Glut und Asche ist ein weiterer kraftvoller Band der Chronik der Unsterblichen, und als treuer Hohlbein-Leser verschlinge ich auch diesen elften Teil immer wieder. Diese Reihe begleitet mich seit Jahren, und Hohlbeins Fähigkeit, Dunkelheit, Emotion und Mythos miteinander zu verweben, beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Er bleibt für mich einer der ganz großen Autoren – unverwechselbar im Ton, kompromisslos in der Atmosphäre.
In Glut und Asche geraten Andrej und Frederic in einen Konflikt, der sie mitten in ein vom Krieg verheertes Land führt. Städte liegen in Trümmern, Menschen kämpfen ums Überleben, und überall brodelt der Hass. Doch zwischen den Ruinen lauert etwas, das älter und gefährlicher ist als jeder Kriegsherr. Besonders spannend finde ich, wie Hohlbein hier mit dem Thema Schuld und Sühne spielt – Andrejs Vergangenheit holt ihn ein, und Frederics unheimliche Kräfte werden immer schwerer zu kontrollieren.
Die Stimmung ist rau, traurig und gleichzeitig voller Energie. Ich liebe diese Mischung aus Verzweiflung, Hoffnungsschimmern und übernatürlicher Bedrohung. Glut und Asche ist emotional, düster und durch und durch Hohlbein – ein weiterer großartiger Teil einer Reihe, die mich seit Jahren nicht loslässt.