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Grenzgang

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Alle sieben Jahre steht Bergenstadt Kopf: Beim traditionellen »Grenzgang« werden die Grenzen der Gemeinde bekräftigt – und alle anderen in Frage gestellt. Auch für Kerstin und Thomas, die in der kleinstädtischen Provinz hängen geblieben sind, nachdem sich ihre Lebensträume zerschlagen haben: Sie reibt sich auf zwischen pubertierendem Sohn und demenzkranker Mutter, er ist nur deshalb Lehrer, weil die Unikarriere eine Sackgasse war. Aber beide geben sie ihre Suche nach dem Glück nicht auf.

454 pages, Hardcover

First published January 1, 2009

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About the author

Stephan Thome

9 books24 followers

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Community Reviews

5 stars
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78 (40%)
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14 (7%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Tuti.
462 reviews47 followers
July 5, 2020
(read in german) exquisite novel about two people, kerstin werner and thomas weidmann, who are living in bergenstadt, a small town in the middle of germany, where, every 7 years, there is the traditional « grenzgang » (« walking the border ») coming-together of the whole town.
thomas weidmann has lost/renounced an academic career in berlin, and is now teaching at the local highschool (gymnasium). kerstin is 44 (the book opens on her 44th birthday), she has a 16 year old son, daniel (living one week with her and one week with his father, jürgen bamberger, a lawyer, now married with a much younger second wife, andrea) - and a mother with dementia, who is in her care. she has studied sport and dancing in köln, but her dream
of an own dancing-studio has remained just that-a dream.
the main temporal axis is the grenzgang-time in 2006, and the cautious and subtle approachment of kerstin and thomas. but the author uses the 7 years intervall of the grenzgang to go back in time, 7 years, or 14, or 21 or to advance 7 years from this « present-time » axis, thus creating an incredible symphony of time, as if everything is still there, still taking place in parallel, like another dimension.
i loved everything about this novel, it is perfectly accomplished and absolutely wonderful in every single way, from its intricate and still light construction, through the sublte and intelligent characters, the perfect dialogues, and down to almost every single sentence, starting with the first one: « trotz allem, denkt sie: der garten ist ein traum. » very highly recommended.
einfach wunderbar.
Profile Image for Sophie.
293 reviews333 followers
January 26, 2022
War mir nicht ganz sicher, ob ich nochmal einen "Nicht-China"-Roman von Stephan Thome ausprobieren würde, aber "Grenzgang" war doch ein recht solider, gut erzählter Roman über das alltägliche Leben in Kleinstädten.
"Grenzgang" ist eine Tradition (samt großem Fest), die alle 7 Jahre in Bergenstedt abgehalten wird und wir folgen dabei Kerstin Werner und Matthias Weidmann, die so ihre eigenen Probleme mit dem Ort haben und sich zu allen 3 im Roman geschilderten Grenzgängen "begegnen" (formuliere ich es mal vorsichtig ;).
Kerstin, eine Frau in ihren 40ern hangelt sich seit Jahren am Rande von Zynismus und Resignation vorbei, seit dem letzten Grenzgang ist viel passiert: der fremdgehende Ehemann, die Scheidung und nun sieht sie sich als alleinerziehende Mutter eines 16-jährigen Jungen irgendwie mit der Lebensmitte konfrontiert. Ihre Träume sind geplatzt, sie hat keine Freunde, ihre Mutter ist pflegebedürftig und der Sohn ist irgendwie unnahbar. Zu allem Überfluss wohnt der Ex-Mann mit der neuen Freundin auch noch in der Nähe und nervt unsäglich.
Matthias Weidmann ist der Lehrer von Daniel, dem Sohn Kerstins und ebenfalls völlig unzufrieden mit seinem relativ normalen Leben (unverheiratet, okayer Job, ab und an Frauen treffen) und der "Grenzgang" könnte ihm nicht egaler sein.
Obschon das Inhaltliche auf den ersten Blick für mich relativ banal und normal wirkte, wurde es einfach gut erzählt, sodass man beiden Figuren in abwechselnder Perspektive wirklich gerne folgte. Bei beiden schwingt mitten im Zynismus auch immer ein schöner schwarzer/trockener Humor mit.
Dieses alle 7 Jahre stattfindende Ritual verbindet die Erzählstränge und Ereignisse sehr sehr gut miteinander. Die Beschreibung von Kerstins und Matthias' Leben, die sich auch überschneiden, gelingt Stephan Thome wirklich gut. Mochte es sehr, dass nicht 100 Menschen ihr Einzelporträt bekamen, sondern eine Konzentration auf die beiden Charaktere half, das Leben, das sie führen (mit Einsamkeit und Melancholie, Lebensüberdruss und seltsamen Kompensationshandlungen), zu verstehen.
Ein riesiges Danke an den Autor, der in dieses Werk keine unnötig lang beschriebenen Sexszenen einbaute. Nach "Gegenspiel" und "Pflaumenregen" war ich da etwas genervt von.

