Unbeschwert verlebt Sayyida Salima bint Said, die Tochter des Sultans, ihre Kindheit und Jugend auf der Gewürzinsel. Ihr Halbbruder Majid bringt ihr Reiten und Schießen bei, heimlich lernt sie Lesen, Schreiben und fremde Sprachen. Als die junge Frau dem wohlhabenden deutschen Kaufmann Heinrich begegnet, kommen sich zwei Welten näher. Die beiden verlieben sich und schon bald erwartet Salima ein Kind. Für eine muslimische Prinzessin ist ein uneheliches Kind jedoch undenkbar. Eine Heirat mit einem Ungläubigen kommt allerdings nicht in Frage. Als Ausweg bleibt nur die Flucht: Sie muss ihr Leben aufgeben, ihren Namen, ihr Vermögen. In Heinrichs Heimatstadt Hamburg hofft das junge Paar glücklich zu werden. Doch was erwartet Salima in dem kalten, fremden Land, das ihrer Heimat so weit entfernt ist?
Am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich Nicole C. Vosseler ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt "Südwinde" wurde hochgelobt; 2007 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstler in der Sparte Literatur verliehen. "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihre Bücher wurden bisher in neun Sprachen übersetzt.
Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell "Paradies" heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie sich als selbsternannte Food-Ethnologin betätigt, trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.
Not more not less - it is a nice story but the story doesn’t have the wow effect I was looking for. I really was looking forward reading that book but I am a bit disappointed- I hoped for more…..
Sansibar, märchenhafte Insel im indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas gelegen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wächst hier Salima heran, eines der zahlreichen Kinder des Sultans Sa'id. Ihre Erziehung ist fortschrittlich, sie lernt den Koran lesen, kann sich frei auf der Insel bewegen und so wird aus dem unbeschwerten, unbändigen Kind eine eigenständig denkende Frau mit einem starken Wesen, die nach dem frühen Tod der Mutter die Bewirtschaftung von drei Plantagen in die eigenen Hände nimmt. Als sie den deutschen Kaufmann Heinrich Ruete kennen lernt, entflammen die beiden in einer Liebe, die sich über alle Standesgrenzen und Konventionen hinwegsetzt. Da ihnen der weitere Aufenthalt auf Sansibar unmöglich ist, fliehen die beiden über Umwege nach Deutschland, um dort ein gemeinsames Leben zu beginnen.
Eine Geschichte, die klingt, als wäre sie erfunden. So märchenhaft, so exotisch - und doch hat sie sich genau so zugetragen. Es ist die Geschichte der sansibarischen Prinzessin Salima bint Sa'id, deren Memoiren unter ihrem christlichen Namen Emily Ruete im Deutschland des 19. Jahrhunderts für Furore, Staunen, aber auch für Ablehnung gesorgt haben. Eine Lebensgeschichte, die im fernen Sansibar beginnt und die in Jena endet und die für die Protagonistin in Nicole C. Vosselers neuem Roman mehr tragisch als glücklich verlaufen ist.
Die Lebensgeschichten historischer Figuren literarisch umzusetzen ist eine Gratwanderung. Gelingt es, den Figuren eine eigene Stimme zu geben, ohne sie mit den eigenen Eindrücken zu überlagern, ohne etwas hineinzuinterpretieren, was ihnen nicht gerecht wird. Gelingt, es, sie zum Leben zu erwecken, sie dem Leser nahe zu bringen, ohne in trockene Nacherzählung abzudriften. Gelingt es, das Interesse an ihnen zu wecken, sodass sich der Leser nach dem Buch weiter mit ihnen beschäftigen möchte. All diese Punkte lassen sich nach der Lektüre dieses Buches mit einem dreifachen und begeisterten ja! beantworten. Ich kannte die Geschichte der Emily Ruete seit ungefähr einem halben Jahr. Ich habe mich in dieser Zeit mit verschiedenen Artikel zu ihrem Leben befasst und die ersten Seiten ihrer Biografie gelesen. Nicole Vosseler hält sich in ihrer Geschichte dicht an den Fakten, ohne jemals in eintönige Nacherzählung oder in einen biografischen Trott zu verfallen. Wenn die Autorin die junge Salima ihr Sansibar mit seinen Düften nach Nelken, Mangos und Gewürzen beschreiben lässt, die unbeschwerten Tage der Jugend, das Licht, dass die Insel in ganz eigene Farben taucht, wenn Bilder geschaffen werden, die so plastisch sind, dass man glaubt, sie mit allen Sinnen nachempfinden zu können, dann kann man die lebenslange Sehnsucht fühlen, die Salima bint Said, verheiratete Emiliy Ruete, nach dieser Insel verspürt und von der sie ein Leben lang gezehrt hat. Diese Bilder sind es, an denen sie sich später festhalten wird, als das Leben ihr Schicksalsschläge und Niederlagen auferlegt, an denen sie zu zerbrechen droht, denn das Leben fern der Heimat entpuppt sich alles andere als märchenhaft und so verschweigt uns die Autorin auch nicht die verbitterten und verbissenen Seiten Emily Ruetes, die sich zeigen, als sie vergeblich das Recht an ihren Erbe einfordert.
