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Nichts läuft mehr richtig im Leben von Danny Darcy, Sänger der Folkband »Dylan's Dogs«. Soozie, seine geliebte Frau, will sich scheiden lassen, und seine Lieder sind chronisch erfolglos. Doch anders als bei vielen verlassenen Männern ist es bei ihm ein Familienfluch. Um ihn aufzuheben, reist Darcy in die Sümpfe Louisianas - und findet eine Welt, in der Wespenkinder, lesende Baumwollspinnen und Sirenen über Leben und Tod entscheiden ...

432 pages, Paperback

First published January 1, 2009

92 people want to read

About the author

Christoph Marzi

49 books165 followers
Christoph Marzi (geboren 1970 in Mayen und aufgewachsen in Obermendig) lebt heute mit seiner Familie im Saarland und denkt sich dort und woanders Geschichten aus, während der Garten, der das Haus umgibt, immer wilder und seltsamer wird.
Seine Romane erscheinen bei Heyne und Arena, die vielen Kurzgeschichten fühlen sich in diversen Anthologien wohl.
Der Roman LYCIDAS wurde 2005 mit dem Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bestes Roman-Debüt Deutschsprachig“ ausgezeichnet, die Kurzgeschichten-sammlung NIMMERMEHR erhielt den Deutschen Phantastik Preis 2009 in der Kategorie „Beste Kurzgeschichtensammlung“.
Einige seiner Bücher wurden ins Englische, Holländische, Spanische, Italienische, Rumänische, Tschechische, Serbische, Norwegische und Japanische übersetzt.

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1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Mandy.
294 reviews
March 25, 2021
Ich liebe es, die Sprache, den Stil, die Musik, ... Erwachsener und fast sogar noch ein klitzekleinesbisschen besser als Vorgänger "Fabula".
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,456 reviews12 followers
July 23, 2020
Der Songwriter und Sänger Danny Darcy ist am Boden zerstört. Seine Sunny hat ihn verlassen, die Liebe seines Lebens, Geigerin in seiner Band und seine Inspiration als Künstler, schwanger mit ihrem gemeinsamen Kind. Sie will ihn mit einer anderen Frau gesehen haben, doch Danny weiß, dass das nicht stimmt. Das Fatale: er kann es ihr nicht klarmachen, denn dahinter steckt seine eifersüchtige Mutter, eine Sherazade, die die Begabung hat, anderen Menschen täuschend echte Trugbilder vorzugaukeln.

Verzweifelt wartet Danny auf ein Lebenszeichen seiner Frau, die alle Brücken hinter sich abgebrochen zu haben scheint, und erhält wirklich eines Tages seine zweite Chance. Irgendwie muss er versuchen, die tückische Lüge aus Sunnys Gedächtnis zu löschen, und landet auf verschlungenen Wegen mit Sunny in der Umgebung von New Orleans, in den geheimnisumwitterten Sümpfen der Bayous, wo sie im Maison Rouge angeblich die Erlösung vom Fluch der Sherazade finden können.

Doch das erweist sich als nicht ganz so einfach, ja sogar gefährlich, nicht nur für Sunny und ihr ungeborenes Kind, sondern auch für Danny selbst ...

Der Grundgedanke, dass es Menschen geben könnte, die anderen lebensechte Lügenbilder vorspiegeln können, bietet unbegrenzte Möglichkeiten für gute Geschichten. Der Ansatz hier ist auch gar nicht übel, doch richtig überzeugen konnte mich Christoph Marzi hier leider nicht.

Danny und Sunny als Traumpaar der Musikszene sind auch im Ansatz gut erfunden, bleiben aber recht blutleer, wie die Handlung an sich. Diese ist nicht direkt unspannend, aber der Grusel- und Suspense-Funke sprang bei mir so gar nicht über, weder bei den Rückblenden auf das schottische Schloss, wo Danny und sein Bruder geboren wurden und aufwuchsen, noch bei den Geschehnissen in den Bayous, obwohl dort genügend furchteinflößende Gestalten aufgefahren werden. Traumartige Sequenzen, die eingestreut wurden, fand ich eher verwirrend und störend als originell und handlungsfördernd.

