Planlos Glü Das Buch für alle, die ihr Leben so organisieren wollen, dass man es nicht ständig organisieren muss.. Das schmutzige Geschirr, die Tabellenkalkulation fürs dritte Quartal oder die ungenutzte Mitgliedschaft im Fitnessclub – überall findet das schlechte Gewissen reichlich Nahrung. Dabei ist es ganz normal, Aufgaben vor sich herzuschieben und nicht ständig effektiv, organisiert und auf Kommando motiviert zu sein. Kathrin Passig und Sascha Lobo verraten, wie man sich dem Druck von endlosen To-do-Listen, E-Mails, Anfragen, Plänen und Verpflichtungen entziehen kann und sich die Freude an dem, was man tut, bewahrt. Sie zeigen, welch belebende Kraft in Deadlines steckt, warum das Warten auf den richtigen Moment keineswegs Zeitverschwendung ist und dass man sich mit manchen Dingen gar nicht erst abgeben sollte. «Verfrühtes Handeln kann nämlich ebenso schädlich sein wie verspätetes. Hätte Romeo seinen Selbstmord am Grab von Julia noch etwas aufgeschoben, wären die beiden gemeinsam alt geworden. Eingedenk dieses traurigen Falles möchten wir diese Erkenntnis auf den Namen ‹Romeo-Regel› taufen. Fürs Vergiften ist später immer noch Zeit!» www.prokrastination.com
Ein wichtiges, ein unglaubliches Buch. Ein Buch von Prokrastinierern und Co-Abhängigen übers Prokrastinieren, mit stolzen 285 Seiten - und abgeschlossen. Ich habe mich amüsiert, ich habe mitgelitten und mehrmals "ja, genaus so ist es!" ausgerufen. Über so viele Randgruppen und Minderheiten gibt es eine Unzahl von Büchern (Linkshänder, Rothaarige, Briten, Frauen usw.) aber eine Mehrheit innerhalb der Minderheiten den/die LOBOs hat es kein Buch gegeben, dass den inneren Kern der Thematik so berührt wie dieses kluge Buch. Bei den Einstern-Bewertungen und den dazugehörigen Kritiken auf Amazon ist mir bewusst geworden, dass Doppelbödigkeit, Humor, liebevolle Selbstverarschung und die universelle Deutung der überall vorhandenen Aufschubkultur nicht jedermann/jederfrau zugänglich ist. Das ist allerdings nicht wirklich schlimm, denn Schopenhauer, Hägar der Schreckliche, Gary Larson und das Kamasutra sind es ja auch nicht.
Teils Ratgeber, teils Parodie eines Ratgebers, schafft dieses Buch vor allem eines: Ewige Prokrastinierer zu beruhigen. Das Buch ist wie ein guter Freund, der amüsiert dein Lebenschaos betrachtet und mit den Schultern zuckt: "Das hier? Völlig normal. Dein chronisch schlechtes Gewissen? Völlig nutzlos. Hat noch niemanden weitergebracht. Entspann dich mal ein bisschen". Und für ungefähr 5 Minuten ist der ewige Prokrastinierer dann auch wahnsinnig erleichtert. "Phew, ich bin kein übermäßig faules Exemplar der menschlichen Rasse. Und selbst die klügsten Köpfe schieben Verpflichtungen vor sich her. Völlig normal. Kein Problem."
Diese entspannten 5 Minuten sind aber relativ schnell vorbei und man realisiert, dass die lustig gemeinten Anekdoten des Buches teilweise doch ziemlich extrem sind und solch ein Verhalten (Briefe zum Beispiel jahrelang ungeöffnet lassen) einen in alle möglichen Schwierigkeiten bringen kann. Und so witzig die Ratgeber-Persiflage auch ist, im letzten Teil gehen Passig und Lobo doch etwas die Ideen und dem Buch die Luft aus.
