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Diesseits des Van-Allen-Gürtels

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„Es geht also doch: Man kann auf Deutsch intelligente und zugleich extrem lustige Geschichten schreiben.“ (Süddeutsche Zeitung)

Die Zwangsbekanntschaft zweier Kunstakademiestudenten wächst sich zu einer uneingestandenen Dreiecksgeschichte aus, die auf der Brenner-Autobahn zu einem unrühmlichen Abschluss kommt. Ein Krankenpfleger setzt sich mit dem Geld eines Patienten nach Asien ab und endet in der Polizeistation eines japanischen Fischerdorfs. Ein Mittdreißiger und ein verzogener Halbstarker unterhalten sich auf einem einsamen Balkon über den Kosmos. – Die Verlorenheit von Herrndorfs Figuren ist groß, und die erzähltechnische Raffinesse sowie der Unterhaltungswert seines Buches sind es auch.

„Nicht realistisch, sondern gegenständlich, gläsern und geheimnisvoll, komisch und unheimlich, mitreißend und abstoßend … Ein kurzes langes Buch voller nie nachlassender Spannung." (Gustav Seibt)

192 pages, Paperback

First published January 1, 2007

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About the author

Wolfgang Herrndorf

28 books247 followers
Wolfgang Herrndorf studied painting at the Academy of Fine Arts, Nuremberg. After graduating, he moved to Berlin, where he worked as a magazine illustrator and posted frequently on the Internet forum Wir höflichen Paparazzi (We Polite Paparazzi). In 2001, Herrndorf joined the art and writing collective Zentrale Intelligenz Agentur, eventually contributing to their blog, Riesenmaschine (Giant Machine).

He published his first novel, In Plüschgewittern (Storm of Plush), in 2002. This was followed by a collection of short stories, Diesseits des Van-Allen-Gürtels (This Side of the Van Allen Belt, 2007), which received the Ingeborg Bachmann Prize Audience Award.

In early 2010, he was diagnosed with a brain tumor; his novel Tschick (Why We Took the Car) was published just months later and would eventually be translated into twenty-four languages. Sand was released in 2011; it was short-listed for the German Book Prize and won the Leipzig Book Fair Prize.

Herrndorf committed suicide in the summer of 2013. His posts on Arbeit und Struktur (Work and Structure), the blog he started after receiving his cancer diagnosis, have been published as a book of the same name. An unfinished sequel to Tschick, Bilder einer großen Liebe (Pictures of Your True Love), was released in 2014.

