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Commissaire Leclerc #1

Tod in der Provence

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Rare Book

Hardcover

Published April 24, 2019

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Pierre Lagrange

40 books10 followers

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Displaying 1 - 19 of 19 reviews
510 reviews16 followers
September 14, 2020
Alles nur eine Frage der Kugel. Im Weltraum, im Leben, beim Boule (Buch-Zitat)

„Der blanke Kopf aus poliertem Edelstahl blitzte im Mondschein hell auf, als der Mann mit der langstieligen Axt weit ausholte und sie in Richtung des Balkens niedersausen ließ.
Es krachte laut. Ein abscheuliches Geräusch. Einen Moment später breitete sich eine rote Pfütze aus.“ S. 24 und 25
Im zweiten Teil ist es nur Bolognese, aber im ersten Satz leider nicht: In den letzten sechs Jahren sind rund um Avignon acht junge Frauen verschwunden, alle rothaarig. Bislang hatte man keine Leichen gefunden. Der letzte Fall von Albin Leclerc als Polizist. Der eine Fall, den er nie aufklären konnte, bei dem er sich fragte, worum es ging. Der Fall, bei dem ihm als erstem aufgefallen war, dass es da ein Schema gab, mit den roten Haaren bei allen Frauen, und dass es mehr als eine Frau war, die da spurlos verschwand.
Aber Leclerc musste ihn Rente gehen, den Mops Tyson – nach dem Boxer benannt – schenkten ihm seine Kollegen noch.
Und jetzt? „Endlich…haben wir ein Opfer und Spuren. Endlich wissen wir, was er tut und wie er es tut. Er sammelt Körperteile. Als Trophäen, oder weil er sie benötigt.“ S. 54
Gleichzeitig zieht ein junges deutsches Paar in die Nähe, weil der Ehemann von seinem verstorbenen Onkel ein Anwesen geerbt hat. Die Ehefrau hat rote Haare…

Mir hat Albin Leclerc sehr gut gefallen, weil er so eine schnodderige Art hat. So liefert er die beste Taktik zur Anmache, die ich je erlebt habe:
„Véronique schmunzelte. ‚Was willst du wirklich, Albin?‘
Albin löste die Hände aus der Verschränkung und schob ein loses Blatt auf dem Tisch hin und her. Er zuckte mit den Achseln und meinte: ‚Ich gehe abends manchmal essen.‘
‚Ach, tatsächlich.‘
‚Ich dachte, vielleicht gehst du auch abends manchmal essen.‘
‚Nein, ich koche meist.‘
‚Also…Falls du einmal eine Ausnahme machen und doch essen gehen möchtest…‘
‚Wird das jetzt eine Einladung zu einem Rendezvous?‘
Albin ließ das Blatt los, blickte hoch und sagt: ‚Nicht direkt. Also, wenn man so will, je nachdem…Ich dachte nur an ein Abendessen. Es gibt da ein schickes
Restaurant…‘ “ S. 167f.
Und natürlich ist Mops Tyson klasse, mit dem Albin sich irgendwann zu „unterhalten“ beginnt, den er aber auch zielgerichtet einsetzt, so als Ausrede, um an bestimmten Orten unterwegs zu sein – alternativ drückt er jemandem auch einfach die Leine in die Hand, den er irgendwo blockieren möchte.

Was mein Problem mit dem Buch ist: ich hatte gerade schon Provence, Remy Eyssen, Schwarzer Lavendel. Auch das eigentlich ein deutscher Autor. Ich frage mich dabei schon, ob es Franzosen gibt, die Krimis schreiben, die im Westerwald spielen.

Jetzt drückt mich schon seit Beginn der Lektüre folgender Schuh: Herr Lagrange ist ja nicht „Schuld“ daran, dass ich ihn als zweite Lektüre vor mir habe. In beiden Büchern gelingt irgendwann der Pétanque-„Golden Goal“ (Verzeihung, ich habe weder von Fussball noch von Boule einen Hauch von Schimmer). Beide Mörder haben eine gehörige Macke, zumindest ähnlich geartet, ähnlich ausgelöst.

