Also mit den Erziehungsmethoden von Joseph Jackson komm ich ja gar nicht klar... und auch sonst war das Buch nicht sehr spannend, kurz zusammengefasst:
ich möchte künstler werden - ich dränge meine kinder ins showgeschäft - tour, tour, tour - michael ist der allerbeste - ich dränge meine töchter ins showgeschäft - tour, tour - ich bin so ein toller manager - tour, tour - wir sind besser als alle anderen weil wir jacksons sind - tour - jetzt sollen meine kinder auch schauspieler werden - ich hab so viel für meine kinder gemacht - ich bin so toll - michael ist der allerbesteste
es waren zwar ein, zwei interessante fakten dabei, aber weiter empfehlen würde ich es nicht, joseph jackson ist mir kein bisschen sympathischer jetzt
Joseph Jackson erzählt aus seinem Leben; neben der erwarteten Geschichte über die Erfolge seiner Kinder, die er alle sich selbst zuschreibt, erwarten die Leserschaft außerdem unreflektierte Gewalterfahrungen, enorme Selbstglorifizierung, sowie Verharmlosung seiner eigenen Gewaltausübung. Der Mann hat sicher etwas geleistet, aber es fällt schwer, das zuzugestehen, während er sein eigenes Loblied singt und dabei Ereignisse auslässt, die ihn in negativem Licht dastehen lassen würden. Außerdem hätte schriftstellerische Unterstützung helfen können, damit die Sprünge zwischen Zeiten und Themen nachvollziehbarer würden. Wenn man ihn kennt, soweit das als Jackson-Fan möglich ist, ist man nicht wirklich überrascht und kann der Autobiografie etwas abgewinnen. Gleichzeitig sieht man aber auch extrem, wie sehr Michael für seinen Vater über allen anderen Kindern steht. Besonders deutlich wird das darin, dass zunächst die Geburten aller Kinder zumindest knapp erzählt werden, nach Michael jedoch nicht mehr. Die jüngeren Geschwister muss man sich dazu denken.