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Eine jüdische Mutter

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Martha es una joven judía en el Berlín de los años veinte. Se casa con un alemán y tienen una hija, Úrsula, pero su marido muere y Martha se tiene que valer por sí misma trabajando como fotógrafa de animales. Un día su hija de diez años desaparece, y ella misma la encuentra al día siguiente en una cabaña con síntomas de haber sido violada y agredida. La llevan al hospital en estado grave y la niña permanece en coma durante varios días, con gestos de sufrimiento y sin síntomas de que pueda recuperarse. Martha atormentada por el dolor y por el hecho espantoso de la violación, decide ahorrar sufrimientos a su hija, y le suministra un veneno. Cree que así podrá mantenerla pura en su memoria. A partir de ahí Martha vive obsesionada por la venganza, intentando encontrar al violador, y también por el recuerdo continuo de su hija, que la acompaña a todas horas del día. Su sensibilidad, su independencia, la enfrentan a una sociedad que no tolera la originalidad. Menos en una Alemania en la que cunden los sentimientos antisemitas que desembocarán en la locura nazi. Con el paso de los años Martha volverá a tener una relación con un hombre más joven del que termina enamorándose, y recuperará parte de su vida, pero siempre marcada por el terrible suceso de la muerte de su hija, y siempre con una vida interior torturada.

Hardcover

Published January 1, 1978

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About the author

Gertrud Kolmar

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Gertrud Käthe Chodziesner, known by the literary pseudonym Gertrud Kolmar, was a German lyric poet and writer. She was born in Berlin and died, after her arrest and deportation as a Jew, in Auschwitz, a victim of the Nazi Final Solution. Though she was a cousin of Walter Benjamin, little is known of her life. She is considered one of the finest poets in the German language.

Post-war critics have accorded Kolmar a very high place in literature. Jacob Picard, in his epilogue to Gertrud Kolmar: Das Lyrische Werk described her both as 'one of the most important woman poets' in the whole of German literature, and 'the greatest lyrical poetess of Jewish descent who has ever lived'.

Michael Hamburger withheld judgement on the latter affirmation on the grounds he was not sufficiently competent to judge, but agreed with Picard's high estimation of her as a master poet in the German lyrical canon.

Patrick Bridgwater, citing the great range of her imagery and verse forms, and the passionate integrity which runs through her work, likewise writes that she was 'one of the great poets of her time, and perhaps the greatest woman poet ever to have written in German.

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12 reviews
June 29, 2008
Die jüdische Mutter" (1)
Im Nachlass Gertrud Kolmars fand sich ein umfangreicher Prosatext, der 1930/31, wenige Wochen nach dem Tod ihrer Mutter entstanden war und 1965 erstmals gedruckt wurde. Es handelt sich dabei um den Roman "Die jüdische Mutter". In vielen Details spiegelt er autobiografische Erfahrungen Kolmars im Berlin der zwanziger Jahre, den stärker werdenden Antisemitismus und die gleichzeitige Notwendigkeit, sich mit der eigenen jüdischen Identität auseinander zu setzen.

Gertrud Kolmar hat hier ein ungewöhnliches Thema aufgegriffen: das Sittlichkeitsverbrechen an einem Kind. Sie erzählt von einer verwitweten jungen Frau, der Jüdin Martha Wolg, die für sich und ihre kleine Tochter Ursa den Lebensunterhalt als Fotografin verdient. Eines Abends, als sie von der Arbeit heimkehrt, ist die Fünfjährige verschwunden. Erst am nächsten Morgen entdeckt Martha ihr Töchterchen in einer abgelegenen Arbeiterbude: an dem Kind ist ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden. Da die seelischen Schäden, wie sich in der Klinik herausstellt, weitaus schwerer wiegen als die körperlichen, die dem Kind zugefügt worden sind, flößt Martha dem Mädchen ein tödliches Schlafmittel ein. Niemand hat die Tat bemerkt. Sie selbst glaubt, den Täter finden und das Verbrechen rächen zu müssen und zu können. Vehement fordert sie Gerechtigkeit. Als sie einen flüchtigen Bekannten ihres verstorbenen Mannes trifft, hofft sie, dass er ihr bei der Fahndung helfen werde und lässt sich mit ihm ein. Als dieser indes von ihrer Tat erfährt, graut ihm vor der Frau, und er verlässt sie. Martha Wolg verwindet das Verbrechen nicht. Die Schuld um das getötete Kind und die Schmach der am Ende zurückgewiesenen Liebe werden übermächtig. Da sie mit ihren traumatischen Erfahrungen nicht fertig werden kann, geht sie in die Spree und findet auf ihrem Weg ins Wasser ihr totes Kind wieder.

Martha Jadassohn, die jüdische Mutter wirkt herb, abweisend und auf den ersten Blick alles andere als sympathisch. Mit ihrer Verschlossenheit und Radikalität schreckt sie viele Menschen aus ihrer Umwelt ab. auffallend ist in dieser beklemmenden Darstellung der alttestamentarische Ruf nach Gerechtigkeit, ähnlich wie in dem Gedicht "Wir Juden" (Das Lyrische Werk S.101).

/1/ diese schoene zusammenfassung habe ich im Internet gefunden.
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