In "Die Evolution des Menschen" führt Thomas Junker in die Methodik, Geschichte und aktuellen Kenntnisse vom Wesen der Evolution ein. Nicht weniger als die Menschheit selbst ist der Fokus seines in der Beck'schen Reihe Wissen erschienenen Buches.
Behutsam führt er von den Australopitecinen über die verschiedenen Menschenstämme bis hin zur Entwicklung des modernen Menschen vor 200.000 Jahren. An Hand anschaulicher Beispiele erläutert er die Mechanismen, die zur Ausbildung neuer Varianten unserer Spezies führten und nimmt vor allem gläubigen Gegnern der Theorie den Wind aus den Segeln, wenn sie der Evolutionstheorie den Charakter einer Ersatzreligion verleihen wollen: Er kann mit wenigen Worten den Eindruck verhindern, dass es sich bei der Entwicklung der Arten um einen gelenkten Prozess handelt.
Außerdem unternimmt er einen kurzen Exkurs in das von Richard Dawkins erläuterte System der "Meme"; einem Thema das mir persönlich sehr am Herzen liegt...
Auch drastische Ausblicke in die Zukunft unserer Gattung lässt er nicht vermissen: So zeigt er, warum die Erfindung von Sehbehelfen (Brille, Kontaktlinsen, etc.) über "kurz oder lang" zur Degeneration der durchschnittlichen, menschlichen Sehkraft führt.
Ich kann das Buch uneingeschränkt jenen empfehlen, die sich (als Anfänger!) mit dieser Thematik auseinandersetzen wollen.