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Bismarck, The Man & The Statesman: Being The Reflections And Reminiscences Of Otto, Prince Von Bismarck...

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Bismarck, the Man & the Statesman Being the Reflections and Reminiscences of Otto, Prince Von Bismarck. 450 Pages

296 pages, Paperback

First published January 1, 1898

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About the author

Otto von Bismarck

602 books88 followers
Otto Eduard Leopold von Bismarck (also Otto Furst von Bismarck), Count of Bismarck-Schönhausen, Duke of Lauenburg, Prince of Bismarck (April 1, 1815 – July 30, 1898), was a Prussian and German statesman of the 19th century. As Minister-President of Prussia from 1862–90, he oversaw the unification of Germany. From 1867 on, he was Chancellor of the North German Confederation. When the second German Empire was formed in 1871, he served as its first Chancellor and practiced Realpolitik which gained him the nickname "Iron Chancellor". As Chancellor, Bismarck held an important role in German government and greatly influenced German and international politics both during and after his time of service.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Kamilla Khamukova.
7 reviews9 followers
January 24, 2012
Bismark's text and thoughts are perfectly integral.
Sentences are 10 lines long sometimes. Still each and every sentence is admirably elegant.
What amazes you is that you cannot take a single bit out of it, because every letter makes perfect sense.
It certainly is one of the greatest books ever.
7 reviews
December 27, 2023
Beschäftigt man sich mit der deutschen Geschichte in neuerer Zeit, so ist an der Person Bismarcks fraglos kein Vorbeikommen. Selbst historisch wenig beflissenen Menschen ist er bekannt als der Architekt der Reichseinigung 1871 wie auch der drei dorthin führenden Einigungskriege, als Pionier des deutschen Sozialversicherungssystems, aber eben auch als Gegner des ultramontanen Katholizismus, des Parlamentarismus, und, wie in neuer Zeit besonders häufig herausgestellt, auch als Teil der deutschen Kolonialbestrebungen, besonders in Bezug auf die unter seiner Ägide geschehene Berliner Konferenz 1884/1885.
Dass ein solches politisches Schwergewicht seiner Zeit (und diesen Titel haben ihm, mit Verlaub, sowohl Freunde als auch Gegner zugestanden), vor dem gar „sein“ König Wilhelm I., dem er den allergrößten Teil seines politischen Lebens diente, verblasst, seine Memoiren niederlegt und diese der interessierten Weltöffentlichkeit darbietet, ist schon an und für sich genommen in seiner Zeit eine Besonderheit, die auf einen Blick in das Buch neugierig machen muss.
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, wie er mit vollem Namen hieß, wurde am 1. April 1815 im Schloss Schönhausen, gelegen in der preußischen Altmark, geboren. Nach seinem Abitur studierte er in Göttingen und Berlin Rechtswissenschaften, ein Studium, das er im Jahre 1835 mäßig abschloss. Schon in Göttingen machte er sich durch sein spezielles Auftreten einen Namen, war als eher „dandyhafter“ Student bekannt und auch, wie zeitlebens, dem Alkohol nicht abgeneigt. Nach einem kurzen Intermezzo in einem Referendariat in Berlin und Aachen verlor er die Stelle bald ob seiner fehlenden Motivation für den Staatsdienst und zog sich auf das im Familienbesitz befindliche Gut Kniephof zurück, das er verwaltete- all dies beschreibt Bismarck in seinem Buch allerdings nur in der gebotenen Kürze. Hier könnte die Geschichte schon zu Ende sein, wäre doch das genau der Punkt, an dem man den Sohn einer preußischen Junkerfamilie erwarten würde.
Schon bald brachte ihm sein trinkfreudiges und geselliges Verhalten den Ruf des „tollen Bismarck“ ein, der sich auch in einiger Schwierigkeit niederschlug, eine geeignete Frau zu finden. Nach einigen Irrungen und Wirrungen fand er seine Partnerin schließlich in der landadligen Johanna von Puttkammer, der er zeitlebens zutiefst verbunden blieb.