Bei der Lektüre dieses Buches hatte ich Fotos von Salima/Emily vor Augen, sodass ich zum geschriebenen Text auch immer ein Gesicht hatte. Und so war es manchmal, als würde sie mir beim Lesen Gesellschaft leisten und mir über die Schulter schauen. Ich bin sicher, dass ihr Nicole Vosselers literarische Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte sehr gefallen hätte, denn die Autorin hat dieser ungewöhnlichen Frau, die als Exotin nach Deutschland kam, zu einem politischen Spielball wurde und nach kurzem Ruhm dem Vergessen anheim fiel, ein liebevolles und würdiges Denkmal gesetzt. Sie hat der Prinzessin aus Sansibar, die nirgendwo wirklich heimisch wurde, eine Stimme und ein Zuhause gegeben - in den Herzen der Leser.
Ich mag mich nicht verabschieden, von dieser so außergewöhnlichen Frau, mit der ich mich gefreut, gelitten, geliebt und geweint habe. Und so sage ich nicht kwa heri, Salima - auf Wiedersehen, Salima, sondern karibu, Salima. Willkommen! Willkommen zurück.
Salima wächst als eines von vielen Kindern des Sultans in behüteter Umgebung auf der exotischen Insel Sansibar auf. Sie ist das was man als einen Wildfang bezeichnen könnte und sie kostet ihre unbeschwerte Kindheit mit jeder Faser ihres Körpers aus. Nach dem Tod ihrer Mutter und des Sultans ändert sich nach und nach so manches für Salima und die junge Frau übernimmt Verantwortung für ihre eigene Plantage. Als der Deutsche Kaufmann Heinrich Ruete in ihr Leben tritt ändert sich schlagartig alles und Salima wird gezwungen ihre vergötterte Heimat für die grosse Liebe zu verlassen und nach Hamburg auszureisen. Bitter und salzig schmeckt der Abschied und in ihr tobt ein Gefühlschaos aus Hoffnung und Ängsten, mit ihren Zweifeln und der unstillbaren Sehnsucht verkörpert sie das Schicksal einer jungen Frau zwischen Orient und Okzident.
Die Autorin Nicole Vossler ist ganz in ihrem Element wenn sie von exotischen Orten eine Geschichte erzählen kann. Feudal und ausladend schafft sie leuchtende und ausdrucksstarke Bilder und versetzt den Leser in vergangene, fremde Welten. In kräftigen Farben malt sie ein kontrastreiches Antlitz von Sansibar und legt über die halb arabische, halb afrikanische Insel einen ganz eigenen Zauber. Die Gewürznelken sind der Reichtum der Insel und sie verströmen ihr kräftiges Aroma und sind der unverwechselbare Duft von Sansibar. Dort wo alles derart üppig blüht und im Saft steht, dass für europäische Verhältnisse schon eine beinahe Unanständige Sinnlichkeit in der Luft liegt.
