Er ist Anfang 40, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke in den Ländern Mittel- und Osteuropas: In einer Zeit globaler Wirtschaftskatastrophen macht sich Darius Kopp daran, sein Lebensidyll zu verteidigen. Seine Firma hat sich zwar in ein Phantom verwandelt (seine Chefs sitzen ohnehin in London und in Kalifornien), und auch seine Ehe mit seiner großen Liebe steht vor dem Aus. Dennoch möchte er lange daran glauben, dass alles gut gehen wird und er in der besten aller möglichen Welten lebt. Vor allem aber, dass es ihm geglückt ist, sich vom schönen Leben ein großes Stück zu sichern …
Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.
Der Buchtitel klingt etwas apokalyptisch, aber so recht konnte ich gar nicht glauben, dass es hier um einen verbleibenden Überlebenden einer Pandemie geben sollte, als ich in der Bücherei blind zu diesem Werk griff. Der letzte Mann auf dem Kontinent ist Darius Kopp aus Berlin, und Berlin lebt und pulsiert. Kopp ist IT-Spezialist, Diplom-Ingenieur, in der DDR aufgewachsen, übergewichtig, phlegmatisch, unorganisiert, gelangweilt und mit einer großen Portion Faulheit ausgestattet. Wir dürfen ihn in diesem Buch eine Woche im Jahr 2008 durch sein Leben begleiten und zwar äußerst detailliert beschrieben, mit ständig wechselnden Innen- und Außenansichten, mit direkter und indirekter Rede sowie Klammervermerken, die die Gedanken in Worte während des Redens fassen.
Das ist zunächst mal kein einfaches Buch. Man muss sich an diesen Stil gewöhnen. Insbesondere Freunde von handlungsorientierten Büchern dürfte es zu wenig Story sein. Doch anders wie bei anderen zeitgenössischen Romanen, die sich den Realismus als Stilmittel zuwenden, wirken die Beschreibungen von Kopps Handeln, Denken und Sagen nicht detailverliebt und zäh, sondern spöttisch, ironisch, aber auch kritisch und witzig. Kurz um, diese Art des Realismus hat mir z.B. wesentlich mehr Freude beim Lesen bereitet, wie z.B. bei einem Karl Ove Knausgård.
Dieser Gesellschaftsroman befasst sich mit dem Thema „Der Mensch in einer globalisierten Welt“. Und da es sich für ein kleines amerikanisches IT-Unternehmen gehört, Ende der 00-Jahre weltweit präsent zu sein, braucht man auch einen Vertreter auf dem europäischen Festland. Und das ist Darius Kopp, alleine in seinem Büro in Berlin-Mitte in einer Art Co-Working-Space befindet er sich auf dem Stockwerk mit lauter anderen Einzelkämpfern aus anderen Branchen. In Kopps Arbeits- und Privatleben läuft es nicht gut. Der Arbeitgeber in London oder Kalifornien telefonisch nie zu erreichen, fühlt er sich wirklich wie ein letzter Überlebender seines Betriebs. Seine Frau ist genervt von seiner Unzuverlässigkeit, seine Freunde sind auch wie er nur Egozentriker und seine Mutter liegt im Heimatstädtchen im Krankenhaus. Eine Vielzahl von privaten Problemen zeigt, dass die globalen Probleme schnell in den Hintergrund treten, wenn das Hemd mit der Frühstücksmarmelade verkleckert ist oder die Mutter hypochondert. Und so gelingt es Kopp nicht, das Heft des Handeln zu übernehmen, sondern letztlich ist er nur ein Opfer der Umstände und ein Getriebener.
Darius Kopp ist kein Sympathieträger, im Gegenteil: er ist ein Mensch, mit dem man eigentlich nichts zu tun haben will. Aber letztlich beschreibt Terezia Mora ihren Protagonisten so authentisch, dass seine vielen kleinen Fehler auch die unsrigen sein könnten. Nach dem Lektüre hat man den Wunsch, diesem Sozial- und Konnektivitätswahn zu entfliehen und sich autark auf das Land zurückzuziehen. Aber so leben wie Darius Kopp? Nein, Danke. Mittlerweile sind über 10 Jahre seit Erscheinen des Buchs vergangen und eigentlich ist mit dem mobilen Internet alles noch schlimmer (oder extremer? oder doch schöner geworden?). Der Schreibstil von Terezia Mora ist ein Genuss. Es war mein erstes Buch der ungarischen Schriftstellerin, aber bestimmt nicht das Letzte.
