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Pijn

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Een arts hoort tijdens zijn vakantie in Oostenrijk over een vrouw met een gespleten persoonlijkheid en raakt al gauw gebiologeerd door haar erotische uitstraling.

125 pages, Hardcover

First published January 1, 2001

19 people want to read

About the author

Helmut Krausser

74 books43 followers

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Community Reviews

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7 (8%)
1 star
5 (6%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Alyssa-C.
13 reviews6 followers
June 28, 2020
Door alle positieve commentaar die ik te lezen kreeg over dit boek, was ik heel benieuwd en vol verwachtingen.

Althans werd ik teleurgesteld van dit boek. Ten eerste - en dat ligt waarschijnlijk aan mezelf - vond ik dat boek heel moeilijk om te lezen ; ik had mijn gehele concentratie nodig om te begrijpen wat de auteur geschreven had, en in dit geval is lezen echt geen ontspanning.
Ten tweede vond ik de personnages echt niet leuk noch interressant (clichés over clichés) en ik kon me daar niet mee inleven. We krijgen amper hun achtergrond te weten en hun perverse, ZIEKE denkpatroon is vaak heel moeilijk om op te vatten, niet duidelijk, soms zelfs nietsveelzeggend.
Veel vragen worden ook nooit beantwoord in het boek ; het enige wat de lezer kan doen, is vermoeden wat er gebeurd is en zelf op een aantal vragen antwoorden (uit)vinden.

Het hele boek was pure frustratie voor mij.
Profile Image for Klaus Mattes.
720 reviews10 followers
January 12, 2025
Das liest sich leicht, stellt sich allerdings nicht als das „beste Krimipornomelodram aller Zeiten“ heraus, mit welcher Ansage der Klappentext uns gelockt hat. Auf Dauer ermüden die kurzen Kapitelchen sogar etwas. Hinterher hat man den Eindruck, Kraussers kleines Buch müsse dem Genre „Literaturkunst-Simulation“ zugeschlagen werden.

Ums Jahr 2000 herum war Helmut Krausser mit dem Filmregisseur Tom Tykwer gut befreundet. Gespräche über ein Filmprojekt hatte es schon gegeben, als Tykwer den Hit „Lola rennt“ noch gar nicht gemacht hatte. Ein Filmdrehbuch des damaligen Münchner und Mittdreißiger-Autors Krausser wurde es dann doch nicht, sondern letztlich diese „Schmerznovelle“.

Ihr Ich-Erzähler ist ein Psychotherapeut. Anlässlich einer Fahrt in die Provinz, zu seinem Doktorvater Kappler, wird er abgeordnet, sich einer Witwe anzunehmen, Johanna Palm, etwa vierzig. Innerhalb kürzester Zeit entblößt Palm vor ihm ihre Brüste. Arzt und Patientin verstricken sich in ein Sexabenteuer, gehässig von Kapplers jüngerer Frau belauert. Mit ihr hatte den Erzähler Ähnliches auch schon verbunden. Seit dem Tod ihres Mannes, Ralf, scheint Johanna Palm in einer Geisterwelt zu leben. Dass sie ihrem Verblichenen sorgfältige Berichte vom Sex mit dem Therapeuten abstattet, kommt diesem konsequent vor.

Besagter Ralf Palm ist ein Skandalkünstler gewesen; man darf sich irgendwas zwischen Nitsch und Flatz vorstellen. Zieht man Schlüsse aus der Schilderung einiger Werke und Aktionen, hat er für schauerliche Perspektiven auf Sterben und Schmerz gesorgt. Johanna behauptet, im Keller ihres Hauses, in einem SM-Studio, habe Ralf sie den besseren Herren der Gegend als „Opfer“ für sadistische Lustbefriedigung dargebracht. Tot sei er übrigens durchaus noch nicht.

Das scheint keine schlechte Geschichte zu werden, tödliche Romantik, harter SM. Aber viel mehr davon gibt Autor Krausser, bis ganz knapp vor Ende, dann doch nicht heraus, sondern deutet vage allerlei Möglichkeiten an und passt schön auf, immer im Bereich des kulturbürgerlich Darreichbaren zu bleiben und nicht etwa des Pornos, der Frauenverachtung, des Trashs bezichtigt werden zu können. Brutal gesagt: Er eiert herum. Wurde Johanna von ihrem Gatten tatsächlich brutal missbraucht und ausgebeutet und ist ihre seelische Krankheit die Konsequenz, ein hilfloser Versuch, sich aus seiner Macht zu lösen? Oder geht hier irgendwo der untote Ralf noch um und Johanna ist eine ferngesteuerte Voodoo-Puppe?

Kann man sich auf die Schilderungen eines Arztes verlassen, der sexuellen Genuss aus dem Leiden einer Kranken zieht? Wie genau lief das eigentlich mit Ralfs Selbstverbrennung? Alkoholisiert, mit Benzin begossen, in der Badewanne, aber fiel das brennende Streichholz aus seiner Hand? War es Johanna, allerdings unzurechnungsfähig? Von ihm gesteuert? Manchmal kippt ihre Stimme ins Tiefe, Männliche ab und sie behauptet, Ralfs Wiedergeburt zu sein. Ralfs Mutter zeigt dem Erzähler ein Bündel Briefe. Früher hätten sie ihr Kraft gegeben, aber jetzt habe sie sie als Fälschungen erkannt, Johanna sei die Fälscherin.