3.5 / 5.0
Profile Image for Christina .
362 reviews40 followers
December 27, 2022
Spannend, weil es in meiner Region spielt. Die Geschichte gefiel mir auch echt gut. Hatte keine großen Erwartungen, aber es war wirklich ein nettes Buch zum Entspannen.
72 reviews
September 4, 2011
Dreieinhalb Sterne muessten es sein. Interessante Geschichte, im Rahmen von Grenzgangsfesten gesehen, d.h. man sieht die Charaktere immer von Nahem alle sieben Jahre beim Grenzgangsfest. "Grenzgang" bietet sich natuerlich auch sehr schoen als Leitmotiv an, fuer Grenzempfindung, Gratwanderung, Grenzueberschreitung, Zyklen u. dergl. Gefaellt mir, dass die Geschichte in der hessischen Privnz -- Biedenkopf -- statt findet. Auch da also kann das Leben zu Romanmaterial werden. Ein bisschen langsam und lahm manchmal, man will die Frau derweil aufschuetteln. Deshalb nicht ganz enthusiastische vier Sterne.
Profile Image for Karen·.
682 reviews905 followers
February 8, 2011
3.5 stars if they'd let me. I really rather enjoyed this debut novel by a young German writer who lives, apparently, in Taiwan. His home town of Biedenkopf in Hessen celebrates a wild kind of charivari every seven years that is based on the age-old custom of walking the parish boundaries. Those are the boundaries referred to in the title, but there are other boundaries and borderlines crossed. There is a walk involved in the local festivities, but otherwise it resembles a cross between Oktoberfest and Carneval. Thome has taken this liminal fest as the structural leitmotif of his work, a three day period every seven years where the whole town is in a fever. Only the two main characters stand a little outside the proceedings. The story of how they come together is sensitively narrated and psychologically well-founded. And, oh rarity of rarities: sex scenes that are NOT cringe-making. If I have one cavil, it is only that it is too long. The party every seven years gets a little repetitive, and, maybe a beginner's mistake this? Mr Thome tells us too much. He could leave a little to the imagination, surely? And apart from anything else: if I'm going to invest the time needed to read 500 pages, pleasant as they may be, I still then expect a greater return for my investment than an engaging love story.
Profile Image for Fruchtfleisch.
115 reviews3 followers
July 25, 2011
Eine ruhige, dahinfließende Geschichte über zwei Menschen, einen Mann und eine Frau, die die Mitte ihres Lebens vielleicht schon hinter sich haben. Beide führen einen Alltag zwischen alternden Familienmitgliedern, verdampften Partnerschaften und dem sich leise meldenden Gefühl, dass dies doch noch nicht alles gewesen sein muss.

Ein wirklich handfester, lebensnaher Roman, der einen mit sich zieht, ohne einen maßlos aufzuwühlen. Wie meist das Leben.
Profile Image for Kirsten.
3,254 reviews9 followers
July 25, 2023
Meine Meinung von 2019
Der Grenzgang findet in Bergenstadt nur alle sieben Jahre statt. Mit ihm werden die Grenzen des Ortes erneut festgelegt und alle machen mit. Auch Kerstin und Thomas. Für Beide hat der Grenzgang eine besondere Bedeutung denn jedes Mal gab es in seinem Jahr eine bedeutende Veränderung in ihrem Leben.

