Die Geschichte der Liebe ist eine Geschichte von Befreiungskmpfen Programmatisch ist in Robert Menasses Roman schon der erste Satz, und die Ouvertrehat so manchen Kritiker in Ehrfurcht und Schrecken versetzt. Teuflisch brennt die Erkenntnis, da einem das Zlibat zweierlei die Langeweile und den Schmerz. Dem 53jhrigen Nathan wird nichts erspart. Warum kann ich nicht genieen Mein Vater hat es sich immer gut gehen lassen. Auf der Suche nach der verlorenen Lust der Nach-68er-Generation kreuzen viele Frauen seinen Weg. Freundinnen, eine Ehe, noch eine Ehe, viele Geliebte nichts erfllt ihn. Nathan befindet sich auf dem Weg der Unlust, und die erfllt sich. In einem der unterhaltendsten Unterhaltungsromane der letzten Jahre (Die Zeit) zeichnet Robert Menasse das Portrt einer Generation, der Nach-68er-Gesellschaft. Es ist kein Liebesroman im klassischen Sinne, in dem Mann und Frau zueinanderfinden, sondern ein Roman ber die Liebe in den Zeiten sexueller Befreiung.
Robert Menasse is an Austrian writer and essayist. His work has received various awards, including the European Book Prize and the prestigious German Book Prize.
Ha mindenképpen el kéne helyezni ezt a regényt a térképen, valahová Philiph Roth, esetleg Houellebecq környékére lőném be. Ugyanaz az intellektuális elbeszélő, aki egyben valamiféle lanyha megvetéssel szemléli saját intellektusát, mint egy hiper-szuper elektromos kütyüt, ami folyton akkor döglik be, amikor a legnagyobb szükség lenne rá. Kétszáz oldalnyi ömlengés a hibákról, amelyeket elkövettünk, és arról, hogy elment mellettünk a világ – ezt csak azok az írók tudják fogyaszthatóan tálalni, akik nagyon értik a szakmát. Menasse pedig érti. Okos, ironikus szöveghálót sző Nathan, az öregedő bécsi újságíró köré, aki tesz még egy utolsó kísérletet arra, hogy megértse, miért is csúsztak félre a dolgok, és van-e még akár talpalatnyi helye ebben az egészben. Az egész olvasható általános öregedésregényként, de akár értelmezhetjük tágabban is, a '68-as nemzedék talajvesztésének dokumentumaként. Ráadásul a szöveg nem csak ironikus, hanem csibész is. Mert Nathan hazudik – például pszichoanalitikusának (nem is Freud városában járnánk, ha nem szerepelne legalább egy pszichoanalitikus), amikor terápiáik során meghamisítja saját történetét. Talán mert muszáj olyan múltat konstruálnia, ami megmagyarázza jelenlegi baklövéseit – ha nem ezt tenné, szembe kéne néznie azzal, hogy döntéseiért ő az egyedüli felelős. És ahol hazudnak a pszichoanalitikusnak, ott az olvasónak miért mondanának igazat?
Akárhogy is, nekem tetszett. Ha már hazugság, az a minimum, hogy ilyen jól legyen megírva.
Ovo je jedna čudna mešavina nerviranja, pronicljivosti i duhovitog pozdrava ispraznosti. I dok se na prvoj stranici nalazi jedna seksualna neobičnost povezana sa renom (!), poznata još iz antičkih dana, neko bi, zaveden golicljivim šokom, mogao da pomisli da je ovo roman o perverzijama ili promiskuitetu, što nije slučaj, ali jeste praćenje otupelosti, propadanja i pokušaja da se 'mali, sredovečni život' nekako održi. A to podrazumeva i strast, razume se, odnosno, ono što mislimo da je strast. Osim ponegde vrlo vešto sročenih zapažanja, knjiga nudi i atmosferu koja je naizgled odiše nehajom, a govori o ozbiljnim dramama. Možda, ali samo možda, ovu knjigu bi voleo neko ko voli Uelbeka.
A zaokružiću nečim što ću pamtiti: svima je u sećanju posebno nešto što je prvo: prvo priznanje, prva ljubav, prvi stan, prvo dete, prvo... Ali i prvi Handke. Sećamo se svog prvog Handkea. Tako to nekako biva. Iako se ovde neće naći mnogo njegove poetike, prisutan je kroz ovu neočekivano veliku pohvalu. I neka je.
Ne znam zašto je prevoditeljka Mirjana Avramović ostavila imena u originalu. Mislim da bi pridržavanje normi bilo ovde znatno elegantnije rešenje, naročito jer insistiranje na originalu nije motivisano nekim jezičkim razlozima, ili makar ja to nisam video.
