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Kompass für die Seele: Das Fazit neuester Studien zu Resilienz und innerer Stärke

Der neue Bestseller von Bas Kast: Was die Seele stark macht – von Naturerfahrung bis Psychedelika: 10 wissenschaftlich fundierte und selbst erprobte Strategien, mit denen jede*r sein seelisches Wohlbefinden steigern kann

Krisen, Stress, Zukunftsängste: Um unser psychisches Wohlbefinden ist es derzeit nicht allzu gut bestellt. In seinem neuen Buch geht Bestsellerautor Bas Kast der Frage nach, was wir selbst dafür tun können, um (wieder) in die innere Balance zu finden. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und vieler Selbstversuche stellt er 10 alltagstaugliche und leicht anzuwendende Strategien vor, die gegen Alltagsstress, chronische Erschöpfung und depressive Verstimmungen helfen. Ein Kompass für alle, die nach mehr Energie, Ausgeglichenheit und Freude im Leben suchen. Mit zahlreichen Abbildugen und durchgehend zweifarbig gestaltet.

319 pages, Kindle Edition

First published March 1, 2023

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About the author

Bas Kast

19 books73 followers

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Community Reviews

5 stars
237 (24%)
4 stars
416 (43%)
3 stars
262 (27%)
2 stars
33 (3%)
1 star
6 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 68 reviews
Profile Image for Hens Books.
164 reviews36 followers
June 13, 2023
Bas Kast hat sich nach dem schwer überschaubaren Thema Ernährung einen noch viel dichteren Dschungel ausgesucht: die menschliche Seele und dessen Gesundheit/Pflege.
Sein literarischer Ansatz bleibt gleich: Er möchte interessierten Leser*innen einen groben Überblick über das gewählte Thema geben, sozusagen einen Kompass, der die Leser*innen wenigstens schon mal losgehen lässt. Dies tut er wieder aufmunternd, positiv und alltagstauglich. Die Seele muss gehegt und gepflegt werden. Bas Kasts Buch ist ein Werkzeugkasten, auf welche Weise dies vonstattengehen kann.
Für Leser*innen, die sich schon mit mentaler Gesundheit und dessen Pflege befasst haben, bietet das Buch wenig Neues. Es liefert aber Erinnerungen, wirft kurze oberflächliche Schlaglichter, darauf, worauf man in seinem gehetzten Alltag mehr Wert legen sollte.
Knapp über 200 Seiten über die menschliche Seele können nur das sein, was es eben ist: flach, verkürzt, teilweise verharmlosend und dennoch richtig kontextualisiert lebensbejahend, motivierend und hilfreich.

P.S.: Das Kapitel über psychedelische Drogen hätte er sich sparen müssen!
Profile Image for Christina Kronser.
49 reviews
February 15, 2025
Ein schöner Überblick über die wichtigsten Faktoren für mentale Gesundheit – von Ernährung und Bewegung bis hin zu Schlaf, Philosophie und Meditation. Besonders spannend fand ich die Wirkung von Achtsamkeit und Meditation, um die ‚wandernde‘ Seele zur Ruhe zu bringen. Für mich war zwar wenig neues dabei, aber es war dennoch interessant, die zentralen Punkte nochmal zu überfliegen. Interessantes letztes Kapitel zu Psychedelika 🍄
Profile Image for Doris.
61 reviews
May 22, 2026
Eine gute Übersicht an aktuellen Studien und Tools zur Erhaltung der mentalen Gesundheit in turbulenten Zeiten. Wer sich schon länger mit Achtsamkeit und Mental Health beschäftigt, wird allerdings nicht zu viel Neues erfahren.
Profile Image for Jannis.
22 reviews
June 2, 2023
Und wie genau komme ich nun an Psilocybin heran? 😅
Profile Image for Dani.
114 reviews
February 17, 2024
Nach der Hälfte abgebrochen. War für mich nicht viel Neues dabei. Das Buch steht leider hinter dem Ernährungskompass weit zurück.
Profile Image for Larry.
11 reviews
March 20, 2025
Gut zu lesen und sehr interessant. Aber der Ernährungskompass ist im Vergleich nochmal viel besser, was aber vielleicht auch daran liegt, dass es mehr Studien in dem Bereich gibt.
7 reviews
September 19, 2025
Dieses Buch ist Balsam für die Seele! Toll zu lesen und viele wertvolle Erkenntnisse für die eigene Gesundheit.
Profile Image for Lary Be.
35 reviews1 follower
November 1, 2025
Eine kurzweiliger Abriss über Resilienz. Gut, abgesehen von dem Psychedelika-Kapitel.
Profile Image for Laura • booklyworld.
326 reviews22 followers
March 20, 2023
Nachdem ich vor 3 Jahren den Ernährungskompass von Bas Kast gelesen habe, konnte ich viele Erkenntnisse daraus ziehen. Das Buch hat mir geholfen einen gesünderen und ausgewogeneren Lebensstil zu führen. Daher wusste ich, dass ich auch sein Buch Kompass für die Seele lesen möchte.

Das Buch hat mir wieder gut gefallen und hat auch verschiedene Thesen aus dem Ernährungskompass wieder aufgegriffen. Es wurden interessante Themen behandelt, die einem zu einem entspannteren und stressfreieren Leben helfen können. Ich bin gespannt, wie ich dies in Zukunft auch mit in mein Leben mit einbauen kann.
Profile Image for Michael.
40 reviews2 followers
April 5, 2023
Kommt leider nicht ganz an den Ernährungskompass heran. Wenig Neues, bis auf das letzte Kapitel zu den Psychedelika.
Profile Image for Corinna Schönfelder.
104 reviews
March 2, 2025
Konnte meines Erachtens nicht mit dem Ernährungskompass mithalten. Jedoch mal eine andere, Wissenschaftliche Sicht auf dem Körper und die Seele. Es wurde viel über Depressionen gesprochen, andere Themen hätten mich sicher mehr abgeholt. Aber alles im Allen Top.

