Hmm 3⭐️-nur für Ziggy und Wendepunkte, ansonsten war die Geschichte durchschnittlich, eher unterdurchschnittlich.
Wir mussten viele Aufgaben über dieses Buch für das Lesetagebuch in der Schule bearbeiten, also an die Handlung kann ich mich nicht so viel erinnern (-ich habe nur Zebras im Kopf:).
Zebraland ist ein kurzer Jugendroman und das Genre ist Thriller. Die Geschichte ist am Ende gut verpackt, weil sie nur einen Teil hat. Als Klassenlektüre finde ich dieses Buch nicht so schlecht - es ist schnell, spannend, aber ich meine, dass man viel bessere Jugendthrillers finden kann - ich würde empfehlen: „One of us is lying“ (verfilmt auch als Serie auf Netflix) und „A good girl´s guide to murder“ (sehr spannend und unterhaltsam).
Dieser Roman ist aus zwei Erzählperspektiven erzählt (Ziggy und Judith) und das ganze wird wie eine Geschichte von Ziggy zu Elmar erzählt. Diese Retrospektive finde ich cool, weil es in vielen Bücher nicht sich befindet. Der Perspektivewechsel war auch toll - die Unterschiede zwischen den Erzählweisen waren auch sehr interessant. Die Kapitel waren sehr kurz - für mich vielleicht zu kurz.
Jetzt etwas zu der Romanhandlung. Fast am Anfang passiert eine Wende und von da an geht es in dem Buch um die Konsequenzen und deren Auflösungen. Ich verstehe warum geht es nur um diesen Dingen, aber es war manchmal langweilig - es wäre besser, wenn dort andere kleinen Nebengeschichten waren. Die meist spannenden Momente waren die Wendepunkte mit den Moseaufgaben. Die Autorin Marlene Röder hat das sehr gut geschrieben - ich wusste nicht für das ganze Buch, wer der Mose eigentlich war.
Ich finde aber die Dialogen nicht so gut geschrieben - in manchen Momenten waren sie sehr langweilig und die Figuren haben über nichts gesprochen - das kann einfach nicht in so kurzes Buch passieren, aber in anderen wichtigen Momenten, die Gespräche waren nämlich zu kurz und früh beendet - große Schade. Allgemeines Thema war toll - die Metaphern mit Zebras waren original.
Aber eines habe ich nicht verstanden - wo war der Elmar, wenn die Moseaufgaben passierten und wenn Ziggy nur bei dem Zebra war???! Weil Elmar wissen würde, dass etwas mit Ziggy los ist. Ich verstehe wirklich nicht, wohin hat die Autorin ihn aufgeräumt. Das und andere Dingen, die wie Löcher in der Handlung waren, waren eine große Schade, weil man nur zirka 50 andere Seiten brauchen würde und die Handlung wäre so viel mehr vollständig und spannend.
Die Figuren. Am meisten mag ich wahrscheinlich Ziggy, weil er ein guter Mensch war, aber manchmal schien es mir, als würde er überhaupt nicht nachdenken.. naja Schade. Judith war mir am Anfang ziemlich sympathisch, aber dann hat sie nur über Phillip gesprochen und der einige Grund warum war, weil sie keine anderen Freunde hat💀. Anouk.. keine Ahnung über sie - die Autorin hat über sie nicht so viel geschrieben, also ich habe auf sie keine Meinung. Phillip mag ich einfach nicht, er war sowohl zu Judith als auch zu Anouk gemein, obwohl sie seine Freundin war. Andere Figuren waren auch ganz nett, über wir habe über sie nicht so viel erfahren, also ich habe auf sie keine Meinung.
Noch etwas zu was ich gut und schlecht in diesem Buch finde. Die Sprache war für mich klar und Lesen war für mich auch nicht so anstrengend (aber langsaaam:(((). Die wechselnden Perspektiven waren sehr nett. Die Sachen, die nicht am Ende erklärt waren.. z.B. was ist mit dem Carsten Döblin passiert?? War Judith eigentlich in Ordnung? Waren Phil und Anouk immer zusammen? So viele Fragen und wenigere Antworte.. Die Themen über Schuld, Moral oder Liebe waren auch für mich sehr interessant. Ich denke, dass die Autorin versuchte, damit dieser Roman alles wie Klassenlektüre hat (Vertretung von verschieden Figuren, intertextuelle Bezüge usw..)- das ist schön, aber manchmal war es zu viel und die Geschichte wirkt nicht so realistisch.
Ich würde dieses Buch ein bisschen empfehlen, aber man kann auch bessere Bücher mit dieses Thema finden. Es ist ziemlich einfach in Deutsch zu lesen, so wie mein erstes deutsches Buch war es ganz nett.