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Die Leute von Seldwyla #2.2

Der Schmied seines Glückes

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Auf der vergeblichen Suche nach dem großen Glü Der Junggeselle Johannes Kabis beschließt, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Doch ein Plan nach dem anderen misslingt. Selbst als er als eingetragener Erbe seines reichen Cousins scheinbar den lang ersehnten Erfolg endlich erreicht hat und sich in dessen Abwesenheit sogar noch mit dessen Frau vergnügt, unterschätzt er, wie schwer es ist, sich sein eigenes Glück zu schmieden...-

48 pages, Paperback

First published January 1, 1986

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About the author

Gottfried Keller

785 books68 followers
Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 in Zürich) war ein Schweizer Dichter und Politiker.

Seine Lyrik regte eine Vielzahl von Musikern zur Vertonung an, mit seinen Novellen "Romeo und Julia auf dem Dorfe" und "Kleider machen Leute" hatte er Meisterwerke der deutschsprachigen Erzählkunst geschaffen. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als einer der bedeutendsten Vertreter der Epoche des bürgerlichen Realismus.

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Community Reviews

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6 (6%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Natalie.
148 reviews64 followers
January 29, 2024
The English version can be found below.

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German Version:

Wie sich herausstellt ist „der Schmied seines Glücks“ ist hier nicht nur metaphorisch, sondern wortwörtlich gemeint. Im Ganzen ist die Erzählung nicht unbedingt ein typisches Märchen, es enthält zwar eine Morallehre bzw. eine Gesellschaftslehre/-kritik, aber diese wird eher in Form einer Satire dargestellt. Eine Novelle ist es meines Erachtens noch weniger, wie Keller als Untertitel formuliert hat. Ein Märchen passt dann doch noch etwas mehr.
Auch die Seitenlänge mit 43 Seiten ist etwas lang für ein typisches Märchen. Eine kürzere Fassung hätte dem Text allerdings gut getan! Das Lesen wäre dann auch etwas unterhaltsamer, wenn man nur die für die Pointe relevanten Informationen hätte, da sich so wie es ist, der Witz eigentlich erst zum Schluss offenbart und die Geschichte zuvor eher wenig Amüsantes enthält und sehr lange braucht, um an den wahren Kern heranzuführen. Die Wendung am Schluss ist durchaus amüsant, aber man hätte die Geschichte eben auch etwas kürzen können (v.a. am Anfang), dann wäre sie mehr auf den Punkt. Der eigentliche Witz der Geschichte liegt ja auf Oberflächlichem und braucht daher im Grunde nicht viel tiefgründigen Hintergrund (über die Reise, etc.).

Kurz: Amüsante Pointe! In diesem Punkt ist die Geschichte recht unterhaltsam, zieht sich aber vor allem zu Beginn in die Länge.
Gesamt: 4,0.

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English version:

As it turns out, "the smith of his fortune" is not only meant metaphorically here, but literally. Overall, the story is not necessarily a typical fairy tale; it does contain a moral lesson or a social lesson/criticism, but this is presented more in the form of a satire. In my opinion, it is even less a novella than a fairy tale, as Keller has formulated as a subtitle. A fairy tale is more fitting.

The length of 43 pages is also a little long for a typical fairy tale. However, a shorter version would have improved the text! The reading would also be a little more entertaining if you only had the information relevant to the punchline, but as it is, the joke only reveals itself at the end and the story contains little that is amusing beforehand and takes a very long time to get to the true core. The twist at the end is quite amusing, but the story could have been shortened a bit (especially at the beginning), then it would have been more to the point. The actual joke of the story is superficial and therefore doesn't really need much in-depth background (about the journey, etc.).

In short: An amusing punchline! The story is quite entertaining up to this point, but drags on, especially at the beginning.
Overall: 4.0.
Profile Image for Edgar.
443 reviews49 followers
February 4, 2023
Die zweite Novelle aus Teil 2 von Gottlieb Kellers Novellenzyklus »Die Leute von Seldwyla« aus dem Jahre 1874.

Eine Geschichte wie gemacht für unsere Influencer-Schaumschläger-Clownswelt-Zeiten! Accessoires des Erfolgs und schöngedrechselte Namen und Stammbäume sind Schall und Rauch, ehrliches Handwerk nährt den Meister. So die Kurzfassung oder Moral der Geschicht.
Profile Image for Marvin Balzer.
25 reviews
August 12, 2018
Das Buch spottet über die bürgerliche Illusion, jeder sei seines Erfolges eigener Schmied, indem es zeigt, wie Glück von Eigenkapital abhängt und man zwar besser daran tut, nicht auf Fleiß, sondern auf Repräsentation und Kontakte zu setzten, diese einem aber auch nur einen Aufstieg gewähren, der auf tönernen Füßen steht. Diese Kapitalismussatire wird unterstützt durch die Schilderung von Pädagogik/Bildung als Abrichtung für den Markt sowie Polizei/Justiz im Dienste des Patriziers.