Also was nehme ich aber mit:
- Jeden Tag etwas raus und am Wochenende auch mal lange
- Handy mehr weg. Vor allem am Wochenende oder wenn man unter Freunden ist. Vor dem Schlafen nicht am Handy!
- Schlafmaske wieder mehr nutzen.
- Weiter gesund essen und regelmäßig Sport machen. Und sobald es morgens eher hell wird auch wieder joggen. Oder das Schwimmbad aufsuchen
- Es doch nochmal ernsthaft mit Meditation versuchen?!

Gut finde ich das Bas Kast immer alles wissenschaftlich Studien und/oder mit eigenen Erfahrungen belegt/widerlegt. So kann man sich ein eigenes Bild machen, was man glauben und ausprobieren will oder wo man nochmal in ein paar Jahren reinschaut.

Würde es euch empfehlen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Ulrike.
19 reviews1 follower
October 9, 2023
Einen 'Kompass für die Seele" aus dem Extrakt "wissenschaftlicher Studien" aus den Feldern Ernährung, Sport, Philosophie, Meditation, Psychologie, Neurowissenschaften und bewusstseinserweiternder Drogen zu entwickeln, ist schon verdammt anspruchsvoll und etwas weit ausgeholt. Aber wenn man sich damit abfindet, dass der Anspruch der Wissenschaftlichkeit in einzelnen Kapiteln dann auch einfach mal der verharmlosenden Schilderung persönlicher Erfahrungen weicht (Mit Ecstasy und Psilocybin zu einem neuen Ich 🙃🦄), werden hier auf 235 Seiten viele relativ einfach umsetzbare Anregungen gegeben, gut zu sich zu sein. Insbesondere die Wirkung von Achtsamkeit und Meditation, um die "wandernde' Seele zur Ruhe zu bringen, ist sehr eindringlich und überzeugend geschildert. Gut lesbar und motivierend.
Profile Image for Max Zimmermann.
155 reviews1 follower
July 7, 2023
Mich hat das Buch nicht so mitgerissen. Vieles war nicht wissenschaftlich belegt sondern eher ein „für mich fühlt sich das gut an“. Das fand ich nicht so gut. Für mich war das Buch anregend mehr Kontakt mit der Natur zu haben und Gedanken getrennt vom eigenen ich zu sehen (grand illusion).
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for epiloguesnadine.
219 reviews45 followers
June 11, 2023
Nicht so stark wie der Ernährungskompass, aufgrund der Tatsache, dass zum Thema Ernährung die Lebensmittelindustrie über Jahrzehnte Marketinglügen verbreiten konnte und keiner mehr wirklich wusste, was stimmt und was nicht.
Der Kompass für die Seele ist ähnlich aufgebaut und bietet eine tolle Sammlung an Übungen und Möglichkeiten die Mental Health zu verbessern. Für mich war wenig neues dabei, dafür kann das Buch bzw. der Autor aber nichts.
Profile Image for Alexander Teibrich.
262 reviews3 followers
April 20, 2023
A good collection and reminder of things that are good for you - things that are important for your spiritual health: food, sport, sleep, nature, meditation & community. I found the chapter on psychedelic drugs somewhat strange but also interesting: I‘m taken aback by the idea and at the same time belief that Bas based this on solid research. Hm 🤔
Profile Image for Maria.
190 reviews
October 25, 2023
Es war okay, aber im Verlgleich zu anderen self - help Büchern, hatte es einfach wenig Neues, jedenfalls für mich persönlich, inkludiert. Das Kapitel mit den Medikamenten und mit den "trips" hätte man einfach weglassen können.
Profile Image for Leah.
13 reviews1 follower
January 20, 2024
Habe ich während meiner Depression gelesen und hat mir mit Abstand am besten getan
39 reviews
January 17, 2026
Gut geschrieben, interessante Studien, wenig esoterik. Punktabzug für den Titel haha
93 reviews1 follower
June 2, 2026
7/10
Guter, teils bekannter, Überblick über die wirksamsten Strategien für psychische, seelische und körperliche Gesundheit.
Besonders interessant sind die Ausführungen zu Psychedelika und deren therapeutischer Wirkung.




Besonders Merkenswert:


Zehn Wege zur Stärkung der Seele

1.) Ernährung
-Überwiegend pflanzliche Lebensmittel plus regelmäßig fettreicher Fisch. Ein beliebtes Beispiel für eine solche Ernährungsweise ist die mediterrane Kost. Dabei könnte auch das Olivenöl als unter anderem entzündungshemmende Kraft eine heilsame Rolle spielen.

-Nahrungsergänzungsmittel: Omega- 3- Fettsäuren, Kurkumin, Safran und Vitamin D3.


2.) Bewegung
-Etwa drei bis fünfmal die Woche eine Dreiviertelstunde Sport ist vermutlich optimal.


3.) Hormesis
-Kurze Fastenperioden, kalte Duschen oder eine Runde Schwimmen in einem kalten See sowie Saunagänge oder heiße Bäder holen den Körper aus seiner Lethargie, was kurzfristig belebt und langfristig einmal mehr die Stressresilienz erhöht.


4.) Naturkontakt
- Wir leiden unter permanenter Reizüberflutung. Dabei ist uns in der Regel nicht bewusst, wie anstrengend es für unser Gehirn ist, sich gegen den allgemeinen Informations- Overkill zu wehren

-In der eher reizarmen Natur erholen wir uns: Sinne und Gehirn können sich komplett »öffnen« und sämtliche Stimuli ungefiltert in sich aufsaugen.

-Als grobe Faustregel gilt: Zwei Stunden die Woche in die Natur eintauchen (etwa in Form von »Waldbaden«) ist eine gute Mindestdosis.


5.) Schlaf & Träume
-Um den Schlaf zu unterstützen, ist es wichtig, sich an einen festen Tag- Nacht- Rhythmus zu halten. Falls man nicht einschlafen kann, weil sich das Gedankenkarussell dreht und dreht, sollte man sich vor dem Zubettgehen ein paar Minuten Zeit nehmen, um die Herausforderungen der bevorstehenden Tage auf einer Liste festzuhalten

-Eventuell kann auch eine entspannende Musik von den Gedanken ablenken (hier lautet Ausprobieren die Devise). Außerdem hilfreich für einen erholsamen Schlaf sind: ein heißes Bad anderthalb Stunden vor dem Einschlafen, feste Zubettgehrituale sowie ein kühles Zimmer,


6.) Licht
-morgens nach dem Aufstehen eine halbe Stunde einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen, oder man nimmt eine Lichtdusche mit einer Tageslichtlampe. Lichttherapien dieser Art mildern selbst bei handfesten Depressionen die Symptome mitunter stärker als ein Standardmedikament.

