppe des Buches nicht ganz klar. Manche Dinge und Konzepte wurden auf Einstiegsniveau erklärt, während an anderen Stellen Wissen vorausgesetzt wurde und ich mir gewünscht hätte, dass einzelne Punkte näher erläutert werden (bspw. der Punkt, dass sex und gender veraltete Kategorien seien, und dass sie weniger unterschiedlich seien, als bisher gedacht).

Die Sprache ist insgesamt locker und mit Anglizismen gespickt. Das macht sie einerseits für viele zugänglich, da sie sich intuitiv lesen lässt, stellt für andere (die z.B. geringe Englischkenntnisse haben) aber eher ein Hindernis dar.
Für mich persönlich lesen sich Sachbücher, die in einer nüchternen Sprache geschrieben sind, angenehmer, die Sprache dieses Buches ist daher nicht positiv herausgestochen.

Vielen der Kapitel hätten ein paar mehr Seiten gutgetan, in Zeiten von kürzerwerdenden Aufmerksamkeitsspannen und in Anbetracht der großen Zielgruppe, die angesprochen werden soll, kann ich die Kürzungen aber verstehen.
Profile Image for Jola.
21 reviews
September 9, 2023
Ein guter Einblick in Queerfeminismus und Nicht-Binarität. Eine klare Empfehlung für alle Menschen, die selbst nicht (gender)queer sind und einen guten Einstieg in das Thema suchen.
Ein bisschen Schade fand ich, dass Queerfeindlichkeit in diesem Buch so viel Raum eingenommen hat. Es ist wichtig, sich mit dem Hass, der queeren Menschen entgegenschlägt auseinanderzusetzen und ihn einzuordnen, aber es tut auch ein bisschen weh, dass er das Hauptthema in einem Buch über Nicht-Binarität ist.
(Ich glaube allerdings, dass es Lydia Meyer ähnlich wie mir geht. Meyer betont dass mensch sich lieber auf andere Themen fokussiert hätte, aber dass das Thema Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft momentan so viel Raum einnimmt, dass sich dies im Buch wiederspiegelt).
Es ist schön, dass Lydia Meyer selbst nicht-binär ist und damit eine in Literatur und sonstigen Medien lange unterrepräsentierte Perspektive zeigt!
Profile Image for Kyky.
317 reviews17 followers
April 19, 2023
Ein großartiges Buch, das leicht verständlich in das Thema einführt und aufzeigt, wie wichtig es ist, über die Grenzen der Zweigeschlechtlichkeit hinauszudenken und zu akzeptieren, dass es nun mal Menschen gibt, die nicht in dieses System passen. Dass dies kein Störfaktor, sondern ein Gewinn für unsere Gesellschaft ist. Im Buch wird aufgeklärt, Hilfestellungen mitgegeben, wie mensch Transfeindlichkeit und rechtes Framing erkennt, und vorgeschlagen, wie unsere Sprache gendergerechter werden kann. Es ist okay, Fehler zu machen, Hauptsache, mensch stellt sich dem Hass entgegen.
Profile Image for theo's bananabread .
109 reviews1 follower
August 1, 2023
war ganz oke, jetzt nicht wirklich viel neues für mich, aber das hatte ich ja auch nicht erwartet.
Ein gutes Buch, um es an cis Personen zu verschenken, denn dieses Buch bringt einen großen Teil der Aufklärungsarbeit für die man als nicht-binärer Mensch oft zu müde ist.
Und mein Dad bekommt jetzt eine Ausgabe mit meinen Anmerkungen geschenkt.
Profile Image for Carina.
265 reviews116 followers
October 3, 2023
Rezi folgt, aber ein ganz wichtiges Buch ♥️
Profile Image for anika.
41 reviews
December 29, 2023
ich persönlich konnte nicht viel neues aus dem buch mitnehmen, es ist aber sehr gut für den einstieg und bietet einen guten überblick für die menschen, die bisher noch keine bis wenig berührungspunkte mit dem thema hatten
Profile Image for Mika.
124 reviews5 followers
August 2, 2023
Fand es sehr gut und informativ. Manche Punkte oder Behauptungen hätte Meyer meiner Meinung nach noch ausführen können, deswegen "nur" 4 Sterne.
Profile Image for Lilith Schneider.
12 reviews
May 14, 2024
Mal spannend gehört zu haben. Aber stellenweise ziemlich stark gefärbt von der Meinung der* Autor*in. Und für mich etwas zu wenig eine Auseinandersetzung als eine Aufzählung von Fakten, gemischt mit Kommentaren über bekannte Gegner*innen der Community. Aber durchaus sehr spannend für Personen die sich wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Ein gewisses Grundverständnis der Thematik ist in meinen Augen jedoch sinnvoll.
Profile Image for Nika.
250 reviews38 followers
August 26, 2023
Die Zukunft ist nicht binär - Lydia Meyer