Da ich sehr handlungsarme Romane wie jene von Arno Geiger, die dem Leser nicht einmal eine substanzielle Aussage vermitteln, die aber sprachlich ziemlich großartig konzipiert sind, regelmäßig abstrafe, muss ich auch hier fair sein und sagen, die Geschichte ist n-e-t-t-t-t mit vier T ausgesprochen. Und das ist eine äußerst schlechte Beurteilung.
Immer wenn ein Autor eine Autorin sein/ihr handwerklich hervorragendes Schreibtalent vor meinen Augen spazierenführt, mir aber keine Geschichte erzählen will und mir auch sonst nix zu sagen hat, fühle ich mich verarscht und werde ärgerlich.
Auch hier ist es so, die aufgeblähten großartigen großspurigen Beschreibungen können leicht auf einen 5-zeiligen Nukleus komprimiert werden.
Netzwerktechnik-Verkäufer Darius, frisst, säuft, hat Sex und kommuniziert mit Arbeitskollegen und Kunden. Er verliert aus Unsensibilität und Rücksichtslosigkeit seine Frau und teilweise selbstverschuldet und durch äußere Umstände seinen Job. Er hat a bissi Troubles mit seiner Schwester und Mutter und dann ist da noch ein Karton voller Bargeld, der Kalamitäten verursacht. Welch eine Sensation (Ironie off).
Was mich zudem sehr genervt hat, ist der Umstand, dass ich die Netzwerktechnik-Branche von der Kundenseite her kenne, saß ich doch selbst einige Jahre im Einkauf von zwei Universitäten, die die Netzwerk-Komponenten von so Typen wie Darius mittels Ausschreibungen gekauft haben. Nicht mal der zugegebenermaßen gut beschriebene Job lockt mich lesetechnisch hinterm Ofen hervor.
Und dann muss ich mich als Leserin auch noch von der Autorin indirekt durch die Figur vorführen lassen.
" An dieser Stelle wünschte man sich, die Geschichte würde einen Sprung nach vorne machen und der Held sich unverzüglich daran, etwas zu tun. So auch Darius Kopp. In Wahrheit hat man dann noch den ganzen Sonntag vor sich. Es wird lang werden - genauso lang, nicht wahr - wie jeder Tag und wir werden dabei sein müssen."
Definitiv nicht witzig 😡. Als Autorin hat man auch die Wahl, den Leser nicht mit jedem kleinen Furz des Tages zu konfrontieren und zu quälen.
Fazit: Ganz gut geschrieben aber sterbenslangweilig, für mich total verlorene Lesezeit.
Иако се Терезија Мора потрудила да користи различите технике како би дочарала живост великог града и свакодневни живот – убацивање звукова саобраћаја, испрекидане делове разговора случајних пролазника и слично, као и убацивање чланака са интернета, резултата Гугл-претраге, испрекиданог унутрашњег монолога... све то личи само на (веома бледу) копију Деблиновог Берлин-Александерплаца, који јој је очито био узор.
Кроз те „необичне“ технике, ауторка је покушала да нам дочара испразност корпоративног живота данашњих модерних људи, као и њихове проблеме, а све то углавном кроз унутрашњи монолог представника неке компаније која се бави интернетом, а који је због смањивања трошкова остао као једини њихов представник за Европу. Све то делује равно, неубедљиво и предугачко је.
Терезија Мора, мађарско-немачка списатељица добила је пре 4 године награду Георг Бихнер, једну од најважнијих за писање на немачком језику, па сам због тога и узео ову књигу на некој распродаји. Ипак, то „снажно описивање духа времена“ нисам баш пронашао.
