Die Autorin schreibt in der Anmerkung selber, dass sie sich den Plot in einem halben Tag ausgedacht hat. Das Buch ist nicht schlecht, leider ist es aber auch nicht gut.
Davon abgesehen, dass Valerie Lehmann eine sehr unangenehme Person mit massiven psychischen Problemen ist (das alleine macht das Buch ja nicht schlecht) gibt es zu viele Ungereimtheiten.
- Sie verpasst im Birchli eine Ausfahrt (1. ist das falsch, da sie effektiv die Ausfahrt nehmen muss, um über Einsiedeln zu gelangen und 2. sollte ihr das nicht passieren. Sie fährt jeden Tag durch den Bezirk Einsiedeln (Schwyzerbrugg) um zur Arbeit zu gelangen. Ich hoffe schwer, dass sich unsere Polizisten besser auf die Strasse und die Umgebung konzentrieren. Dieser Fehler passt so gar nicht in das Weltbild der emanzipierten Frau Lehmann.
- Sie fährt mit dem Auto ins Restaurant in Biberbrugg -> mit dem Auto sind das circa 680 Meter. Zu Fuss von ihrem Büro aus sind es ungefähr 350 Meter.
- Valerie findet im Brunni kein Hotel -> das erste Gebäude im Dorf Brunni ist ein Hotel (unübersehbar beim Ein- und Ausfahren).
- Sie fährt mit dem Auto vom Kloster zum Friedhof (zu Fuss hätte sie circa 600 Meter laufen müssen, mit dem Auto sind es 730 Meter UND sie muss das Auto vom Parkplatz holen und wieder parkieren.
Es gibt noch mehr von diesen kleinen Ungereimtheiten. Diese zusammen mit dem überaus kindischen Verhalten aller Angestellten der Polizei machen einem das Lesen schwer. Ich hoffe doch sehr, dass unsere effektiven Gesetzeshüter ihre Emotionen besser im Griff haben und geschäftliches auch von privatem trennen können.
Ich weiss, dass es sich hierbei um einen Roman handelt - ich hätte jedoch mehr Krimi und weniger Kindergarten erwartet.