Am schönsten und sinnvollsten ist der erste Teil, in dem sämtliche Erklärungsversuche für das weit verbreitete Phänomen der Aufschieberitis erwähnt und im selben Satz gleich widerlegt werden. Mit herrlichen Absatzüberschriften wie: Wer prokrastiniert hat Angst vor dem Versagen. Oder vor dem Erfolg Wer prokrastiniert ist depressiv. Oder ein Optimist Prokrastinierer sind dümmer als andere. Oder schlauer .
Dinge geregelt kriegen... ist also in vielerlei Hinsicht ein Aufruf gegen Generalisierungen und gegen die Hoffnung auf einfache Abhilfen. Detaillierte To-do-Listen führen? Kalendereinträge nach Prioritäten sortieren? Jeder, der zu Aufschieben und Zur Seite legen neigt, weiß genau wie sinnlos solche Hinweise sind. Man braucht doch nur ein wenig mehr Selbstdisziplin! Wie erlangt man mehr Selbstdisziplin? Man muss sie sich antrainieren....mit Selbstdisziplin!
Ich bin sicherlich die (zugegebenermaßen recht große) Zielgruppe dieses Buchs, da ich gerade diese Review schreibe, statt wichtigere Dinge zu erledigen und zudem fast 15 Minuten gebraucht habe um das Buch ausfindig zu machen. Müsste es nicht im Bücherregal sein? Habe ich es irgendwo liegen lassen? Hier müsste auch echt mal aufgeräumt werden...
Ich habe hauptsächlich eines gelernt: Ein bisschen Gelassenheit kann nicht schaden. Irgendwann wird man die Dinge schon geregelt bekommen und wenn nicht, dann sollte man sich Aufgaben suchen, die man tatsächlich erledigen möchte. Für alle anderen Gelegenheiten gilt: Nicht versuchen nicht zu prokrastinieren, sondern es klug machen: Eine lästige Aufgabe aufschieben, indem man eine andere lästige Aufgabe erledigt - idealerweise sogar eine eigentlich wichtigere. Professionelles Prokrastinieren: Das klingt doch mal nach einem klugen, und sogar ziemlich realistischen, Rat.
Whether the right way to procrastinate, sport or the right motivation: the book has an answer to everything. Procrastination is better than its reputation! For one thing, it's a perfectly normal behavior. Second, it can even help us figure out what we should do with our time to live a happier life. Instead of forcing yourself to do unpopular work with self-discipline, we should rather make sure that we do what we enjoy and what we are good at (Blinkist, 2020)
3,5 ✨ Komplett anders als erwartet, aber eine trotzdessen nicht unwichtige, interessante Sichtweise auf die Dinge. Regt zum Nachdenken an und lässt einen den eigenen Blickwinkel auf das Thema Prokastination überdenken.
Der Titel ist ja schon ganz lustig, also dachte ich mir: Liest Du mal dieses Buch, vielleicht trägt es zur Erheiterung und Entspannung bei. Das Einzige, was ich allerdings festgestellt habe, ist, dass ich absolut nicht in die Zielgruppe gehöre. Es tat sich vor meinen Augen eine fremde Welt auf, in der Menschen jahrelang keine Briefe öffnen, auf Mails und Anrufe nicht reagieren, fadenscheinige Ausreden erfinden, weshalb sie irgendwas nicht geschafft haben, selbst einfachste Tätigkeiten stöhnend vor sich herschieben, und sich dabei selbst amüsiert beobachten und scheinbar auch noch unglaublich charmant finden. Und ich halte mich für undiszipliniert und unorganisiert?! Scheinbar ist ein Großteil der Menschen viel schlimmer als ich. Leute, werdet glücklich mit diesem Buch, aber wundert Euch nicht, wenn ich in Zukunft nicht mehr die Geduld aufbringe, mich mit Euch auseinanderzusetzen.