-Daher am besten abends das Licht beizeiten herunterdimmen und das Schlafzimmer entweder komplett abdunkeln


7.) Meditation
-Die wirksamste Methode, mit der Stimme umzugehen, besteht darin, sie als das wahrzunehmen lernen, was sie ist: eben »nur« eine Stimme in unserem Kopf, mit der wir uns nicht zu identifizieren brauchen.

-Meditation befreit uns von der üblichen Identifikation oder »Verschmelzung« mit der Stimme. Sie hilft uns, immer wieder aus diesem Zustand des halbbewussten Denkens, in dem wir uns im Alltag so oft befinden und der uns zu Geißeln unserer Gedanken macht, aufzuwachen.

-Sie hilft uns, immer wieder aus diesem Zustand des halbbewussten Denkens, in dem wir uns im Alltag so oft befinden und der uns zu Geißeln unserer Gedanken macht, aufzuwachen.


8.) Stoische Lebenskunst
-Laut Epiktet sollten wir unsere Energie ausschließlich auf das richten, was in unserer Macht steht.

-Gerade bei den kleineren Rückschlägen des Lebens (wir stehen in einer Schlange im Supermarkt oder im Stau), sollte man sich vor Augen führen, welche Katastrophen uns zugleich erspart geblieben sind.


9.) Psychedelika
-MDMA, LSD und Psilocybin. Schon eine einzige psychedelische Sitzung kann von der Wirkung her so umwälzend sein wie eine langjährige Psychotherapie.

-Psychedelika führen uns diese tief sitzenden Überzeugungen in einer Weise vor Augen, die so ergreifend ist, dass wir ihre Verzerrung ins Negative nicht nur intellektuell verstehen, sondern bis in die Knochen hinein spüren.

-Aber selbst Menschen, die nicht mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, fühlen sich nach einem Psilocybin- Trip besser, sozialer und sind positiver.


10.) Soziale Beziehungen
-Wer selbst ausgeglichen ist, kann nicht nur mit dem eigenen Frust oder den eigenen Aggressionen besser umgehen, er oder sie hat zudem viel eher ein offenes Ohr für andere und kann für andere da sein.

-Soziale Beziehungen und Freundschaften gehören zu den wichtigsten Glücksfaktoren. Ausschlaggebend für unser Wohlbefinden ist nicht zuletzt die Frage, ob es jemand in unserem Leben gibt, den wir nachts um drei Uhr ansprechen oder anrufen könnten.

-Aber selbst oberflächlichere Interaktionen können im Alltag zu einer guten Stimmung beitragen, sei es der Nachbar, der uns freundlich zuwinkt, sei es die kurze Unterhaltung mit dem Barista, der uns den Kaffee zubereitet,



Fasten
-Schon kurze Fastenperioden verändern die Physiologie unseres Körpers radikal. Sobald wir 10 bis 14 Stunden nichts gegessen haben, sind die Zuckervorräte der Leber aufgebraucht.

-Unsere Fettzellen fangen nun also an, einen Teil ihrer Fettsäuren abzugeben. In der Leber werden diese Fettsäuren unter anderem in Moleküle namens Beta- Hydroxybutyrat und Acetoacetat umgewandelt. Diese Moleküle bezeichnet man auch als »Ketonkörper«.

-Beta- Hydroxybutyrat etwa wirkt anti- entzündlich und aktiviert den Nervenwachstumsfaktor BDNF (Brain- Derived Neurotrophic Factor, wie in Kapitel 3 beschrieben), was einmal mehr die Nervenzellbildung im Hippocampus ankurbelt.

-Wer eine Stunde joggen geht, was grob 600 Kalorien verbraucht, bei dem wird die Ketonkörperproduktion bereits vier Stunden nach der letzten Mahlzeit hochgefahren.[ 104] Die Kombination von Sport und Fasten kann so noch um ein Vielfaches effektiver sein!



Träumen
-Bei jenen Frauen, in deren Träumen eine aktive und intensive Auseinandersetzung mit der Trennung stattfand und bei denen die aktuelle Situation mit alten Erinnerungen verknüpft wurde, legte sich die Depression nach einigen Monaten. Bei den Frauen mit den passiven, eindimensionalen, emotional flachen Träumen war das nicht der Fall. Mit anderen Worten, anhand der Träume ließ sich vorhersagen, welche Frauen sich mit der Zeit gewissermaßen selbst von der Depression befreien würden und welche Frauen dazu Hilfe in Form therapeutischer Betreuung benötigten.[

-Was uns in vielen Fällen schließlich doch am Einschlafen hindert, ist die innere Stimme, die uns mit Problemen, die es zu später Stunde »unbedingt« zu lösen gilt, auf Trab hält.

Zwei Strategien:
1.) Die »Braindump- Methode«. Man kann sich die Sorgen vor dem Schlafengehen von der Seele schreiben, nach dem Motto: raus aus dem Kopf, rauf aufs Papier. Studien zeigen, dass Testpersonen schneller einschlummern, wenn sie sich vor dem Zubettgehen fünf Minuten Zeit nehmen, um die To- do- Liste der nächsten Tage zu notieren.
2.)Ablenken mit Hilfe von entspannender Musik. Hier gilt es ein bisschen zu experimentieren und auf den Bauch zu hören, denn mit Musik können wir natürlich auch unsere Emotionen anstacheln und das Gedankenkarussell überhaupt erst so richtig in Fahrt bringen. Umgekehrt kann eine beruhigende Musik beim Entspannen helfen, Ängste lindern



Bewusstseinserweiternde Substanzen

-Das Faszinierende an MDMA und anderen bewusstseinsverändernden Substanzen ist, dass sie den Effekt haben, die verborgenen Überzeugungen in uns ans Tageslicht zu bringen. Mehr noch, sie führen uns vor Augen, wie beliebig, wie subjektiv oder verzerrt diese Glaubenssätze sein können.