Also: Lagranges Ermittler ist irgendwie kauzig-knorziger und gefällt mir dadurch besser.
Eyssen war zuerst auf den Zug aufgesprungen, der „Schwarze Lavendel“ ist schon seine zweite Veröffentlichung. Bei Eyssen hatte ich irgendwie mehr Lust, in die Provence zu fahren, man schmeckte das Essen und den Wein stärker.
Spoiler-Alarm: Bei Lagrange hatte ich mich viel früher auf den Mörder eingeschossen – hatte mir aber doch kurz vor der Bestätigung noch einmal vom Autor Zweifel einpflanzen lassen.

Fazit: im direkten Vergleich gewinnt bei mir hauchdünn Eyssen (wer zuerst kommt, …). Ich werde aber zumindest noch in den zweiten Band bei Lagrange reinlesen (Leseprobe war im Anhang) – und dann vielleicht einen zweiten Vergleich laufen lassen. Die Leseprobe klingt wieder schön kauzig und mopsig, die Tat klingt nicht so kalkuliert gestört.
Profile Image for Anja Stephan.
Author 11 books39 followers
April 17, 2016

Ich habe bei Lovelybooks an einer Leserunde teilgenommen und dieses Buch gewonnen. Ich habe mich dafür beworben, weil ich zum einen schon oft in der Provence war und es dort ganz wunderschön fand. Zum anderen, weil mir der Protagonist, ein Polizist im Ruhestand mit Mops, sehr gefallen hat. Das Buch umfasst satte 426 Seiten - für einen normalen Krimi ist das ganz ordentlich. Der Autor hat bereits mehrere Krimis geschrieben und diesen nun unter dem Pseudonym "Pierre Lagrange" veröffentlicht.


Albin Leclerc ist ein schlecht gelaunter Pensionär. Er war Polizist in der Provence und dort sehr bekannt und anerkannt. Zu seinem Ruhestand hat er von seinen Kollegen einen Hund geschenkt bekommen den sie Tyson genannt haben - Tyson, wie der Boxer - denn Tyson ist ein Mops. Er sitzt eines Tages in seinem Lieblingscafé bei Matteo, als ihn eine schreckliche Nachricht erreicht: die Leiche einer rothaarigen Frau wurde gefunden... und ihr fehlen die Füße! Albin weiß sofort bescheid, denn seit Jahren treibt sich in der Provence ein Serientäter herum und jetzt hat er, nach sehr langer Pause, wieder zugeschlagen. Das lässt Albin natürlich keine Ruhe und er beginnt herumzuschnüffeln und geht damit seinen Kollegen auf diese Nerven und besticht sie mit Schokocroissants, um Informationen aus ihnen herauszukriegen.
Zur gleichen Zeit zieht Familie Streuben auf ein Schloss, dass sie geerbt haben. Die Ehe von Hanna und Niklas ist angespannt. Niklas scheint sich nicht gern ums eine Familie zu kümmern und vergräbt sich in Arbeit, während Hanna ihn verdächtigt eine Affäre zu haben. Dazwischen steht Lilly, die kleine Tochter der beiden.

Ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch nicht weiß, was ich von diesem Buch halten soll.
Ich habe die Passagen, in denen die Ermittlungen von Albin beschrieben werden, sehr genossen. Er ist noch von der "Alten Schule" und schnüffelt überall herum, befragt Leute und lauert den Kollegen sogar in der Freizeit auf. Dabei entdeckt er Zusammenhänge und Muster, die ihn immer weiter voranbringen. Das hat mir sehr gefallen. Auch das Tempo, in dem er seine Erkenntnisse erhält, stimmt. So wird es nie langweilig und ich musste mir nie denken: OGott, du Idiot, das ist doch offensichtlich! Ich hatte allerdings schon sehr früh einen bestimmten Verdacht, der sich am Ende tatsächlich bewahrheitete - ich wäre so eine tolle Miss Marple geworden...

