Johann Georg Tinius, 1764-1846, Pfarrer zu Poserna in Sachsen, besondere Kennzeichen: phänomenales Gedächtnis. Dieser merkwürdige Mensch aus der Herderzeit wurde zum Mörder aus Leidenschaft. Die Objekte seiner Begierde waren Bücher (am Geruch des Papiers konnte er die jeweilige Druckerei treffsicher bestimmen). 1813 wird er wegen Mordverdachts festgenommen, seiner Ämter entkleidet und in einem Indizienprozess zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt, ohne jemals zu gestehen. In der Folgezeit verfasst er fünf Bücher, die heute vergessen sind. Auf den Spuren dieses Bibliomanen verstrickt sich ein Bücherfreak von heute - Falk Reinhold - in seltsame Liebschaften. Er phantasiert sich in die pathologische Welt des Tinius hinein, entdeckt die zwanghaften Parallelisierungen zum Leben Jesu und entziffert in den Texten das gestörte Verhältnis zu Frauen und die Gründe für die Bücherwut.
Klaas Huizing studied philosophy and theology. His most famous book is "Der Buchtrinker", the story of man who murdered für getting books - based on a true story. He lives in Saarbrücken and Würzburg and is chief editor of the magazine OPUS.
Klaas Huizing promovierte 1986 in Philosophie, 1989 in Theologie und habilitierte 1993. Von 1988 bis 1995 war er Assistent und Oberassistent von Prof. Dr. Dr. Timm in München. Ab 1995 Vertreter und seit 1998 Ordinarius am Lehrstuhl für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen der Universität Würzburg.
Er ist Mitglied im deutschen P.E.N.-Club. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Hermeneutik, der Schrifttheologie, Christologie, Anthropologie, Alltagsphänomenologie und im jüdisch-christlichen Dialog. Seit 2007 ist er zudem Chefredakteur des Kulturmagazins Opus.
Dieser selten gelesene Roman handelt von der echten Figur des Johann Georg Tinius, einem Pfarrer mit einer Leidenschaft für Bücher und leider nicht genug Geld, weswegen er gern Leute ermordete, um sich ihrer Bücher zu bemächtigen. Dazu kommt ein zweiter Handlungsstrang eines jungen Studenten, der eine Biographie von Tinius findet und prompt ähnliche Anwandlungen entwickelt. Das Buch ist voller interessanter narratologischer Kniffe und hat mindestens fünf Erzählebenen. Beständig wird die vierte Wand gebrochen und einige der narrativen Entscheidungen sind wirklich sehr ... außergewöhnlich. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen: es ist ein Buch voller Liebe zu Büchern. Und auch wenn es manchmal seltsam wird, ist es doch sehr interessant.
my flight got delayed by two hours so I finally finished this. the story is split into two parallel descriptions of two men obsessed with books to a murderous degree, one in the 18th century and one in the 20th. the author often directly addresses the reader, and there are several visual tricks throughout the novel to pull you in and engage your mind. did i enjoy this? sort of, but i think the premise deserved a better execution.
Pretenzioso. Uno dei pochi libri che mi ha deluso profondamente sia per la struttura narrativa, sia per il linguaggio. Nonostante la trama fosse buona e suggeriva un avvincente testo, lo svolgimento è confuso, noioso e prolisso. Una promessa mancata.
Questo libro l'ho letto tanto tempo fa, e nemmeno me lo ricordo bene, anzi proprio male. A occhio e croce erano due storie, la prima riguardava Tinius, parroco della Sassonia che uccideva per procurarsi i soldi per comprarsi i libri (e non fate finta di non capire che questo è un avvertimento), il secondo riguardava un uomo che ai giorni nostri si metteva sulle sue tracce fino ad arrivare a ricalcarne le ombre. C'era anche qualcos'altro, una storia nella storia, adesso non mi ricordo. Quindi perchè scrivere una non recensione come questa? Fondamentalmente perchè questo era un bel libro, quello che mi rimane era una bella sensazione e poi con questo titolo e con la storia di uno che uccide per procurarsi i libri (il mio tessorro) non potevo che parlarvene io...
This started out so good, but ended up being quite disappointing. Huizing loves quoting and referencing literature, from Roman philosophers to French deconstructionalists and notable Western fiction authors. He does this in a very playful way that appealed to me at first, but it quickly started to become too self-referential. The narrator is constantly winking at the reader, commenting and subverting the narrative. This could be quite fun, if the story was told in a more compelling way. Unfortunately, Huizing keeps the reader at arm's length from the story world at all times. While I normally like this kind of postmodern experiment, I have to say I completely lost interest in this novel about halfway through.
Die "Teppiche" waren ein bisschen zu viel für mich, ansonsten hat mir die Parallelgeschichte von Johann Georg Tinius im 19. und Falk Reinhold im 20. Jahrhundert gut gefallen. Beides Büchernarren (oder "Büchertrinker", wie es der Titel will), die über Leichen gehen, um an Bücher zu gelangen, die sie unbedingt haben wollen, sich aber nicht leisten können. Zwischendurch meldet sich der Autor immer wieder in einer persönlichen Ansprache an die Leserschaft und bindet einen damit noch ein kleines bisschen mehr in die Geschichte ein. Für mich war es kurzweilige Lektüre - bis auf die genannten "Teppich", die viele Zitate beinhalten und eine Geschichte des Lesens darstellen sollen.
Non so davvero cosa pensare di questo libro. A cavallo fra saggio e romanzo, una storia nella storia intricata e con una struttura davvero caotica e incerta. Personaggi e luoghi non sembrano avere peso nell'evolversi della storia, tuttavia anche in questo dedalo di parole riesco a percepire il grande lavoro e lo sforzo intellettuale dell'autore che come spesso accade, per rendere nuovo e accattivante il suo metodo di scrittura, estremizza la creatività distruggendo quanto di buono costruito con l'intuito e la ricerca. Consigliarlo? Non saprei. Leggerlo non fa male ma c'è di meglio in giro...