-MDMA führt im Gehirn dazu, dass Serotonin aus den Neuronen gelöst und dessen Wiederaufnahme in die Zelle gehemmt wird. Das Gehirn wird massiv mit Serotonin geflutet. Zugleich reichern sich weitere Botenstoffe an, wie Noradrenalin und Dopamin, und das »Kuschelhormon« Oxytocin wird vermehrt ausgeschüttet. Der einmalige biochemische Mix löst ein Gefühl tiefer Entspannung und Euphorie aus. Angst verschwindet nicht selten mehr oder weniger komplett unter dem Einfluss von MDMA, man fühlt sich selbstsicher, stark. Außerdem stimmt MDMA uns empathischer, und es bewirkt, dass sich ein Gefühl von Wärme und Liebe in uns breitmacht.

-Anders als MDMA und Ketamin gehört Psilocybin zu den Psychedelika im engeren Sinne, den »klassischen« Psychedelika, wie LSD (Lysergsäurediethylamid), Meskalin und DMT (Dimethyltryptamin). DMT kommt zum Beispiel im südamerikanischen »Tee« Ayahuasca vor

-Allerdings stellte S. gleich am Anfang unseres ersten Treffens unmissverständlich klar, dass man, bevor man überhaupt einen Psilocybin- Trip in Erwägung zieht, erst einmal MDMA ausprobieren sollte.

-Das Psilocybin- Erlebnis dagegen stuften auch zwei Monate später noch knapp 70 Prozent der Teilnehmer entweder als die bedeutsamste beziehungsweise spirituellste Erfahrung ihres Lebens ein oder zumindest als ein Erlebnis unter den persönlichen Top 5.

-MDMA ist dabei zwar psychisch »sanfter«, es sorgt verlässlicher für ein euphorisches Gefühl, dafür ist es körperlich belastend. Mehr als die klassischen Psychedelika treibt es den Blutdruck in die Höhe, und sowohl der Herzschlag als auch die Körpertemperatur können stark ansteigen. Die allgemeine Empfehlung lautet deshalb auch: Wer unter Herz- Kreislauf-

-Psilocybin ist als natürliche Substanz außerdem eine, mit der die Menschheit vermutlich schon seit Tausenden von Jahren Erfahrung gesammelt hat, während MDMA eine künstlich hergestellte Chemikalie ist, die es »erst« seit 1912 gibt.










Merkenswert:
-Wer reichlich Junkfood isst, dessen Hippocampus ist ebenfalls messbar kleiner im Vergleich zu jenen, die sich gesund ernähren. Mit anderen Worten, der Hippocampus von Junkfood- Liebhabern ähnelt mit seiner Schrumpfung auffallend dem depressiver Patienten– eine Beobachtung, die mittlerweile mehrfach bestätigt werden konnte.



Die klassischen Zutaten der– von Land zu Land unterschiedlichen– Ernährungsweisen rund um das Mittelmeer sehen vielmehr wie folgt aus:

-Reichlich Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst

-Bevorzugt Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln

-Regelmäßig eine Handvoll Nüsse jeglicher Art sowie Samenkerne

-Mindestens 4 Esslöffel natives Olivenöl extra täglich

-Wenig Milch, lieber fermentierte Milchprodukte wie Joghurt und Käse

-Mehrmals Fisch pro Woche

-Eher weißes statt rotes Fleisch, konkret: Schwein und Rind nur wenige Male im Monat

-Bis zu sieben Eier die Woche

-Sehr wenig Süßigkeiten, typisch ist Obst als Nachtisch

-Großzügige Verwendung von Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Salbei oder auch Zimt sowie Knoblauch zum Würzen, sparsamer Einsatz von Salz



-Verhängnisvollerweise gibt es heutzutage eine Vielzahl von Faktoren, die unser Immunsystem in ständige Alarmbereitschaft versetzen, obwohl gar keine Infektionserkrankung oder Wunde vorliegt. Zu diesen Faktoren gehören: Anhaltender Stress Schlechter Schlaf, Müdigkeit Zu wenig Bewegung und damit einhergehender Muskelverlust Vitamin- D- Mangel (hauptsächlich aufgrund von zu wenig Aufenthalt im Freien) Rauchen Zu viel Alkohol (starkes) Übergewicht Soziale Isolation, Einsamkeit[ 55] Fortgeschrittenes Alter Zu wenig Kontakt mit Keimen in der Kindheit (profan ausgedrückt: im Dreck spielen), wodurch unser Immunsystem nicht darin »trainiert« wurde, sich selbst herunterzuregulieren.[ 56]

-Omega- 3- Fette kommen unter anderem in Lein- und Chiasamen vor, die beide sehr schmackhaft und empfehlenswert sind, zum Beispiel über ein Joghurt gestreut, das mit seinen Milchsäurebakterien ebenfalls Entzündungsprozesse hemmt.

-Walnüsse und Rapsöl enthalten ebenfalls viel Omega- 3. Die beste Omega- 3- Quelle jedoch ist fettreicher Fisch wie Lachs, Hering, Makrele, Sardine und Forelle.

-Problem der Überfischung und Verschmutzung unserer Ozeane (Stichwort: Plastikmüll). Solange wir dieses nicht in den Griff bekommen, rate ich dazu, vermehrt auf Omega- 3- Kapseln als Fischersatz zurückzugreifen, zum Beispiel in Form von Algenöl.

-Indem Omega- 3- Fettsäuren die Entzündungsprozesse herunterfahren, können sie umgekehrt die Neurogenese im Hippocampus und eventuell auch über diesen Weg die Stimmung ankurbeln.[

-Als hochgradig entzündungsdämpfendes Gemüse erweisen sich Tomaten sowie Gemüse und Obst mit oft gelb- und orangefarbigen Polyphenolen (man bezeichnet diese Polyphenole als Flavone und Isoflavone), wie zum Beispiel Karotten, Cantaloupe- Melone, Pfirsiche, Mandarinen und Orangen.

-Tee ist ausgesprochen entzündungshemmend, vor allem Grüntee und Kamillentee,

-Kaffee trinken: Der gehört nämlich ebenfalls zu den entzündungshemmenden Getränken.