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Community Reviews

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171 (41%)
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2 stars
22 (5%)
1 star
8 (1%)
Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for Andrea.
119 reviews15 followers
March 28, 2016
Die Geschichten sind traumtänzelnde Witzchen. Ich hab auch jede Seite mindestens einmal brav gelacht. Die Witzfrequenz war mir aber fast zu dicht. Witze müssen atmen. Aber auf jeden Fall macht diese Sammlung Lust, mal wieder auf eine Party zu gehen...oder in die Psychiatrie...oder nach Berlin. Wäre Trauer nicht so schrecklich nicht-subversiv, würde ich sagen: Wir trauern. Wir trauern um Wolfgang Herrndorf.
Profile Image for David Ramirer.
Author 7 books38 followers
December 24, 2014
was mich oft an aktueller literatur stört, ist der fast zwanghafte versuch mancher autoren, den leser zu frustrieren. das, was bei david lynch nur mit viel gutmütigkeit und viel großzügigkeit in seinen kryptischen filmen durchgehen kann - also den filmbesucher mit mehr fragen zurückzulassen, als er am beginn des filmes hatte - das funktioniert in büchern für mich selten. es widert mich an, wenn sich eine fangemeinde in websites mit deutungsversuchen und fußnotenproduktionen überschlägt (wie es etwa bei pynchons "enden der parabel" geschieht), und noch mehr stößt es mich ab, wenn man bei autoren merkt, dass sie dieses verwirrspiel nur betreiben, weil sie es für regressiv halten, etwas gediegen und den leser erreichend zu erzählen. das selbe gilt auch für die meiste malerei dieser tage, aber das nur nebenbei.
"eigentlich" also dürfte mir das buch von wolfgang herrndorf nicht gefallen: die darin befindlichen geschichten zeichnen sich alle dadurch aus, dass geschichten neben der spur erzählt werden, also ereignisse mit bisweilen viel pathos und glorie anheben, aber dann die kurze geschichte auf einer völlig anderen tonart endet und den leser mit vielen fragen zurücklässt. jedoch: herrndorf zeigt rasch - und ohne missverständnisse zu hinterlassen - dass es nicht um den "ausgang" der geschichte geht (den man auch meist gar nicht erfährt), sondern um die kleinen dinge innerhalb der geschichte, also um die durchgehend sehr humorvollen ereignisse und betrachtungen, um die sich eben im inneren abspielenden figuren und deren leben.
zwischen zwei oder drei der sechs kurzgeschichten gibt es gar kleine brücken, die aber kein umspannenden gewebe bilden, sondern mehr wie erinnerungen funktionieren, wie ein leiser nachklang, der eine rein imaginiert scheinende geschichte zu einer höheren realitätsebene aufträgt.
herrndorf schreibt sehr menschlich nachvollziehbar, fegt den pathos weg, wo er anklingt, holt alles auf die erde und macht es greifbar... so dass dieses buch mich nicht enttäuschte, sondern vom beginn bis zum ende nahtlos unterhalten hat, obgleich (und weil) es meine erwartungen frustrierte... und das muss herrndorf erst mal einer nachmachen.
Profile Image for Konsti.
56 reviews1 follower
June 2, 2025
Der letzte Herrndorf, den ich noch nicht gelesen hatte. Manche Kurzgeschichten funktionieren, andere fand ich ziemlich lahm und vor sich hin plätschernd. Die letzte über die ZIA funktioniert am besten. Ich empfehle pro Tag höchstens eine zu lesen, Herrndorfs Stil nutzt sich sonst ab.
Profile Image for Joël.
Author 2 books27 followers
January 27, 2011
Wolfgang Herrndorf ist mir zum ersten Mal durch sein Blog aufgefallen, in dem er über sein Leben mit Gehirntumor schreibt. Das hat mich von der Art und Weise, wie er schreibt, unglaublich begeistert (Dass der Autor eine wahrscheinlich tödliche Krankheit hat, begeistert mich nicht so sehr), so dass ich mehr von ihm lesen wollte. Diesseits des Van-Allen Gürtels ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Bis auf eine, die sich um eine Party mit hippen Berliner_innen dreht, haben mich alle so sehr gefesselt, dass ich sie immer in einem Ruck durchlesen musste. Herrndorfs Schreibstil ist bewunderswert, klar auf der einen Seite, knapp, aber nie zu knapp auf der anderen. Alle Enden sind offen. Das ist unbefriedigend. Nicht, weil offene Enden oer se schlecht wären, sondern weil man einfach noch viel mehr lesen möchte.
Einen Bonuspunkt gibt es für die Erwähnung des (fiktiven) Sohns des luxemburgischen Finanzministers.
Profile Image for Jannis.
39 reviews
July 25, 2024
Genau wie eben der Van-Allen-Gürtel fängt Herrndorf in seiner intelligent verzweigten Sammlung an Geschichten die kleinen, aber eben doch kosmischen Teilchen des Alltäglichen ein. Was über das ganze Buch hinweg funktioniert, ist der subtile Humor Herrndorfs, der durch das Aufeinandertreffen von präziser, trockener Sprache und absurden Situationen entsteht. Genau mit dieser Mischung sehen sich alle Protagonisten zu ihrem eigenen Nachsehen konfrontiert, denn ein Gefühl des Verlorenseins schwingt überall mit. Ein gelungenes Stück, das nicht den Anspruch hat, etwas Großes sein zu wollen, sondern die kleinen Geschichten diesseits des Van-Allen-Gürtels erzählt. 3,5/5
Profile Image for Tasja.
15 reviews
December 7, 2014
Ich bin einfach nur froh, dass es vorbei ist!
Profile Image for Bettina Lippenberger.
Author 15 books13 followers
February 24, 2018
Meine Meinung:
Franco Cosic ist ein Künstler der durchgeknallter nicht sein könnte. Sein Freund / der Erzähler wird im Studium von seiner Lehrerin immer wieder aufgefordert tiefgründiger zu denken. Er lackiert nach dem Studium Autos. Franco zieht bei ihm aus und bei Alexander ein gemeinsam mit Mara. Bei einem Trip nach Italien sind sie zu viert. Dann wird der Adonis zurück gelassen danach der Freund, dessen Freundschaft damit endet in einem fremden Auto zu sitzen und den Zweien hinterherzufahren. Einholen wird er sie nie.