Wir verfolgen eine Woche im Leben des Darius Kopp, Anfang 40, dem es als Informatiker aus der DDR gelang, auf die New-Economy-Welle aufzuspringen und sich damit in der besten aller Welten wähnt. Eigentlich sitzt seine Firma in den USA und er ist nicht mehr als ein Verkäufer für den mittel- und osteuropäischen Markt (der einzige Mann auf dem Kontinent), sitzt in einem vollgestellten Einzelbüro in Berlins Mitte zwischen lauter ähnlichen Verkäufern, die sich alle nicht kennen, aber ist glücklich über diese Arbeit, über seine „Freiheit“ in einem gewissen Rahmen jederzeit zu tun und zu lassen, was er will. Es erfüllt ihn mit Stolz, Anzug und Köfferchen zu tragen wie eine Uniform. Dabei ist es sehr amüsant zu erleben, wie hinter der ganzen Fassade gar nichts steckt: er ist völlig unorganisiert, schlampig und abwechselnd von Fress- und Müdigkeitsattacken getrieben. Ein Meister der Prokrastination, der sich beim Internetsurfen genauso wie beim Zappen durch die Fernsehkanäle völlig verlieren kann und dabei weder seine Umwelt noch die Bedürfnisse und Sorgen seiner Ehefrau wahrnimmt. In vielem ist er der totale Unsympath – so wollen wir alle nicht sein – und doch entwickelt man auch ein wenig Mitgefühl und die eine oder andere Macke kommt uns irgendwie bekannt vor.
Ist er so, der Mitarbeiter der neuen Arbeitswelt? Auf alle Fälle hat die Autorin eine überzeugende und detailreiche Darstellung eines modernen Angestellten geschrieben. Ich habe mich des Öfteren gefragt, woher sie diese Innensicht hat, die so authentisch ist, als hätte sie jahrelang in dieser Branche gearbeitet.
Der Sprachstil hat etwas ganz besonderes, er kommt leicht und gut lesbar daher, obwohl häufig die Perspektive gewechselt wird. Man erfährt meist gleichzeitig, was gesprochen und dabei vom Sprechenden gedacht wurde und was die Angesprochenen denken oder auf die Gedankengänge antworten würden. Wer gerne eine spannende Handlung liest, ist mit diesem Buch nicht gut beraten, aber in vielen der so flapsig dahin geworfenen Sätze steckt sehr viel Menschenkenntnis, die den Gedankenstrom in Gang setzt zu Dingen wie: Arbeitswelt der Zukunft, Entfremdung von unseren Mitmenschen und der Natur, Einsamkeit, Auslöser für Wohlbefinden usw.
Ich werde auf alle Fälle den 2. Band auch noch lesen (ein 3. ist wohl geplant, aber noch nicht erschienen) und bestimmt auch zu anderen Büchern von Terézia Mora greifen.
Sokszor ajánlom fel magamban a fülszövegíróknak a kertemet, nem teázásra, hanem szívlapát okozta halál utáni végső nyughelynek, mert úúúgy elásnám őket… van, aki csúnyán spoilerez, más meg nem olvasta a könyvet, csak valahol felcsapta, és három bekezdés alapján írt pár mondatot. Ez az utóbbi eset áll fent most, a fülszöveg szerint ez egy humoros és színes szerelmi történet, pedig ebben a regényben a szerelemnél csak humor és színes események a ritkábbak. Darius 43 éves, egy IT cég képviselőjeként él Berlinben a feleségével, egyetlen hetének története egészen közeli nézőpontból, ami annyira közeli, hogy néha változik az elbeszélő személye, mondatról mondatra úszik át külső elbeszélőből E/1-be, egészen külőnleges vibrálást, ritmust adva regénynek. Darius az a fajta ember, aki megpróbálja láttatni a cselekvést, miközben passzívan várja a dolgok megtörténtét, mindenben. A munkája, a házassága, a pénzügyei, a kapcsolatai csak a tehetetlenségtől jutnak valamire, persze nem feltétlenül arra, amerre Darius szeretné, és pont ez a hét az, ahol az élete minden ponton elkezd fennakadni. Magányos a házasságában, a munkájában, a családjában, az interneten, nem nagyon van olyan területe az életnek, amiért hajlandó lenne tenni valamit, viszont mindig jól megjutalmazza magát a szenvedéseiért. Flora… a feleség is megjelenik néha, passzívan, a háttérben, talán ő az egyetlen, akivel lenne esélye Dariusnak egy csapatot alkotni, de kihagyja, nem él a lehetőséggel.