-Vitamin D ist ein entzündungshemmendes Vitamin, das in unserer Ernährung kaum vorkommt.

-Alle diese entzündungslindernden Stoffe und Lebensmittel werden allerdings von einem Gewürz in den Schatten gestellt, das sich als größter Inflammationskiller schlechthin herausgestellt hat: Kurkuma. (Überwiegend in Currypulver),

-Da Sport selbst ein Stressor ist, ist er ein besonders gutes Mittel, mit dem wir so etwas wie Stresskontrolle oder, noch etwas weitergefasst, Kontrolle über unsere negativen Gefühle gezielt einüben können.

-Außerdem vergrößert sich unter dem Einfluss körperlicher Aktivität der Hippocampus. Normalerweise schrumpft der Hippocampus im Alter um rund 1 bis 2 Prozent jährlich. Ein einfacher Spaziergang von 40 Minuten, dreimal die Woche, genügt jedoch, um diesen Abbau zu verhindern, wie eine weitere Studie ergab.

-»Don’t wish for less problems, wish for more skills«,

-Ja, wir werden scheitern, klar werden wir das, immer wieder. Würden wir das nicht, würde das darauf hindeuten, dass wir uns immer bloß unter der Grenze unserer Fähigkeiten bewegen und uns nie darüber hinauswagen. Nur wer gelegentlich einen Misserfolg hat, weiß, dass er sich bis an den Rand seiner Fähigkeiten vorgewagt hat.

-Jede Form von Bewegung hilft, Sportarten aber wie Badminton, Basketball, Tennis, Fußball, Handball, Volleyball, Squash und auch Tischtennis und Frisbee, die man zu mehreren betreibt, gehen ganz besonders mit einer ausgeglichenen Gemütsverfassung einher.[

-In unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft erfahren Körper und Psyche in der Regel eine geradezu gegensätzliche Behandlung: Unsere Psyche steht oft unter Dauerdruck– durch Reizüberflutung, Arbeitsstress, Rund- um- die- Uhr- Erreichbarkeit usw. Jede Form körperlicher Strapaze dagegen haben wir weitgehend eliminiert. Deshalb tut Sport uns ja so gut: Endlich stressen wir mal den Körper und bekommen den Kopf frei!

-Wie man sich vorstellen kann, ist das Ruhenetzwerk bei depressiven Menschen hyperaktiv:[ 134] Die Gedanken kreisen beständig um das eigene Ich, darum, was man alles verbockt hat im Leben, wo man überall versagt hat und wie wertlos man doch ist.

-Und ebendieses Hirnnetzwerk beruhigt sich beim Anblick von Ehrfurcht einflößenden Naturbildern.

-Die Natur ist ruhig, robust, resilient. Man könnte sagen: Die Natur akzeptiert sich so, wie sie ist. Sie ist mit sich im Einklang und nimmt auch jeden Sturm stoisch hin.

-Wie die Auswertung des immensen Datensatzes zeigt, sind wir Menschen nirgends so glücklich wie draußen in der Natur.

-Es gibt Regionen in Asien, wo Kinder und junge Menschen so wenig an die frische Luft kommen, dass bereits mehr als 90 Prozent der Teenager unter Kurzsichtigkeit leiden. In Seoul zum Beispiel, der Hauptstadt Südkoreas, sind sage und schreibe 96,5 Prozent der 19- jährigen Männer kurzsichtig.[ 141] Die Netzhaut braucht eine Mindestmenge Sonnenlicht als Stimulation, damit das Auge– unter dem Einfluss des Botenstoffs Dopamin– nicht unkontrolliert wächst und sich im Laufe der Entwicklung richtig formen kann (Kurzsichtigkeit beschleunigt sich im Winter).

-Hinzu kommt, dass sie über Stunden hinweg auf Bücher, Texte, Smartphones, iPads und andere Bildschirme starren. Ihren Augen fehlt nicht nur das helle Sonnenlicht, sondern auch der Blick ins Weite.

-Tatsächlich werfen die Befunde den Verdacht auf, dass es sich bei der Aufmerksamkeitsdefizit- Störung zumindest teils auch um eine »Naturdefizit- Störung« handelt.[

-In einer Studie kam ein internationales Forscherteam anhand der Daten von fast 20 000 (erwachsenen) Menschen zu dem Schluss, dass zwei Stunden Draußensein die Woche eine gute, grobe Minimaldosis darstellt.[

-Nacht für Nacht denselben Albtraum zu erleben, könnte man aus dieser Sicht als ein Zeichen dafür interpretieren, dass selbst der Schlaf das, was auch immer uns zu schaffen macht, nicht »in den Griff« bekommt: Die nächtliche Therapiesitzung verfehlt aus irgendeinem Grund ihre Wirkung.

-Beispielsweise kann man ihn aufschreiben und dabei ins Positive umdeuten, etwa indem man den Traum gut enden lässt. Alternativ kann man sich den Albtraum vor Augen rufen und dabei versuchen, sich körperlich zu entspannen. Anfangs wird man natürlich noch ziemlich aufgewühlt sein, nach und nach aber, je mehr man sich in den Traum hineinentspannt, werden die verstörenden Bilder und heftigen Gefühle an Kraft verlieren, sie verpuffen allmählich, so dass einen der Traum irgendwann nachts hoffentlich nicht mehr heimzusuchen braucht. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass diese Methoden tatsächlich sehr wirksam sein können.

-Dabei bekommen wir jedes Mal, wenn wir uns eines Selbstgesprächs gewahr werden, die Gelegenheit, einen Schritt zurückzumachen, um der inneren Stimme aus einer gewissen Distanz heraus zu lauschen. Das hat etwas enorm Befreiendes, denn sobald wir die Stimme wahrnehmen, sind wir nicht mehr die Stimme.

-»Gut, dass ich nicht meine innere Stimme bin, sondern sie beobachten kann. Die Tatsache, dass ich sie beobachten kann, beweist ja, dass ich etwas anderes als die Stimme bin.