Das ist nur eine Geschichte von vielen. Die eine oder Andere musste ich nochmal lesen, um überhaupt zu verstehen was der Autor meint. Allerdings gab es auch sehr schöne. Leider zu wenige. Sie bleiben skurril, subtil und den Gedankengängen konnte ich nicht wirklich folgen.

Da gibt es einen Literaten der über die Literatur spricht, ein Mensch der bei einem Alten nach dessen Tod, Geld findet und sich auf die Reise begibt, das Ende bleibt offen.

Ein Mann der nach einer Kanufahrt sein Auto vermisst, bei einer Frau klingelt die sehr tiefgründig denkt. Auch ein Zitat hat es mir hier angetan: Dein Auto ist dein Auto. Und wir sind wir. Und wir sitzen hier, für einen kurzen exakten Moment in dieser Unendlichkeit, und das ist das Einzige, was zählt.

Eine Geschichte über eine Feier und vielen Gesprächen. Diese finde ich zum Beispiel gut. Bei der nächsten zieht ein Nachbar aus, leiht sich aber gerade mal ein Hocker, sagt nicht das er geht. Richard tut es danach leid und sucht die leere Wohnung immer wieder auf. An einem Abend trifft er dort auf einen Jungen. Sie diskutieren über den Rothenburg Fall, die Mondlandung und über dies und das. Hier fand ich es schade das es Richard nicht eingefallen ist, obwohl er sah das es dem Nachbarn nicht gut zu gehen scheint, ihn danach zu fragen.

In der letzten Geschichte geht es um einen Kongress der etwas sehr aus dem Ruder läuft. Der eine sucht den anderen. Die Frage nach dem Sinn wird gestellt. Uneingeladene Gäste tauchen auf. Doch am Ende steht Martina da mit einem ihr Fremden im Sonnenaufgang. Sehr friedlich. Insgesamt bemerkte ich das es mir schwer fiel wie schon erwähnt dem roten Faden in den Geschichten zu folgen. Immer wieder wurde es unterbrochen durch Satzfragmente, die so nicht dahin zu gehören schienen. Die Figuren fast alle sehr speziell in ihren Denk und Handlungsweisen. Ich habe noch zwei Bücher von dem Autor und hoffe das ich zu diesen mehr Zugang finde.

Mein Fazit:
Leider fand ich den Zugang zu den Geschichten nur schwerlich.
Schade, denn ich hatte viel positives, über den leider schon verstorbenen Autoren gehört.
Profile Image for Eretrece.
131 reviews1 follower
July 7, 2023
Man soll Bücher nicht auf Basis der eigenen Erwartungen bewerten, sondern auf Basis dessen, ob die Autor*innen ihr eigenes Vorhaben gut umgesetzt haben. So oder so ähnlich habe ich das zumindest mal gehört. Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich eigentlich einen Roman erwartet hatte. Mich hätte wirklich interessiert, wie es mit den Figuren aus der ersten Geschichte weitergeht, und obwohl es immer wieder Verbindungen zwischen den einzelnen Geschichten gibt, bleibt das Gesamtbild doch sehr lückenhaft. Aber naja, so ist es auch oft im wahren Leben.

"Diesseits des Van-Allen-Gürtels" habe ich trotzdem gerne gelesen. Ich finde Herrndorf auch irgendwie sympathisch, obwohl ich ja gar nicht ihn, sondern nur einen Teil seiner Literatur kenne. Die Geschichten bewegen sich zwischen alltäglich und skurril, wobei es sich bei den beschriebenen Situationen zu einem beachtlichen Teil tatsächlich um solche handelt, die man vielleicht aufschreiben würde, würden sie einem passieren.