Seinen Aufstieg als Politiker begann er nun erst als Deputierter in den kommunalen- und Landesinstitutionen, schließlich im Vereinigten Landtag- hier nimmt auch das Buch in seiner Ereignischronologie tatsächlich das erste Mal Fahrt auf. Erste Aufmerksamkeit zog er in seinem Eintreten gegen die Revolution von 1848 auf sich, als er gar ein paar seiner Bauern bewaffnete und mit ihnen das Stadtvolk wieder zur Räson bringen wollte, ein Plan, der nur scheitern konnte. Gleichwohl machten solche, und weitere, Aktionen ihm einen Namen als äußerster Scharfmacher und Hochkonservativer, wie es auch Bismarck von Friedrich Wilhelm IV. zitiert: „Nur zu gebrauchen, wenn das Bajonett schrankenlos waltet.“
Seine erste wirklich relevante Position erlangte er 1851 als preußischer Gesandter beim Deutschen Bund. Schon hier zeigte sich eine der großen Leitlinien seiner Politik: Der Wunsch, den „Deutschen Dualismus“ zwischen Preußen und Österreich im Rahmen einer deutschen Einigung für Preußen zu entscheiden, und es war für mich überdies der Punkt, an dem die Erinnerungen wirklich spannend wurden. Vorher, gerade bei seinen Jugendbeschreibungen, fühlt man oft, dass der junge Bismarck mit dem alten im Diskurs steht: So gebärdet er sich bald als Bürgerlicher (anfänglich zumindest), dann als Vertreter der nationalen Sache selbst in jungen Jahren. Ob da nicht der Achtzigjährige dem Fünfzehnjährigen ins Ohr flüsterte? Man muss es aufgrund der Quellenarmut größtenteils so hinnehmen, aber gerade ob seines bekannten Auftretens vor allem im Studium, wirken seine Ausführungen hier manchmal befremdlich.
Und auch, wenn er eigentlich Gesandter war, geht es thematisch doch häufig eher darum, was in Berlin geschieht. Der Leser darf die großen Bewegungen der preußischen Politik zwar anschaulich miterleben, was aber beim Deutschen Bund vorfällt, das bricht Bismarck oft auf seine österreichfeindliche Politik hinunter. Die folgenden Kapitel zu seiner Diplomatenzeit in Petersburg und Paris lesen sich zuweilen etwas müßig, sind größtenteils Ansammlungen von kurzen Anekdoten und komplexen außenpolitischen Betrachtungen. Mit Freude darf man da vernehmen, dass es bald nach dem Beginn der Regentschaft Wilhelms I. für seinen geisteskranken Bruder 1858 mit Bismarck am Nabel der Macht weitergeht. Er bangt, er ist öfter als Minister im Gespräch, aber schließlich erreicht er den Ministerpräsidentenposten in der schweren innenpolitischen Krise der Heeresreform 1862, in der er gerade so Wilhelm I. vor dem Thronverzicht retten kann. Wie ganz genau diese Krise zustande kommt, beschreibt Bismarck übrigens nicht, er setzt dieses Wissen bei seinem Leser schlicht voraus.
Es folgen nun im Wesentlichen die Geschehnisse der Einigungskriege wie auch davor die etwas loser verbundenen politischen Geschehnisse um Schleswig und Holstein. Hier sei der Leser gewarnt: Ohne eine saubere, grundlegende Kenntnis der außenpolitischen Verhältnisse und vor allem der handelnden Personen, mit denen Bismarck immer wieder korrespondiert, versteht man einiges nicht (es lohnt sich, die Neue Deutsche Biographie offen im Studierzimmer liegen zu lassen!). Dabei ist er auch während der Beschreibung seiner Freunde wie Kontrahenten selten zimperlich, wagt auch zuweilen ein paar schnippische oder gar aggressive Worte und lässt es an Wertung selten mangeln, was auch bei manchen Episoden belustigend sein kann- den Schreibstil behält er, nebenbei bemerkt, auch dann noch bei, wenn er seine eigenen heftigen Weinkrämpfe oder selbst erlebte politische Krisen beschreibt. Nur das Militärische lässt er im Wesentlichen aus, stattdessen sind es vor allem die Ereignisse vor oder nach den Kriegen wie auch die Friedensschlüsse, die ihn besonders interessieren, doch auch selbst die Kaiserkrönung 1871 in Versailles, nach Bismarck doch lebenslang gehegtes Ziel, gerät äußerst kurz und wird sogleich von den nächsten Fragen zum Kulturkampf verdrängt.
