"Ihr müsst dafür sorgen, dass das nicht vergessen wird. Damit in Erinnerung bleibt, was damals geschehen ist." Das waren die Worte, die Uwe-Karsten Heyes väterlicher Freund Willy Brandt im Fond seines Dienstwagens an ihn richtete, nach dem Heye ihm zuvor die Geschichte des Lebens seines Vaters erzählt hatte. Den Worten Brandts war ein langes Schweigen vorausgegangen. Und das aus gutem Was sein Mitarbeiter soeben vor ihm ausgebreitet hatte, war eine Familiengeschichte, in der sich die ganze Tragik des 20. Jahrhunderts in dem Schicksal zweier Menschen kristallisiert, das zugleich die existenzielle Bedeutung des Zufalls für Gedeih und Verderb, Gelingen und Misslingen des Lebens versinnbildlicht. "Vom Glück" war Heyes Eltern "nur ein Schatten" zuteil Vier Jahre durften sie miteinander verbringen. Dann beendete der Nationalsozialismus das junge Glück. Als der Krieg zu Ende war, mussten beide glauben, der andere sei tot. Der Vater als Soldat eines Strafbataillons in Stalingrad vermisst, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit also gefallen; die Mutter ausweislich der Passagierliste mitsamt der beiden Kinder mit der Gustloff von einem Torpedo versenkt. Als sich Vater und Mutter mitsamt ihren erwachsenen Kinder nach 20 Jahren dann doch wieder gegenüberstehen, begegnen sie sich als Fremde… Eine herzzerreissende Geschichte und ein außerordentliches Zeugnis deutscher Zeitgeschichte! -- Hasso Greb
At first I watched the TV adaptation of Heye's biography with Maria Furtwaengler (Schicksalsjahre), that's how I became interested to find out more and ordered the book at amazon.de. It's a very well-written book by a highly intelligent author who was the German ambassador in NYC at the time when he wrote this memoir (2003). He also worked for and was friends with former German chancellor Willy Brandt and wrote his speeches. Actually Heye published his own memoir a few years later which I plan to read next year. This book is a biography on his mother Ursula Heye.