This book provides a comprehensive introduction to modern auction theory and its important new applications. It is written by a leading economic theorist whose suggestions guided the creation of the new spectrum auction designs. Aimed at graduate students and professionals in economics, the book gives the most up-to-date treatments of both traditional theories of 'optimal auctions' and newer theories of multi-unit auctions and package auctions, and shows by example how these theories are used. The analysis explores the limitations of prominent older designs, such as the Vickrey auction design, and evaluates the practical responses to those limitations. It explores the tension between the traditional theory of auctions with a fixed set of bidders, in which the seller seeks to squeeze as much revenue as possible from the fixed set, and the theory of auctions with endogenous entry, in which bidder profits must be respected to encourage participation.
Author is the world's leading active scholar on auctions, internationally celebrated for his research on auction design The most comprehensive and up-to-date book on the subject; author answers his critics in the literature A must-buy for graduate students
1. Kollusion und Preisunterdrückung Die häufigsten betrügerischen Machenschaften bei Auktionen zielen darauf ab, den Auktionspreis künstlich niedrig zu halten, um einen Artikel weit unter seinem tatsächlichen Marktwert zu erwerben. Das Kernelement ist die Ringbildung (oder Kollusion): Hierbei bildet eine Gruppe von Bietern einen informellen „Ring“ und vereinbart, sich nicht gegenseitig zu überbieten. Nur ein Mitglied des Rings bietet aktiv auf den Artikel. Nachdem der Ring den Artikel günstig ersteigert hat, wird die eigentliche Gewinnverteilung in einer privaten, inoffiziellen „Zweitauktion“ (oft „Chop“ oder „Split“ genannt) unter den Ringmitgliedern vorgenommen. Der übriggebliebene Mehrbetrag wird anschließend unter den ursprünglichen Kollaborateuren diskret aufgeteilt.
2. Manipulation und Preisinflation durch Scheinbieten Als direkte Gegenstrategie zur Preisunterdrückung existiert die Manipulation der Gebote nach oben, um die Bieter zu überhöhten Preisen zu verleiten. Dies geschieht durch Scheinbieten (Shill Bidding), bei dem der Verkäufer selbst oder eine mit ihm verbundene Person Gebote platziert, ohne die Absicht, den Artikel tatsächlich zu kaufen. Noch unsauberer sind Phantomgebote, bei denen der Auktionator Gebote akzeptiert, die gar nicht existieren, um die Gebote bis zum Mindestpreis zu treiben oder den Eindruck einer größeren Nachfrage zu erwecken. Diese Methoden sind darauf ausgerichtet, die Bieter zu täuschen und die Gebote künstlich in die Höhe zu treiben und so eine Illusion legitimer Konkurrenz zu erzeugen.
3. Fälschung und moderne Taktiken Neben der Gebotsmanipulation umfasst der Betrug die Fälschung der Provenienz (Herkunft) und die Zustandsverschleierung von Mängeln, um den Wert des Artikels künstlich zu steigern. Im Online-Bereich spielt das aggressive, wenn auch meist legale Auktions-Sniping (Gebot in der letzten Sekunde) eine Rolle, das den transparentenWettbewerb stört. Wichtig ist, dass Kollusion und weite Teile des Scheinbietens in den meisten Rechtsordnungen einen Verstoß gegen das Kartell- und Betrugsrecht darstellen, was die Notwendigkeit robuster Auktionsregeln und transparenter Überwachungsmechanismen unterstreicht.
PUTTING AUCTION THEORY TO WORK (Paul Milgrom) Vor dem Hintergrund dieser kriminellen Energie tritt Paul Milgroms Werk „Putting Auction Theory to Work“ als das ultimative Gegen-Handbuch zur Betrügerfibel auf. Milgrom, dessen Arbeit mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, liefert hier die rationalen Blaupausen und mathematischen Designprinzipien, die nötig sind, um Auktionsformate so robust zu konstruieren, dass die in den vorangegangenen Abschnitten beschriebene Kollusion und Manipulation algorithmisch unmöglich wird. Es ist die philosophische Suche nach den idealen Regeln, die die menschliche Habgier zwingen, im Rahmen der ökonomischen Effizienz zu agieren – und somit der intellektuelle Beweis, dass Theorie nur dann funktioniert, wenn sie die methodisch perfekte Barriere gegen die Betrugsversuche der Praxis baut.