-Eine beliebte Metapher, die das Verhältnis von Bewusstsein zu Gedanken noch etwas veranschaulicht, ist die vom Himmel. Du kannst dir das Bewusstsein wie den Himmel vorstellen. Unsere Gedanken oder Gefühle wären in diesem Bild die Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Manchmal sind da kleine Wolken, manchmal dicke graue Regenwolken, aus denen es blitzt und donnert. So wie die Wolken, so verändern sich auch unsere Gedanken und Gefühle (wie auch unsere Sinneseindrücke) andauernd. Üblicherweise halten wir uns für die Wolken und das Wetter, wir identifizieren uns damit: Wir sind die Wolken und das Wetter. Bis wir anfangen, die Wolken zu beobachten.

-Gegen die reine Schmerzkomponente lässt sich nicht immer etwas unternehmen. Gegen die Leidenskomponente allerdings sehr wohl. Wenn wir versuchen, den Schmerz schlichtweg zu beobachten, ohne weiter auf ihn zu reagieren, ohne ihn abzulehnen oder innerlich zu bekämpfen, dann löst das zwar den Schmerz als solches nicht auf– das Leiden am Schmerz aber wird sich legen. Der Schmerz bleibt dann auf die pure Sensorik begrenzt.

-Ich halte diesen Befund auch deshalb für wichtig, weil letztlich, wie mir scheint, jede Form von Leiden daher rührt, dass sich irgendetwas in uns gegen etwas wehrt, das ist. Etwas in unseren Leben läuft nicht so, wie es laufen sollte, und wir wollen das nicht akzeptieren. Das Leben soll anders sein! Wir ringen innerlich mit der Realität.

-Die Bekanntesten dieser späteren Stoiker sind: Seneca, Epiktet und Marc Aurel.

-Zum Kern der stoischen Philosophie gehört es, auf die Schicksalsschläge des Lebens mit größtmöglicher Gelassenheit zu reagieren,

-Als entscheidend erweist sich dabei, wenn es zumindest eine Person gibt, auf die wir jederzeit zählen und der wir alles anvertrauen können. Wenn es in unserem Leben wenigstens einen Menschen gibt, den wir nachts um 3 Uhr anrufen könnten und der sofort für uns da wäre.

-Was wir dagegen schon eher unterschätzen, sind die »kleineren«, alltäglichen sozialen Interaktionen, die unscheinbar sein mögen, jedoch ebenfalls deutlich auf unsere Stimmung abfärben. Der herzliche Gruß des Nachbarn zum Beispiel (nicht mehr als zwei, drei Sekunden, die dennoch etwas in uns auslösen) oder die freundlichen Sätze, die wir mit dem älteren Herrn wechseln, der uns am Kiosk unsere Lieblingsillustrierte verkauft: Flüchtige Interaktionen wie diese heben unsere Laune mehr, als uns oftmals bewusst ist, wie Untersuchungen zeigen.
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1,365 reviews8 followers
January 6, 2025
Rezension

Buchname: Kompass für die Seele: Das Fazit neuester Studien zu Resilienz und innerer Stärke - Ernährung, Bewegung, Meditation u.v.a.: 10 wissenschaftlich erwiesene Wege, um Körper und Geist gesund zu halten
Autor: Bas Kast
Seiten: 256 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: ‎‎ C.Bertelsmann Verlag (1. März 2023)
Sterne: 5

Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen bzw weißfarbenen Buchstaben im mittleren Bereich. Man kann ein Blatt auf dem Cover erkennen, indem ein Kompass ist. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.

Klappentext: (aus Amazon übernommen)

Der neue SPIEGEL-Bestseller von Bas Kast: Was die Seele stark macht – von Naturerfahrung bis Psychedelika: 10 wissenschaftlich fundierte und selbst erprobte Strategien, mit denen jede*r sein seelisches Wohlbefinden steigern kann

Krisen, Stress, Zukunftsängste: Um unser psychisches Wohlbefinden ist es derzeit nicht allzu gut bestellt. In seinem neuen Buch geht Bestsellerautor Bas Kast der Frage nach, was wir selbst dafür tun können, um (wieder) in die innere Balance zu finden. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und vieler Selbstversuche stellt er 10 alltagstaugliche und leicht anzuwendende Strategien vor, die gegen Alltagsstress, chronische Erschöpfung und depressive Verstimmungen helfen. Ein Kompass für alle, die nach mehr Energie, Ausgeglichenheit und Freude im Leben suchen.
Mit zahlreichen Abbildugen und durchgehend zweifarbig gestaltet.


Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.


Meinung:

!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!

Mir hat „ Kompass für die Seele“ von Bas Kast richtig gut gefallen. In diesem Buch lernt man eine ganzheitliche Methoden bzw mehrere Wege wie man auch Gesundheit für die Seele erlangt. Wenn man wirklich ernsthaft an einer psychischen Krankheit leidet, sollte man unbedingt in professionelle Hilfe gehe. Ansonsten ist es ein wirklich gelungenes Begleitbuch. Neben Meditationen, Eisbaden und die Ernährung gibt es noch eine ganze Menge was man für seine Seele gutes tun kann. Ich fande es sehr gut, dass der Autor, den ganzen menschlichen Körper mit einbezogen hat. Es wurde alles sehr gut erklärt und geschildert, dass man es auch als Laie verstehen kann. Ich fande es gut, dass der Autor ganz viel Hintergründe geliefert hat. Was im Körper passiert wenn man zb. Genügend Schläft oder meditiert. Für mich ist es ein toller Ratgeber und Begleitbuch. Deshalb bekommt „ Kompass für die Seele“ von mir auch verdiente 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Fazit:

Guter Ratgeber, der einem sehr viel Hintergrundwissen vermittelt, aber in einer einfachen Sprache.
83 reviews
December 29, 2025
Bas Kast gelingt mit „Kompass für die Seele“ ein außergewöhnlich ganzheitlicher und gleichzeitig alltagstauglicher Leitfaden, der sich mit einem der zentralen Themen unserer Zeit beschäftigt: Stressresilienz – und vor allem der Frage, wie wir mental stabiler und innerlich freier werden können.
Was dieses Buch für mich besonders wertvoll macht, ist die klare, fundierte und zugleich sehr lebensnahe Darstellung. Kast verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Strategien und schafft es dabei, Körper, Geist und Psyche als ein zusammenhängendes System zu betrachten. Gerade dieser holistische Ansatz hebt das Buch deutlich von vielen anderen Ratgebern ab: Es bleibt nicht bei isolierten Tipps, sondern zeigt auf überzeugende Weise, wie Ernährung, Bewegung, mentale Praktiken und innere Haltung ineinandergreifen.

