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Brenntage

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»Das Ausbleiben der Zukunft ist nichts für schwache Nerven.« – So viel steht für den Ich-Erzähler fest, der nach dem Tod der Mutter bei seinem Onkel in einer von Bergen umgebenen Siedlung aufwächst, die zunehmend Gefahren ausgesetzt ist. Die Grenzen zwischen Surrealität und Realität verschwimmen – Menschen verschwinden, durch die Wälder ziehen Soldaten, Hunderudel und mitunter sogar Geister. Da ist es nur gut, dass es den Onkel gibt, eine schier unerschöpfliche Quelle eigensinniger und abgründiger Weisheit.

240 pages, Paperback

First published January 20, 2011

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Michael Stavarič

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648 reviews1 follower
May 7, 2013
Nach dem ausgesprochen düsteren Erstling von Stavaric (Stilborn) jetzt also mein zweites Buch des Autors. Erinnerungsfragmente an eine seltsam zeitlose Siedlung in der Nähe eines Waldes und eines Bergwerks. Erzählt von einem ernsthaften 12 jährigen (?). Kein nennenswerter Plot, eigentlich auch keine zentrale Frage, aber sprachlich sehr treffend. Stavaric schafft es die Stimme des Erzählers sehr glaubhaft zu machen, die Sprache ist einfach, aber entfaltet in manchen Passagen eine beinahe traumhafte Wirkung. Der Onkel als übermächtige Figur wird sehr gut charakterisiert. Eine formal sehr ungewöhnliche Geschichte vom erwachsen werden, toll formuliert. Insbesondere die Bilder aus der Mine im letzten Drittel des Buches entfalten eine recht hypnotische Wirkung.
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