Irina Korschunow was a German author of both children's book and adult literature. The daughter of a Russian father and a German mother, she became an outsider under the National Socialist regime. After World War II, she studied German, English and Theatre in Göttingen and Munich.
She won a number of awards both for her children's and young adult books as well as for the work aimed at an adult audience, which became less and less autobiographical over the course of her career.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum einen erzählt es am Beispiel dieser Familie sehr bewegend über die Zeit in Deutschland von vor dem 1. Weltkrieg bis Ende der 1960er Jahre. Zum anderen ist die Beschreibung der Hauptpersonen fernab von jeder klischeehaften Schwarzweißmalerei. Ich empfand die Erzählung sehr menschlich, sehr einfühlsam und sehr nah am Leben.
Eine Geschichte darüber, dass man Träume nicht erzwingen kann. Dass manchmal das, was man sich wünscht, nicht das ist, was man braucht, und andersrum. Und eine Geschichte über Mitläufertum und Opportunismus, über Verrat und Verlust. Unaufgeregt erzählt, so als ob der Leser sie eigentlich schon kennt.
Ich fand es zu Anfang sehr sperrig, aber die Erzählweise nahm mich mehr und mehr gefangen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass nicht nur kurz über die Schicksale der Figuren hinweg galoppiert worden wäre, da hätte ruhig ausführlicher beschrieben werden können