Ein stolzes Top 3 dieses Jahres und eins von den besten populär-wissenschaftlichen Bücher, die ich je gelesen habe.
Zwischen mir und Josef H. Reichholf machte es sofort einen „Klick“. Für mich hat er einfach alles gut gemacht.
Herr Reichholf ist ein sehr sympathischer Zoologe niederbayerischer Herkunft (erste zwei Pluspunkte), der nicht nur mit einem akademischen, sondern auch einem „normalen“, nicht besonders Biologie-erfahrenem Publikum arbeiten kann (ein riesiger Pluspunkt). Er hat keine Angst Zahlen anzuwenden um seine Argumente zu erklären und/oder zu stärken, verliert sich aber nicht in der Fachsprache und arbeitet immer wieder nette Witze in seine Texte ein. Seine sehr angenehme Schreibweise und vorsichtige Wortwahl macht diese „Wissenschaftsprosa“ zu einem unvergesslichen Appell an alle (oft ignorante) Krähen-Feinde.
Der größte Pluspunkt ist jedoch in meinen Augen seine Liebe zu »Krähen«. Man erkennt schon im ersten Kapitel, wie sehr er diese Vögel mag und mit welcher festen Überzeugung ist er dazu bereit, sich für diese wunderbaren Tiere einzusetzen.
Dank diesem wunderschönen Buch habe ich gleich einiges über meine Lieblingsvögel gelernt. Ich habe oft gelacht, war manchmal sogar den Tränen nahe und entschied mich auch in meiner eigenen Lebensweise etwas zu ändern. Wie viel Bücher können so etwas von sich behaupten?