Der so ziemlich beste Ratgeber, den ich bisher gelesen habe. In "Dinge geregelt kriegen.." beschreiben die Autoren bis in die Haarspitzen das tägliche Prokrastinieren der halben Menschheit, helfen beim Umgang mit Deadlines und To Do-Listen und erklären, warum die meisten Diäten großer Mist sind. Das Schönste dabei ist: Jeder nicht vollkommen disziplinierte Mensch kann den Autoren auf jeder Seite (manchmal gepaart mit einem Lächeln auf den Lippen) zustimmen. Ab sofort schäme ich mich nicht mehr dafür, für manche Dinge keine Zeit zu finden und sie gekonnt in den Mülleimer zu werfen und zu vergessen. Das Buch verdeutlicht so viele Dinge, die man eigentlich schon immer wusste, nur sich nie zu denken getraut hat. Dafür gibt es zwei Daumen nach oben!
Einige Ansätze finde ich gut, vor allem dass Prokrastination oft ein Zeichen davon ist, dass man etwas wirklich nicht tun kann oder will und man deshalb etwas an den Umständen ändern sollte. Das Buch gibt allerdings keine Tipps, wie man sich tatsächlich zu Dingen aufraffen kann (außer Deadlines) und ist damit nicht geeignet wenn ihr in einer Situation seid, in der ihr entweder nichts ändern könnt oder wollt und wenn outsourcing keine Option für euch ist. Manchmal war ich auch nicht sicher, ob Aussagen ernstgemeint oder überzogen sind, zum Beispiel der Tipp, nur jeden dritten Brief vom gleichen Absender aufzumachen, weil darin meist die letzte Mahnung ist und man dann sofort erkennt, ob man noch handeln muss oder sich die Angelegenheit ohnehin schon erledigt hat. Adressat sind hier also eher nicht die Leute, die vielleicht mal die Frist für eine Abgabe überschreiten oder ein paar Tage nicht abgespült haben, sondern die, die schon komplett die Kontrolle über ihr Leben verloren haben.
Ich finde die beiden Autoren (Lobo und Passig) ja sehr gut und daß sie anscheinend trotz schwerwiegender Prokrastinationstendenzen so produktiv sind gibt doch Anlass zur Hoffnung. Allerdings wurde wohl zumindest dieses Buch nur Mithilfe von Ritalin fertig, eine Methode die ich bislang nicht ausprobieren wollte.
Dennoch finde ich das Buch gut recherchiert, es enthält nicht nur unterhaltsame Anekdoten sondern auch viele praktische Tips die ich teilweise auch schon aus anderen renommierten Quellen kenne. Dabei ist es so gut geschrieben daß es sich sehr schnell lesen lässt.
Es geht nicht nur darum wie man die Prokrastination besiegt sondern auch darum wie man am besten mit ihren Folgen umgeht und auch daß Prokrastination häufig nützlich sein kann.
Ich würde gerne nur 2,5 Punkte geben, weil ich den gewollt witzigen Stil, der scheinbar Lobos grundsätzlicher überhaupt nicht mag, ebenso wie die Art, wie Beispiele von Prokrastinierern oder wissenschaftlicher Erkenntnisse aneinandergereiht werden. Der Inhalt ist ganz gut und teilweise wirklich lustig, wenn Erfahrungsberichte aus der Geschichte oder andrer, die anders schreiben als die Buchautoren, eingestreut sind. Aber wegen des Stils, war das Lesen anstrengen. Und irgendwie wiederholt es sich oft und das Buch wäre auch mit weniger Seiten ausgekommen.
Dieses Buch ist für LOBOs geschrieben, Menschen mit einem Lifestyle of Bad Organisation und es soll ihnen nicht vorrangig helfen, Dinge geregelt zu kriegen, sondern zu verstehen, warum es nicht so einfach ist und sich damit besser zu fühlen. Insofern ist der Titel etwas unpassend. Die Zielgruppe ist nicht der durchschnittlich prokrastinierende Mensch, sondern der, dessen Prokrastination zu schwerwiegenden Problemen führt, also gerichtlichen Mahnungen, Kontopfändungen usw.