Gleichzeitig macht Keller den Traum von Wohlstand selber verächtlich (vgl. Die drei Kammmacher), nämlich als reine Äußerlichkeit. Indem demgegenüber aber "das Glück einfacher und unverdrossener Arbeit" anstelle von Kabys' "schlimmen Leidenschaften" proklamiert wird, also der wackere Handwerker mit kleinem Gärtlein, folgt Keller einer Arbeitsideologie, die schon damals in Zeiten der Industrialisierung mit 'entfremdeter' Fabrikarbeit historisch keinen Bestand mehr hatte.

Interessant ist die Frage nach dem Realismus: Weil Kabys ohne Ausbildung erst zum Barbier, dann zum Nagelschmied wird; überhaupt mir nichts dir nichts von einer reichen Ahnin zufällig durch einen Kunden unterrichtet wird; die Gelegenheit bekommt, einen fremden (!), reichen (!) Greis bei der Erstbegegnung mit einem scharfen Messer traktieren zu dürfen und die Frau (wie auch in den "Kammmachern") vor allem als lüstern portraitiert wird, verlässt der Roman nicht den Rahmen des Natürlichen, hingegen den der Logik.
Profile Image for Edit Burla.
345 reviews1 follower
December 28, 2024
Gottfried Kellers gutmütiger Humor gefällt mir je länger je besser. Johannes Kabis, aka John Kabys, verbindet wie so viele von Kellers "Helden" grossen Ernst und Eifer mit ebenso grosser Einfältigkeit. Eine kleine Geschichte, die mich zugleich lachen uns seufzen machte.
Profile Image for Booknerd.
277 reviews29 followers
March 20, 2023
Ziemlich unterhaltsam und der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen :)
Profile Image for Mark Rabideau.
1,278 reviews3 followers
February 8, 2026
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Der wahrscheinlich aktuellste Grund dafür war das westpreußische Plattdeutsche, das mein Opa sprach. Der Vorleser auf Librivox, Karlsson, war hervorragend.
Profile Image for Jodi.
2,321 reviews44 followers
December 10, 2017
Nach der Leserunde zu Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ war meine Neugierde auf Seldwyla geweckt. Der Hexenmeister hat mir vor vielen, vielen Jahren mehrere Geschichten davon geschenkt und in jedes Büchlein eine süsse Widmung eingetragen - eine Schande also, dass ich die Texte noch nicht gelesen habe.

Das möchte ich nun schnellstmöglich nachholen und habe deshalb nach dem nächsten Buch Kellers gegriffen, welches „Der Schmied seines Glückes“ war. Ein Werk, auch nicht länger als obig genanntes, da es eigentlich auch in den Seldwyla-Zyklus gehört.

Auf den ersten Blick ähneln sich beide Geschichten sehr und ich fühlte mich fast schon in die Leserunde zurückversetzt. Doch bald merkt man, dass dies eben nur auf den ersten Blick so scheint. Sie ähneln sich, ohne aber zu nahe zu sein. Man könnte sagen, die Werke seien Cousins. Doch hat „Der Schmied seines Glücks“ eine andere Aussage als der erste Titel und funktioniert durch eine ganz andere Dynamik.

Kellers Erzählstil ist indes derselbe, leicht schmunzelnde Grossvater, der uns erzählt, was XXX so alles anstellt. Manchmal schüttelt er ein wenig den Kopf, lässt den Jungen aber gewähren - immerhin ist es seine Geschichte, da will der Erzähler nicht zu viel darin herumpfuschen.

Ich gehe soweit zu sagen, dass jemand, der bereits mit „Kleider machen Leute“ Mühe hatte, sich den Schmied sparen kann. Wer aber seinen Spass mit den Kleidern hatte, auch „Der Schmied seines Glückes“ entdecken sollte.

Unterdessen bin ich ganz versessen auf Kellers Geschichten, da ich seine Art und Weise unterdessen sehr lieb gewonnen habe. Als nächstes werde ich mir wohl „Spiegel das Kätzchen“ vornehmen und hoffe, damit ebenso vergnügliche Lesestunden zu verbringen wie mit seinen beiden Vorgängern!
Profile Image for Ivy-Mabel Fling.
655 reviews44 followers
November 3, 2024
A light-hearted novella which may well not come to the conclusion in the title. Or it may! If you like old books and have good enough eyes to read the Reclam paperbacks, this may be for you. I like Keller's irony and found it entertaining but wouldn't recommend it to people who enjoy postmodern writing.
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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