Dieses Buch ist mir genau im richtigen Moment zugeflogen. Gerade nachdem ich Linus Gieses Buch "Ich bin Linus" ausgelesen habe, ist das Verlangen größer geworden, mich in die Thematik von Geschlecht und Geschlechtszugehörigkeit zu vertiefen. Die Lektüre von "Die Zukunft ist nicht binär" war nicht die einfachste, da es für mich viele neue Bereiche in unserer Gesellschaft beleuchtet hat. Wir wissen mittlerweile, dass das Patriarchat uns eher schadet, dass wir alle gemeinsam Rassismus bekämpfen müssen, jedoch war es mir davor nicht bewusst, wie schädigend eine binäre Einordnung nach Geschlechtern sein kann und warum man sich von dieser entfernen sollte.

Das binäre Geschlechtersystem ist nicht alternativlos und auch gar nicht so naturgegeben oder selbstverständlich wie viele Menschen denken.
S. 162

Dass Mehrgeschlechtersysteme in vielen Gesellschaften auf der ganzen Welt schon immer existiert haben, viele Menschen aber nichts darüber wissen (wollen), ist kein Zufall, sondern die Folge von Macht, Unterdrückung und Rassismus. [...] Mehrgeschlechterordnungen gab es schon immer, und modern sei vor allem die Gewalt gegen sie.
S. 161


Am besten ist es der Autorin gelungen, sich in das Thema von Trans- und Queerfeindlichkeit zu vertiefen, deren Ansätze und Theorie, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben, zu analysieren und so zu zerlegen, dass offensichtlich wird, weshalb sie keine wissenschaftlich korrekten Rechtfertigungen haben. Es wurden Lösungsansätze formuliert, Empfehlungen beschrieben, wie man solche Theorien entlarven sollte und klar erklärt, was mit dem derzeitigen Status quo nicht stimmt und wie alle Menschen von Veränderungen profitieren könnten.

Für viele nicht-binäre Menschen ist Sprache immer ein Krampf, und ich glaube, den wenigsten Menschen ist bewusst, wie anstrengend die deutsche Sprache für nicht-binäre Personen tatsächlich ist.
S. 142

Die Forschenden leiten daraus ab, dass geschlechtersensible Sprache unser Denken beeinflusst und wir nicht mehr so stark in traditionellen Geschlechterrollen denken, wenn wir geschlechtsneutrale Pronomen nutzen.
S. 146-147


Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre über die eingeworfenen englischen Wörter, während fast der gesamte Text auf deutsch geschrieben wurde (bis auf ein paar wenige Zitate, die auf englisch erwähnt wurden und danach auf deutsch übersetzt wurden): "Basically behauptet Littman [...]" (S. 60 ), "Warum sind Menschen so obsessed mit [...]" (S. 84), "[...] war für mich vor allem eines: relatable." (S. 93), "[...] die zuvor erschienen sind, auch. That's it." (S. 104), "[...] in wissenschaftliche Papers [...]" (S. 109), "[...] für sich selbst sprechen wollen - und können? Possible." (S. 131), "Und die sollen unpolitische sein? I doubt it." (S. 138) und "[...] genderqueere Menschen sind obsessed mit [...]" (S. 144). Für mich hat es einfach nicht zusammengepasst, in einem teilweise sehr wissenschaftlichen Stil zu schreiben und dann immer wieder solche Wörter einzuwerfen, wenn es doch sehr einfach gewesen wäre, sie auf deutsch zu formulieren. Ich habe dabei persönlich aber einen strengeren Zugang und es ist auch der einzige Grund dafür, warum ich einen Punkt bei der Bewertung abziehe.

