Inhalt:
Auf Geheiß des obersten Magiers Draeden soll der 16-jährige Ex-Dämonenlehrling Chance Fortunato die Franklin Academy, eine ehrwürdige Zaubererschule, besuchen. Es gibt nur ein Problem: Chance will dort gar nicht hin. Nicht nur, weil er weiß, dass seine Mitschüler und Lehrer ihm zum größten Teil mit Misstrauen begegnen und versuchen werden, ihn von dort wieder zu vergraulen. Er möchte auch seine Freunde Lucas, Wanda, Doktor Corwyn, seine Freundin Shade und seine Mutter und Schwester nicht zurücklassen.
Als jedoch ausgerechnet der Mitschüler, der Chance am meisten das Leben schwermacht, angegriffen und ihm die Seele gestohlen wird, muss Chance nicht nur der Schule und den Sentinels gegenüber beweisen, dass er unschuldig ist, sondern auch noch den oder die Täter finden und herausfinden, wie er oder sie etwas getan haben, was eigentlich unmöglich hätte sein sollen ...
Meine Meinung:
Auch der 4. Band um den jugendlichen Zauberer und ehemaligen Dämonensklaven Chance Fortunato ist alles, nur nicht langweilig.
Wie bereits im 3. Band angekündigt, beginnt für den 16-jährigen Chance das neue Schuljahr wider Willen in einem Internat für junge, wohlgeborene Zauberer. Und zu Beginn kann sich der Autor auch einen kleinen augenzwinkernden Seitenhieb gegen die berühmteste Zaubererschule der Welt nicht verkneifen. Dabei wird rasch klar, dass Hogwarts und die Franklin Academy mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten aufweisen, trotz Schuluniformen, Häusern und magischen Wesen, die wie die Hauselfen der Schule dienen.
Ich war zu Anfang nicht ganz sicher, wie ich den Ortswechsel finden soll. Mir sind Chances Freunde und Familie ans Herz gewachsen. In der Schule findet Chance zwar schnell neue Freunde - wie den Kitsune Hoshi, die Kambion Des und die Schamanin Kiya -, aber da Chance sich mit ihnen nicht drei Bände lang durch dick und dünn und jede Schwierigkeit gekämpft hat, war für mich als Leserin die Bindung zu den Figuren eher schwach ausgeprägt. Aber zum Glück spielen Chances Freunde und Familie trotz des Ortswechsels wieder eine Rolle, als Chance in den nächsten übernatürlichen Fall stolpert - und natürlich prompt für den Schuldigen gehalten wird. Und das auch noch, als er einige der Beschuldigungen entkräften kann. Zaubererpolitik, die nicht nur Chance, sondern auch mich teilweise tierisch genervt hat.
Aber Chance wäre nicht Chance, wenn er nicht seine eigenen Ermittlungen anstellen und dabei eine große Lippe - und sein Leben - riskieren würde. Ich fand die Ermittlungen wieder spannend, muss jedoch gestehen, dass ich dieses Mal die Auflösung nicht zu hundert Prozent verstanden habe - auch bei der 2. Lektüre nicht. Dafür gibt es von mir einen Stern Abzug, ansonsten kann ich den 4. Band "Charm School" aber wieder Fans von düsterer Jugendfantasy sehr empfehlen.