Besonders hilfreich: Psyche stärken statt nur Symptome reduzieren:
Beim Lesen wurde mir bewusst, dass ich bereits vieles richtig mache – und genau darin liegt ein großer Mehrwert des Buches: Es bestätigt nicht nur, sondern erweitert und vertieft. Vor allem die Themen Meditation, Stoizismus und die bewusste Arbeit mit der Psyche haben mir neue Perspektiven eröffnet. Es geht nicht darum, Stress „wegzubekämpfen“, sondern darum, ihn anzunehmen, zu integrieren und die eigene Reaktion darauf bewusst zu gestalten.

Ein zentraler Aha-Moment war für mich die klare Botschaft:
Weniger Rumination, mehr Handlungsspielraum.
Statt in negativen Gedanken zu kreisen, zeigt das Buch Wege, die eigene Aufmerksamkeit gezielt neu auszurichten und ein positives, konstruktives Weltbild zu entwickeln – ohne toxischen Optimismus, sondern mit Klarheit und innerer Stabilität.

Mutig, modern und gut erklärt:
Spannend fand ich auch, dass Kast Themen wie Psychedelika nicht sensationalisiert, sondern sachlich und verantwortungsvoll einordnet. Auch das trägt zum Eindruck bei, dass hier nicht nach Trends geschrieben wurde, sondern nach einem echten Interesse daran, Menschen Orientierung zu geben – fundiert, differenziert und offen.

Fazit:
„Kompass für die Seele“ ist aus meiner Sicht uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die sich ernsthaft mit Stressbewältigung, mentaler Gesundheit und persönlicher Weiterentwicklung beschäftigen wollen. Es ist ein Buch, das nicht nur einmal gelesen wird, sondern langfristig als Lebensbegleiter taugt – zum Nachschlagen, Reflektieren und Neujustieren.
Ich werde es definitiv griffbereit behalten und immer wieder darin lesen.
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317 reviews
July 18, 2023
Das Buch bietet einen leicht verständlichen Einstieg und präsentiert verschiedene Methoden, um im Alltag gelassener zu reagieren. Die Kapitel widmen sich Themen wie Bewegung, Natur, Ernährung, Schlaf und psychopharmakologischer Behandlung. Der Autor stützt seine Aussagen auf Studien und Selbstversuche.

Mit dem persönlichen Einstieg hat der Autor einen guten Bogen gespannt, warum er dieses Buch geschrieben hat. Die Themen waren mir bekannt und sind ein Zusammentragen von Literatur mit Referenz auf Studien durch andere Personen. Gut fand ich die Erklärungen zur Wirksamkeit unseres Gehirns, die Erklärung des Hypothalamus und wie dieser mit unserem neuronalen Netzwerk zusammenhängt sowie auch die Anti-Stress-Strategien. Befremdlich fand ich den Teil, in dem der Autor Psychedelika und Pilze ausprobierte, um eine neue Sichtweise auf SICH selbst zu erhalten.

Fazit:
Ich habe mir hier etwas neuen Input zum persönlichen Kalmieren erhofft: leider nein.
Ab Kapitel 10 „Mit Ectasy und Psilocybin zu einem neuen Ich“ habe ich nur mehr kopfschüttelnd quergelesen. Ich schüttle auch jetzt beim Schreiben wieder den Kopf und kriege Runzeln auf der Stirn.

„Ich nehme das Gläschen und betrachte es andächtig. Das, was sich darin befindet ist kein Schnaps. Es sind weißlich-durchsichtige Kristalle, […]: MDMA, ungefähr 125 mg. […] … besser bekannt unter dem Namen „Ecstasy“ (S. 185) … da war ich dann endgültig raus.

Nach dem Lesen habe ich nun das Gefühl, dass ich mir entweder Tabletten/Pilze reinpfeifen soll oder es doch mal lieber mit viel mehr Omega3-Fetten, mediterranem Futter, Nüssen und einem Waldspaziergang probieren kann. Mehr is(s)t mir leider nicht hängen geblieben nach meinem Schleudertrauma ab Seite 185.

Das war leider nicht die richtige Lektüre für mich und vielleicht habe ich sie in der geplanten Tiefe auch nicht verstanden. Ggf. ist es für andere Leser*innen aber genau DAS Buch, das sie gerade dringend brauchen.
Profile Image for Fräulein Müller.
303 reviews7 followers
February 12, 2025
Ich mochte den Ernährungskompass von Bas Kast ziemlich gerne, weshalb ich nun auch den "Kompass für die Seele" lesen wollte. In einer Welt, die von Stress, Krisen und verschiedenen Ängsten geprägt ist, habe ich mich einmal mehr mit der Frage konfrontiert gesehen, was ich tun kann, um mich innerlich zu stärken und besser für mich zu sorgen.

Bas Kast stellt in diesem Buch die Ergebnisse der neusten Studien vor und geht dabei auf insgesamt zehn Strategien (u.a. Ernährung, Bewegung, Meditation, Musik, Schlaf und Psyche) ein, die alltagstauglich sind. Für Personen, die sich ohnehin viel und regelmäßig mit diesem Thema auseinandersetzen, wird kaum etwas Neues dabei sein. Nichtsdestotrotz bietet das Buch die Möglichkeit, die verschiedenen Ansätze zu verinnerlichen. Ich habe mich bis dato noch nicht genauer mit den neusten Studien auseinandergesetzt, weshalb ich viele neue Erkenntnisse erlangen konnte.

Das Buch umfasst 256 Seiten und war somit perfekt lang und immer auf das Wesentliche fokussiert. Persönliche Anekdoten und Erfahrungswerte von Bas Kast kommen nicht zu kurz. Besonders gut hat mir die leichte Sprache vom Autor gefallen. Ich konnte den Schilderungen immer gut folgen, ohne jedes dritte Wort zwingend nachschlagen zu müssen. Das Geschriebene wird teilweise mithilfe von verschiedenen Abbildungen und Grafiken verdeutlicht.