Mit einigen der Geschichten konnte ich mehr anfangen als mit anderen und ich glaube, dass am Ende nur sehr wenig bei mir hängen bleiben wird. Beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, etwas zu verpassen, und im Rückblick habe ich tatsächlich etwas verpasst, denn ich habe erst hinterher erfahren, dass es die "Zentrale Intelligenz Agentur", von der in der letzten Geschichte die Rede ist, wirklich gibt und Herrndorf dort Inoffizieller Mitarbeiter war.
Profile Image for Kilian.
10 reviews1 follower
March 15, 2020
In sechs Kurzgeschichten schildert Wolfgang Herrndorf sechs mehr oder weniger skurrile Erlebnisse unterschiedlichster Dauer mit, in gewisser Weise, gar nicht so unterschiedlichen Protagonisten. Denn alle von ihnen umgibt ein gewisse Schwere und Gleichgültigkeit - sowohl gegenüber der weiten Welt, wie auch ihrer direkten Umgebung.
Zudem wird immer wieder die Kreativbranche Gegenstand. Dabei beschreibt Herrndorf sie genau so, wie sie es vermutlich auch die meisten ihrer schreibenden Vertreter tun (würden): als eine Ansammlung überzeichneter, überheblicher und offenkundig trauriger Gestalten, die das ganze mit ausreichend Alkohol und Drogen überspielen zu wissen. Auch die wiederkehrende Übergänge ins Bizarre sind ein bekanntes Motiv.
Und obwohl das im Ansatz durchaus unterhaltend ist, sind die Erzählungen die diesem Muster folgen, die schwächeren des Buches. Besser gelingen ihm die intimeren, kleinteiligeren Darstellungen in denen stärker Personen als Situationen im Vordergrund stehen, in denen die an sich recht gewöhnlichen Momente durch die handelnden Personen besonders werden - und nicht umgekehrt.
417 reviews5 followers
July 10, 2019
Aus HansBlog.de:

Wolfgang Herrndorf (1965 – 2013) schreibt ungemein trocken und lakonisch über leicht verwirrte junge Erwachsene in und um Berlin. Das klingt inhaltlich abstoßend, aber er stammt ja nicht aus der Leipziger Schreibfabrikantenproduktion (über die er sich hier einmal selbst mokiert). Hat ein anderer deutscher Zeitgenosse je so unterhaltsam läppische Dialoge geliefert? (Nur in einer Geschichte reden die Akteure zu auffällig aneinander vorbei.)
Einige Geschichten sind hauchdünn miteinander verbunden, auch einen einsamen Bezug zu Herrndorfs späterem Erfolgsroman Tschick (2010) gibt es. Die Titelgeschichte des Bands mit sechs Erzählungen holte 2004 den Publikumspreis in Klagenfurt.
73 reviews
July 28, 2021
Tja, ein Tschick oder wenigstens Sand ist es nicht gerade. Im Gegenteil liest es sich stellenweise eher wie das Schreibtagebuch eines Teilnehmers von einem Volkshochschulkurs Kreatives Schreiben: Einfach loslegen und gucken, was dabei rauskommt. Und das ist eher so naja. Es gibt ein paar gute Stellen, aber auch vieles Belangloses. Allerdings sind die sechs Kurzgeschichten gut ineinander verwoben und trotzdem für sich alleine stehend. Und die letzte Geschichte „Zentrale Intelligenz Agentur“ ist grandios! Daher am Ende doch noch 3 Sterne.
Profile Image for Favouriteplaster.
76 reviews
November 10, 2025
Nette, weirde Kurzgeschichten (#1, #5, #6). Herrndorf ist am stärksten mit männlichen Protagonisten und Settings wie Roadmovie, Party und Künstlern. Die Referenzen zwischen den Geschichten (#3, #4, #6) sind interessant und machen neugierig.
Manchmal ist einfach alles mysteriös und man ist nicht besonders investiert in die Geschichte und ihre Charaktere (#2). Auch die weiblichen Charaktere sind wie männliche geschrieben (#4, #6).
Profile Image for Thilo Mischke.
116 reviews170 followers
April 7, 2019
Six beautifully woven short stories. There is no need to read this book, but if you like Herrndorfs sometimes naive writing style, you will enjoy it. Actually reading this book feels like looking at one of those aol-disks you still find sometimes at garagesales. It reminds you of the past, when not everything was good.
Profile Image for Franziska .
372 reviews
July 1, 2019
Subjektiv gesehen für mich nicht komisch eher skurril mit der Frage: Was will der Autor damit sagen?
Profile Image for Claudia.
37 reviews
April 23, 2020
A wonderful book by Herrndorf. Short stories, all fascinating. What a writer he was. Powerful language. No filling material. Some connections to Tschick.
Profile Image for Claudia.
37 reviews
June 13, 2020
Herrndorf died far too soon but we still have his books. They are a treasure. They open up your eyes to the world.
Profile Image for Barbara.
723 reviews27 followers
August 9, 2020
Lag lange auf dem Nachttisch, immer mal wieder zwischendurch darin gelesen. Die titelgebende Geschichte gefiel mir am besten.
9 reviews
May 13, 2021
Page-turner, kurzweilig und absolut fantastisch, wie Herrndorf Geschichten erzählt.
Profile Image for Alex.
17 reviews
September 6, 2024
„jedenfalls, während ich über all das nachdachte, fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich niemanden mehr in meinem Bekanntenkreis hatte, der einen Beruf hatte, von dem ich die Berufsbezeichnung wusste. Das heißt, sie hatten natürlich alle irgendwas studiert und verdienten irgendwomit Geld, aber immer, wenn man jemanden fragte, was er denn genau mache, hieß es, ich mach da bei dieser Sache mit oder wir ziehen uns da so einen Auftrag an Land, und das stimmte vermutlich auch. Aber während wir bei dreißig Grad im Schatten den Fluss überquerten, die nur einen Steinwurf breite Saale, dachte ich, dass das doch alles ein Riesenunsinn wäre“