Dagegen sind die Kapitel um Familie Streuben beinahe nervtötend. Hanna geht mit Dollarzeichen in den Augen durch das Schloss und will am liebsten alles verscherbeln, was nicht niet und nagelfest ist. Sie hintergeht ihren Mann und stiehlt wichtige Dokumente, die sie einem Geschichtsverein zum Verkauf anbieten will. Dabei schwebt immer ihre Unzufriedenheit über der Situation. Ständig mutmaßt sie, dass ihr Mann eine Affäre hat, dichtet ihm Bettgeschichten mit allen möglichen Kolleginnen und Praktikantinnen an. Dabei wird sie selbst von einem Maler aus der Region angemacht und geht mit ihm sogar schwimmen - nackt. Also bitte! Die Frau ist anscheinend einfach nur dumm und fantasielos. Und geredet wird in dieser Ehe offensichtlich auch nicht - wieso sollte man denn mit seinem Ehepartner auch REDEN wollen?

Die Passage um die "Probleme" der Familie waren mir eindeutig zu lang und absolut überflüssig. Sicher, man erhält hier und da ein paar Informationen und Andeutungen, die wichtig zu sein scheinen, aber mehr auch nicht. Diese Kapitel sind weder für die Handlung wichtig, noch sind sie irgendwie interessant, sie halten einfach nur auf. Es wird die ganze Zeit nur erzählt, wie sich Hanna vernachlässigt fühlt und zickig wird. Ich habe diese Kapitel irgendwann nur noch überflogen. Ehrlich, wenn ich mir eine Familiengeschichte auf diesem Niveau antun möchte, kaufe ich mir einen Rosamunde-Pilcher-Roman.

Desweiteren fand ich die Passagen, in denen sehr detailreich beschrieben wird, wie die Opfer überfallen und zerhackstückelt werden, echt derbe. Das muss doch nicht sein. BAH! Das hat so gar nicht in den Stil gepasst.

Am Ende weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Roman halten soll. Ich habe das Gefühl, dass der Autor mehrere Genre in einen Krimi packen wollte und herausgekommen ist irgendwas ... Halbgares... Ständig schwankt der Leser zwischen dem Gemetzel des Mörders, den Eifersüchteleien der zickigen Ehefrau und den intelligenten Überlegungen des Polizisten. Ich wusste irgendwann echt nicht mehr woran ich bei diesem Buch eigentlich bin...

Die Figur Albin Leclerc ist super ausgearbeitet und gradlinig. Die Dialoge mit den Kollegen und Freunden - und dem Mops - sind göttlich. Die Ermittlungen sind schlüssig und die Handlungen haben einen perfekten Spannungsbogen. Das Ende und die Auflösung sind super gemacht und wirklich fesselnd.
Aber der Rest... lass es weg... reduzier es... mach irgendwas... das nervt.

