Georg Ephraim, deutscher Jude, Emigrant in England, Journalist, kehrt zum ersten Mal nach seiner Flucht 1938 nach Berlin zurück (1962). Vordergründig, um das Schicksal der (illegitimen) jüdischen Tochter des Chefredakteurs seiner "conservative paper", John Keir, aufzuklären bzw. herauszufinden, wo Esther geblieben ist und ob sie noch lebt. Aber auch, um einen kurzen Moment lang mit einem Land wieder Kontakt aufzunehmen, das einst seine Heimat war, und es heute nicht mehr sein kann. Ephraim geht letztlich nach Rom und wird Schriftsteller. Oder schreibt seine Geschichte. Ein faszinierender Spiegel der Zeit. Dauerhaft aktuell, und heute, 46 Jahre nach seiner Entstehung (1967) zugleich als Geschichtsbuch zu lesen.