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Brenntage: Roman

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«Mit sicherer Stimme erzählt Stavaric vom Erwachsenwerden eines jungen Mannes zwischen Geborgenheit und Fremdsein. Der authentische Tonfall und die Zeitlosigkeit der Erzählweise sprechen für sich…»Literaturpreis Wartholz 2009Begründung der Jury«Das Ausbleiben der Zukunft ist nichts für schwache Nerven.» So viel steht für den namenlosen Ich-Erzähler fest, der nach dem Tod der Mutter bei seinem Onkel in einer von Bergen und Schluchten umgebenen Siedlung lebt.Und die Zukunft macht sich rar, denn wegen der Abgeschiedenheit der Siedlung kapseln sich deren Einwohner zusehends ab. So entsteht ein Mikrokosmos mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen, wie etwa den «Brenntagen» bzw. diversen «Waldriten».Die Grenzen zwischen Surrealität und Realität verschwimmen – Menschen verschwinden, durch die Wälder ziehen Soldaten, Hunderudel und mitunter sogar Geister, die auf längst geführte Kriege verweisen, überall Echos, deren eigentlicher Sinn verborgen bleibt.Da ist es nur gut, dass es den Onkel gibt, eine schier unerschöpfliche Quelle eigensinniger und abgründiger Weisheit. Und als die Siedlung durch ein großes Feuer in Schutt und Asche gelegt wird, übernimmt dieser das Kommando und veranlasst einen Umzug der Bewohner in eine der nahe gelegenen Minen …In schillernd-poetischer Sprache erzählt Michael Stavaric in seinem neuen Roman auf waghalsige und zugleich berührende Weise vom Erwachsenwerden in einer sich beständig wandelnden Gegenwart.

Paperback

First published January 20, 2011

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Michael Stavaric

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638 reviews1 follower
May 7, 2013
Nach dem ausgesprochen düsteren Erstling von Stavaric (Stilborn) jetzt also mein zweites Buch des Autors. Erinnerungsfragmente an eine seltsam zeitlose Siedlung in der Nähe eines Waldes und eines Bergwerks. Erzählt von einem ernsthaften 12 jährigen (?). Kein nennenswerter Plot, eigentlich auch keine zentrale Frage, aber sprachlich sehr treffend. Stavaric schafft es die Stimme des Erzählers sehr glaubhaft zu machen, die Sprache ist einfach, aber entfaltet in manchen Passagen eine beinahe traumhafte Wirkung. Der Onkel als übermächtige Figur wird sehr gut charakterisiert. Eine formal sehr ungewöhnliche Geschichte vom erwachsen werden, toll formuliert. Insbesondere die Bilder aus der Mine im letzten Drittel des Buches entfalten eine recht hypnotische Wirkung.
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