ich lass das jetzt nach etwas mehr als 1/4 mal. irgendwie passiert nix, das ist so ein typisches nachwuchs-autorinnen-buch das durch originelle sprache und "scharfsinnige alltagsbeobachtungen" beeindrucken will. ich will aber ne story. muß ich wohl wieder zu den klassiker_innen greifen
Nach der Wende hat Darius Kopp viel Glück gehabt wie er selbst meint. Er hat gleich einen Job bekommen, lebt inzwischen in Berlin, ist verheiratet und sogar als seine Firma aufgekauft wurde, wurde er als einziger übernommen. Und für seine Arbeit reißt er sich wirklich kein Bein aus, es geht nur ums Verkaufen und das kriegt man immer irgendwie hin. Seine Frau Flora arbeitet als Kellnerin und die Beiden versuchen ein Kind zu bekommen. Doch während dieser Hitzewelle wird irgendwie alles zu viel besonders die Arbeit. Da geht man doch lieber mal ins Café oder trifft sich mit Freunden. Wenn nur dieser Stinkstiefel von Gebietsleiter in London nicht wäre. Der fängt doch auf einmal an, zu verlangen, Darius solle nicht nur verkaufen, sondern auch die fälligen Rechnungen anmahnen. Das ist doch Sache der Buchhaltung und nun ist es seine Sache.
Ein wenig nervt er schon, dieser Darius. Drückt sich vor der Arbeit, für die er wohl nicht ganz schlecht bezahlt wird. Doch alles andere geht vor, wobei auch seine Frau manchmal ins Hintertreffen gerät, was der Ehe nicht wirklich gut tut. Natürlich hat auch Darius mit Problemen zu kämpfen, seine kranke Mutter braucht Unterstützung und ist schon etwas fordernd. Doch im großen und ganzen findet Darius sich und sein Leben toll. Ein Gewinner der Wende, der aus dem Osten kommt. Obwohl er merkt, dass er und dieser Gebietsleiter in London sich nicht abkönnen, missachtet er die Anzeichen. In seiner Selbstüberschätzung meint er, es müsse alles so weitergehen. Doch die Welt ist härter geworden und das Schicksal macht auch vor Darius nicht halt.
Nicht wirklich sympathisch aber auch nicht wirklich unsympathisch ist dieser Darius Kopp. Seine Traumwelt liegt schon in Scherben bevor er es bemerkt. Als Leser möchte man ihn manchmal schütteln, damit er wach wird und sich den Wahrheiten stellt. Doch vielleicht muss man manchmal in sein Unglück rennen, um geläutert zu werden. Ein lehrreicher Einblick in ein Nachwende-Leben, das eigentlich vom Glück bevorzugt scheint, aber dennoch zeigt, dass Glück nicht immer von Dauer ist. 3,5 Sterne
Nagyon tetszik ahogyan meg van írva. Valahogy olyan eleven, életszerű a főszereplő csapongó gondolataival és tetteivel. Nekem eleve ismerős volt Darius Kopp személye, körülményei és a munkavégzésének módja is (elkényelmesedett sales-es), nagyon jól megfogta az írónő ezt a típust. A főhős egyetlen hetébe nyerünk betekintést, de ebben van munka(kerülés), stresszelés, henyélés, evés-ivás, költekezés, családi viszonyok, párkapcsolati- és munkahelyi dráma, némi idegösszeomlás - ez mind nem kevés egy hétre. És bár a regény Darius nézőpontjából íródott, engem nagyon érdekel a felesége, Flora, remélem a trilógia többi részében többet is megtudok róla.
Großartiges Buch - schon Day In Day Out: A Novel hat mich davon überzeugt, dass Mora eine der interessantesten Autorinnen derzeit ist und auch dieser Roman trifft sowohl sprachlich als auch thematisch den Punkt. Präzise, geschmeidig, sensibel - und wieder ein Anti-Held, den man nicht vergessen wird. Teilweise zum hysterisch Lachen komisch, teilweise auf eine seltsam abgehobene Weise tieftraurig - lesenswert, wenn auch um ein Quäntchen weniger genial als Alle Tage. Aber Mora hat sich da selbst die Latte sehr hoch gelegt.