Von „literarischem Snuff“ ist damals geschrieben worden. Rezensenten haben keine Bedenken, mit irgendwelchen Begriffen um sich zu werfen, solange sie nach was klingen. Letztlich ist es nur ein Novellchen aus einer Zeit, als die ernsthafte deutsche Literatur ihren Quentin Tarantino zu brauchen glaubte. Weder ein Mord noch ein Sexualverkehr wird an irgendeiner Stelle des Buchs im Einzelnen nacherzählt. Und obwohl's angeblich dauernd darum geht, scheint Helmut Krausser überhaupt keinen Sinn für die erotischen Qualitäten des Sadomasochismus zu besitzen.

Unangenhem stach mir ins Auge, wie nachlässig, wurstig und lieblos etliche Buchpassagen verfasst sind. Sätze wie: „Sylvia turtelte mit dem alten Sack, bis es peinlich wurde.“ „Du hättest sie vögeln sollen.“ „Ich hatte nicht das Gefühl, in sie einzudringen, viel eher stülpte sie sich mir auf.“ „Ihre Fut spielte mit mir, masturbierte mit mir, ihre Schamlippen leckten mich und mit Aplomb ließ sie sich fallen, rieb ihren Arsch an meinem Bauch.“ Manche Leute bezeichnen dergleichen dann ja doch als Porno, aber das ist es nicht, weil Porno mit der Absicht gemacht wird, einen sexuell anzuregen, während diese Sätze Kraussers absolut niemanden scharf machen und er das so auch haben wollte.

Helmut Krausser tat damals oft, als beschäftige er sich ständig mit den uralten Mythen und Archetypen der Menschheit, hole sie in die Gegenwart herüber. Man erinnere sich seines Nibelungen-Dramas! Aber wo würde er das hier tun, welche Mythen wären das denn und warum sollten wie sie uns noch mal durch den Kopf gehen lassen? Ich halte es eher für leere Spielerei von einem, der damals noch dachte, alles was man schreiben kann, kann er schreiben.

Neben dem eigentlichen Erzählfaden werden zahlreiche ephemere Phänomene der Popkultur eingeflochten. Sexpartys, SM-Gadgets, verbranntes Fleisch, die schwarze Witwe! Bis es einen nervt und man sich nur noch geneppt fühlt wie irgendwann bei jeder Geisterbahn auf der Kirmes. Es ist nicht echt, denkt man. Das Buchende verläuft sich irgendwie. Schnell hat man es vergessen. Oft scheint Krausser nachts zwischen zwölf und zwei vom Flow überfallen worden zu sein, den Lauf gehabt zu haben, fünf oder fünfzig Tage später aber keine Lust mehr, seine Sätze auf Stimmigkeit zu überprüfen. Deutsche Belletristiklektorate des 21. Jahrhunderts leisten so was nicht mehr. Wurden sie verbrannt, eingespart, sind sie untot?

Ich schrie wohl stundenlang, über und über von spritzendem Blut besudelt. Ich schrie, als wäre die Welt nur ein Lärm, der zu übertönen sein müsse, um alles darin neu nach meinem Willen zu gestalten. Das Halbdunkel des Schlafzimmers war ein flüssig wabernder Raum, unter mir schwankte der Boden. Taub gegen mein eigenes Geschrei wurde ich ohnmächtig, die Schatten tanzten und quollen auf, mehr weiß ich nicht.
Bildfetzen der Verblutenden tauchen auf. Manchmal. In meinen Träumen. Der durchstoßene Hals, das Blubbern der klaffenden Wunde, ihre gurgelnden Versuche zu atmen, das stoßweise hervorprasselnde Blut, Schreie, Röcheln.
Profile Image for Aamu Saara Kateřina.
48 reviews
April 28, 2024
Ich bin bzgl der Bewertung dieser Novelle ein bisschen am strugglen, an für sich würde ich dem Ganzen 2 Sterne geben, das (ewas) überraschende Ende hat die Story für mich aber doch nochmal aufgewertet, also bin ich jetzt bei 2.5 Sternen 👀
Profile Image for Sabiene Strasser.
21 reviews
March 20, 2022
Ich bin schwerbegeistert von dem Plot - „Krimipornomelodram“, wie am Klappentext angekündigt, trifft es gottseidank nicht … ich habe diese Novelle verschlungen!
Profile Image for Jessica.
205 reviews1 follower
October 31, 2024
Pijn is een bijzonder en verwarrend verhaal dat je vanaf het begin intrigeert. Het volgt een psycholoog die zichzelf volledig verliest in een cliënt, terwijl hij die cliënt eigenlijk nooit officieel heeft aangenomen. Wat begint als een professionele afstand, ontaardt meteen in een bizarre en ingewikkelde relatie die je meesleept tot de laatste bladzijde.

Het boek is vreemd, intrigerend en laat je aan het eind achter met een gevoel van verwarring — je wilt weten hoe het afloopt, maar weet niet precies wat je hebt gelezen. Dit maakt Pijn tot een fascinerend, maar uitdagend verhaal. Zeker een aanrader voor wie houdt van complexe, psychologische diepgang!
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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