Schwarzwald, 637 n. Die junge Heilerin Frida lebt gemeinsam mit ihrem Stamm inmitten der Natur. Heilige Bäume und Naturgötter bestimmen ihr Leben. Doch als Mönche in den Wald kommen, läuft Fridas Zuhause Gefahr, durch eine Welt voller Vergeltung und Schuld zerstört zu werden. Denn die Heiden sollen zu Gott finden - koste es, was es wolle. Als immer mehr Alamannen den neuen Glauben annehmen, gerät Fridas Welt ins Wanken und sie begibt sich in Lebensgefahr.
I loved it! Dieses Buch wird für die nächsten Monate meine ganze Persönlichkeit sein. Um es klar zu sagen: Ich bin eine Heidin, und ein Buch, das meine Weltanschauung und meine Traditionen auf so zarte und farbenfrohe Weise beschreibt, hat mich emotional berührt.
Natürlich war es schwierig, über all diese Interaktionen mit dem Christentum zu lesen. Es hat mir sehr wehgetan. Wie ein Kind habe ich geglaubt, dass das Ende anders sein wird, als ob dieses Buch nicht historisch wäre und das Christentum nie gewonnen hätte, aber leider wusste ich, wie das Ende lautet. Ich lebe im Schwarzwald und hoffe wirklich sehr, dass der Wald zu mir sprechen kann, so wie er es zu Frida getan hat.
Wenn es um das Schreiben geht: verstehe ich zwar, dass der Schwerpunkt auf Fridas Welt lag, aber die romantische set-up war viel zu stretched. Ich habe mich echt gefreut, von all den süßen Interaktionen zwischen dem male interest und Frida zu lesen, und war enttäuscht darüber, wie schnell alles passierte, was nicht dem Umfang entsprach, in dem sich diese Romanze aufbaute. Verrückt ist auch, dass das Buch mit den beiden endet, er sich Frida aber noch nicht einmal vorgestellt hat und am Ende des Buches Eila als Figur ein wenig vergessen ist. Das wären meine größten Probleme.
Ansonsten hat mir die Lektüre sehr gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, über meinen schönen Wald zu lesen, und ich habe geweint, weil ich wusste, dass ich den Wald in diesem ursprünglichen, wunderschönen Lebensraum nie so sehen werde, wie Frida ihn sah.