Der Fürstentochter Lärka steht eine arrangierte Hochzeit bevor. Als Vasall eines machtgierigen Umstürzlers, der den rechtmäßigen Thronfolger Jaduins vertrieben hat, muss ihr Vater die einzige Tochter umsichtig verheiraten. Doch seit dem rätselhaften Tod ihrer Mutter versucht Lärka, sich von seiner erdrückenden Obhut zu befreien. Als ihr der geheimnisvolle Arild begegnet, der mit den Wolken zu sprechen scheint, ahnt sie noch nicht, wie ihr Schicksal durch die Vergangenheit mit seinem verbunden ist und dass Jaduin vor einem Wendepunkt steht, an dem nur sie beide das Schlimmste abwenden können.
Mittelalterlich Fantasy, die ruhig und entspannt erzählt wird. Dies passt auch gut zum Magiesystem, welches über Steine und Wolken funktioniert und dem Gegner, der tatsächlich ein Berg ist. Auch die Hauptperson Lärka, eine junge Frau, die einer arrangierten Ehe entgehen will und stattdessen die Kräuterkunde erlernen möchte, verfügt über eine interessante Art von Magie. Vieles ergibt sich erst im Laufe der Geschichte und die Personen bleiben oft nichtsahnender als der Leser, welcher schon allein durch den Prolog über mehr Wissen verfügt. Das ist nicht immer förderlich und lässt einige Passagen etwas langatmig werden. Wenn man sich jedoch auf das geruhsame Tempo einlässt, kann man hier eine schöne Geschichte ohne viel Schlachtengetümmel und mit einigen interessanten Ideen erleben.
Es ist der erste Teil einer Reihe, aber so weit abgeschlossen, dass man es auch gut als Einzelband lesen kann.
Wunderschöne Fantasy vor der Kulisse einer mittelalterlichen Welt. Lärka, Tochter des Thans aller Küstenstädte, muss sich gegen die übliche Bevormundung wehren, gegen ihren Willen verheiratet zu werden und vor allem ihren Wunsch durchzusetzen, in die Fussstapfen ihrer verstorbenen Mutter zu treten und sich in der Kräuterkunde auszubilden. Gleichzeitig rüsten sich die Erben des Steinkönigs, um gegen den König von Jaduin vorzugehen, der vor langer Zeit ungerechtfertigt den Thron bestiegen hat.
Mir hat das Buch von Anfang an getaugt (der Prolog war etwas verwirrend, aber wichtig und gut zum Reinlesen in die Geschichte) Die ganze Welt ist in sich stimmig, es gibt einige neue Ideen verwoben mit bekannter Mythik, was mir sehr gut gefallen hat. Die Reise enthält viele Wendungen und ist deshalb spannend und nicht vorausschaubar. Die Charaktere sind authentisch und man kann sich gut in sie einfühlen. Auch finde ich den Sprachstil sehr schön und hält diese Welt lebendig. Sehr schöne Fantasy ohne Längen und mit viel Liebe zum Detail. Ich freu mich schon auf den zweiten Teil "Der Eid des Steinkönigs"
Lärka, ist die Tochter des Thans der Küstenstädte. Wie ihre verstorbene Mutter hegt sie nur einen Wunsch: Sie möchte Kräuterkundige werden. Als sie ein
So wie ihre Mutter es war. Ihr Vater jedoch hat andere Pläne und versucht Lärka mit allen Mitteln davon abzubringen.
Er will, dass sie den Sohn eines mächtigen Fürsten heiratet, komme, was wolle.
Lärka kann sich mit dieser Zukunft einfach nicht abfinden und doch scheint sie es zu müssen.
Plötzlich nimmt ihr Leben jedoch eine ungeahnte Wendung und als sie schließlich auf den geheimnisvollen Adril trifft, beginnt sie eine Reise, die nicht nur ihr Leben und ihr Schicksal verändern wird.
Und es erscheint auch endlich logisch, was es mit ihren immer wiederkehrenden Alpträumen und Visionen auf dich hat.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht so in das Buch hineingefunden habe, wie ich mir das vielleicht erhofft habe.
Ich kann nicht mal genau sagen, woran das lag. Manchmal hat man so etwas aber einfach. Man wird mit einem Buch nicht richtig warm, obwohl man es gerne möchte.
Die Hintergrundkulisse hat mir hingegen wirklich gefallen. Mittelalterlich, mit einem Hauch Magie und einer Protagonisten, die ich manchmal nicht richtig einschätzen konnte.