Das wird alles sehr humorvoll erzählt und das ist in weiten Teilen auch sehr unterhaltsam, manchmal aber auch bizarr, wenn einem beispielsweise geraten wird, auch auf farbige Umschläge nicht zu reagieren, um mal zu schauen, was passiert, weil bei einem der Autoren die befürchtete schlimme Folge schließlich ausblieb. Und was ist mit all den Fällen, in denen sie eingetreten ist? Das Buch ist voll von Anekdoten, die zwar unterhaltsam sind, aber leider auch nur anekdotische Evidenz besitzen, die dann teilweise genutzt wird, um über empirische Ergebnisse hinwegzugehen. Beispielsweise wird die Existenz von Aufgabenwechselkosten so abgelehnt. Generell finde ich es nicht überzeugend, mit dem Erleben einer besonderen und zudem heterogenen Gruppe wie den LOBOs zu argumentieren. Es mag Menschen geben, die Termine grundsätzlich vergessen und es passiert ihnen nichts, aber daraus abzuleiten, dass das schon nicht so schlimm sei, halte ich für falsch.
Das Buch bietet aber auch viel Gutes. Prokrastination kann auch darauf hinweisen, dass man eine Tätigkeit vielleicht ganz lassen sollte. Man kann sich fragen, wie man seine Zeit nutzen möchte, wo äußerer Druck sinnvoll ist und wo nicht. An vielen Stellen hat das Buch meinen Humor genau getroffen.
Was mir aber fehlte waren praktische Tipps gegen das Aufschieben für den Normalo.
Wer sich mit seinem Aufschieben besser fühlen möchte, sollte das Buch lesen, wer praktische Tipps sucht, die gut aufbereitet und schnell anwendbar sind, liest besserDie 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung
Es soll ein satirisches Sachbuch sein, aber irgendwie erkennt man das nicht. Stattdessen wird immer nur vorgeschlagen, man solle das ganze nicht so eng sehen - sprich, Prokrastination ist eh nicht so schlimm! Gut, die Einstellung an sich ist nicht schlecht, weil die Menschheit so manches Problem überdramatisiert (nicht alle, aber so manches). Aber wenn dann als Beispiele Situationen gebracht werden, die echt haarsträubend sind (und ich hoffe sie sind nur konstruiert und niemals wirklich so passiert) und weit weg von "naja, da hab ich mir mal Stress wegen Fensterputzen gemacht und eigentlich hab ich dann gemerkt, dass eh nix schlimmes passiert, wenn ich die Fenster 2 Jahre lang nicht putze", dann weiß ich auch nicht wie ernst ich das nehmen soll. Nein nein, wir reden hier von einem abgeschleppten und von der Behörde zwangs-abgemeldeten Auto, weil man es nicht geschafft hat die Autoversicherung zu zahlen, weil es Probleme mit dem Bankeinzug gab. Und von einem Gerichtsverfahren wegen einer nicht bezahlten Strafe wegen zu schnell Fahrens, die dann "mangels aus Beweisen" ad acta gelegt wurde. Und dann noch der Tipp dazu: Einfach mal alles liegen lassen, manches erledigt sich von alleine. Und Briefe kann man 3 mal liegen lassen, weil bis zur dritten Mahnung tut sich ja eh nix...jo...
Meiner Meinung nach geht es hier nicht mehr um Prokrastinieren, sondern um ein massiveres Problem. Wenn aus Angst, die Rechnungen nicht bezahlen zu können, die Post nicht mehr geöffnet wird.
Nicht zu vergessen die Hinweise, dass das Buch nur dank Ritalins fertig gestellt wurde, denn nur so und nicht anders können beide Autoren überhaupt auch nur die kleinste Kleinigkeit erledigen. Aber mit Ritalin geht alles wie von selbst! Das zeigt deutlich, dass die Zielgruppe dieses Buches eigentlich ADHS-Patienten sind.
Abschließend kann ich nur sagen, das ich nicht weiß was ich von diesem Buch halten soll. Ratschläge gibt es weit und breit keine, außer: einfach liegen lassen, denn es erledigt sich von alleine und nicht alles so bierernst nehmen und nehmt Ritalin. Sollte es wirklich eine Satire sein, dass sollten die Autoren das bei der nächsten Überarbeitung etwas deutlicher machen!