Profile Image for yourfavouritemixtape.
152 reviews
July 25, 2018
I have this theory that crime stories are rearly good when they start in the pov of either the murderer or the victim. This book starts with the murderer and then changes to the victim and it unfortunately supports my theory. The characters are highly superficial and the solution is very disappointing.
Profile Image for Daniel.
520 reviews72 followers
July 7, 2017
Der frisch pensionierte Polizist Albin Leclerc wird von seinem letzten Fall in der Provence, rund um Capentras/den Mont Ventoux nicht losgelassen und kann es nicht lassen zu ermitteln.
Ein Frauenmörder, der rothaarige Frauen ermordet und Körperteile zu sammeln scheint mordet immer noch weiter ohne Spur. Gleichzeitig kommt ein deutsches Ehepaar in den Ort um ein Erbe anzutreten, sie ist Künstlerin, die Inspiration sucht, er gestresst und überarbeitet. Leider ist sie rothaarig...
Langsamer Erzählstil, mit kurzen Kapiteln, wiedermal ein grummeliger Ermittler, der eigenbrödelt und eigenwillig doch zum Ziel kommt. Erst zieht sich das Buch, dann aber rasantes Finish, dass mich doch begeistert hat.
Profile Image for Maya.
468 reviews
September 24, 2024
Dieses Buch hat es geschafft, dass ich mir einerseits sehr schnell sicher war, die Reihe fortsetzen zu wollen, weil mir der Fall und die Ermittlung wirklich gut gefallen hat (dabei bin ich in letzter Zeit gar nicht so Krimi-begeistert), andererseits gab es mehrfach auch Momente, in denen ich dachte, ich sollte es doch nur bei Band 1 belassen (und dabei habe ich schon einen ganzen Stapel der Bücher sogar in meinem Regal stehen).
Großteils besteht dieses Buch aus zwei Handlungssträngen: 1. Einem Kriminalfall, in dem Albin Leclerc ermittelt und versucht, endlich einen Fall aufzuklären, den er vor seinem Ruhestand nie lösen konnte, zu dem es jetzt aber endlich Hinweise gibt, das ganze aus Leclercs Sicht; 2. Familie Streuben, die nach Carpentras fahren, um sich dort um das gerade geerbte Chateau kümmern, das ganze aus Sicht der Ehefrau. Ab und an gibt es noch andere Perspektiven (von Täter und Opfer), diese sind aber nicht wirklich tragend für die Handlung und ich habe nicht das Gefühl, dass sie notwendig gewesen wären. Trotzdem fand ich deren Perspektiven auch nicht schlecht, sie waren mir eher gleichgültig. Und Leclercs Perspektiven und Handlungsstrang fand ich wirklich toll. Generell mochte ich den Schreibstil, war gleich im Geschehen, und konnte mir innerhalb weniger Kapitel vorstellen, durchaus mehr von der Reihe zu lesen, weil Leclerc und sein kleiner Mops Tyson ein super Duo sind und Leclerc so sympathisch ist, dass ich ihn echt gerne weiter bei seinen Fällen begleiten möchte. Leider steht im Gegensatz dazu die Perspektive von Hanna, die mir einfach viel zu lang war, und deren Familiendrama mich wirklich nicht interessiert hat, und im Endeffekt hat es zwar alles seine Berechtigung, wie es ist, leider ändert das aber nichts daran, dass ich von der ganzen Familie nur die Tochter sympathisch fand, und die eher selten auftaucht. Hanna und Niklas kommunizieren einfach überhaupt nicht miteinander, sind beide in meinen Augen ziemlich schreckliche Figuren (weil ich echt ungerne von ihn gelesen habe, nicht zwingend wegen dem, was sie tun, ich denke, das hätte man vermutlich auch so schaffen können, dass ich vielleicht lieber davon gelesen hätte), und so gerne ich von Leclerc gelesen habe, so ungerne habe ich mich durch Hannas Kapitel gequält.
Dennoch ergibt sich am Ende durchaus ein Gesamtbild, das ich auch in Ordnung fand. Ich hatte nicht zwingend das Gefühl, dass man das Puzzle selbst hätte zusammensetzen können, gleichzeitig war ich tatsächlich nicht so überrascht, also vielleicht war eine gewisse Vorahnung durchaus vorhanden, und Leclerc bei seinen Ermittlungen zu begleiten hat Spaß gemacht. Man merkt, dass er kompetent ist, gleichzeitig wirkt er aber trotzdem "nur" wie ein normaler Mensch mit sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet, nicht wie irgendein total intelligenter Überflieger, was ihn für mich total sympathisch gemacht hat. Er ist anderen oft einen Schritt voraus, oder so fühlt es sich an, aber nie sehr weit, und er wirkt nicht unersetzbar, und irgendwie hat das dafür gesorgt, dass ich ihn noch mehr mochte. Außerdem merkt man, dass er was im Kopf hat, und er ist nicht irgendein Held, der sich Hals über Kopf in alle Gefahren stürzt, wodurch er eher Bodenständig wirkt, und mit Tyson finde ich ihn einfach sehr niedlich.
Gibt auch ein wenig Liebesgeschichte, zumindest im Ansatz, die mir persönlich eher egal war, sie war aber auch nicht störend, und hat nie vom eigentlichen Geschehen abgelenkt, sodass Leclerc teils noch auf Dates mit Gedanken nur beim Fall war, was ich ziemlich mochte. Dadurch war klar, dass die Aufklärung der Morde immer im Vordergrund steht, was ich eindeutig zu schätzen weiß.
Insgesamt werde ich sehr sicher weiterlesen, und dann vermutlich je nach Aufbau des nächsten Bandes entscheiden, ob es sich der Rest in meinem Regal auch lohnt. Je nachdem, wie die Perspektiven aufgeteilt sind, oder was der zweite Handlungsstrang wird, kann ich mir vorstellen, dass mir weitere Bücher durchaus mehr gefallen könnten, aber das werde ich wohl nur durch ausprobieren feststellen können.
Profile Image for Gitti.
1,161 reviews
August 24, 2020
Hanna und ihr Mann Niklas erben in der Provence in Carpentras ein Chateaux. Das gibt den beiden die Möglichkeit nach einer sehr stressigen Zeit in HAmburg eine Auszeit zu nehmen und evtl. ihren Traum eines kleinen Hotels wahr zu machen.
Doch als sie in die Provence kommen, läuft alles erst einmal nicht ganz so rund, wie insbesondere Hanna es sich wünscht.
Zusätzlich ereignen sich in unmittelbarer Umgebung mehrere Frauenmorde, die eines gemeinsam haben: alle Opfer haben rote Haare, genau wie auch Hanna.