Ich persönlich habe dank des Buches viel neues gelernt, angefangen damit, was es bedeutet intergeschlechtlich zu sein, dass die binäre Geschlechterordnung das Patriarchat unterstützt, bis hin zu weshalb man nicht von einem "biologischen" Geschlecht sprechen kann und sollte.

Die binären und vermeintlich natürlichen Kategorien sind die Grundlage des Patriarchats. Sie sind der Kern der Unterdrückung, denen alle Menschen, die nicht cis männlich sind, in dieser Gesellschaft ausgesetzt sind.
S. 37

Um zu betonen, dass auch Sex menschengemacht ist, sprechen heute viele Menschen nicht mehr vom "biologischen" oder "anatomischen" Geschlecht, sondern vom "bei der Geburt zugeordneten Geschlecht". Das ist konkreter und geht weg von der Annahme, dass Körper qua Geburt entweder "männlich" oder "weiblich" sind und dass diese Labels natürliche und unveränderbare Gegebenheiten sind.
S. 26


Wenn einige der angesprochenen Themen für euch spannend klingen, würde ich euch das Buch definitiv empfehlen. Wenn ihr über einige Themen zum ersten Mal hört, wird es höchste Zeit sich mit ihnen zu beschäftigen (bei mir persönlich fand ich, dass ich damit bereits ziemlich spät dran war). Wenn einige der Themen euch unlogisch erscheinen oder ein Gefühl des Unwohlseins hervorrufen, würde ich euch "Die Zukunft ist nicht binär" umso mehr empfehlen, da es wahrscheinlich bedeutet, dass manche Glaubensgrundsätze dekonstruiert gehören.

Weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: KHVBooks.com
Profile Image for Heiko.
181 reviews3 followers
June 8, 2023
Interessantes Buch und sehr spannender Einstieg in die Thematik rund um Gender, (Non-)Binarität und den gesellschaftlichen Diskurs rundherum.

(gehört als Audiobuch)
Profile Image for Sophie Edina.
Author 9 books10 followers
August 19, 2023
Eine sehr informative Übersicht über aktuelle Streitthemen, deren Ursachen und Folgen und eine sehr gute Inspiration, binäres Denken und die eigene Geschlechtsidentität zu reflektieren.
Profile Image for Minnie.
1,202 reviews42 followers
December 11, 2023
'Die Zukunft ist nicht binär' ist ein wichtiges und gutes Buch, allerdings mit Vorbehalt meinerseits. Ich bin keine lange Review-Schreiberin, meist verliere ich nach einem gelesenen Buch nur ein paar Sätze und widme mich dem Nächsten. Obwohl das Buch 250 Seiten umfasst (50 davon sind allein Anhang), habe ich viel und lange damit zugebracht zu markieren, meine Gedanken aufzuschreiben und Post-Its reinzukleben, was ich normalerweise nicht bei meinen Büchern tue.

Zunächst einmal kann ich sagen, dass Lydia Meyer weiß, wovon er*sie spricht. Als nonbinäre Person, Autor*in und Kulturwissenschaftler*in weiß Lydia was Sache ist. Der Einstieg war stark und da habe ich die meisten Post-Its und Markierungen; was ist Geschlecht, wie lassen sich Geschlecht(er) definieren, der Vergleich mit Mensch und Biologie und die beliebten vermeintlich biologischen Argumente, die TERFs bringen, um gegen Trans-Leute zu hetzen und man selbst in der Wissenschaft nicht vor transfeindlichen Äußerungen geschützt ist. Für mich waren nicht gar viele neue Infos dabei, aber ich bin auch selbst als queere Person nicht fremd mit der Thematik. Soweit so gut.

