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Shanghai fern von wo

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Da steht sie mitten in einer Restaurantküche in Shanghai und walkt den Teig, als ginge es um ihr Leben, und das tut es auch. Ein Strudel soll es werden, ein süßer natürlich, aber dann füllt sie, was noch übrig ist, mit zartem Gemüse, und auf einmal hat sie der chinesischen Küche etwas hinzuerfunden, was niemand mehr missen möchte: die Frühlingsrolle.
Franziska Tausig ist eine von vielen, der Berliner Buchhändler Ludwig Lazarus ist ein anderer, und am Ende waren es achtzehntausend Juden, die seit 1938 eines der letzten Schlupflöcher noch nutzen konnten und so im fernen fremden Shanghai überlebten. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche, Anwälte, Handwerker, Kunsthistoriker, und wenn sie in dieser überfüllten Stadt und dem feucht drückenden Klima zurechtkommen wollten, dann waren Erfindungsgabe und Tatkraft gefordert. Nicht jeder war, nach dem, was hinter ihm lag und vor ihm, dazu imstande.
Atemberaubend vielstimmig und vielschichtig erzählt Ursula Krechel davon. Aus langjährigen Recherchen entstand so der Stoff zu einem weitgespannten erzählerischen Bogen, der den Leser in eine Welt bringt, die einem näher ist als erwartet.

504 pages, Hardcover

First published January 1, 2008

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About the author

Ursula Krechel

32 books16 followers
Krechel was born in Trier. From 1966 to 1972 she studied German studies, theatre, and art history at the University of Cologne. From 1969 to 1972, she worked as a drama advisor in Dortmund. After 1972, she lived in Frankfurt am Main for many years and now works in Berlin as a writer, focusing on Lyric poetry, but also writing prose, drama, and radio drama.

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Friederike Knabe.
400 reviews188 followers
February 27, 2016
What a powerful, extraordinary book! Defined as a novel, it draws heavily on personal accounts and archival material. Ursula Krechel weaves the life experiences of a group of primarily German Jews, who found refuge in Shanghai as a last resort to escape the Nazi persecution, into a mosaic of struggle and survival, of human tragedies, personal and also connected through place and time.

Unfortunately, this important book, unique probably in its treatment of the destiny of Jewish refugees during the 1930s and 1940s, has not (yet) been translated into English. It would be an important addition to the historical records.
Profile Image for Kathrin Passig.
Author 51 books478 followers
April 15, 2024
Ich fand es sehr gut, bin aber leider trotzdem im Mittelteil steckengeblieben und habe nach einigen Leihfristverlängerungen aufgegeben. Geduldigere als ich sollten es unbedingt damit probieren, das Buch konnte nichts dafür.
Profile Image for Gavin Armour.
614 reviews129 followers
July 19, 2021
Die Frage ist mittlerweile nicht mehr allzu neu: Wie schreiben über das Unfassbare, wenn die, die es erleben, es ertragen mussten, nicht mehr leben? Wie von den Schrecken berichten, wenn die Augenzeugen „wegsterben“, wie es immer so schön heißt? Was, wenn die Augenzeugenberichte ausbleiben, niemand mehr reelles Zeugnis ablegen kann von den Gräueln, den Schrecken, den Demütigungen und dem seriellen Sterben in den Todeslagern, auf den Todesmärschen, in den Gettos, auf der Flucht?

Es gibt natürlich zahlreiche Berichte – Augenzeugenberichte, Erfahrungsberichte, Leidensberichte – es gibt die nachgereichten Erinnerungen eines Primo Levi, Marcel Reich-Ranicki, die Tagebuchaufzeichnungen eines Victor Klemperer und vieler, vieler anderer. Es gibt die Exilliteratur. Aber wie soll Kultur, wie soll Literatur, wie sollen Filmemacher mit dem Gegenstand umgehen, die selber keine Augenzeugen waren, die die Schrecken, die „Not und Elend des Dritten Reichs“ (Bertolt Brecht) nicht selbst erlebt haben und dennoch sich in der Pflicht fühlen, das Erinnern nicht aufzugeben, die Geschichte wach zu halten? Gerade in Zeiten, in denen rechtsgerichtete Kreise versuchen, einen „Schuldkult“ zu unterstellen oder „den Deutschen“ attestieren, durch die „Entnazifizierung“, mehr noch durch die „Reeducation“ ihrem ureigentlichen „deutschen Wesen“ entfremdet worden zu sein, ja, einer Gehirnwäsche zu unterliegen. Kreise, die allen Ernstes behaupten, die Demokratie sei „undeutsch“, sei dem „deutschen Wesen“ fremd.