Nathan, ein Kind der 68er, befindet sich mit etwas über 50 in einer Lebenskrise. Er liebt seine Frau, doch betrügt er sie immer wieder auf's Neue obwohl es nicht die Lust am Sex ist, die ihn dazu treibt. Denn Lust, Lust verspürt er keine. Er beginnt eine Psychotherapie bei Dr. Hannah Singer, die ihn auffordert seine Geschichte zu berichten, um so dem Grund seiner Unlust auf die Spur zu kommen. Aufgewachsen bei seiner alleinerziehenden, liebevollen und selbstbewussten Mutter zieht er mit 18 Jahren mit der Unterstützung seines Vaters in eine eigene Wohnung. Seine ersten Liebeserlebnisse sind weder berauschend noch völlig ernüchternd und der Glaube, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben, lässt ihn überstürzt heiraten. Doch bald bereut er diesen Schritt und ist überaus glücklich, als sich seine Frau in einen Arzt verliebt und ihn um die Scheidung bittet. An der Uni lernt er Franz und Alice kennen, in die sich beide Männer verlieben. Nathan wird 'erhört', doch kurz darauf verlässt Alice Wien gemeinsam mit einem Künstler, um nach Paris zu gehen. Die Geschichten mögen sich so nicht allzu spannend oder unterhaltend anhören, aber die Art wie Menasse dies erzählt, lies mich voller Aufmerksamkeit weiterhören. Neben der amüsanten und wohl auch recht zutreffenden Darstellung der damaligen Verhältnisse ('Reinstecken ist verboten' - Auffassung der damaligen Studentinnen-/Frauenbewegung) sind es die zum Nachdenken anregenden Erkenntnisse (Begierde kann nie gestillt werden; Was so aussieht, ist lediglich körperliche Erschöpfung) und die Art und Weise, wie er Sprache nutzt ('Ich kannte niemanden, der so buchstäblich die Stirn hatte, die Stirn zeigte, wie in diesem Moment.' über einen 'rebellischen' Kommilitonen mit spärlichem Haaransatz). Nathan berichtet nicht chronologisch, sondern springt immer wieder von seiner jüngeren in die spätere Vergangenheit und zurück. Dies erschwert die Hörbuchlektüre etwas, da man voll konzentriert bei der Sache bleiben muss, um die Zusammenhänge nicht zu verlieren (Ich verpasste so zwei Autobahnabfahrten und bog einmal falsch ab :-)). Robert Menasse finde ich, trotz meiner anfänglichen Zweifel, sehr geeignet als Vorleser. Zu Beginn wirkte der Vortrag monoton, lethargisch, doch spiegelt sie so recht genau den Zustand Nathans wieder. Und die Imitationen einzelner Personen (des Professors oder der Ungarin beispielsweise) sind äußerst gelungen. Nicht ganz einfache Unterhaltung, aber durchaus lohnenswert.
Robert Menasse spielt mit der Sprache. Sein Anti-Held, Nathan, spielt mit seinem Leben; nicht wirklich. Stattdessen aber zumindest mit dem kleinen Tod - wo immer er ihn kriegen kann. Die "Erziehung der Lust", was will sie uns meinen? Ist es die Lust, die erzieht - oder wird sie erzogen? Nathan ist am Ende der Erzählung (nicht der Geschichte!) keinesfalls weise, vielleicht aber weiser als er zu Beginn war. Ist es das Don Juan Syndrom, das ihn zu dem macht der er ist? Macht ihn sein Verhalten zum Don Juan? Wohl bestenfalls zum kläglich-sehnsuchtsvollen Abziehbild desselben, einem Ritter von der traurigen Gestalt. Bleibt die Frage wer denn nun sein Sancho Pansa sein darf. Wird Nathan weiter suchen, kann die Lust je aufhören ihn zu erziehen, wird seine Therapeutin ihn mit ihrem Segen entlassen? Um es mit Brecht zu sagen: "Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen."
Obszöner Start, obszönes Ende - dazwischen Beschreibung eines Don Juans der mit dem monogamen Leben nicht zurechtkommt. Interessant auch die psychoanalytische Seite: als Kind vom Vater nicht beachtet, irgendwie liegengelassen. Viele Passagen zum Schmunzeln "Eine Pariserin mit einem Pudel ist schick, eine Wienerin mit einem Dackel ein Elend"
Wenn Hauptfiguren irgendwo zwischen der Suche nach dem Glück und dem Scheitern an der Wirklichkeit angesiedelt sind, fühle ich mich schon einmal abgeholt. Das ist einer der Hauptgründe warum ich zu einem Buch greife. Da spielt die Geschichte nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. Wenn Sexualität dann aber noch eines der zentralen Themen ist, gebe ich zu, dass der Reiz höher und höher steigt. Dann kann tatsächlich nur noch die Stilistik dazwischenfunken und damit kommen wir zu den 4 statt 5 Sternen.
Sprachlich zwar clever und eloquent sind die Formulierungen von Menasse oft auf einem Niveau, dessen Intellekt für mich persönlich in der Gesamtheit dann nicht mehr funktioniert. Im Gegenteil wird es mit der Zeit nervig. Vielleicht ist das der Grund warum mir der Roman gegen Ende hin schon ein bisschen langatmig vorkam. Dennoch kann ich ihn empfehlen. Anderen geht es da vielleicht anders.
Die Liebe wird zum Problem und der Protagonist muss seine diversen gescheiterten Beziehungen bei der Psychotherapeutin besprechen. Manche Stellen sind spannend, manche weniger. Irgendwie dürfte mich das Thema nicht sonderlich imtereessieren.
Приятна книга, особено докъм средата. Маааалко дразнещо напоня на стила на Бегбеде, но като цяло има добри попадения. Един мъж на доста средна възраст се опитва да прави анализ за страстта, във всичките й форми. Тук-там някое умозаключение, базирано на личен опит. Някъде се е получило, някъде не, но все пак става за четене.
Sehr empfehlenswert! Don Juan de La Mancha ist eines jener Bücher, das einen eine breite Palette an Emotionen entlockt. Bestürzung, plötzlich aufkommende Lacher, manches Mal Ärger über den Protagonisten. Und oft auch ein bewusstes Nocheinmal-Lesen gewisser Passagen, einfach weil sie bemerkenswert einprägsam und schonungslos formliert sind.