Ich habe dieses Buch verschlungen.
‚Sag mir nicht, wer ich bin‘ ist ein eindrucksvolles Buch, das Gefühle über Identität, Erwartungen, Zuschreibungen und der eigenen Zerissenheit darüber in Worte fasst und sie einordnet. Sie werden eingeordnet in die Familie, gesellschaftliche Strukturen, Politik und die Geschichte nicht nur Indiens.
Die Autorin schafft es über Geschichten ihres eigenen Lebens die Vielfältigkeit von Menschen und Ländern zu beschreiben. Sie wechselt zwischen persönlicher, gesellschaftlicher, politischer und historischer Perspektive, OHNE das einem*r schwindelig dabei wird. Ein ständiger Wechsel zwischen Indien, Deutschland und der Welt, ohne dabei chaotisch zu wirken.
Ich konnte dieses Buch nicht mehr weglegen. Ich konnte mich in vielen Gedanken wiederfinden und bin um soviel weitere Perspektiven bereichert worden. Dieses Buch belehrt nicht, sondern zeigt, was wir gewinnen, wenn wir verschiedene Perspektiven zulassen. Es beschriebt keinen Zustand, den wir erreichen sollten, sondern wie uns der Prozess des gemeinsamen Werdens bereichert.