Albin Leclerc ist pensionierter Polizist mit Mops und ebenfalls wohnhaft in Carpentras. Die Morde an den Rothaarigen erinnern ihn an diverse Vermisstenfälle, die er nicht aufklären konnte. Und deswegen beginnt er sehr zum Verdruss seiner ehemaligen Kollegen.
Pierre Lagrange gelingt ein wahrhaft schwieriger Spagat: Einerseits das beschauliche Leben in der Provence, dessen Beschreibungen sehr anschaulich sind, so dass man sich sofort dorthin wünscht. Und dann wieder die Beschreibungen der Morde und die Spannung, wie alles zusammenhängt. Das wirkt manchmal wie eine kalte Dusche, da holt einen das Leben wieder ein. Der Showdown am Ende könnte kaum dramatischer gestaltet werden.


Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Die Mischung aus wunderschöner Landschaft und guten Leben sowie die Hochspannung waren gut aufeinander abgestimmt.
Von daher bin ich bereits jetzt gespannt auf den nächsten Fall von Albin und seinem Mops Tyson.
Profile Image for Paula.
453 reviews10 followers
August 22, 2017
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Der Autor hat einen angenehmen flüssigen Stil und er schreibt seine Figuren gut. Ich freue mich schon darauf, all die Nebenfiguren in "Blutrote Provence" wieder zu lesen. Der Kommissar Albin Lerclerc ist - Göttin sei Dank - nicht wirklich "meist schlecht gelaunt" (Zitat Klappentext) sondern eigentlich ein sympathischer Kerl.
Der Krimifall an sich war auch für einen geübten Krimileser interessant. Ich hatte einen bestimmten Täter im Auge, dachte aber die ganze Zeit, nee, der kann es doch nicht sein. Naja, mehr will ich hier natürlich nicht verraten ;)
Mein großes Ding sind ja Epiloge, viele Autoren sind da so richtig schlecht. Hier war der Epilog aber gelungen und man bleibt als Leser befriedigt zurück.
Den zweiten Teil lese ich gleich im Anschluss.
Das der Autor Sven Koch sich für diese Reihe allerdings ein französisch-klingendes Pseudonym gegeben hat, finde ich etwas albern. Hallo Verlage, man muss Leser nicht immer verarschen.
Und eine Karte der Provence wäre schön gewesen.
56 reviews
August 15, 2025
Leider nach wenigen Kapiteln abgebrochen, da ich mit der Sprache überhaupt nicht zurecht kam. Die Bilder sind schief, die Vergleiche hinken. Es war mir zu gewollt. Ich bin immer wieder über Sätze " gestolpert" und dadurch nicht in den Lesefluss gekommen.