Mindenki egyetlen ember a kontinensen. Ezt a múltkor Vilikovskytól megtanultam, vagy Ovetól, vagy Miháéltől, de emlékszem Don Tillmanra is, mert ő is az volt. Egyedi és megismételhetetlen. Semmi különös nincs az életükben, semmi, amivel ne tudna azonosulni aki akar (nem muszáj, csak mondom). Darius egy összegyúrt figura mindenkiből, minden élethelyzetből, legyen az egy egyszerű reggeli feltámadás (Hány óra, nem tudom. Az a két világos folt: ablakok. Csukott szemmel látom őket.) , vagy a napközbeni kávétlanság, vagy az esti – nyomjuk el amit nem tettem meg ma és már nem is fogom – nyugtalanítása. Sokat mosolyogtam, néha nevettem is. Nem kinevettem, hanem együtt éreztem azzal, ahogy magában morfondírozik, ahogy azt várja hogy a világ magától forduljon már valamerre (lehetőleg arra amerre ő szeretné), ahogy olyan tud lenni, mint aki a hangjáról csak a harkályt ismeri fel, de az meg már milyen ügyes dolog!! Elég is neki ennyi. Darius Kopp egyébként aprólékos megfigyelő (Abból amit egyáltalán észrevesz. Na, és ki lenne az? A nő. Flora.) Hogy tanácstalan a párkapcsolatában, a szerelemben? Ki nem volt még az? Hogy nem tudja kiben lehet bízni, mennyire és minek? Ki nem volt még ilyen helyzetben? Hogy néha olyan mint ha másik bolygóról jött volna? Mint Sammler úr akinek ez a föld hol tágas, hol szűk, de sehogy sem kerek. A mi főhősünk viszont jól érzi így magát és nekem éppen az tetszett benne, ami lehet, hogy mást meg zavarna. A magányát értettem meg leginkább. Ezen a hatalmas kontinensen egyetlennek lenni egy kihívás. És ezek után következhet A szörnyeteg.
* Említett szereplők innen: Pavel Vilikovský: Kutya az úton Fredrik Backman: Az ember, akit Ovénak hívnak Ámosz Oz: Miháél, Miháél Graeme Simsion: A Rosie projekt Saul Bellow: Sammler bolygója
Ich nehme es schonmal gleich vorweg, damit niemand glaubt, er würde hier einen Verriss zu lesen bekommen: "Der einzige Mann auf dem Kontinent" ist ein großartiges Buch. Protagonist Darius Kopp arbeitet, ja, was arbeitet der Mann eigentlich? Er hat ein eigenes Büro in so einem Bürohaus irgendwo in Berlin, nahe Potsdamer Platz, wo alle Büros von Menschen gemietet werden, die wie Darius Kopp einziger Vertreter irgendeiner internationalen Firma in Berlin sind. Firmen mit Namen wie Opaco, Fidelis oder Medconsult Inc., die ihren Hauptsitz in Kalifornien oder Utah oder Nevada oder Australien haben und für all ihre Geschäfte in Süd-Ost-Mittel-Zentral-Nord-oder was auch immer Europa nur einen einzigen Mann benötigen. So ein einziger Mann ist Darius Kopp. Einzig und vereinzelt und verloren wirkt er von Anfang an. Selbst, wenn er mit seiner Frau Flora ("1999 lernte er Flora kennen. - Neben all dem anderen ist das hier nicht zuletzt eine Liebesgeschichte...Seit drei Jahren versuchen sie ein Kind zu bekommen.") Sex hat, wirkt er allein, sie auch. Er bewohnt mit Flora eine Maisonettewohnung mit Dachterrasse, auf der er frühstückt, ausgiebig, manchmal bis zum frühen Nachmittag und es genießt, dass er dabei "Geschäftstelefonate" per Handy führen kann, ohne dass sein Gegenüber weiß, dass er halbnackt auf seiner Dachterrasse sitzt und gerade Sex mit Flora hatte. Es ist Sommer. Er hat auch einen Freund, Juri, mit dem er fast jeden Abend um die Häuser zieht, essen geht (überhaupt ist Essen für Darius Kopp unglaublich wichtig, wir erleben ihn sehr oft beim Essen oder beim sich sehnen nach Essen, er ist 1,78 m groß und wiegt 106 kg) und zum Schluss in der Strandbar, in