Kerstin ist eine alleinerziehende Mutter, deren pubertierender Sohn Probleme in der Schule hat und dessen Vater sie nur wenig unterstützt. Thomas ist sein Lehrer, der sich sein Leben anders vorgestellt hat, aber dessen Karriere an der Uni ein unrühmliches Ende gefunden hat. Beide treffen bei diesem Grenzgang wieder aufeinander, aber sie sind sich schon früher begegnet. Damals verlief ihr Leben noch in anderen Bahnen und ihr damaliges Aufeinandertreffen ist nicht daran schuld, dass sie diese Bahnen verlassen mussten.

Stephan Thome bleibt mit seiner Erzählung nicht auf einer zeitlichen Ebene, sondern er springt zwischen den unterschiedlichen Grenzgängen hin und her. Gerade so, wie es zur aktuellen Geschichte passt. Das macht es ein wenig schwieriger, der Geschichte zu folgen. Aber die Ausflüge in die Vergangenheit der Beiden sind auch wichtig für ihre Gegenwart, denn so verstehe ich manches besser. Für sie ist der Grenzgang nicht nur eine Tradition ihres Heimatortes, sondern auch das Abstecken ihrer persönlichen Grenzen.

So schön die Geschichte auch war, ich hatte meine Schwierigkeiten mit ihr. Sie ist sehr ruhig erzählt, gerade was Kerstins Part angeht. Bei ihr hatte ich fas Gefühl, dass sie sich zum einen ständig fragte, was und warum ihr gerade passierte. Zum spielte sie immer wieder ihre verschiedenen Optionen durch, nahm aber nur selten eine wahr. Sie war mir eindeutig zu passiv und ihre Art hat mich beim Lesen fast schon eingeschläfert. Auf der anderen Seite hat es aber auch gut in die Atmosphäre des Buchs gepasst.

Meine aktuelle Meinung
Beim zweiten Lesen hat mich die ruhige Erzählweise in ihren Bann gezogen. Auch wenn sich die Charaktere viele Gedanken machen, gab es nur wenige Gespräche, in denen diese Gedanken ausgesprochen wurden. Meistens wurden nur wenige , fast belanglose Sätze gewechselt.

Mir haben die unterschiedlichen Zeitebenen gefallen. In den Rückblicken wurde vieles klarer, was in der Gegenwart passierte. Aber es gibt auch Ausblicke auf eine Zukunft, auf den nächsten Grenzgang. Trotzdem habe ich nicht alles erfahren, Daniels Zukunft liegt für mich weiter im Dunkeln.
388 reviews4 followers
November 15, 2018
Literatur! Normalerweise fällt mir dazu nur Nina Hagen ein, weil es schon so lange her ist, dass ich ein Buch mit so ausgefeilten Sätzen und so treffender Sprache gelesen habe.
Inhaltlich ist der Roman grau, die Figuren erscheinen hoffnungslos unentschlossen und unfähig, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Am Schluss gibt es dann - anders als bei "White Noise", ab das ich mich erinnert fühlte - einen Hoffnungsschimmer.
Profile Image for Nadin.
198 reviews3 followers
February 22, 2023
Abandoned after 300 pages. Any man who tries to write from a woman's perspective is courageous - it's very hard and Thome definitely did not succeed in capturing a women's thoughts, feelings, interactions with other women and clearly has no knowledge of how female friendships work.
Pair this with a lot of depressing boredom and close to zero things actually happening and you get Grenzgang.
2nd star for the overall writing style which I actually did enjoy, which is rare with German books.
10 reviews
January 7, 2026
Gar nicht mein Fall. Habe es nur bis Seite 50 geschafft. Sehr öde...
83 reviews
Read
March 25, 2019
Vor dem Hintergrund eines aller sieben Jahre stattfindenden Grenzgangfests wird die Geschichte von zwei Beziehungen von Kerstin Werner entwickelt. In den Details teilweise anziehend, denn etwas langatmig und so lebensnah, dass es fast langweilig wurde. Aber zum Schluss ist das Ganze stimmig - eine realistische, nicht perfekte Ehe entsteht. Fast ein Happy End.
Displaying 1 - 11 of 11 reviews

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