Ich glaube es fing in Kapitel drei an, wo ich meine ersten Kritikpunkte aufschrieb. Geschlechterunterschiede in Bezug zu setzen mit einem hoch komplexen und andauernden Krieg anstatt ein Beispiel zu finden, das sich eher an die Thematik des Buches richtet (z.B. Medien oder Situationen in der deutschen Gesellschaft), finde ich super bedenklich. Besonders weil die Kriegsthematik nie wieder danach erwähnt wird.

Lydias Schreibstil fing auch an sich - ich sag mal - zu steigern. Allerdings nicht ins Positive. Anfangs blieb es sachlich und informativ, was ich an Sachbüchern sehr schätze, doch je mehr man las desto mehr wurde der Ton wütender und gereizter und das hatte zur Folge, dass es auch die Texte an sich sehr beeinflusst hat.

Allerdings habe ich auch richtig viel neues dazu gelernt. Es gibt so viele Institutionen, die ich noch nicht kannte, viele Facts und Ereignisse, die mir unbekannt waren und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich besser belesen bin im Thema. Doch dann kam es irgendwann dazu bestimmte transfeindliche Personen zu benennen und ab da war es quasi vorbei mit der Sachlichkeit. Ich verstehe, dass es wichtig ist TERFs aufzudecken und deren Argumente zu widerlegen oder zu zeigen, auf welche Art und Weise sie Hetze betreiben. Aber irgendwann ging es um quasi nichts anderes mehr. Es hat einen viel zu großen Stellenwert eingenommen und Lydia hat sich permanent hineingesteigert, was in den Twitter Bios der Terfs steht, was sie getweetet oder in Kolumne X geschrieben haben oder was sie in Interview Y gesagt haben. Es mag eine konträre Meinung sein, aber ich finde, mit all dieser Aufmerksamkeit hat man den Terfs nur eine noch größere Plattform gegeben.

Was ist mit Trans-Vorbildern? Welche Trans-Aktivisten gibt es? Was hat sich in Ländern gebessert? Wie könnte man nichtbinäre Strukturen in die Gesellschaft fließen lassen? Wie könnte man den Menschen beibringen nichtbinäre Strukturen anzuerkennen? Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? (Was mich auch sehr gestört hat und damit ein falsches Bild des Buches hervorruft: Der Titel. 'Die Zukunft ist nicht binär', aber es werden keinerlei Zukunftsanalysen oder dergleichen gestellt. Es ist lediglich der Titel eines Unterkapitels und nicht der Hauptleitspruch des Buches.) All die Fragen hätten beantwortet werden können, hätte man nicht so viel Zeit mit Medienleuten zugebracht.

Alles in allem war es vielleicht meine eigene Schuld, dass ich andere Erwartungen hatte. Es war ein gutes Buch, aber mir stellenweise zu unsachlich und zu den wichtigen Themen, die dann mal kurz angesprochen wurden, wurde nicht genügend Raum gegeben.
Profile Image for leo matija.
88 reviews13 followers
July 15, 2024
tw germanposting:

Wohlmöglich eine geeignete thematische Einführung für all jene, die wenig bis gar kein Wissen in diesem Bereich haben. Die Zukunft ist nicht binär setzt sich zusammen aus historischen Erläuterungen, anfänglichen Analysen und einigen wenigen eigenen Erzählungen.

Als queere Person selbst war dieses Buch eher die Spiegelung meiner eigenen inneren Gedanken mit circa 15, aber ich denke vor allem für Eltern queerer und nicht binärer Kinder sowie Menschen, die sich allgemein auf der Ebene weiterbilden wollen, ist das ein passender Einstieg. Für alle andere, die schon weiter und tiefer in der Materie und Lebensrealität drin sind, empfehlen sich wohl tiefergehende Theorien.

(Side Note, erst nach dem Anhören erfahren: Lydia Meyer unterstützt anscheinend eine sogenannte 'Fridays For Israel' Organisation, ich distanziere mich klar von solchen Ideen. Freiheit für Palästina, heute und immer.)

Displaying 1 - 30 of 97 reviews

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