Hier ein paar Beispiele:

"Die Luft hier unten war feucht, schal und verbraucht. Sie roch schwach nach Moder, nach Chemie und nach Elektrizität" Was denn noch alles?

"mit tiefer Liebe, Demut und heißem Verlangen." Die häufigen 3er Aufzählungen nerven nach einer Weile. Vor allem, wenn es irgendwie nicht zusammen passt.

"Er spürte, wie der Schweiß von innen gegen die Poren drängte, ohne einen Weg hinaus zu finden." Ernsthaft?

"Von draußen summte das Lied der Straße ins Innere des Altbaus mit seinen hohen Räumen und stuckverzierten Decken. In der Küche summte das Lied des Geschirrspülers"

"Die Kissen wollten sie beinahe in sich aufsaugen."
Profile Image for Barbara Heckendorn.
471 reviews11 followers
June 11, 2023
This in a thrilling cozy mystery first in a new series for me.
Albin Leclerc has recently retired as commissioner. He has been given a pug named Tyson by his colleagues, like the boxer, to give him something to do, as everyone fears he will continue to interfere with cases.
But Leclerc wouldn't be Leclerc if he didn't continue to do so anyway. There is, in his eyes, a serial murder that he has never been able to solve. And promptly another young red-haired woman is found dead with her feet missing. Leclerc is quickly on the scene, much to the chagrin of his ex-colleagues and the prosecutor. With small bribes here and there, he gets his information and begins to investigate on his own.
His love life also gets a boost from the florist Valérie, who is a good cook but also a good listener.
The main protagonists quickly grew on me and I will definitely read the next volume.
(4½)
Profile Image for Hortensia13.
454 reviews3 followers
April 19, 2019
In einem Sommer in der Provence wird die Leiche einer rothaarigen Frau gefunden. Albin Leclerc wird darauf aufmerksam, denn vor seiner Pension hatte er einen Fall von einigen vermissten Frauen noch nicht gelöst. Mit seinem Mops Tyson (der, wie der Boxer heisst) macht sich Albin auf die Suche nach dem Serienmörder, der anscheinend in der Provence sein Unwesen treibt.
Das Buch ist ein guter, solider Thriller. Es legt den Fokus vor allem auf die Polizeiarbeit, die gebraucht wird, um einen Serientäter zu überführen. Ein guter Auftakt für die Albin-Leclerc-Serie und ein gutes Buch für einen Urlaub in der Provence.
Profile Image for Lune.
36 reviews25 followers
July 1, 2018
Spannend, sehr gut darin meine geliebte Provence zu beschreiben. War sehr nah dran, vier Sterne zu geben, fand dann aber das Timing (schnelle Auflösung gegenüber gemütlich erzählten Alltagsszenen) etwas störend. Außerdem nervten mich Kleinigkeiten, z.B. wechselnde Augenfarben, zwei kleine Mädchen mit gleichem Namen und das seltsam philosophisch aufgeladene Boule-Spiel am Ende. Trotzdem ein netter Frankreich-Krimi, werde gerne noch mal was rund um Albin Leclerc lesen.
Profile Image for Petra.
36 reviews
July 7, 2023
Ein schönes Buch über die Provence /Frankreich. Spannende Lektüre über einen Kommissar im Ruhestand mit seinem Mops, der seine Arbeit nicht aufgeben kann. Sehr spannend geschrieben, es kam keine Langeweile auf, vielleicht an wenigen Stellen zu brutal und das Ende war wirklich überraschend. Das Buch habe ich in eins durch gelesen und es hat mir als leichte Urlaubslektüre sehr gut gefallen.
Profile Image for Margarethe.
572 reviews
November 19, 2019
Ein netter Krimi in der Provence, Kommissar im Ruhestand vom Mops begleitet, nervt seine Kollegen und hilft beim Aufklären des Mordes der Rothaarigen.
Viel Provence, ein bisschen Liebesgeschichte und ein abscheuliches Motiv
1,368 reviews6 followers
September 26, 2023
Spannender frz. Krimi um rothaarige Frauen, die ermordet würden, weil der Mörder bestimmte körperliche schöne Teile bevorzugt und abtrennt.
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
July 31, 2016
*Inhalt*
Rothaarige Frauen sollten die Provence meiden, schon einige sind einfach verschwunden. Dann taucht die erste Leiche auf, ein junge rothaarige Frau, der die Füße fehlen. Commissaire Albin Leclerc hat vor seinem Ruhestand die Fälle der vermissten Frauen bearbeitet, nun nimmt er mit seinem Mops Tyson seine eigenen Ermittlungen auf.
Zur gleichen Zeit erbt das Hamburger Ehepaar Hanna und Niklas Streuben ein schönes Château, beide überlegen die Zelte in Deutschland abzubrechen und im malerischen Ort Carpentras ein kleines Hotel zu errichten. Doch es liegt viel Arbeit vor ihnen und dann hat Hanna auch noch wunderschöne rote Haare. Gerät sie ins Visier des Serienmörders? Kann Albin Leclerc den Täter vorher fassen?

