A coruscating analysis of current international relations, setting out the dangers the world will face if the West does not succeed in reinventing itself.The West is under pressure, and it has only itself to blame. Over the past 30 years, through a mixture of naivety and arrogance, it has lost its global advantage. The challenges are the rise of China, climate change, and the polarisation of society. It’s time for a new modernity must become sustainable if it is to survive. The triumph of the West had seemed unstoppable not that long ago. After the end of the Cold War, the democratic market economy took hold in the former Eastern Bloc, Russia went from being an enemy to a partner, and even China turned to capitalism. Then came the terrorist attacks of 9/11 that shook the world. The War on Terror destabilised an entire region; the Arab Spring only brought forth new autocracies; and, following the annexation of Crimea, the confrontation with Russia intensified. Instead of a liberal world order, a new world disorder has emerged. Peter R. Neumann, an internationally acclaimed expert on terrorism and geopolitics, uncovers the mistakes that led to our present dire situation and outlines what must happen now.
Peter Neumann is Professor of Security Studies at the Department of War Studies, King's College London, and was director of the International Centre for the Study of Radicalisation, 2008-18. He was previously adjunct professor at Georgetown University. His most recent book is Radicalized: New Jihadists and the Threat to the West.
Peter R. Neumann ist das, was man als „Sicherheitsexperte“ insertiert, ist Senior Fellow am Kings College und hat das International Centre for the Study of Radicalisation 2008 begründet, deshalb auch „Terrorismus“-Experte. Ich habe sein aktuelles Buch gehört und folge seiner Analyse der Fehler westlicher, sich liberal verstehenden Gesellschaften und deren Vordenker sehr weitgehend. Vom naiven, teilweise ultraliberalen Technooptimismus bis zur Vorstellung, durch Globalisierung des Handels würden sich westliche Werte, Menschenrechte, Selbstbestimmungsrecht, Demokratie einfach so verbreiten. Er zitiert Vor- und Mitdenker und dröselt auf, wo schon ihre Annahmen falsch waren, vor allem aber, in welchen Bereichen und Weltreligionen die teilweise unberechtigten Hoffnungen krachend gescheitert sind. Das ist ein Parforce-Ritt durch die Zeit ab 1990, und nicht von ungefähr bekommt Fukuyama am häufigsten sein Fett ab, wenn er in jeder Krise beschreibt, dass jetzt, aber jetzt wirklich, das Ende der Geschichte und der „Sieg“ des Westens bevorstehen.
Wer wissen, welche Denkströmungen, die teilweise unterschiedliche Schwerpunkte setzten, die Politik prägten und zum grandiosen Versagen „des Westens“ beitrugen, der findet hier viele sachkundige Hinweise.
Problematisch ist das Buch, wenn es als Analyseobjekt anscheinend nur „liberale westliche Eliten“ benennt. Fast nur am Beispiel der USA geht es mal auf die Ebene agierender politischer Subjekte.
Ganz offensichtlich drückt Neumann sich darum, konkretes politisches Verhalten und konkrete Akteure zu benennen. Das verwundert mich wenig, müsste er doch vor allem der Politik von Angela Merkel zu Laibe rücken. Und das würde ihm, CDU-nah und seinerzeit im Kompetenzteam von Laschet angesiedelt, wohl zu schwer fallen.
„Ideologie“ als Set von Glaubenssätzen kritisiert er weitgehend, aber eine weitere Ebene wird ebenfalls nicht behandelt: die der Wirtschaft. Welchen Einfluss haben die Akteure des westlich geprägten Kapitalismus bestehend aus Kapitalakkumulierung und Freihandel auf die Entwicklungen? Waren viele Entscheidungen etwa zur Globalisierung „ideologisch“ oder nur die erfolgreiche Strategie von Pressure-Groups der großen Konzerne? Wie beeinflusst die soziale Frage, die Ungleichheit in der Welt und innerhalb einzelner Gesellschaften denn das konstatierte „Scheitern“ der westlichen liberalen Werte beziehungsweise deren Verbreitung in der Welt?
Fragen, die kaum angetippt werden.
Richtig enttäuschend dann der Schluss, denn schon im Klappentext heißt es vollmundig: „Peter R. Neumann, international gefragter Experte für Terrorismus und Geopolitik, zeigt, wie dies geschehen konnte und was jetzt passieren muss.“
„und was jetzt geschehen muss“ ist extrem Vollmundig, denn nach der Bestandsaufnahme waren gerade 16 Minuten Vorlesezeit übrig. Um das Kurze noch kürzer zu machen: der Westen müsse „nachhaltiger“ werden, „Inklusiver“ und sich davon verabschieden, seine Werte einfach so exportieren zu müssen, ohne diese aufzugeben und egoistisch weiter seine Aktionen an Eigennutz aber auch Wertekanon ausrichten.
Ich finde das zu wenig für „was jetzt geschehen muss“. Aber vielleicht ist das auch einfach seiner Analyseebene geschuldet.
Ich vergebe mal drei Sterne ***, bin aber unterbegeiestert.
Interessante Reise durch amerikanische Interventionspolitik und die wichtigsten Geo- und sicherheitspolitischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Fühlt sich bei Themen, zu denen man Vorwissen mitbringt, jedoch etwas oberflächlich an und versteckt konkrete Beschreibungen zu häufig hinter Vokabeln wie „westliche Eliten“. Das nicht einmal zehnseitige Fazit mit „Leitideen für eine nachhaltige Moderne“ („sich ehrlich machen und auch mal in die Schuhe der anderen versetzen“) wird dem Buch in seiner Plattheit leider nicht gerecht.
Leider ein sehr schwaches Buch von Peter Neumann. Die Analyse der politischen Entwicklungen der letzten dreißig Jahre ist nicht nur überaus konventionell, sondern auch sehr einseitig. Leider kann ich auch keinen Gewinn in den Interviews, die der Autor für sein Buch geführt hat, sehen. Der eigene Lösungsansatz, den Neumann auf den letzten Seiten skizziert, bleibt so blass, dass ich ihn kaum wiederholen könnte. insgesamt bleibt von dem Buch der Eindruck einer vertanen Chance.
Hat schon richtige Zusammenhänge erstellt und etliche geschichtliche Erkenntnisse beigetragen, war gut zu zuhören. Jedoch waren 2 Kapitel ein Ausfall, vielleicht die Ableitung aus der Westlichen Brille opportun aus globaler Sicht Schrott. 2,5*
Like many of these world theory/geopolitical books, the overall thesis doesn’t seem that strong to me. In saying that, I found it an enjoyable read with some good points.
One sided view. Glosses over criticism of West. No attempt to understand China. Scratches the surface and brushes genuine issues as 'conspiracy theories '