Man kann es machen, wie es Niklas Frank getan hat, der Sohn Hans Franks, Generalgouverneur jenes Teils von Polen, der als „nicht annektiert“ galt. Ein Mann, der als „Schlächter von Polen“ in die Geschichte einging. Niklas Frank schrieb zwei von Wut und Schmerz und subjektiv empfundener Schuld geprägte Bücher über seinen Vater und später über die Mutter, in denen er seinem ganzen Hass gegen die Eltern zum Ausdruck brachte. Man kann es auch machen, wie es Thomas Harlan tat, der mit einer ungeheuren Akribie und zugleich literarischem Scharfsinn den Spuren jener nachforschte, die es nach dem Zusammenbruch des 3. Reichs geschafft hatten, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und vergleichsweise ruhig in der Bundesrepublik angekommen waren. Wie Niklas Frank, ist auch Thomas Harlan Sohn eines Täters. Sein Vater war Veit Harlan, der als einer der wenigen „Kulturschaffenden“ des 3. Reichs zumindest vor Gericht gestellt, wenn auch nicht zur Verantwortung gezogen wurde für die Unterstützung es Regimes.

Beide waren also auch immer in einer Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Sie waren, wenn eben auch vielleicht nur subjektiv, unmittelbar mit dem Grauen, mit den Tätern verbandelt. Wie aber schreiben, wie erinnern, wenn die eigene Geschichte keinen direkten Zugriff erlaubt, wenn man erinnern will, Erinnerungen wachhalten will und dennoch weiß, daß die Position des Sprechers, der Standort des Sprechenden, wesentlich ist im Kontext dessen, was man erzählen will? Können deutsche Autoren von den Opfern erzählen? Oder bleibt ihnen für alle Zeit nur die Täterperspektive? Und wie erzählt man von diesen furchtbaren Jahren, ohne zu trivialisieren, ohne den Stoff zu marginalisieren oder gar zur Kulisse verkommen zu lassen?

Jonathan Littell, Amerikaner, der in Paris aufwuchs und auf Französisch schreibt, hat es vor einigen Jahren vorgemacht, als er in seinem Werk DIE WOHLGESINNTEN (LES BIENVEILLANTES/2006; Dt. 2008) einen Täter zu Wort kommen ließ, der sich durch sein Sprechen und das, was er erzählte mehr und mehr entlarvte. Im gleichen Jahr erschien John Boynes DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA (THE BOY IN THE STRIPED PYJAMAS/2006; Dt. 2007) und schuf ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht machen sollte, zumindest ganz sicher nicht, wenn man als deutscher Autor reüssieren wollte. Denn hier verkam das Konzentrationslager zu einer Kulisse für reinen Kitsch. Umso schlimmer, daß ausgerechnet dieser Roman gerade in Deutschland zur Schullektüre erhoben wurde. Ähnlich war es zuvor schon bei Bernhard Schlinks DER VORLESER (1995), ein Roman, der in Deutschland gefeiert wurde und doch nur schlecht seine apologetische Grundierung hinter der Konstruktion eines Kriminalromans verbergen konnte.

Wie also Sprechen, wie Schreiben von den Schrecken? Ursula Krechel beweist nun seit Jahren, wie es gelingen kann. Ihr Roman SHANGHAI FERN VON WO (2008) ist ein Paradebeispiel dafür, wie man – akribisch, detailgenau, mutig und bereit, sich all dem zu stellen, was die Recherche ergibt – von den Opfern berichtet, sie zu Wort kommen lässt, ihre Geschichte erzählt, ohne in Kitsch, ohne in Apologie, ohne sich in Erklärungen zu versteigen, wo es keine Erklärungen mehr geben kann. Sie nimmt sich eines Sujets an, das zunächst abgelegen, fast abseitig erscheint und stellt ihrem Werk ein Zitat voran, das genau dies´ Abseitige thematisiert:

Wir trauten uns nicht, von unserem Überleben in Shanghai zu erzählen. Andere hatten so viel Schlimmeres erlebt und nicht überlebt.

Das Zitat eines anonymen Emigranten. Und sicher, wenn man so will, hat der Zitierte recht. Doch gelingt es Krechel, gerade anhand dieser Enklave im fernen Asien, unter den Bedingungen der japanischen Besatzung, des Krieges, einer vollkommen fremden Kultur, genau jene Aspekte herauszuarbeiten und zu verdeutlichen, die so wesentlich sind für diesen Teil der Geschichte des Nazi-Regimes und seiner Verfolgungs- und Vernichtungspolitik gegenüber Juden, Sinti, Roma, politisch Andersdenkenden, gegenüber Homosexuellen und jedwedem, der nicht in ihr verqueres völkisches Weltbild passte. Sich aus der eigenen Kultur verbannt fühlen, mit den tiefsitzenden bürgerlichen Tugenden und Manieren keine gesellschaftliche Relevanz mehr erlangen, den gelernten Beruf aufgeben, sich unterordnen, auch wenn es dem eigenen Selbstverständnis widerspricht. Aber auch die härteren Erfahrungen werden gespiegelt und beschrieben: Das unwesentliche Sterben, das kaum wen interessiert, die erneute Gettoisierung, das Begreifen, wie weit die Arme des Regimes reichen, die immer drohende Gefahr, die Staatenlosigkeit und das Gefühl des Ausgeliefertseins in einer Welt, die wenig Milde kennt und nahezu kein Mitleid für Flüchtlinge – gerade solche, die keinem Staat, keiner Nation mehr zuzuordnen sind. Das Gefühl, letztlich ein Spielball von Kräften zu sein, die man weder versteht, noch überschauen kann.