Da es sich um eine authentische Geschichte einer realen Historischen Person handelt ist der Handlungsverlauf vorgegeben. Wie die Figuren im Detail gezeichnet werden, wie sie fühlten und was für Beweggründe für ihre Taten hatten ist der Vorstellungskraft der/des Schriftstellers(in) überlassen. Das eine Liaison zwischen einer muslimischen Prinzessin und einem Deutschen Kaufmann unangenehme Folgen hat ist abzusehen aber das es zu einem solchen dramatischen Politikum wurde vermag zu überraschen.
Nicole Vosseler hat sich der Herausforderung gestellt einen Roman über das wahre Leben von Prinzessin Salima von Oman und Sansibar zu schreiben ohne ihr zu Nahe zu treten, etwas zu verfälschen oder zu beschönigen. Nach der Lektüre dieses bewegenden Romans möchte ich der Autorin auf diesem Weg mitteilen das ihr dies meiner Ansicht nach ganz und gar gelungen ist. Die Fakten kann ich nicht beurteilen und überprüfen aber die Art und Weise wie ihre Geschichte in diesem Buch erzählt wird ist erstklassig und wird höchsten Ansprüchen gerecht. Gewiss keine Buch für Freunde seichter geschichtlicher (Liebes-) Romane sondern eins für Leser anspruchsvoller Historischer Romane das das Herz zwischendurch höher schlagen lässt aber auch ganz melancholische Momente hat. Eine ganz wunderbare, mal bittere mal süsse Lesereise durch das abenteuerliche und wechselhafte Leben von Salima bint Sa'id bzw Emily Ruete! Eine dicke Leseempfehlung von mir!
Woah, I am finally done with this book. I nearly needed the whole month to finish this. Which pretty much says a lot because whenever I need that much time for a book, I am not that happy with it. Same here.
Maybe it is because I loved "Unter dem Safranmond" so much. Maybe I expected too much, I dunno. But it just didn't make click! The beginning was a bit off. Way too many episodes of Salima's young life that were just thrown together. But it was OK to read nonetheless. And Nicole C. Vosseler's writing style is great. Even though I didn't like this book too much.
Anyway, the second part was better. Salima as a teenager, first love, Heinrich, living on Kisimbani, that was the most impressive part of that book. Even the journey to Hamburg with Heinrich was kind of interesting. But after a serious change of events (after page 400) I was beginning to ask myself what is going to come next. And to be honest, nothing important was going to come. Salima turns back to Sansibar, gets involved with the imperial political aspects of Germany, Great Britain and Sansibar. But that's it.
I guess my main problem was that I couldn't relate to Salima a lot. Especially during the last part (the last 130 pages). The thing is that this story is based on a real story. In every other book you would expect something great and all, but here? Nothing.
The end, especially the last 2 sentences, saved the book for me because they were just wonderful. In the end, I was content. But not fully. I just didn't really like it that much as "Unter dem Safranmond" - because the last part was seriously dumb.
Anyway, I am looking forward to Nicole C. Vosseler's next book anyhow. Nice read, but nothing more.
[ Sayyida Salima bint Sa'id (was für ein Name ;)), die Tochter des Sultans von Sansibar, verbringt ihre Kindheit und Jugend aud der Insel. Als junge Frau trifft sie auf den deutschen Kaufmann Heinrich und die beiden verlieben sich. Diese Liebe ist aber gegen die Regeln ihrer Religion. Und so flieht Salima mit Heinrich und ihrem ungeborenen Kind nach Deutschland. ]
Was Salima in D. alles fühlt und erlebt, geht mir ganz nah ans Herz. Ich konnte mich so extrem in diese Situation, in der sie sich befand, hineinversetzen. An manchen Stellen floßen sogar einige Tränchen :) Das Überraschende für ist aber die Tatsache, dass diese Geschichte so (ungefähr) auch stattfand. ( www.nicole-vosseler.de)
An einigen Stellen zieht es sich - mehr oder weniger - in die Länge. Trotzdem ist dieses Buch eines meiner Liebsten.
Das Buch erzählt eine wirklich dramatische, wahre Geschichte einer sansibarischen Prinzessin, die sich gegen die streng muslimischen Regeln sträubt, als sie einen deutschen Geschäftsmann trifft und sich verliebt. Leider war es an manchen stellen wirklich zäh zu lesen, teilweise richtig anstrengend und etwas langweilig. Deshalb gibt's von mir nur 2 Sterne..:)