*Meine Meinung*
"Tod in der Provence" von Pierre Lagrange ist der Beginn einer Krimi-Reihe mit dem sympathischen Albin Leclerc und seinem süßen Mops Tyson. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und immer wieder mit kleinen humorvollen Einschüben versehen. Mit seinen wunderschönen Beschreibungen der malerischen Landschaft hat der Autor mich schnell in den Bann gezogen. Mein Kopfkino ist sofort gestartet, ich konnte die Lavendelfelder sehen und riechen, bin Hanna durch die Schlucht gewandert und habe die Natur bewundert. Da bekommt man echt Lust auf Urlaub in der Provence.

Die Spannung ist von Anfang an präsent und die Morde sind teilweise sehr brutal beschrieben. Und zum Ende steigert sich die Spannung noch einmal und endet in einen überraschenden Showdown. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Albin und von Hanna erzählt, dass erhöht die Spannung ungemein. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und ich habe es trotz Arbeitsstress an 3 Abenden gelesen.

Der Autor Pierre Lagrange hat mit Albin Leclerc einen sympathischen aber auch dickköpfigen Charakter ins Leben gerufen, mit seinem Mops Tyson bildet er ein gutes Ermittlerteam. :-) Besonders gut haben mir die Gespräche der beiden gefallen, das hat die Geschichte ein bisschen aufgelockert.
Bin gespannt, ob die zarten Bande zwischen Albin und der Blumenhändlerin Véronique im zweiten Band weitergesponnen werden.

Hanna und ihre Tochter Lilli sind mir auch sehr sympathisch. Hanna strotzt nur so voller Lebensfreude und kann sich gar nicht an der Landschaft satt sehen. Dennoch macht sie sich auch Sorgen um ihren Mann Niklas, der immer seltsamer wird. Aber auch die anderen Nebencharaktere sind lebendig und authentisch beschrieben und wecken nicht nur Sympathien in mir.