Wirklich außerordentlich ist das stetige Einbinden von Originalquellen, vor allem seiner eigenen Schriftwechsel, die oft zwischen die eigentlichen Erinnerungen montiert werden und im besten Fall einen zweiten Blick auf die Geschehnisse ermöglichen, wenigstens aber das Ganze anschaulich und lebendig machen und gut komplementär zu seinen längeren politischen Betrachtungen passen. Es ersetzt zwar keine vernünftige Quellenedition, war von mir aber definitiv so nicht erwartet worden.
Ankreiden kann man Bismarck aber dagegen die Darstellung seiner politischen Gegner. Meist macht er es sich doch sehr einfach, wenn er immer wieder dieselben zwei bis drei Intimfeinde für alle möglichen Problematiken verantwortlich macht, aber vor allem, wenn er immer wieder die Schuld beim Einfluss der Frau Wilhelms I., der Königin bzw. Kaiserin Augusta, sucht. Natürlich passte eine Frau wie diese kaum in das gesellschaftliche Bild der Zeit, wenn man bedenkt, dass sie die intellektuelle Kapazität ihres Mannes um einige Größenordnungen überragte und sich auch durchaus auf ein Niveau mit Bismarck begeben konnte, von ihrem völlig zeitatypischen aviden politischen Interesse gar nicht zu reden. Zu oft gleiten die Beschreibungen Bismarcks aber doch ins Frauenfeindliche ab, ist es immer die Hofkamarilla um Augusta, die sein Werk zunichtemachen will, ist es ihre Fürsprache für den Katholizismus, hegt Bismarck „gegen Politiker in langen Kleidern, weibliche oder priesterliche, immer Misstrauen“, wie er selbst sagt. Aus Zeit und Person heraus kann man vielleicht seine antiparlamentarische und königstreue Haltung begreifen, aber die Unfähigkeit, sich auf vernünftiger Ebene mit einer scharfsinnigen Frau auseinanderzusetzen, das übersteigert Bismarck hier, wie vieles in seiner Persönlichkeit ohnehin, ins Maßlose. Wirklich tiefe Zuneigung dagegen scheint er ausschließlich für seinen Herren, Wilhelm I., und für seinen langjährigen engsten Verbündeten im Kabinett, den Kriegsminister Roon, zu empfinden. Jede weitere von ihm als Freundschaft bezeichnete Beziehung erfährt im Buch zumindest keine durchdringende Würdigung, vielleicht aber sollte man das auch gar nicht erwarten.
Wilhelm jedenfalls widmet Bismarck am Ende seines zweiten Buches nochmals ein ganzes Kapitel, in dem er ihn unter größten Mühen als einen treuen, grundehrlichen und höchst arbeitsamen Herren darstellt, dem der Geist des preußischen Offiziers wie auch äußerstes Pflichtgefühl für seine hohe Tätigkeit zu eigen gewesen wäre. Das mag wohl weniger mit unserem historischen Bild über Wilhelm I. selbst zusammengehen, der sicher ein rechtschaffener, aber auch biederer Charakter war, erzogen von Männern, die noch mit dem friederizianischen Preußen verbunden waren. Einzig und allein die Charakterisierung als „Offizier durch und durch“ (doch ehrlich gesagt mehr im Worte als in der Tat) scheint gut mit unserem Bild des Königs übereinzustimmen. Spannender ist eben dann doch die tief empfundene und, so kaufe ich es Bismarck ab, herzliche Loyalität für seinen König, dem er sich willig „untergibt“. Mit einem deutlich tatkräftigeren und eigenständigeren Monarchen an der Spitze, wie es Wilhelms Sohn Friedrich III. vielleicht gewesen wäre, hätten wir sicher eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zu erwarten gehabt, aber auch in dessen kurzem Kapitel, analog zu seiner bloß neunundneunzig Tage währenden Herrschaft, stellt er das persönliche Verhältnis als im Grunde positiv geprägt dar.
