Ein Schicksal... wie es nirgendwo anders auf der Welt zu finden ist – außer in Deutschland. Barbaras Geschichte beginnt im Oktober 1944 und schließt im Oktober 1990. Ihr Lebensweg spiegelt den Weg des geteilten Deutschlands wider, denn Barbaras Familie wird durch den Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen und kann erst ein halbes Jahrhundert später wieder zusammenfinden. Dazwischen liegen die Jahre des nackten Überlebenskampfes unmittelbar nach dem Krieg, des Wiederaufbaus, des Kalten Krieges, des sich Arrangierens in verschiedenen Welten – bis zur Wiedervereinigung 1989. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Barbara. In ihrem Leben scheint es nur eine Wahl zu geben, die Wahl zwischen Vernunft und Verlangen. Die Wahl zwischen zwei Männern, zwischen Westen und Osten...
Ich muss gestehen, ich hatte mir mehr von der Geschichte erhofft. Peter Prange erzählt hier eine Familiengeschichte zwischen 1944 und 1990, zwischen Ost und West. Das birgt viel Potenzial in sich, aber das wurde meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft. Stattdessen ist das Buch gespickt von Klischees wie sexueller Ausnutzung, billigem Verrat und allzu häufige Begegnungen alter Bekannten. Dennoch habe ich mich unterhalten gefühlt.
Außerdem hoffe ich, dass die wirklich geschichtlich wichtigen Fakten besser recherchiert wurden als die der Musikgeschichte: Auf einer Fete in 1971 kann wohl kaum eine Schallplatte von ABBA gelaufen sein.
Eigentlich fast 5 Sterne. Einzige Kritik ist das Ende. Etwas kurz und knapp und auch etwas einseitig - die Betrachtung und Gefühle derjenigen, die voll hinter der DDR standen wird ausgeblendet (wie in der Realität auch).
Ich mag historische Romane und ich mag den Schreibstil von Peter Prange. Zwei gute Voraussetzungen, um dieses Buch zu mögen und alles in allem fand ich es auch echt gut. Die Handlung ist kurzweilig, stringent und interessant, die Figuren vielschichtig und komplex. Beim Lesen habe ich mich nie gelangweilt, an manchen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass das ein oder andere Fettnäpfchen ausgelassen worden bzw. die Rettung in der Not dann doch nicht so einfach gewesen wäre. Aber das machte die Handlung im Endeffekt auch aus - der große Unbekannte, der 45 Jahre lang aus Liebe seine schützende Hand über die Familie gehalten hat, bloß um am Ende ganz allein zu sein. Ich hätte ihm ein glücklicheres Leben gewünscht. Aber vielleicht hat das auch was mit Realitätsbezug zu tun? Ich weiß es nicht. Das einzige, was mich wirklich gestört hat, waren die starren Rollenbilder, die reproduziert wurden. Ich glaube nicht, dass so eine extreme Sexualisierung der Frauen wirklich relevant für die Handlung war. Die ein oder andere Erwähnung des „strammen Genossens“ hätte dem Buch sicher gut getan. Trotz allem: ein easy read, genau das richtige gerade, ich hatte eine gute Zeit!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Erzählen einer Familiengeschichte, eingebettet in historische Gegebenheiten über ein halbes Jahrhundert ist eine Mammutaufgabe, die Peter Prange meistens gelungen ist. Dennoch waren einige Geschehnisse und Entwicklungen einiger Protagonisten doch etwas konstruiert um am Ende wieder dem großen Ganzen zu dienen. Wenn man hier und da ein Auge zudrückt (daher auch nur 4 von 5 Sternen) ist „Das Bernsteinamulett“ ein schönes Leseerlebnis.
Das Happy End hat mir gar nicht gefallen. Aber das Buch, bis zum Epilog, habe ich in wenigen Tagen verschlungen. Ich erinnere mich als meine Mutter es kaum glauben konnte, dass sie endlich ihren Bruder wiedersehen durfte. Sehr gut geschrieben!!!!
Das Schicksal einer Familie von 1944 bis in die 90ger Jahre. Liebe, Flucht und Verrat wird hier sehr spannend erzählt. Ich war sehr begeistert von dieser Geschichte!
Das Bernsteinamulett erzählt die Geschichte der Familie Reichenbach vom Ende des Zweiten Weltkriegs, die Zeit in der DDR bis zur Wiedervereinigung. Eine Familiengeschichte voller Liebe, Hass, Verrat und Ungerechtigkeit. So spannend erzählt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Absolut empfehlenswert!