Inge Boysen ist tot.
Die Nachricht schlug bei ihren Familienmitgliedern ein wie eine Bombe und entpuppte sich doch als Fehlalarm.
Doch als das bekannt wird, befinden sich ihre Kinder und deren Familien längst in dem alten haus auf der kleinen Hallig.
Kurz bevor das neue Jahr sich bemerkbar macht, schneidet einSchneesturm die kleine Hallig von derr Aussenwelt ab.
Während es draußen schneit und schneit, kochen drinnen die Emotionen hoch.
Drei Generationen unter einem Dach werden mti der Vergangengheit, der Gegenwart und vielleicht auch der Zukunft konfrontriert und binnen weniger Stunden entfaltet sich das Leben mit all seinen Facetten, beinhaltet Tränen der Freude und Trauer.
Ich muss sagen, dass ich bei diesem Buch wirklich sehr schwer in den Schreibstil gefunden habe. Ich fand ihn nicht unbedingt.. schlcht war, aber irgendetwas hat mir definitiv gefehlt.
Den Handlungsort fand ich von Anfang an toll. Eine Hallig, auf einer kleinen Nordseeinsel direkt am Meer. Natur pur, den Strand direkt vor der Nase und auch im Winter bestimmt eine Reise wert.
Idylle pur.
Der Leser wird Zeuge einer Familie und ihrer Geheimnisse, welche an den Tagen zwischen dem Jahreswechsel an die "Öffentlichkeit" geraten.
Was mir eigentlich ganz gut gefallen hat, war der Perspektivenwechsel... anfangs zumindest. Irgendwann hatte ich wirklich keinen Plan mehr, aus welcher Perspektive ich jetzt lese und wer gerade welche Probleme mit sich rumschlägt.
Gesa, die mit Mann und Kinder auf der Hallig ist, aber von ihrem Geliebten ein Kind in sich trägt?
Inka, die nicht weiß, wer ihr Vater ist und auch an sich selbst zu zweifeln scheint?
Jochen, Gesas Mann, der eigentlich einen Termin auf dem Festland hatte, den aber aber verschwitzt? Vielleicht sogar mit Absicht?
Oder doch Berit, deren Hauptaufgabe war, Trauerreden für Menschen und Tier zu schreiben? War das wirklich erfüllend?
Und warum hatte es Inges jüngster sohn Boy nicht auf die Insel geschafft und schipperte stattdessen auf See durch die Gegend?
Fragen über Fragen, die ich leider nicht mal beantwortet gekriegt habe.
Ich glaube, ich hatte wirklich am ende noch mehr Fragezeichen über dem Kopf, als eh schon und war allgemein - so hart es auch klingt - irgendwann gelangweilt.
Es wird sich zwar über das Leben eines jeden einzelnen Gedanken gemacht, aber wirklich nach Lösungen gesucht wurde .. nicht.
Schade eigentlich, denn das Buch hätte wirklich Potenzial gehabt, so kann ich es nur denen empfehlen, die Lust auf Familiengeschichten habe, die einfach... informativ sind und keinen Spannungsbogen besitzen.