der Flora kellnert, sich von dieser die letzten Getränke bringen lässt, bis er dann mit ihr gegen 3 Uhr morgens nachhause geht, betrunken, ohne dass er selbst es wohl so nennen würde. Der Führerschein wurde ihm für eine begrenzte Zeit abgenommen, weil er zu schnell gefahren ist. Sein Büro ist voll gepackt mit Kartons, die sich an den Wänden entlang stapeln. Sein Zimmer in der Wohnung ist ebenfalls vollgepackt mit alten Computerteilen, (die Sammlung reicht bis ins Jahr 1990 zurück) und was sonst noch so von Männern gesammelt, aufgehoben werden könnte. Flora, die sehr sensibel (vielleicht auch depressiv? ist) hat das Gefühl, das Chaos seines Zimmers könne eines Tages durch die Wände, durch die Tür, in die gesamte Wohnung (in der sie allein für Ordnung sorgt, in der Darius grundsätzlich sein Chaos herum liegen lässt) dringen und sie verschlingen. Er denkt täglich darüber nach, endlich Ordnung zu schaffen. Er kommt nicht dazu. Zuviel Stress. Essen gehen, Telefonate führen, saufen gehen, Geschäftstermine gerade so schaffen (o.k. über eine Stunde zu spät, aber das lag am Verkehr, an der schlechten Wegbeschreibung), Sex haben, über andere Leute nachdenken, im Internet surfen.... Ach ja, als was arbeitet Darius Kopp nochmal? Er verkauft irgendwelche Internet-Access-Security-Solutions oder so für eine Firma, die ihren Hauptsitz in Sunnydale/CA hat. Dort war er auch einmal. Ist mit Bill, dem CEO (nennt man das so?) essen gewesen, am Strand, in dessen Haus. Wir begleiten Darius eine Woche durch sein Leben, seine Gedanken, seine Abwege. Und schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, einer vollkommen verlorenen Seele auf ihren Abwegen beizuwohnen. Abgelenkt, vollkommen abgelenkt von allem, was möglicherweise zählen könnte in einem menschlichen Leben, durch den Irrglauben, in der besten aller möglichen Welten zu leben, welche sich alleine durch Technik, Geld, Erfolg, und ähnliche Äußerlichkeiten definiert. Er verliert sich Seite um Seite in einem Wirrwarr aus Handytelefonaten, Internetsurfereien, die zu nichts führen, ausser dazu, seine Zeit zu verschlucken, Fernsehzappereien, Einkaufsorgien, Gedanken, niemals zuende geführten, aber seitenlang beabsichtigten Handlungen. Ein Gestrandeter, dessen Frau in einer Strandbar arbeitet, in Berlin, wo Strandbars im Grunde eine Metapher sein könnten für die Welt all dieser Abgelenkten, die in einer Stadt, in der es gar keine Strände gibt, dennoch zuhauf in Strandbars herum sitzen. Alle irgendwie verwandt mit Darius Kopp. "Alle Leute sind irgendwie merkwürdig. Im Grunde ist es bewundernswert, dass es uns gelingt, so eine komplexe Gesellschaft am Laufen zu halten." Ein Verlorener in der Komplexität unserer modernen Gesellschaft, globalisiert, entfokussiert, in erster Linie allein mit elektronischen Geräten kommunizierend, erst in zweiter Linie mit menschlichen Wesen, die aber im Grunde nicht mehr versteht, verstehen kann, weil man als eine Art Autist auf allen zwischenmenschlichen Ebenen andere nur noch als Störung oder als Befriedigung für eigene Bedürfnisse wahrnehmen kann. In dem ganzen Buch, in dem wir Darius und seinem inneren Monolog folgen, erleben wir so gut wie keine wirkliche menschliche, zwischenmenschliche Berührung. Der einzige Mann auf dem Kontinent ist von allen, obwohl noch irgendwie in ihrer Mitte, vollkommen isoliert. Terézia Mora hat für mich ein Zeitbild entworfen, ein Gesellschaftsbild, und einen derart typischen Charakter, das