Nett waren die zahlreichen Anspielungen auf Singer-Songwriter-Musik von den Byrds bis Bruce Springsteen und die Texte der Songs, die Danny geschrieben hat, im Anhang, einige schöne Gedanken über die Musik sowie das wieder wunderschöne Cover.

Ansonsten eine Lektüre, von der eher wenig zurückgeblieben ist, bis auf ein vages Gefühl der Unzufriedenheit.
Profile Image for mussolet.
254 reviews47 followers
April 5, 2015
Dieses Buch erzählt eine Geschichte, deren Anfänge in Fabula liegen. Doch die Ereignisse um Colin und seine Mutter spielen in "Lyra" nur am Rande eine Rolle, denn Helen Darcy hat auch noch einen anderen Sohn mit ihren wahr gewordenen Schauergeschichten gequält.
Nun steht Dannys Ehe aufgrund von Helens Lügen vor dem Aus, und so bricht er in die Sümpfe Louisianas auf, um sein Leben zurückzugewinnen.

Wie man es von einer Geschichte erwartet, in der es um Geschichten geht, werden in "Lyra" viele Dinge erzählt oder besungen. Und das ist auch gut so, denn auf den ersten knapp 300 der etwas mehr als 400 Seiten verläuft die eigentliche Handlung auch derart geradlinig und problemlos, dass man ohne die Geschichten vielleicht aufgeben würde.
Wenn sich dann endlich einmal ein Problem am Horizont zusammenbraut, bringt es gleich jede Menge Gesellschaft mit, und rast so schnell los, dass einem der Atem stockt. Denn bis dahin hat man sich - durch die vielen Lieder und Geschichten - so weit in die Landschaft und die Charaktere hineingedacht- und gefühlt, dass man mit Danny leidet, wenn die Dinge schiefzugehen drohen.

Zur Freude oder zum Missfallen des Lesers kann neben dem Erzählen auch Dannys Liebe zum Songschreiben gehören. Auf jemanden, dem Musik und Texte ebensoviel bedeuten, wird besonders der Anhang des Buches, in dem Texte zu Dannys Songs enthalten sind, wie ein Schatzkästchen wirken. Auf einen unmusikalischen Englischmuffel eher weniger, aber dieses Risiko gehört zu einem Buch über einen Songwriter eben dazu.
(Und hier kann ich auch kurz Danke für die Bekanntmachung mit "The Gaslight Anthem" machen - was für eine tolle Band!)

Die Frage nach dem Vergleich mit Fabula stellt sich natürlich, auch wenn die Geschichten so verschieden wie die Brüder sind. Ich bin ein Europäer, mit einer Vorliebe für schroffe Küsten und kleine Dörfer, für mich wird "Fabula" immer mehr ein Zuhause sein.
Aber ich bin Danny gern in die Sümpfe Louisianas gefolgt (lieber als irgend jemand anderem), und ich werde bestimmt auch noch mal einen Ausflug dorthin unternehmen :).
Profile Image for Seychella.
173 reviews16 followers
November 12, 2011
Die Musik zieht sich diesmal nicht nur wie ein roter Faden durch die Geschichte, sie ist der Rhythmus – man ist immer von ihr umgeben, spürt sie auf jeder Seite. Auf den ersten Seiten musste ich mich erstmal an diesen Ansturm von Liedern und Interpreten gewöhnen, danach wird es aber besser und die Verweise treten nicht mehr so geballt auf – oder ich habe mich einfach schnell daran gewöhnt. Wie auch immer, jedenfalls trägt die Dichte der musikalischen Andeutungen auch zu der besonderen Stimmung dieses Buches bei.