Der Weg des Soldaten 2/5
Blume von Tsingtao 4/5
Im Oderbruch 2/5
Herrlich, diese Übersicht 3/5
Diesseits des Van-Allen-Gürtels 4/5
Zentrale Intelligenz Agentur 4/5
Profile Image for Cedric.
56 reviews17 followers
June 23, 2015
Ein-Satz-Review

Herrndorf möchte unaufgeregt wirken, das liebe ich, nur scheint die Form der Kurzgeschichte ihn zu einer Aufregung zu zwingen, die die Frage aufwirft, warum man es gerade hier geendet, gerade dort begonnen hat, eine Frage zuviel für die Belanglosigkeit der Figuren, und es ist kaum verwunderlich, dass die meisten Geschichten in chaotischen Settings aufgezogen sind, überworfenen Parties, in unaufgeräumten Häusern oder einem seltsam zusammengezwirbelten Fernen Osten, wo es einmal lakonisch heisst: «Langsam wurde es unübersichtlich», wo die chaotische, amoralische, aber immer präzise komponierte Welt wie in Herrndorfs übrigen Büchern einem die Faust ins Gesicht schlägt, was nur deshalb kein Problem ist, weil er manchmal eben doch nicht so tut, als wäre er unaufgeregt und zufällig, wenn, wie in der Kurzgeschichte «Herrlich, diese Übersicht», alle Fäden der anderen Geschichten zusammengesponnen und als bedeutsames Gesamtpacket verschnürt werden, nur ist das dann, und das macht es vielleicht aus, auch ganz erfrischend bedeutungslos: Herrlich, wie wenig uns die Übersicht geholfen hat.
Profile Image for Frédéric Valin.
Author 14 books9 followers
September 17, 2014
Ganz hervorragender Pop, komisch, knapp, verspielt. Alle Protagonisten haben eine unsympathisch schnöselige Art, auf die Welt zu kucken. Sicht, Haltung und Problematik des Personals sind zwar langweilig, aber man erhebt sich als Leser über die behauptete kreative Elite. Und zack ist man genauso unsympathisch wie eine der Figuren.
15 reviews
March 26, 2015
Ich hab bisher nur Tschick von Herrndorf gelesen und bin letztens in der BUchhandlung über dieses Büchlein gestolpert. Die sechs Geschichten fesseln, Herrndorf entwickelt in nur wenigen Sätzen komplexe, ausdrucksstarke Charaktere. Man möchte das Buch nicht weglegen und ärgert sich fast, wenn man es nicht an einem Stück durchlesen darf.
Profile Image for syrin.
341 reviews52 followers
November 22, 2012
Obwohl mir der Schreibstil von Herrndorf sehr gut gefällt, ich habe wirklich kein Lust mehr die letzten Kurzgeschichten zu lesen. Ich gebe es auf.
Profile Image for André Spiegel.
Author 9 books19 followers
September 24, 2013
Ambivalent. Die erste und die letzte Geschichte haben es in sich, die übrigen nicht so.
Displaying 1 - 28 of 28 reviews

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