Seine Assistenten sind Maden, Larven und Insekten. Mit ihrer Hilfe kann Mark Benecke Todesumstände von Verbrechensopfern exakt nachweisen. Bis zum Täter ist es dann oft nur noch ein kleiner Schritt.
In diesem Buch präsentiert er eine spektakuläre Sammlung von Mordfällen, bei denen die Öffentlichkeit den Atem anhielt. Er rekonstruiert Kapitalverbrechen, trägt Fakten, Indizien und frühere Bewertungen zusammen und bringt mit neuen Informationen Licht in die vertrackten Fälle. Die realen Verbrechen sind so fesselnd und minutiös nacherzählt - eine Mischung aus Information und Unterhaltung, die spannender ist als jeder Krimi!
In diesem Buch werden einige ausgewählte "wahre Verbrechen" näher beleuchtet. Mir hat die Auswahl sehr gut gefallen, wobei ich die erste Hälfte des Buches interessanter fand als die zweite Hälfte. Im ersten Teil geht es u.a. um Kannibalismus und Vampirismus. Ziemlich gruselig, aber eben auch sehr interessant, zumal ich darüber noch kaum etwas gelesen habe. Sicher nichts für sehr sensible Leser, aber es ist alles eher informativ gehalten, nicht reißerisch oder unnötig dramatisch.
Biologist and forensics expert Dr. Mark Benecke is not only shockingly knowledgeable, he is also way too entertaining when talking about vampirism, cannibalism and serial killers.
Benecke rekonstruiert hier nicht "einfach nur" bekannte und weniger bekannte Kriminalfälle des Vampirismus, Kannibalismus und Serienmorden der jüngeren und älteren Geschichte, sondern gibt auch - etwa durch den Abdruck von Briefen von Täter*innen oder ähnlichem - einen anderen Blick auf jene Menschen, die angesichts ihrer Taten wie der Teufel selbst scheinen oder von Außenstehenden dazu gemacht werden. Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven, meiner Meinung nach. Das Interessante daran ist, das Benecke unter anderem versucht, aufzuzeigen, wie schwer es oftmals sein kann, selbst für erfahrene Richter*innen und Ermittler*innen, die Schuldfähigkeit eines Serienmörders festzustellen und wie schnell Grenzen hier verwischen können, was für Laien nicht mehr nachvollziehbar ist. Mehrfach betont Benecke dabei, dass es niemals aber darum geht, Mitleid mit den Täter*innen zu empfinden, sondern in erster Linie darum, zu verstehen, um so in Zukunft ähnliche Verbrechen zu verhindern. Mich fesselt dieses Buch sehr, auch wenn es stellenweise wirklich schwer ertragbar ist, dieses zu lesen (aufgrund der beschriebenen Tathergänge, nicht wegen Beneckes Schreibstil oder dergleichen, denn der ist tatsächlich sehr angenehm und gut verständlich).
Wenn ich bei "Mordmethoden" noch meinte: "Inhalt top, Schreibstil mangelhaft", so ist es hier genau andersherum. Dieses Buch war sehr viel besser aufgebaut und ausgearbeitet. Auch der Schreibstil wurde in diesem Band angenehmer. Ich fands super, dass es quasi ohne großes Geplänkel am Anfang direkt los ging - und das auch direkt mit einem super spannenden Fall. Generell haben mir die ersten Kapitel (Thema Kannibalismus) extrem gut gefallen. Ich habe dort bestimmt 20-30 Post-Its eingeklebt, weil es so faszinierend war oder ich an manchen Stellen unbedingt eigene Recherchen ansetzen wollte! Spätestens ab der Hälfte des Buches wurde es mir jedoch viel zu langweilig und langatmig. Es war nur noch eine Aneinanderreihung von Fällen. Wo ich zu Beginn noch extrem viel lernen konnte, gab es hier kaum noch Fachwissen und wenn dann, kein sonderlich überraschendes. Viele Fälle wurden zudem nur durch Berichte oder Briefe,a lso nicht in eigenen Worten, wiedergegeben. Man sollte sich selbst seinen Teil denken. Auf der zweiten Hälfte des buches habe ich höchstens 1-2 Post-Its verteilt, das spricht dann schon für sich.
Fazit: Wieder ein interessantes Buch mit Potenzial nach oben! Leider, abgesehen von den Abschnitten zum Thema Kannibalismus, sehr viel schwächer als "Mordmethoden".
Nachdem ich mir den Herrn Dr. nach einem Fingerdeut einer Freundin live angesehen habe und ich von seinem Vortrag, sowohl inhaltlich als auch rhetorisch, sehr begeistert war, war es nur logisch für mich nun auch mal mit seinen Büchern anzufangen.
Zugegeben - am Anfang war ich ein wenig skeptisch, ob die beschriebenen und erklärten Kriminalfälle alle der Wahrheit entsprechen und nicht einem Hirngespinst oder der Fantasie entsprungen sind - nach kurzen eigenständigen Google-Recherchen wurde ich Ungläubiger allerdings eines Besseren belehrt - die Morde und die damit verbundenen Täter gibt es tatsächlich und werden auch online so dargestellt wie von Benecke im Buch.