Ursula Krechel vermeidet in ihrer Sprache, in ihren Sätzen, den Beschreibungen, auch dort, wo sie tief in die Seelen der von ihr Beschriebenen eintaucht, ihre Gedankenwelt zu durchforsten sucht, ihre Verfasstheit, ihre Ängste oder auch, gelegentlich, die Hoffnungen beschreibt, jedwede Nähe zu Kitsch, zu Gefühligkeit oder, was das Schlimmste wäre in einer solchen Literatur, Mitleid. Sie bleibt lange im Äußeren, beschreibt die Lebensbedingungen, die Verhältnisse und Beziehungen der Flüchtlinge und Emigranten mit großer Akribie, mit Sachlichkeit und auch einer gewissen Distanz. Das gibt ihr die Möglichkeit, genaue, tiefgreifende Psychogramme von Menschen zu erstellen, die trotz oder gerade wegen ihres Status´ Menschen sind, geblieben sind. Menschen, die nicht immer unbedingt sympathisch sein müssen, Menschen mit Macken, Eigenarten, Fehlern. Und sie widmet sich ebenso den Tätern, gesteht diesen aber nur in offiziellen Zusammenhängen Namen zu. Der Kulturattaché am deutschen Generalkonsulat bspw., der einen deutschen Auslandssender aufbauen will, um die nationalsozialistische Propaganda auch in Fernost zu verbreiten. Aber auch Gestapo- und SS-Angehörige, die die japanischen Besatzer nötigen, die jüdischen Flüchtlinge erneut zu drangsalieren und zu gettoisieren.

Krechel greift auf Aufzeichnungen – Texte ebenso, wie Bücher, Erinnerungen, Archivmaterial – zurück, auch dies akribisch aufgereiht und aufgezählt am Ende ihres Romans. Es sind die Erinnerungen an Menschen wie Lothar Brieger, einem Kunsthistoriker und Anhänger der zionistischen Idee, aus Berlin stammend, der verzweifelt versuchte, sein Leben und also auch sein Wirken in Shanghai fortzusetzen und doch in Entfremdung nahezu erstarrt. Es sind Erinnerungen wie die von Franziska Tausig, die mit ihrem Mann gerade noch aus Österreich flüchten konnte, den Sohn in England in Sicherheit hoffte, die mit dem „besten Apfelstrudel ihres Lebens“ eine Stelle in einem Restaurant ergattern konnte und nebenbei ein neuartiges Gebäck erfand, das schließlich als „Frühlingsrolle“ um die Welt ging. Es sind die Erinnerungen eines Menschen wie Ludwig Lazarus, Erbe einer der bedeutendsten Buchhandlungen Berlins und in der Emigration doch nur ein besserer Hausierer, der mit einem Satz abonnierter Zeitungen durch die Gemeinde der Flüchtlinge streifte und seine Ware anbot.

Indem sie auf historische Persönlichkeiten zurückgreift, kann Krechel ihre Geschichte verbürgen – einerseits; anderseits kann sie dadurch, daß sie die Geschichten dieser Menschen sehr genau studiert hat, das Exemplarische herausarbeiten. Brieger hatte ein langjähriges Verhältnis mit Dora Sophie Kellner, der Ex-Frau von Walter Benjamin, mit dem er trotz dieses Umstands eine, wenn auch komplizierte, Freundschaft pflegte. Kellner konnte nach Italien, später London emigrieren, mit ihr gibt es postalischen Austausch, auf die Briefe, die Brieger an Benjamin schreibt, erhält er nie Antworten. Wir, die Nachlebenden, wissen natürlich um Benjamins Schicksal, seinen Freitod im südfranzösischen Portbou, als er sich im Netz der Gestapo wähnte. So sind hier eben nicht einfach Schicksale beschrieben, aus der Luft gegriffen, sondern es wird immer das Schicksal der Flüchtlinge an sich mitgedacht. Ja, es gab, will man noch einmal auf das oben genannte Zitat des anonymen Flüchtlings zurückkommen, härtere Schicksale, tragischere Geschichten, brutalere Ausgänge. Aber alle, alle, die vor den Nazis fliehen mussten, die die Schrecken teils, wie Ludwig Lazarus, erduldet, die Straflager und KZ er- und überlebt hatten, teilten grundlegend ein Schicksal als Verstoßene, Ausgestoßene. Als immerzu Bedrohte.