man auf jeder Seite glaubt, ihn zu kennen, ihm schon zig Mal leibhaftig begegnet zu sein. Ich habe dabei die Zielstrebigkeit, die absolute Fokussiertheit ihrer Erzählweise geliebt, sie hat mich fast süchtig gemacht. Ich habe in dem ganzen Buch nicht ein einziges Wort gefunden, das mich gestört hätte. Sie hat diese Geschichte eines Verlorenen für mich absolut perfekt erzählt, sowohl in Sprache als auch in dem Handlungsbogen, den sie schlägt. Ja, stimmt, das Buch hat mich euphorisch gestimmt, denn es hat großen Spaß gemacht, es zu lesen, nicht nur wegen der Sprache, der wohlgeführten Erzählung, sondern auch wegen der feinfühligen, mikroskopisch genauen Beobachtung der Menschen darin. Das hat oft auch etwas witziges, zum Beispiel, wenn Kopp seine Mutter Greta im Krankenhaus besucht, dort seine Schwester Marlene trifft, oder wenn er mit Flora ein Wochenende auf dem Land verbringt und ohne Handyempfang schier ausflippt. Dieses Buch wird in jedem Fall auf meine Liste der Lieblingsbücher 2013 (My List of different favourites 2012) kommen, eventuell sogar auf die Liste der Bücher, die man lesen sollte, bevor man stirbt. Und jetzt werde ich versuchen, so schnell wie möglich an seinen Nachfolger Das Ungeheuer zu kommen. Ich möchte es unbedingt lesen! Obwohl ich schon weiß, dass Flora darin tot sein wird. Aber Darius, so unsympathisch er mir ist, möchte ich dennoch wieder treffen.
Sprachlich und stilistisch wirklich wunderbar gemacht, für mich persönlich aber einfach zu handlungsarm und über weite Strecken doch eher etwas langweilig. Auf den letzten 30 Seiten hat sich dann aber, erstaunlicherweise, doch endlich etwas in der Entwicklung der Figur getan. Das gefiel mir - und ich denke, ich werde die Trilogie um Darius Kopp weiterlesen.
Sehr unterhaltsam schreibt Mora über den sinnlosen, drögen Arbeitsalltag einer dieser Anzugträger von einer dieser Internet-Sicherheitsfirmen. Die Hauptfigur Kopp befindet sich sowohl in seinem Arbeitsverhältnis als auch in seinen Beziehungen zu Kollegen, Freunden und seiner Ehefrau wie im Nebel: Man ahnt mit ihm, dass er bei aller Normalität ständig am Rande des Abgrunds entlangläuft. Krise und Fremdheit als Lebensgefühl scheinen erstmal ein unattraktiver Stoff für einen Roman: Handelt es sich mal wieder um eine zynische Zeitanalyse aus akademisch-künstlerischer Perspektive, fatalistisch und zum Gähnen langweilig? Während Ersteres gewiss zutrifft, werden letztere Annahmen durch den Stil des Werks unterlaufen: Auf sehr kluge Weise und mit einer Gewissenhaftigkeit, die Respekt vor dem individuellen Schmerz ihrer Hauptfigur verrät, erzählt Mora ein Leben, eine Generation, ein Europa der Gegenwart. Gewiss hält man hier keine leichte Lektüre in der Hand. Der häufige, unmarkierte Wechsel der Fokalisierung fordert die Leserin ständig heraus, über den Sinn des gerade Gelesenen nachzudenken. Winzige Rückgriffe auf Motive und Formulierungen, die meist nur eine kurze Erinnerung an Vorheriges hervorrufen, spinnen ein erstaunlich dichtes Netz an Verweisen und Bedeutung über den Text, wobei die Suche danach als Detektivspiel wirklich Spaß macht. Und die unverhüllte Bearbeitung von weltliterarischen Motiven und gängigen Stereotypen macht den Zugang zum Buch voraussetzungsreich, aber dafür auch unglaublich unterhaltsam! Übrig bleibt übrigens nicht der Pessimismus, sondern die sanfte Hoffnung, dass dem Individuum auch in der Krise noch zahlreiche Möglichkeiten offenstehen.