Ihren Wunsch, wie ihre Mutter, eine Kräuterkundige zu werden, fand ich wirklich toll. Sie versucht alles, diesen Traum zu verwirklichen, auch wenn sich alle gegen sie stellen.
Sogar ihr eigener Vater, der sie sogar mit dem Sohn eines mächtigen Fürsten vermählen will.
Lärka hat mir im Laufe des Buches Kopfschmerzen und Freude zugleich bereitet.
Ich konnte zwar einige ihrer Handlungen und Gefühle nicht nachvollziehen, aber ich finde, sie ist wirklich über sich hinausgewachsen.
Gerade, in den Momenten, in denen sie sich mit ihren Alpträumen und Visionen auseinander setzen musste.
Leider muss ich auch sagen, dass ich es manchmal wirklich als langatmig empfunden habe und mich mit dem Leser einiger Passagen wirklich schwer getan habe.
Adril, war ein Charakter, den ich wirklich mochte. Die Autorin konnte ihn wirklich gut darstellen. Er erkennt Dinge und Zeichen in Wolken, die manch anderem verbrogen bleiben. Er beschützt und begleitet Lärka. Zumindest solange, bis er seiner eigenen Berufung nachgehen muss.
Dennoch hatte ich - und das klingt jetzt sicherlich megablöd - das Gefühl, dass er trotzdem an ihrer Seite ist.
Irgendwie. Ich fand es toll, wie er mit Lärka umgangen ist, aber auch gleichzeitig, wie er auf seine Bestimmung reagiert hat. Quasi auf ihr gemeinsames Schicksal.
Obwohl es an manchen Stellen wirklich etwas langatmig war, konnte mich die Geschichte drumherum doch auch begeistern. Eine Fantasygeschichte, die es nicht nötig hat, auf Elfen, Orks oder Gestaltwandler zurückzugreifen, sondern mit ihrer einzigartigen Magie besticht.
Diese Geschichte entführt uns in eine lebendig gezeichnete Welt, in der Steine eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur als Zier oder zur Heilung, denn der Steinkönig von Jaduin hat durch einen ganz bestimmten Stein auch Macht über das steinerne Element und kann es verändern. Durch einen Umsturz herrscht nun aber kein Steinkönig, sondern ein machtgieriger Großherzog, der den rechtmäßigen Thronfolger und seine Getreuen verfolgt.
Die eigentliche Gefahr geht jedoch von einem grimmigen Berg aus, der alles Leben vernichten will. Am Anfang jedes Kapitels kommt er zu Wort, und seine Gedanken machten ihn mir immer unheimlicher. Anfangs ist alles voller Andeutungen und ziemlich geheimnisvoll, nach und nach versteht man einige Dinge besser – um dann über neue Fragen und Zusammenhänge nachzudenken. Es gibt verschiedene Völker, von denen einige nach historischen Vorlagen entworfen wurden. So treffen wir unter anderem Namen auch auf Wikinger und Kelten.
Die liebevoll gezeichneten Personen wuchsen mir schnell ans Herz und ich habe gespannt den weiteren Weg der Hauptfiguren verfolgt. Besonders bei Lärka hat man gespürt, wie sie sich weiterentwickelt und reifer wird. Keine Superhelden sondern Menschen mit ihren Schwächen und Stärken, die auch mal unüberlegt handeln und streiten. Neben den Emotionen haben es mir aber auch die magischen Zutaten angetan. Die Kräuterkunde, eine unerklärbare Krankheit, Seelenreisen, Wolkenhüter, die Macht des grimmigen Berges… Die Szenen mit den Wolkenhütern haben für mich eine ganz besondere Atmosphäre – so fernab der Menschen, voller Ruhe und Ausgeglichenheit, beschränkt auf das für sie wesentliche.
Durch dieses Buch bin ich auch zu einem Wolkengucker geworden – und auch wenn ich mich sicher nicht mehr an alle vorgestellten Wolkenfamilien erinnere, so zeigen mir die Snehin doch immer wieder neue schöne Bilder. Das hält sicher noch länger an, genauso wie der Eindruck des sensibel erzählten Endes voller Romantik, das mich sehr berührt hat ohne kitschig zu wirken.
Dieses Buch hat es geschafft mich vollkommen gefangen zu nehmen. Jedes Mal wenn ich auf die Uhr sah war schon wieder so viel Zeit vergangen in der ich komplett in der Welt von Lärka, Arild, Jörn und allen anderen gefangen war.
Ein fantastisches Debüt mit toller Story, genau dem richtigen kleinen Schuss Fantasy und Liebe - einfach nur fesselnd und grandios!