Die Atmosphäre passt sich dem Handlungsort an und besticht in Louisiana durch Lebensfreude, Hitze, dem Gegensatz von Tradition und Exotik, die bunt gemischte Bevölkerung, Leidenschaft – brodelnd und doch auch irgendwie verträumt. Eine für mich eher ungewöhnliche Umgebung, und doch sehr intensiv und mitreißend.
Die Geschichte wirkt nicht so geradlinig wie “Fabula”, sicher auch wegen den verschlungenen Pfaden, auf die Danny seine Suche führt. Dort gibt es einige ungewöhnliche Entwicklungen, auf die man sich einfach einlassen muss – auch wenn sich der Sinn manchmal erst hinterher erschließt.

Die Geschichte ist im typischen Marzi-Stil geschrieben – mit all den Dingen, die ich so mag. Da wären beispielsweise die poetischen Beschreibungen, meine Ausgabe von “Lyra” sah ungewohnt chaotisch aus, da gefühlte hundert Post-Its besondere Stellen markierten. Dann die Geschichten in der Geschichte – eine hat es mir da ganz besonders angetan, einfach wunderschön, und sie hat sogar etwas mit Indianern zu tun. (Ich bin wohl nicht die einzige, die von ihnen irgendwie nicht los kommt.) Natürlich treffen wir auch wieder auf einige Mythen, ganz besonders hat mir da die Darstellung der Sirenen und ihre Verbindung zu Musen und Sherazaden gefallen. Was eigentlich kein Wunder ist, da ich unter anderem eben auch eine Vorliebe für Meerwesen habe. Geheimnisvoll, gefährlich und faszinierend…
So sagt man. :)
Profile Image for Saskia.
160 reviews8 followers
September 18, 2015
niemand, aber auch wirklich niemand sollte seine Lebenszeit mit diesem Buch verschwenden. Himmelherrgott, war das schlecht!! "Fantasy", my ass. Der Plot ist schon nicht soo spannend, aber man hätte sicherlich was draus machen können. Wenn,ja wenn, man gut Geschichten erzählen und vor allen Dingen auch schreiben könnte. Marzis Stil, unter aller Kanone. Wiederholungen über Wiederholungen. Als ob er für minderbemittelte Leser schreibt, die es auch nach dem fünften Mal noch nicht geschnallt haben. also folgt ein sechstes Mal. und siebtes Mal. Sunny! Wow! Und immer schön sinnlos - und bitte enervierend oft - ein kursiv gedrucktes Songzitat einfügen. innerhalb von drei Seiten fünf mal das selbe. Alles, was Stephen King (leider) manchmal an schlechtem Stil hergibt (zu viele Wiederholungen, kaum Charakterisierung, zu salopp), hat sich Marzi scheinbar abgeschaut.
Hilfe. Ich bin so froh, es hinter mir zu haben. Nie mehr Marzi!
Profile Image for Owl.
294 reviews36 followers
December 23, 2009
Sehr viel "marziesker" als "Malfuria" oder "Heaven". Die Charaktere bleiben dennoch ein wenig oberflächlich und mich haben die Songtext-Schnipsel zwischendrin etwas genervt; gerade wenn man die Songs oder die Richtung so gar nicht kennt (das nächste Mal bitte eine Ausgabe mit CD, Herr Marzi *zwinker*). Trotzdem ein echter Lesegenuss. Mich haben die beiden Schwestern am Ende sehr an Mr. Fox und Mr. Wolf aus der "Uralten Metropole" erinnert, da sie sich wie die beiden dauernd ergänzt haben. Aber wie gesagt, erst zum Ende hin.
Ich liebe den Stil einfach und die Verbindung von fiebertraumhafter Beschreibung und alten Geschichten, die einem plötzlich in einem ganz anderen Kontext erscheinen. Man entkommt der Realität und weiß irgendwann nicht mehr so genau, was wahr und was erträumt ist. Somit kann man sich stellenweise sehr gut mit den Protagonisten identifizieren.
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