Und nun folgt schließlich das grande finale: Die Auseinandersetzung mit Wilhelm II., der der Autor im Wesentlichen das gesamte dritte Buch widmet. Es erschließt sich leicht, dass Bismarck die Veröffentlichung dieses letzten Teiles seiner politischen Memoiren noch zu seinen Lebzeiten untersagte, solange der Kaiser regieren würde, denn was hier geliefert wird, ist im Wesentlichen eine Ansammlung politischen Sprengstoffs. Zum Glück fühlte sich der Verleger nach der Novemberrevolution und dem Ende der Herrschaft des Hauses Hohenzollern an seine Zusicherung nicht mehr gebunden, sodass seine Charakterisierung des letzten Deutschen Kaisers der Welt verfrüht zugänglich wurde, und, wie erwähnt, die hat es in sich: Ein aufbrausender, kurzsichtiger, eitler und zu politischen Schnellschüssen neigender Mann, dem nicht nur das staatsrechtliche Verständnis für seine hohe Stellung fehlt, sondern der sich gar in den Cliquen der Hofkamarilla verstrickt, unfähig, die für seine Amtsausführung notwendige Distanz zu wahren, kurzum eigentlich ein von Ehr- und Gefallsucht durchtriebener, unfähiger Kaiser. Bismarck sieht ihn im stetigen Bemühen des Untergrabens seiner Stellung, harsche Worte fallen am Rande auch für diejenigen, von denen der Reichskanzler Unterstützung für Wilhelms Pläne wähnt, verraten hätten sie ihn alle. Auch die Briefwechsel, die der Schönhausener hier zur Verfügung stellt, lassen tief blicken in die staatsmännische Unfähigkeit eines Jüngelchens, das sich so gar nicht in die Reihe seiner großen Ahnen einfügen lassen will. Aller Beschreibungen hier zum Trotz ist es kaum möglich, das beschriebene in andere Worte als die von Bismarck selbst gewählten zu kleiden, auch wenn man seine zuweilen verbittert scheinenden Ausführungen cum grano salis nehmen muss, denn hier tritt allzu deutlich noch einmal der Rechtfertigungscharakter dieser Schrift zu Tage, und gerade dieses letzte Buch, das auch für sich genommen einen Blick wert ist, zeigt noch einmal deutlich, wie schlecht der alte Reichskanzler seinen Rückzug aus den Staatsgeschäften verdaut hatte. Wer Wilhelm II., wie der Autor auch, nicht besonders zugeneigt ist, kann an den ironisierend-spöttelnden Beschreibungen durchaus seine helle Freude finden.
Im Übrigen sei noch gesagt: zur Vorsicht zu raten ist bei diesem Buch aufgrund der Tatsache, dass Bismarck bestimmte Fremdsprachenkenntnisse, allen voran das Französische wie auch manchmal die Lateinische Sprache, beim Leser voraussetzt und ganze Passagen, ja sogar ganze Briefe nicht übersetzt, das gleiche gilt für die französischen Aussprüche und eingesprenkelten, pointierten Satzteile, die dem nicht Sprachkundigen zwangsläufig unverständlich bleiben müssen. Zu seiner Zeit mochte man dieses Wissen voraussetzen können, heute stellt derlei aber eine unnötige Hürde dar, die man vielleicht auch von Verlagsseite mit angefügten Übersetzungen o.ä. hätte ausgleichen können.
Im Gesamten handelt es sich zwar um ein herausragendes Werk, und noch eines der ersten großen Memoirenwerke dazu, das für jeden Geschichtsinteressierten auf jeden Fall den Kauf wert ist, aber auch an den beschriebenen Problemen krankt und so in der Lektüre am besten mit einem guten historischen Sachbuch zur Zeit oder einer der berühmten Bismarckbiographien kombiniert werden sollte, ich nenne jetzt einfach nur die allerberühmteste (und von mir doch sehr geschätzte) von Lothar Gall. Solange einen das notwendige Einordnen in die komplexen politischen Diskurse der Zeit nicht verschreckt und man sich nicht dabei ertappt, an der ein oder anderen Stelle der Distanz zum Autor verlustig zu gehen, indem man jede seiner Beschreibungen für bare Münze nimmt, würde ich das Buch eindeutig empfehlen.
31 reviews2 followers
May 4, 2023
Sehr apologetisch und besserwisserisch; zum Teil schwer verständlich; längere und nicht übersetzte Abschnitte auf Französisch
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