Können Männer denken, wenn sie unter sich sind? Und wenn ja, wie lange? Fehlt ihnen außer Sex überhaupt irgendwas? Und was passiert, wenn nicht nur wahnsinnige Vermieter, russische Schläger und alte Stasi-Hausgenossen, sondern auch noch Frauen ihre Kreise stören?
Oliver Krachowitzer, genannt Krach, ist Mitte 20 und will Schauspieler werden. Zur Zeit verdient er sich seine Brötchen als Museumsaufsicht und studiert aufmerksam die Besucher. Aber wird seine – zugegebenermaßen authentische – Darbietung des „entnervten Reisegruppentouristen, der sein Berlin-Programm abreißt und angesichts der altehrwürdigen Räume verzweifelt versucht, ein Mindestmaß an Haltung einzunehmen“ die gestrengen Prüfer der Schauspielschule überzeugen können? Während Olivers vorerst einziges Engagement die Rolle als Ersatz für die deutsche Stimme von Ernie aus der Sesamstraße bleibt, geht es in seinem Liebesleben rund: Völlig unverhofft stolpert er in eine heftige Affäre mit der selbstbewussten Butze. Was ja nicht weiter schlimm wäre, wäre er nicht eigentlich in deren beste Freundin Julia verliebt …
Olivers Leben ist also die reinste Baustelle, und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Berliner Altbau, in dem er mit in einer Männer-WG wohnt, wird luxussaniert. Fast das ganze Haus ist schon entmietet und der Vermieter versucht mit immer abenteuerlicheren Baumaßnahmen, auch Oliver und seine vier Mitbewohner zu vertreiben. Die Dinge spitzen sich immer mehr zu und Oliver Oliver und seine Mitbewohner müssen schwere Prüfungen bestehen, doch am Ende des Tages findet sich immer noch ein Bier in der Küche.
Matthias Sachau kam 1969 in München zur Welt, lebt seit sechzehn Jahren in Berlin und arbeitet – sofern sein kleiner Sohn ihn lässt – als freier Autor und Texter. Er gilt als erster Erwachsener, der sich auf einem Bobbycar die Veteranenstraße hinuntergestürzt hat.
Ich muss sagen das Buch hat mich überrascht. Ich hatte eigentlich gar keine Erwartungen an das Buch, da es sich angehört hat wie jeder andere Schlechte "Comedy-Unterhaltungs-Roman".
Aber schon in den ersten Kapiteln konnte ich mich in die Handlungspersonen hineinversetzen und es hat richtig Spaß gemacht zu lesen. Immer weider musste ich schmunzeln und sogar auch lachen. Ja ich habe gelacht und das muss was heißen. Der lockere Schreibstil konnte mich absolut abholen und so habe ich das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen. Die Story war eher mittelmäßig aber hat ausgereicht um mit dem Schreibstil eine für eine ordentliche Unterhaltung zu sorgen. Ich fand tatsächlich die Karriere der Hauptperson besonders interessant.
Hier muss ich natürlich anmerken, dass ich auch ein Mann bin und ich mir sehr gut vorstellen kann, dass eine Frau das Buch eher weniger gut findet. Deshalb kann ich es den Männern unter euch auf jeden Fall empfehlen dieses Buch sich mal zur Hand zu nehmen. Und die Frauen unter euch können sich das auch mal anschauen und können so vielleicht das andere Geschlecht ein bisschen besser verstehen. Natürlich mit viel Humor versehen :)
Kurzweilige Geschichte über Berliner Männer-WG. Liest sich locker und einfach weg. Teilweise fast spannend, sodass man dran bleiben möchte, teilweise etwas arg übertrieben, manchmal sogar recht lustig, sodass man sich ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen kann. Alles in allem aber recht beliebige, fast langweilige Story. War für meinen Kurzurlaub perfekt, hab es fix durchgelesen und dann dort gelassen, da ich es kein zweites Mal lesen oder anderen ans Herz legen würde.
Diesmal die Wertung vorab: 3 Sterne, da das Buch duchaus lesenswert war aber nichts zum länger drüber nachdenken oder vielleicht ein 2. Mal lesen.
Die Story des Buches ist im Grunde nicht viel, es werden ca 10 Tage im Leben des Ich-Erzählers 'Krach' geschildert. Der hängt in dieser Zeit mit seinen Kumpels bei vielen vielen Bierchen ab, muss sich eine neue Hose zulegen (und übrigens: nicht nur Männer, auch Frauen wissen, wie schwer ist es eine neue Lieblingshose zu finden, die so richtig gut sitzt!), seinem Studentenjob nachgehen und neue Jobs an Land ziehen, für seine Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule lernen, mit Frauen und der Liebe hadern, einen alten Stasi-Opa verarschen, seinen Geburtstag im Kreis der Familie feiern, sich Kantinen-Essen erschleichen, mit seiner Band proben, mit seinem Vermieter rumstreiten. Eigentlich eine ganze Menge, aber irgendwie doch alles recht belanglos.
Ich hatte zumindest an keiner Stelle im Buch das Bedürfnis, dass ich jetzt unbedingt weiterlesen muss weil ich wissen will, was als nächstes kommt. Aber meiner Meinung nach muss es einem ja auch nicht in jedem Buch so gehen (obwohl es sicherlich hilfreich ist). Was mich mehr störte, war, dass der Autor doch hier und da und auch dort ein bißchen zu viel übertrieben hat. Die Schäden in der Wohnung, die Spionage-Geschichte, Sex in allen Umkleiden der Stadt (Verhütung?), WGler die sich billiges Essen in der Kantine erschnorren müssen aber Geld für Bier en masse haben... Alles ein bißchen zu viel aufgetragen für meinen Geschmack.
Das Cover ist auffällig und ansprechend und der Inhalt hält durchaus was der erste Eindruck (und der Untertitel) verspricht. Eine leichte Lektüre, die sicherlich nicht nur Frauen sondern vielleicht auch ein paar Männer in die Hand nehmen werden. Es ist - für mich zumindest - jedoch nicht so gut + witzig wie Tommy Jauds Vollidiot. Dennoch könnte ich mir durchaus eine Verfilmung des Buches vorstellen!!
Ein weiteres Buch von Matthias Sachau, das von Oliver Krachowitzer, Krach genannt, handelt. Allein der Charakter macht das Buch interessant. Es blieb nur leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück, vielleicht weil ich zuvor "Linksaufsteher" gelesen habe, was ja eigentlich der Nachfolger ist, und mir dieses Buch im Großen und Ganzen wirklich gut gefiel.
Kurzweiliges Buch über eine Männer-WG in Berlin! Lustig geschrieben und flüssig zu lesen. Manche Begebenheiten sind zwar etwas an den Haaren herbeigezogen aber ansonsten echt witzig!