Kaffee ist Kult – und für die meisten von uns ein Morgen ohne das koffeinhaltige Heißgetränk unvorstellbar. Kaffee bedeutet aber auch Geselligkeit, Ritual, und nicht zuletzt: Lifestyle. Er bringt Menschen zusammen und inspiriert zu Geschichten von Koffeinjunkies und Genießern, von Me-Momenten und Ausnahmesituationen, von Fernweh und dem Café als Zuhause. Streifzüge durch traditionelle Kaffeehäuser, hippe Straßencafés und italienische Espressobars mit Simone Lappert, Marco Balzano, Donna Leon, Martin Suter, Doris Dörrie, Umberto Eco, Teresa Präauer und vielen mehr. Mit einer exklusiven Geschichte von Shelly Kupferberg
Wie konnte 2022 ein Buch erschneinen in dem in einer der Geschichten Chinesen stereotypisiert und als "diese Schlitzis" (s. 36) bezeichnet werden? Es ist sehr traurig, manche der Geschichten sind wirklich schön zu lesen aber auf eine gut geschriebene Kurzgeschichte kommen mehrere unangenehme. Vor allem wenn es manchen Autoren mehr darauf ankommt vom Aussehen fremder Frauen oder Fremdgehgeschichten zu erzählen als sich mit dem Thema der Geschichtensammlung - Kaffee und Kaffeekultur - zu befassen.
Ich gebe noch zwei Sterne denn wie gesagt, manche Kapitel haben mir sehr gefallen, aber bei anderen musste ich mich wirklich fragen wer so etwas lesen (bzw. drucken lassen) möchte.
Das Grundkonzept ist eigentlich gar nicht schlecht, jedoch scheinen einige Autor*innen geistlich, sowie geschichtlich etwas hängen geblieben zu sein. Außerdem haben politisch kontroverse Themen oder Geschichten, sowie teilweise rassistische Ausdrücke, nichts in einem Buch über Kaffee verloren. Wenn man schlecht gelaunt in den Tag starten möchte und sein Buch aus dem Fenster befördern möchte, sind die Geschichten sehr gut zum „Wachwerden“.
Der großteil der Geschichten war wirklich sehr unterhaltsam; die Geschichte von Clemens Berger stach da aber besonders heraus weil diese unfassbar beschissen war. Glaub für seine Story allein zieh ich nen Stern ab lmao.
Bis auf das in einer Story mal das N-Wort verwendet wurde, gibts nicht allzu viel zu bemängeln.
Ich würd ja Autoren nennen, deren Geschichten mir sehr gut gefallen haben, aber ich habs gottlos vergessen welche das waren, deshalb gibts eine generelle Empfehlung für dieses Buch, falls man eine Sammlung von Geschichten sucht, welche man nebenbei mal lesen kann.
An sich ist dieses Buch ein schöner literarischer Streifzug durch verschiedenste Werke und Ansichten rund um mein Lieblingsgetränk. Ich hätte 4 Sterne vergeben, wenn diese Werke nicht auch einige offen rassistische Abschnitte enthalten hätten.
Ich weiß nicht was ich zu dieser Sammlung sagen soll, außer das ich es vom Diogenes Verlag mehr erwartet hätte als solche "Geschichten" zu veröffentlichen. Der Grundgedanke "Geschichten über Kaffee und Kaffeekultur" mag nett sein, aber die Umsetzung unter aller Sau! Zwar waren einige der "Geschichten" schon älter, aber grad die auf S. 36 von Balzono bestimmt nicht.