Das Buch hatte eine Foren-Bekanntschaft mir empfohlen, als ich mich darüber aufgeregt habe, dass Hilfsangebote bei Arbeitsstörungen sich grundsätzlich in irgendeiner Form von Stundenplänen ergehen. Was halt nicht hilft, wenn dann die Kraft fehlt, den schön geplanten Plan auch umzusetzen (Selbstdiziplin hilft offenkundig nicht gegen einen Mangel an Selbstdisziplin). Das Buch las sich tatsächlich überaus vergnüglich. Ich habe viel gelacht und das Lesen auch nicht vor mir hergeschoben. :D Konkrete Hilfestellungen oder ein ultimativer Masterplan zum Umgang mit Prokrastination sind eher nicht der Fokus des Buches und einige der genannten Vorschläge sind mit einem Körnchen Salz zu lesen. Vielmehr geht es um die Rückversicherung, dass so ziemlich jeder Mensch mal Dinge vor sich herschiebt, dass das normal ist und sogar gesund sein kann. Oft geht gar nicht die Welt unter, nur weil eine bestimmte Tätigkeit verspätet oder gar nicht erledigt wurde. :o Und manch unangenehme Tätigkeit sollten auch einfach andere erledigen, die sie weniger furchtbar finden. Allein die Tatsache, dass eine Tätigkeit ein Übermaß an Selbstdisziplin erfordert, führt auf lange Sicht vermutlich zu wenig Glück und spricht nicht dafür, dass es gut ist, sie dauerhaft erledigen zu wollen. Das Buch feiert die gute Art der Prokrastination sogar. Das ist die Art, bei der mit Begeisterung Sachen gemacht werden, die wirklich Freude bereiten und das Leben bereichern - manchmal ergibt sich aus solch einer Prokrastinationstätigkeit am Ende mehr, als aus der mit Selbstdisziplin durchgewürgten Arbeit.
Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die mit ihrem Latein und der Auswahl an handelsüblichen Tipps gegen Prokrastination am Ende sind und sich einfach mal freundlich auf die Schulter klopfen lassen und Alternativen zum Durchbeissen aufzeigen lassen möchten.
Wie in dem Buch schon vorhergesagt, habe ich laaaange gebraucht bis ich es zu Ende gelesen hatte. Es ist relativ einfach und verständlich geschrieben. Das mag ich sehr und macht das Buch auch sehr zugänglich.
Ich würde das Buch jedem empfehlen, der viel mit anderen Menschen zu tun hat und häufig in Gruppen arbeitet. Auch wenn man selber keinen Hang zum Prikrastinieren hat, so lernt man wie man mit seinen Mitmenschen umgehen kann. Auschieben hat nicht immer einen Grund und geschieht gelegentlich auch unbewusst oder unfreilig.
Und für alle, die sich selber in dem Titel wiederfinden...Lest es! Man findet einiges Tipps und was mir am besten gefällt es wird versucht jeglichen Druck abzubauen und verschiedene mögliche Lösungen aufzuzeigen. Manchmal ist genau das was man braucht und nicht irgendeine neue Methodik, die viel Energie und Selbstdisziplin brauch, die (wenn wir uns ehrlich sind) manchmal echte Mangelware sein kan.
Auf unterhaltsame Weise geben Frau Passig und Herr Lobo Tipps, wie man es trotz hartnäckigster Neigung zum Aufschieben schafft, die Nerven zu behalten. Es handelt sich bei diesem Werk nicht um einen Ratgeber zum Anpacken, sondern einen zum Umgang mit der Prokrastination. Das dürfte bei den Betroffenen ein wenig den Leidensdruck senken und dadurch einen neuen Spielraum schaffen, vielleicht doch nochmal den Hintern hochzukriegen. Auf alle Fälle habe ich mich bei der Lektüre des Werks köstlich amüsiert.
Als Hörbuch: es sind ein paar interessante Dinge drin, gerade wenn man lernen möchte, auf Umwegen beim Ziel anzukommen. Ansätze von den Autoren helfen, das eigene Wesen und dessen (scheinbare) Unlust auf manche Dinge zu verstehen und wertzuschätzen. Alles in allem lesbar, auch wenn die Autoren für meinen Geschmack zu sehr auf der "ein Aufschieber ist ein Aufschieber bleibt ein Aufschieber" - Opferrolle herumreiten. Hier fehlt mir ein konstruktiver Ansatz.