*Fazit*
Ein spannender Krimi, der eine gute Mischung von Spannung, Privatleben und Humor enthält. Mit seinen wunderschönen Beschreibungen der Provence macht er Lust auf Urlaub.
5★★★★★
Profile Image for Inga.
1,598 reviews63 followers
July 1, 2016
Audiobook-Rezension:
Pierre Lagrange ist das Pseudonym eines deutschen Krimiautors, so der Fischer Verlag. Dahinter steckt Sven Koch, dessen Krimis zum Teil an der deutschen Nordseeküste spielen, der aber in OWL lebt und arbeitet.
In diesem provenzialischen Krimi kommt der pensionierte Commissaire Leclerc nicht von den ungelösten Fällen verschwundener und ermordeter Frauen los. Sie alle haben scheinbar nichts gemeinsam - außer ihrer roten Haarfarbe. Als weitere Opfer auftauchen, setzt Leclerc alles daran, trotz seiner Pensionierung an den Ermittlungen teilzuhaben.
Parallel dazu wird die Geschichte der Malerin und Illustratorin Hanna "Henna" Streuben - natürlich rothaarig - erzählt, deren Mann Niklas von seinem Onkel ein kleines Chateau in der Provence geerbt hat. In ihrer Ehe gibt es massive Schwierigkeiten, Niklas arbeitet zuviel und zeigt kein Interesse für seine Frau oder seine Tochter. Hanna schöpft Hoffnung, als Niklas das Chateau in ein Hotel umwandeln und in der Provence bleiben möchte. Doch Niklas verhält sich weiterhin ignorant und entfernt sich immer weiter von ihr.
Die beiden Perspektiven sind mit den Stimmen von Wolfram Koch (Tatort Frankfurt, Hauptkommissar Brix) und Britta Steffenhagen gut besetzt. Sie spiegeln den Kontrast zwischen dem leicht verschrobenen, aber raffiniert vorgehenden Franzosen, der mit seinem Mops spricht und schüchtern der Blumenverkäuferin den Hof macht, und der überemotionalen Künstlerin, die zwar zunächst recht ahnungslos ist, aber schließlich doch Strategien zu ihrem eigenen Schutz entwickelt. Von den beiden Protagonisten ist Leclerc definitiv der besser gezeichnete Charakter, er handelt stringend, ist liebenswert und humorvoll. Hanna hingegen verliert sich in ihren eigenen verwirrenden Emotionen und geht ihre Probleme gar nicht oder auf sehr verqueren Wegen an. Wenn dies vom Autor als absichtlicher Kontrast so angelegt war, dann hätte es auch ein wenig weniger davon getan. Aber ein Wiedersehen mit Leclerc kann ich mir gut vorstellen...
Profile Image for Angelika.
333 reviews7 followers
June 29, 2016
Ein ideales Buch für den Urlaub. Besonders für daheim auf Balkonien! In dem, manchmal etwas langatmigen Krimi kann man sich wunderbar wegbeamen in die Provence. Die Umgebung, die Dörfer und Städte sind wunderbar bildlich beschrieben und als Leser träumte ich mich ab und zu regelrecht dort hin. War ich auch ab und zu genervt von Hanna und ihrer Eifersucht oder waren mir manche geschichtlichen Beschreibungen zu ausführlich, so überraschte mich der Autor doch noch mit einer Wendung am Ende, die ich so nicht erwartet hätte. Albin Leclerc ist ein netter pensionierter Ermittler, der zusammen mit seinem Mops für so manchen Lacher sorgt. Als Krimi könnten die Morde dem ein oder anderen Leser vielleicht etwas zu detailliert und grausam geschildert sein. Persönlich empfand ich die Geschichte von Hannah und Niklas etwas zu ausführlich. Das bremste das Spannungsfeeling doch immer mal wieder etwas ein. Am Ende ergab alles zusammen aber doch einen lesenswerten Krimi.

Pierre Lagrange ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Krimiautors. Bisher ist mir dieser aber auch unter seinem echten Namen noch nie aufgefallen. Mit Albin Leclerc ist ihm auf jeden Fall eine Figur gelungen, von der ich schon gespannt bin, welchen Ermittlungen er und sein Hund als nächstes nachgehen werden!

Das Cover gefällt mir ausnehmend gut. Die idyllischen Steinhäuser und engen Gässchen mit dem mystisch bewölktem Himmel, finde ich richtig gelungen.

Mein Fazit:

Idylle pur, gepaart mit einem spannenden Kriminalfall. Ideal für entspannte Urlaubstage.
Displaying 1 - 19 of 19 reviews

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