Robert Zimmer is a German philosopher and essayist who writes biographies and popular introductions to philosophy and to the history of philosophy. Robert Zimmer was educated at the German universities of Saarbrücken and Düsseldorf and wrote his doctoral dissertation on Edmund Burke. Since 1986 he has been living in Berlin as a freelance publicist. His most popular book so far has been “Das Philosophenportal”, a collection of 16 essays on 16 different classical works of philosophy, which has been translated into more than a dozen languages (not yet in English). In 2010 he published a biography of Arthur Schopenhauer.
Zimmer is a follower of Critical rationalism. Together with Martin Morgenstern he wrote a short and popular biography of Karl Popper and edited the correspondence between Karl Popper and Hans Albert.
Ich bin begeistert! Ein perfektes Buch für alle Pseudo-Intellektuelen, die sich nicht leisten können ein Paar Jahre Philosophie Studium zu belegen und trotzdem ihr Allgemeinwissen um den geheimnisvollen Bereich der Philosophie erweitern möchten. Welcher realitätsbezogener ist, als ich dachte. Der Autor bildet die Komposition gleich im Vorwort als ein Durchgang durch den Palast der Philosophie ab, wo man in einzelne Räume nur kurz reinguckt und gleich weiter geht, um den Palast in seiner Gänze erstmal zu erkundigen. Ich hätte da eine ein bisschen weniger gehobene und modernere Metaphore - es geht um einen Speeddating mit insgesamt 34 schlauen Männern, die jeweils ihren Sicht auf unterschiedliche Bereiche der Philosophie kurz vorstellen. An diesem Punkt sei angemerkt, dass da keine einzige Frau auftritt. Keine einzige. Es kann vielleicht auf den ersten Augenblick so aussehen, als ob der Autor wegen dem begrenzten Raum einfach immer nur auf Oberfläche geblieben wäre und sich die ganze Arbeit mit der ordentlichen Erklärung der Titanen wie Hegel, Heidegger oder Kant gespart hätte. Meines Erachtens ist es aber genau umgekehrt, jeder, der es schon mal probiert hat, weiß, wie schwierig es ist, Hauptgedanken eines Werkes konsistent und verständlich zusammenzufassen und dem Laien zu erklären. Ich sehe es dementsprechend als eine Riesenleistung so komplizierte Werke auf ein Paar Seiten zu erklären. Das alles noch in einer sehr geschickten und stilistisch sauberen Sprache, was man eigentlich erst im Vergleich mit anderen Texten spürt und richtig schätzen kann. Das Buch an sich liest sich so fließend, dass man die Aufmerksamkeit einfach dem Inhalt widmen kann und nicht irgendwelchen stolprigen Formulierungen. Alle Kapitel sind auch ähnlich aufgebaut - Einleitung, Lebenskontext des Philosophen, Hauptgedanken seines Werkes, Bedeutung für die Philosophie und die Welt - was gar nicht langweilig ist, sondern hilft der Orientierung des Lesers und gibt ihm eine gewisse Struktur in der sehr bunten Palette der unterschiedlichsten Philosophen. Auch das ganze Buch ist sehr ordentlich aufbereitet, kein visueller Smog, alles sehr kompakt, das Herz eines Minimalisten freut sich. Natürlich ist es nicht unbedingt eine leichte Lektüre, man absolviert schließlich einen langen Weg durch die komplette Geschichte der Philosophie, auf dem man um einige Absätze kämpfen muss, das ist aber Mühe, die man nicht bereuen muss. Und dass auch ich, kein Muttersprachler, es ohne Probleme lesen konnte, spricht für die Verständlichkeit am deutlichsten. Im Großen und Ganzen eine Empfehlung an alle, die was über Philosophie lesen möchten, aber nicht so wirklich wissen, wo anzufangen; alle, die eine geschickte Formulierung der Hauptgedanken zu einem konkreten Autor suchen und natürlich auch alle, die sich ab und zu in einer intelektuellen Konversation ein bisschen schlauer stellen möchten :)
Welche Kapitel mich am meisten beeindruckt haben: Kierkegaard, Heidegger, Sartre und Popper. Nietzsche hat mich ein bisschen enttäusch, aber trotzdem lasse ich Also sprach Zarathustra auf der Liste stehen, man weiß ja nie :)