In einsam gelegenen Holzhäusern der Indianer, in Gerichtssälen und Büros, auf der Prärie und im eisigen Alaska spielt die Handlung dieses Romans. Auf der Ranch des heimlichen Häuptlings Joe Inya-he-yukan King und seiner Frau Queenie Tashina treffen sich Männer, Frauen und Jugendliche, unter ihnen Hugh Wasesha Mahan, ehemaliger Zögling einer Boarding School für Indianerkinder, der auf die Reservation zurückkehrt und als Erzieher und Lehrer in die Konflikte der verzweifelnden und rebellischen Jugend hineingerissen wird. Der neue Superintendent Chester Carr, Rassist und Bürokrat, lässt die Schulranch auflösen und die Büffel von der King-Ranch vertreiben. Ein weißer Rancher, eingefleischter Indianerhasser, wird Nachbar von Joe und Queenie King. Joe King und seine Freunde von der Reservation und von der indianischen Bruderschaft leisten einfallsreich Widerstand. Doch die Konflikte drohen tödlich zu werden.
Liselotte Welskopf-Henrich (1901 - 1979) was a German historian and author.
Her main fields of interest were ancient Greece and the Native Americans. She wrote a series of novels called Die Söhne der großen Bärin ("The Sons of the Great She-Bear").
Immer wenn ich eins von diesen Büchern anfange, weiß ich, dass es mir das Herz brechen wird. Aber ich kann nicht widerstehen. Diesmal spielt sich alles vorwiegend in der Reservatsschule ab. Wir lernen neben einigen bösen Bleichgesichtern eine neue Hauptfigur kennen, Hugh Wasescha Mahan, Joe King in vielem sehr ähnlich. Und wieder kommt keine Langeweile auf, es bleibt spannend bis zur letzten unvorhergesehenen Wendung. Wieder leidet der Leser ohnmächtig mit den Indianern, es gibt haarsträubende Ungerechtigkeiten, aber immer noch bleiben die übrig, die nicht aufgeben und auf ihrer Würde und auf der Verwirklichung der eigenen Lebensgrundsätze beharren. Es scheint, als würden nun wirklich alle ihren Platz einnehmen und Anlauf nehmen zum großen Finale ...