Krechel lässt immer wieder einfließen, wie bspw. Lazarus auf „den Bändern“ klingt, die ihr offenbar zur Verfügung standen. So wird eben nicht nur illustriert, was dem einzelnen geschah, sondern auch, wie dies überliefert wurde. Die Quellenlage ist immer Teil der Erzählung und dadurch kann die Autorin eben auch die Redlichkeit thematisieren, aber auch die Umstände, unter denen Nachgeborene weitererzählen können – und dürfen? Wir müssen uns diese Geschichten aneignen, ohne sie uns zu eigen zu machen. Denn im Erzählen selbst liegt auch eine Traumabewältigung, liegt auch der Triumph des Überlebens, des Überlebt-Habens. Es gilt, diesen Triumph zu würdigen.

Und doch, bei aller Vorsicht, erlaubt sich Krechel, diese Menschen eben als Menschen zu zeigen, mit ihren Eigenheiten, ihren Manierismen, mit ihren Egos und ihren heimlichen Vorlieben und Abneigungen. Shanghai, dieser Ort, der für Berliner Bürger zu einem Synonym für das absolut Fremde wird und sie doch auch, aufgrund seiner Kolonialgeschichte, mit etwas Bekanntem zu empfangen weiß, wird zu einer historischen Ironie, wenn solche wie die, die einst hier flanierten, nun als Bittsteller, auf Gedeih und Verderb Ausgelieferte, zurückkehren und Schutz suchen. Da werden sehr subtil historische Zusammenhänge, subkutane Verbindungen thematisiert und aufgezählt, da wird spürbar, wie Geschichte ineinandergreift, nicht aufhört, nie vergeht und sich gelegentlich gegen sich selbst wendet. Und dann, plötzlich, kommen Sätze wie dieser:

Die Frau hatte die Fähigkeit, über Argumente zu springen, Die Gesetzlosigkeit des Auges sammelt, bündelt Wissen und Empfindungen, alles ist gleichrangig, keine Wahrnehmung, auch nicht die des eigenen Todes, wird ausgeschlossen“ (S. 272)

Und der Leser begreift schlagartig, wie tief Ursula Krechel bei aller Sachlichkeit und verständlichen Distanz, die sie einhält, einhalten muß aufgrund ihrer Erzählerposition, in diese Figuren eingedrungen ist, wie genau sie in der Lage ist, diese Schicksale und Leben zu begreifen. Es gibt viele solcher Sätze in diesem Buch, Sätze, die manchmal schneiden wie dünnes Papier, Sätze, die man zwei, drei, vier Mal liest, deren tieferen Grund zu erfassen man sich kaum zutraut, und die jedes Mal schmerzen. Und – vielleicht die einzige Tröstung, die dieser Roman für den Leser bereithält – die uns zumindest beweisen, wie ein Schreiben gelingen kann, welches sich einer Geschichte annimmt, die wohl zurückliegen mag, die aber niemals vergeht.
Profile Image for Gerhard.
360 reviews30 followers
December 29, 2025
Jüdische Exilanten müssen nach Shanghai fliehen, da kein anderes Land sie nicht aufnimmt. Der Anfang und das Leben dort war sicher härter als man im Roman lesen kann. Auf Veranlassung der Nazis wurde sogar in Shanghai für diese Juden ein Ghetto errichtet. Teile der Stadt und andere Gebiete Chinas waren von Japan besetzt. Nach der japanischen Kapitulation erzählt das Buch über die Möglichkeiten und die Rückkehr der Exilanten und deren Ankommen im gewählten Land. Nach Landgericht ein ebenso beeindruckendes Buch der Autorin.
Profile Image for Christel.
559 reviews18 followers
November 6, 2023
Eines der besten Bücher, die ich je zum Thema Exil gelesen habe. Die Schicksale der Emigranten sind sehr gut recherchiert und beschrieben. Ein Roman mit sehr viel dokumentarischem Gehalt. Ganz nebenbei erfährt man, wie die Frühlingsrolle erfunden wurde.


Wieder gelesen - immer noch gut!
Profile Image for Thomas.
123 reviews
May 17, 2014
"Am Hafen von Shanghai warteten schon die Lastwagen auf die Flüchtlinge... In einem Heim untergebracht. Heim. Heim, wie sich das anhörte, schon das Wort schnitt wie ein Messer durch die Gefühle... Kronheims hatten ihre Heimat verloren, die Dreizimmerwohnung in Berlin mit den vertrauten Dingen, der Standuhr, die gemütlich tickte, und jetzt lebten sie im Heim, Heiminsassen, Asylantenheim-Insassen, und hatten Heimweh nach Berlin."
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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