Das Buch war ein Gewinn für mich. Wie viel ich davon annehmen und umsetzen werde, liegt natürlich an mir.
Profile Image for Jackie.
311 reviews26 followers
February 18, 2026
Ich war von diesem Buch grösstenteils begeistert. Bas Kast schafft es, eine Vielzahl spannender Themen rund um psychische Gesundheit, Resilienz und Sinnsuche zugänglich, unterhaltsam und fundiert aufzubereiten. Besonders die Kapitel zu Bewegung, Natur, Meditation und sozialen Beziehungen haben mich zum Nachdenken gebracht – und auch konkret inspiriert (Stichwort: Meditation wieder aufnehmen und Kurkuma grosszügiger verwenden).

Viele Inhalte waren nicht komplett neu, aber neu zusammengesetzt, klug eingeordnet und wissenschaftlich unterlegt. Gerade diese Mischung aus persönlicher Erfahrung und Studien macht das Buch sehr lesenswert.

Ein kleiner Dämpfer war für mich allerdings das Kapitel zu Psychedelika. Während der Rest des Buches angenehm reflektiert und ausgewogen wirkt, hatte ich hier stellenweise das Gefühl, dass das Thema fast wie ein Lifestyle-Tool behandelt wird. Die Begeisterung des Autors ist spürbar – was ich grundsätzlich schätze –, gleichzeitig blieb bei mir Skepsis zurück, insbesondere weil viele der beschriebenen Substanzen illegal sind und in der Schweiz nur in streng regulierten therapeutischen Ausnahmefällen eingesetzt werden. Das wirkte für mich etwas unausgewogen, besonders im Kontrast zum eher kurzen und vergleichsweise oberflächlichen Kapitel über Schlaf.

Trotz dieser Kritik überwiegt für mich klar das Positive. Der Seelenkompass hat mich inspiriert, mich bewusster mit meinem Alltag, meinem Stresslevel und meiner inneren Haltung auseinanderzusetzen.
45 reviews
July 12, 2025
Als jemand, der sich sowohl mit Ernährung als auch mit seelischer Gesundheit auskennt, fand ich den Ernährungskompass sehr viel interessanter und informativer. Auch wissenschaftlich fundierter. Der Kompass für die Seele hat mich eher an vielen Stellen genervt, weil es doch sehr oberflächlich geblieben ist und mir einen ähnlichen Vibe gegeben hat wie wenn man mir etwas “mansplaint” - ich mache schon lange Yoga und dann kommt die Erklärung von jemandem, der gefühlt zum ersten Mal Meditation ausprobiert hat, sehr lächerlich rüber. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass das Buch von einem Experten geschrieben wurde, was beim Ernährungskompass anders war. Es gibt auch so viel mehr zum Thema Atmung und Atemtechniken, was man hier hätte ausführen können. Das Philosophie Kapitel kam mir sehr unwissenschaftlich und unnötig vor. Und dann das Kapitel über Drogen - hier hätte ich mir einen differenzierteren Blick gewünscht. Normalen, nicht depressiven oder an PTBS erkrankten Menschen kann man doch nicht zu Ecstasy raten! Zumindest sollte auch über das Thema Sucht gesprochen werden. Insgesamt hat es mich auch einfach nicht so mitgerissen wie der Ernährungskompass und ich habe mich durch ein paar Kapitel durchgequält.
Profile Image for David Z.
8 reviews
October 15, 2025
In dem an seinen ersten Erfolg anknüpfenden Buch „Kompass für die Seele“ gibt Bas Kast einen Überblick über verschiedene Wege, wie wir unser allgemeines Wohlbefinden verbessern können.

Veranschaulicht durch persönliche Erfahrungen beschreibt er, wie z.B. gesunde und entzündungsarme Ernährung, ausgewogener und hygienischer Schlaf, Bewegung, Naturerlebnisse, Meditation sowie Erfahrungen mit psychedelischen Substanzen dazu beitragen können, sich geistig und körperlich besser zu fühlen – und so ein erfüllteres Leben zu führen.

Besonders interessant finde ich, wie er das Zusammenspiel zwischen Körper und Psyche hervorhebt und aufzeigt, dass viele unserer alltäglichen Verstimmungen aus einem unreflektierten Umgang mit der modernen westlichen Lebensweise resultieren.

Das Buch bietet einen guten einführenden Überblick über viele Faktoren, die unsere psychische Gesundheit beeinflussen – und die wir selbst in der Hand haben. Einige Themen waren mir bereits bekannt und wurden eher oberflächlich behandelt. Dafür haben mir die späteren Kapitel, insbesondere zu Meditation, sehr gut gefallen und mich motiviert. Man hat auch den Eindruck, dass der Autor gerade in diesem Bereich selbst am meisten Leidenschaft und persönliche Erkenntnisse eingebracht hat.
Profile Image for Nina Mischief.
33 reviews1 follower
March 29, 2023
Nach dem Ernährungskompass nun ein Kompass für die Seele. Sehr wissenschaftliche Herangehensweise an Themen Ernährung, Sport, Meditation und Natur, und wie diese unsere Psyche resilient machen können. Beim Kapitel über Philosophie fehlt mir ein bisschen die Dialektik (selbst die Stoiker haben nicht in allem recht. Man soll nach dem Prinzip ‚Es könnte mir auch schlechter gehen - ich könnte auch in einer Kriegszone sein‘ leben, das ist schon ziemlich privilegiert und unreflektiert, naja).
Das Kapitel über Psychedelika ist auch ein harter Brocken. Es mag ja Herrn Kast geholfen haben, aber Thema Sucht ist immer ein Problem, das kann man nicht einfach runterspielen mit ‚einfach angemessene Dosis nehmen‘ und ‚in therapeutischer Begleitung einnehmen‘. Als ob sich das Hinz und Kunz leisten könnte, finanziell und terminlich (kriegen Sie mal ne normale Therapiesitzung in angemessener Zeit). Ansonsten eine schöne Utopie, wär echt cool, wenn sich MDMA und Psilocybin so durchsetzen, dass man es medizinisch anwenden kann.
Alles in allem aber wieder ein gutes Buch.
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