Anscheinend besteht das Talent der Autor:innen darin, andere die unangenehmen Dinge ihres Lebens regeln zu lassen. Sie schildern etliche solcher Episoden, die Erwähnung passender Studien soll dem zu Papier gebrachten Arschlochverhalten offenbar einen wissenschaftlichen Anstrich verleihen und es normalisieren. Ohne Rücksicht auf Verluste durchs Leben treiben und die Zusammenfassung dessen als Antiratgeber/Ratgeber verkaufen. Clever.
Insgesamt recht kurzweilig, aber ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob das Ganze nun eine Satire ist, oder ein Ratgeber. Der Hauptgedanke hinter dem Ganzen: wenn etwas partout nicht klappen will, einfach beenden das Ganze und etwas Neues anfangen. Ist bestimmt manchmal richtig, aber trotzdem für mich ein bisschen zu kurz gedacht.
Kirjoitan arvostelun sitten joskus myöhemmin. Se taisi olla tämän kirjan tärkein oppi. Tai en oikeastaan ole varma, mutta enpä viitsi selvittääkään. Elämä pysyy epäjärjestyksessä muutenkin.
rather boring even though the phrasing is constantly fun and games. basically a very prolonged „please, everybody just chill“ with a sciency-backbone here and there.
Sehr unterhaltsam mit ein paar nützlichen Tipps. Ich qualifiziere mich wohl nicht zu 100 % als LOBO, konnte aber Vieles nachvollziehen und nehme Einiges mit.
Der Titel klingt vielversprechend - wer wünscht sich denn nicht, Dinge geregelt zu kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin? Und das Buch enttäuscht tatsächlich nicht, wenn auch auf ganz andere Art und Weise als erwartet. Hier gibt es (so gut wie) keine Tipps und guten Ratschläge, wie man das ständige Aufgaben-vor-sich-Herschieben überwindet oder vermeidet. Stattdessen seitenweise Vorschläge, wie man damit lernt zu leben: Dinge einfach liegen lassen - Vieles, wenn nicht sogar das Meiste, erledigt sich von allein. Deadlines setzen, sich Druck von aussen holen. Oder auch sofort Umsetzbares, wie 'Fitnessstudiovertrag gar nicht erst unterschreiben (man geht eh nicht hin). Lieber mit dem Rad zur Arbeit.' oder 'Kein Geschirr abtrocknen. Erledigt sich von allein.' usw. Selbst wenn man kein Extrem-LOBO (Lifestyle of Bad Organisation) ist und vielleicht nur in einigen wenigen Teilbereichen des Lebens prokastiniert, lohnt sich die Lektüre dieses Buches. Zum einen sind ihre Vorschläge auch für die minder schweren Fälle sehr hilfreich. Zum andern ist es tröstlich zu wissen, dass es Menschen gibt, die wesentlich mehr vor sich herschieben als nur die Einkommensteuererklärung oder das Aufräumen des Kellers. Und last but not least: Es macht einfach Spass, dieses nicht nur nützliche, sondern auch witzige Buch zu lesen.
Huomasin lukiessani, että en ihan kuulu tämän kirjan kohderyhmään. En jätä laskuja viikkokausiksi avaamatta, ja muutenkin hommat tulee yleensä hoidettua. Mutta on tässä kirjassa silti hyödyllisiä ideoita, kuten seuraava: "Onneksi nykyään on sentään helppo tehdä mieleisiään ostoksia, mikä onnistuu esimerkiksi hiirtä napsauttamalla. Vakiintunutta käytäntöä ei ole kuitenkaan siihen, kuinka tavaroista pääsee jälleen eroon. Vaadimme siksi myös toiseen suuntaan toimivaa postipalvelua, joka käy noutamassa pientä korvausta vastaan kaikki mahdolliset kapineet ja hoitaa ne nettihuutokaupan ostajille tai kaatopaikalle."