Het gebeurt me niet vaak dat ik een boek niet uitlees, maar na 150 pagina's (op ongeveer een derde) hield ik het dit maal toch voor gezien. Ik irriteerde me rot aan de schrijfstijl, die ik niet anders kan omschrijven als popi-jopi. De tekst zit vol met overbodigheden, veel woorden tussen haakjes, die het geheel een feel geven van een tienerdagboek.
De hoofdpersoon is in gelijke mate onverdragelijk onsympathiek en saai. De tekst wordt niet duidelijker doordat Mora soms binnen een zin van perspectief wisselt (dan gaat het over 'ik', dan weer over 'hij', terwijl het over dezelfde persoon gaat), en zowel gedachten als gesprekken zonder aanhalingstekens zijn gevoerd, zodat je niet weet wat lopend verhaal is, gedachte, of uitspraak.
Met een grote hoeveelheid mooie boeken op mijn nog-te-lezen-stapel vond ik het verderlezen van dit boek gewoon tijdverspilling.
Prinzipiell stehe ich einer Einteilung von Literatur in "ernst" und "Unterhaltung" kritisch gegenüber. In diesem Fall hilft sie aber dabei, mit den richtigen Erwartungen an das Buch heranzugehen. Mora ist eine sehr kompetente Autorin, die den Punkt des Romans nicht nur im Inhalt, sondern auch auf der Stilebene zu vermitteln weiß. Gleichzeitig macht genau diese Kompetenz jede Unterhaltung zunichte, sodass mehr als zwei Drittel des Textes sehr langweilig ausfallen.
"Der einzige Mann auf dem Kontinent" ist eines dieser Bücher, die rückblickend ganz gut sind, aber während des Lesens eine absolute Katastrophe. Wer in "klassische" E-Literatur reinschnuppern möchte, ist mit diesem Exemplar gut bedient, sollte jedoch keine angenehmen Stunden erwarten.
Német precizitás. Aha, persze. Ahol a főszereplő dolgozik, hát az nagyon szürke zóna, és ahogy bánnak vele, az meg igen ismerős. Sajáétos hangvétel, a random nézőpontváltásokkal/ugrásokkal nem sikerült megbarátkoznom (konkrétan zavart), zsánerirodalomban ez hiba. Szépirodalomban mindent szabad? Emiatt erős közepes, és mivel a szerző stílusjegyének tűnik (más munkájába is beleolvastam, félre kellett tennem), így nem történt egymásra találás.
Es gab selten einen Hauptcharakter, den ich so unangenehm fand und der mich so wütend gemacht hat. Im Prinzip passiert 90% der Zeit nichts außer dass der Herr Darius isst, schwitzt und müde ist. Alles was er anpackt, macht er nur halbarschig und stolpert durch jede Situation. Und dennoch ist das Ende irgendwie befriedigend, denn obwohl irgendwie alles zusammenbricht tut Darius endlich etwas. Dennoch, ich fand die Schreibe unnötig verwirrend. Die Szene, in der Darius mit seiner sich im Tiefschlag befindenden Frau schläft, wird sehr fragwürdig dargestellt. Der Leser, ich, gleitet einfach über etwas hinweg, was nach meiner Definition (eine schlafende Person kann zu nichts einwilligen - ähnlich wie eine unter Drogen gesetzte ;)) eine Vergewaltigung ist. Es ist nur Teil des üblichen Ablaufes - Ficken-Saufen-Schlafen - den Darius jeden Tag durchmacht.
Ne nette Idee, vielleicht gut umgesetzt, aber einfach nichts für mich.
Strangely compelling "office literature" -- first-person view on the struggles of self-employed salesmen in globalized capitalism... The trick is that there is no ridicule/criticism of the system, on the surface, any interpretation/valuation is up to the reader. Also, told flawlessly, almost too smooth - that might be intentional, even.
Eine Woche im Leben eines Mannes, intensiv geschildert wie ein innerer Dialog, vom selbstgenügsamen Zufriedensein bis hin zum Zusammenbruch aller fest geglaubten Lebensbausteine. Ungeheuer intensiv geschrieben.
Wieder sehr überzeugend. Die Art zu schreiben und die Erzählperspektive zu wechseln gefällt mir total gut. Ein moderner und sehr zeitgenössischer Antiheld. Ein schönes Buch. Lust auf mehr!