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125 pages, Hardcover
First published January 1, 2001
Ich schrie wohl stundenlang, über und über von spritzendem Blut besudelt. Ich schrie, als wäre die Welt nur ein Lärm, der zu übertönen sein müsse, um alles darin neu nach meinem Willen zu gestalten. Das Halbdunkel des Schlafzimmers war ein flüssig wabernder Raum, unter mir schwankte der Boden. Taub gegen mein eigenes Geschrei wurde ich ohnmächtig, die Schatten tanzten und quollen auf, mehr weiß ich nicht.
Bildfetzen der Verblutenden tauchen auf. Manchmal. In meinen Träumen. Der durchstoßene Hals, das Blubbern der klaffenden Wunde, ihre gurgelnden Versuche zu atmen, das stoßweise hervorprasselnde Blut, Schreie, Röcheln.