Alles in Allem fand ich das Buch und die Fälle mal mehr, mal weniger spannend, auch wenn ich nicht sehr unglücklich darüber bin, dass ich die dazugehörigen Bilder nicht sehen konnte.
Vorgelesen wird vom Autor selbst der, wie auch in seinen Vorträgen, spannend, detailreich, informativ und trotzdem einfach verständlich erzählt, sodass der 0815 Zuschauer/Laie auch alles einwandfrei versteht.
Bin gespannt auf die anderen Bücher und freue mich darauf sie bald in Angriff zu nehmen.
Schade, true crime auf Benecke-Niveau ist eigentlich immer eine schöne Abwechslung und trotz des Themas meist leicht verdaulich (zumindest auf literarischer Ebene).
Diesmal wirkte es auf mich aber eher, als wäre eine Deadline einzuhalten, aber keine Zeit, selbst ein Buch zu schreiben. Es reihen sich seitenlange Zitate und kapitelweise fremde Fallbeschreibungen aneinander, die das Buch regelrecht zerpflücken. Eine einheitliche Erzählstimme ist höchstens in den Überleitungen zwischen den Zitaten erkennbar.
3,5 Sterne. Für mich leider kein durchgehender Spannungsbogen, sodass ich immer mal wieder einen der Fälle gelesen habe. Ein Fall war für mich leider sehr langwierig und hat mich beim Lesen eher gebremst. Aber auch einige sehr gut recherchierte und interessante Fälle. Ich werde mich aber auf jeden Fall dem nächsten Buch von Herrn Benecke widmen.
Spannender Titel, um die von Film- und Fernsehindustrie verzerrte Sicht auf die kriminalistische Arbeit gerade zu rücken. Insbesondere das Nachwort ist zu empfehlen. Die eine oder andere Fallbeschreibung zog sich etwas hin, ansonsten ist es aber ein top Buch!
I love that kind of true crime. Cannibalism should be deeply investigated in scientific area. The saddest thing in this book is situation of Jürgen Bartsch's parents, I think. Being mom and dad of a serial killer is worst than being serial killer.
Das Buch wird vom Autor selbst gelesen und das ist für mich hier ein großes Manko. Man merkt, dass der Autor keine Erfahrung im Vorlesen von Hörbüchern hat und der Stoff war dabei auch nicht hilfreich.
Durchschnittliches drei Sterne Buch, den Vierten gibt's hauptsächlich durch das letzte Kapitel da Benecke im Yemen unterwegs war und ich die Story sehr interessant fand.
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Ich fand die Fälle sehr unterschiedlich spannend. Manche extrem spannend, manche etwas uninteressant und langweilig. Aber insgesamt ein sehr gutes Buch für jeden der „True Crime“ mag.
gar nicht einfach, dieses buch. ich habe m benecke oft im radio gehört und fand seine ausführungen als "interessierter laie" immer recht unterhaltsam, wenn auch gelegentlich gruselig. das erste kapitel im buch jedoch hat mich bald dazu gebracht, das buch wieder wegzulegen. eklig. eklig. eklig. und ein paar der fotos hätten für mich auch nicht sein müssen. dennoch war es interessant zu lesen, sein stil ist gut lesbar und unterhaltsam, er schreibt im wesentlichen so wie er spricht. ich konnte es kaum weglegen. die folgenden kapitel waren weniger blutrünstig und daher für mich einfacher durchzustehen. besonders spannend fand ich den fall aus der vergangenheit, was für chuzpe von diesem mädchen! und leider auch - was menschen anderen menschen antun können, oder menschen sich selbst antun können, sprengt eben doch manchmal alle vorstellungskraft. allerdings fand ich, dass im allgemeinen doch ein bisschen zu viel zitiert wurde. es ist gut und schön, dinge für sich stehen zu lassen, doch ich als nicht-experte hätte lieber einen "zwischenmann" gehabt für so manches. "not for the squeamish".
Kannibalismus, Betrug, Mord und eine Leiche, die vom Himmel gefallen zu sein scheint. Auch in seinem dritten Buch zeigt Mark Benecke, das die Wirklichkeit oft grausamer ist als mancher Krimi. Aufgepeppt werden seine Ausführungen durch den Einbau historischer Dokumente. Zum Beispiel Briefe aus der Anstalt geschrieben vom Serienmörders Bartsch, lassen einen Einblick in eine kranke Seele zu.. Er zeigt das es nicht immer leicht ist, emotionslos und objektiv zu urteilen,besonders wenn es sich um Verbrechen handelt, die jenseits der Vorstellungskraft normaler Menschen liegt. In leichtverständlicher Sprache bringt der berühmteste Krmimnalbiologe Deutschlands den Laien die Arbeit von Forensikern nahe, die sich in der Realität vollkommen von dem unterscheidet, was man CSI-Serien uns glauben machen wollen. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für Forensik und Kriminalbiologie interessiert und nicht von Fachtermini erschlagen oder durch langweiligen Rechtsbelehrungen eingeschläfert werden möchte.