Der Wittwer Tom Knight ist mit seinen 73 Jahren in ein idyllisches "Rentnerstädtchen" an der südenglischen Küste gezogen. Da er finanziell nicht auf Rosen gebettet ist und sich körperlich noch ganz gut fühlt, mal abgesehen von seinem Knie das ihm arg zu schaffen macht, betätigt er sich hie und da als Privatdetektiv. An seinem Zivilstand möchte er auch etwas verändern und er hat prompt ein Date mit einer unverschämt jungen Frau. Die 53-jährige Fran lässt die Schmetterlinge in seinem Bauch fliegen … dumm nur, dass er ihr vorgaukelt 59-jährig zu sein. Der ideale Augenblick für die Beichte über sein richtiges Alter hat sich noch nicht ergeben und so lebt er einstweilen mit der Lüge weiter. Fran arbeitet in einem Altersheim und als in einer Nacht in der sie Dienst hat drei betagte Heimbewohnerinnen mit einer Drogenspritze ermordet werden, wird sie prompt als Hauptverdächtige in Untersuchungshaft genommen. Die Indizienbeweise mit den bei ihr gefundenen Tatwerkzeugen sind erdrückend. Die lokale Polizeibehörde betrachtet den Fall als abgeschlossen. Nur Tom glaubt fest an Frans Unschuld und der rüstige Pensionär ermittelt auf eigene Faust und schreckt auch vor einem Undercover Einsatz nicht zurück.
Die Geschichte lebt eindeutig vom erstaunlich tatkräftigen Protagonisten Tom Knight und dem fluffigen, leicht zu lesenden Schreibstil von Charles Hodges. Der galante Charmeur alter Schule trägt die Geschichte und der Autor treibt mit ihm Sperenzchen indem er ihn in etliche komische Situationen manövriert und ihm hie und da witzige Dialoge auf die Zunge legt. Für uns Leser entsteht so eine nette Lektüre die auf den knapp 370 Seiten durchaus Spass bereitet und zum Schmunzeln animiert. Viel zu kritisieren gibt es eigentlich nicht aber "Nett" heisst für mich eben auch nicht wirklich gut oder gar überzeugend. Vor ein paar Jahren hätte ich das Buch wohl gnädiger bewertet aber mittlerweile hat sich mein Lesegeschmack verändert. Wahrscheinlich wird es eine Serie mit mehreren Bänden von Tom Knight geben aber für mich ist diese mit diesen Buch beendet.
Wer diesen Kriminalroman (ist es tatsächlich ein Krimi?) angereichert mit, zugegebenermassen manchmal etwas oberflächlichem, britischem Humor und Stil mochte, was ich absolut verstehen kann, dem wünsche ich mit dieser Romanreihe weiterhin viel Spass.
Mit seinen 73 Jahren gehört Tom Knight überhaupt noch nicht zum alten Eisen. Er steht noch voll im Leben und arbeitet als Privatdetektiv. Nur an der Frauenfront ist es in letzter Zeit eher ruhig. Nun, das soll geändert werden. Voller Enthusiasmus beantwortet Tom die Anzeige von Fran, die einen Mann im Alter von bis zu 59 Jahren suchte. Um ins Profil zu passen, schummelte Tom bei der Altersangabe geringfügig über zehn Jahre weg. Natürlich fliegt der Schwindel beim ersten Treffen sofort auf und Fran will nichts mehr von Tom wissen. Dann jedoch werden in dem Altersheim, in dem Fran arbeitet, drei alte Damen ermordet. Fran gerät unter Verdacht und Tom Knight zeigt vollen Einsatz, um ihre Unschuld zu beweisen.
Das Alter schützt vor Torheit nicht und das ist auch gut so, könnte man sagen. Mit Tom Knight ist dem Autor Charles Hodges ein Charakter gelungen, der die Leser für sich einnimmt. Wie Tom den Unannehmlichkeiten des Alters oder des Alterns trotzt, hat schon was für sich. Zum Glück ist ja nicht alles vorbei, wenn der übliche Broterwerb aus Altersgründen beendet wird. Natürlich muss man sich lange vorher überleben, was man machen möchte. Vor dem Fernsehgerät sitzen und warten, dass die Zeit vergeht, ist sicher nicht der richtige Ansatz. Da kann man sich bei Tom Knight gleich ein paar Tips abholen. Um seine Rente aufzubessern, übernimmt er hin und wieder mal einen Fall. Die Sache mit Fran hat selbstverständlich einen anderen Hintergrund. Nach dem gescheiterten Date, will Knight nichts mehr als den Fall aufzuklären, schließlich könnte die Hoffnung bestehen, dass Fran ihre Meinung ändert.
Im Laufe der Ermittlungen weiß Tom Knight wieder und wieder zu überzeugen, auch wenn immer mehr seiner Knochen auf die Versehrtenliste kommen. Die geschundenen Gelenke werden in den Dienst gezwungen, doch der Geist ist wach. Hartnäckig und mit außerordentlichen Fähigkeiten als Maskenbildner macht sich Tom auf die Suche nach dem wahren Täter. Wahrhaft gerne folgt man den Ausführungen von Charles Brauer, der Tom Knight und seiner Geschichte Leben einhaucht und ihr eine wunderbar angenehme Stimme verleiht. Sollte dies tatsächlich nicht der letzte Fall für Tom Knight sein, sollte man sicher auch weiterhin nach den Namen des Privatdetektivs und seines Schöpfers Ausschau halten.
Als Privatdetektiv verdient sich der Rentner Tom Knight, Ex-Soldat, seine geringe Rente etwas auf. An seinen jetzigen Fall gerät er nur weil der rüstige 73 jährige sich in die Tatverdächtige verliebt hat. Den Tom kann nicht glauben, dass Fran, die schreckliche Tat begangen haben soll.
Ein sehr spannender und skurriler Krimi. Der Charakter ist sehr authentisch dargestellt und wächst einem sehr schnell ans Herz. Sehr witzig und interessant das Tom schon im Rentenalter ist und ein Gentleman der alten Schule ist. Diese Art von Krimi habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Der Schreibstil ist schon sehr eigenwillig passt aber super zu der Geschichte. Sehr unterhaltsam mit typisch britischen Humor. Mir hat der Krimi sehr gefallen, da er ungewöhnlich und unterhaltsam war.